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    Die Vollkommenheit und der Tawheed

    Die Vollkommenheit und der Tawheed
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    Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Vollkommenheit und den Erkenntnissen um die Lehren des Tawĥeed. Der Mensch ist dazu angehalten, nach der Vollkommenheit zu streben und auf diesem Weg wird er an dem Punkt gelangen, wo die Vollkommenheit in den Tawĥeed eingeht, wobei dieser Punkt erkannt werden muss.

     

    Der heilige Qur’ān macht in verschiedenen Versen deutlich, dass alles für den Menschen dienstbar gemacht wurde.

     

    وَسَخَّرَ لَكُمْ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الأَرْضِ جَمِيعا ً مِنْهُ

     

    Und Er hat euch dienstbar gemacht, was in den Himmeln und was auf Erden ist; alles ist von Ihm[1]

     

    Sogar die Engel haben die Funktion, die Angelegenheiten der Menschen zu lenken, wie uns der heilige Qur’ān bestätigt.

     

    فَالْمُدَبِّرَاتِ أَمْرا

     

    Dann bei den die Sachen Lenkenden[2]

     

    Das Ziel dieser Dienste besteht darin, dass der Mensch auf dem Weg zu seiner Vollkommenheit begleitet wird. Wenn wir den heiligen Qur’ān nach dem Sinn der Schöpfung befragen, dann lesen wir folgendes:

     

    وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالإِنسَ إِلاَّ لِيَعْبُدُونِ

     

    Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie Mir dienen[3]

     

    Dieser Gottesdienst ist jedoch nicht das endgültige Ziel, sondern nur ein Mittel, um ein höheres Ziel anzustreben und zu erreichen. Das wahrhaftige Ziel ist das Erlangen der Gewissheit über Allah (t.) und dies ist das Wort des Erhabenen:

     

    وَاعْبُدْ رَبَّكَ حَتَّى يَأْتِيَكَ الْيَقِينُ

     

    Und diene deinem Herrn, bis die Gewissheit zu dir kommt[4]

     

    Den Höhepunkt dieser Gewissheit haben die göttlichen Propheten erlangt. Beispielsweise beschreibt der heilige Qur’ān die Gewissheit des Gesandten Ibrāhim (a.) wie folgt:

     

    وَكَذَلِكَ نُرِي إِبْرَاهِيمَ مَلَكُوتَ السَّمَاوَاتِ وَالأَرْضِ وَلِيَكُونَ مِنَ الْمُوقِنِينَ

     

    Also zeigten Wir Abraham das Reich der Himmel und der Erde, (auf dass er rechtgeleitet sei) und er zu denjenigen zählen mag, die Gewissheit erlangt haben[5]

     

    Damit sind sämtliche Angelegenheiten für den Menschen so vereinfacht, um die Vollkommenheit zu erreichen, für welche er erschaffen wurde. Diese Vollkommenheit des Menschen besteht in der Erkenntnis Allahs (t.), sodass die Stufe der Gewissheit erreicht wird. Hier trifft die menschliche Vollkommenheit mit der vollkommenen Erkenntnis des Einheitsbekenntnisses zusammen.

     

    Die Schritte, welche zu dieser Vollkommenheit führen, werden vom Fürst der Gläubigen und Führer der Wahrhaftigen, Ali Ibn Abi Tālib (a.) in der ersten Predigt in Nahdsch-ul-Balagha beschrieben. Er (a.) sagte:

     

    „Das Erste der Religion ist die Erkenntnis über Ihn, und die Vervollständigung der Erkenntnis Seiner besteht darin, Ihn zu bestätigen, die Vervollständigung der Bestätigung Seiner besteht in der (Bestätigung der) Einheit Seiner, die Vervollständigung (des Verständnisses) Seiner Einheit liegt in der Aufrichtigkeit Ihm gegenüber. Die Vervollkommnung der Aufrichtigkeit Ihm gegenüber liegt darin, Ihm keine Eigenschaften zuzuschreiben.“[6]

     

    Der Gläubige muss sich stets sein wahres Ziel und den wahren Sinn seines Lebens vor Augen halten und dieses Ziel anstreben, um die menschliche Vollkommenheit zu erlangen und damit den Sinn seiner Erschaffung gerecht zu werden.

     

     

    [1] Der heilige Qur’ān: Sure 45, Vers 13

    [2] Der heilige Qur’ān: Sure 79, Vers 5

    [3] Der heilige Qur’ān: Sure 51, Vers 56

    [4] Der heilige Qur’ān: Sure 15, Vers 99

    [5] Der heilige Qur’ān: Sure 6, Vers 75

    [6] Scharif Radhi Muĥammad Ibn Hussain: „Nahdsch-ul-Balagha“ (Pfad der Eloquenz), Predigt Nr. 1, S. 38

     

     

    Quelle: http://alhaydari.de