islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Die Vorzüglichkeit des Tawheed

    Die Vorzüglichkeit des Tawheed

    Die Vorzüglichkeit des Tawheed
    4 (80%) 1 vote[s]

     

    In den reinen Überlieferungen finden wir eine Vielzahl an Berichten der Unfehlbaren (a.), worin sie über den Lohn derer sprechen, welche sich mit dem Einheitsbekenntnis auseinander setzen. Eine wichtige Quelle in diesem Bereich ist das Werk „ al-Tawĥeed“ von al-Schaykh Abu Ja`far Muĥammad Ibn Ali Ibn al-Ĥussain Ibn Babaway al-Qummi, welcher als „al-Schaykh al-Sadūq“ („der wahrhaftige Schaykh“) bekannt ist. Das erste Kapitel dieses Buches trägt den Namen „der Lohn der Einheitsbezeugenden und Erkennenden“ (ثواب الموحدين والعارفين) und beinhaltet ca. 35 Überlieferungen, welche allesamt über die Vorzüglichkeit und den gewaltigen Lohn der Einheitsbezeugenden sprechen.

     

    Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Weder ich, noch diejenigen vor mir, sagten so etwas wie „Es gibt keine Gottheit, außer Allah“ (Lā Ilāha illa-Allah).“

     

    Weder der Gesandte Gottes noch die Propheten vor ihm konnten heiligere Worte finden, um die Einheit Gottes zu beschreiben, wie es die Worte „Es gibt keine Gottheit, außer Allah“ tun. Das bedeutet, dass diese heiligen Worte von keinem Propheten oder Nachfolger übertroffen werden konnten und niemand war imstande, solche Worte (selbstständig) hervorzubringen.

     

    Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Der beste Gottesdienst ist zu sagen: Es gibt keine Gottheit, außer Allah.“

     

    Auch werden in anderen Quellen ähnliche Überlieferungen dargeboten.

     

    Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Das Bitten um Vergebung und die Worte „Es gibt keine Gottheit, außer Allah“ sind der beste Gottesdienst.“[1]

     

    In diesem Fall deutet der Gesandte Gottes (s.) auf den folgenden Vers des heiligen Qur’ān hin.

     

    فَٱعۡلَمۡ أَنَّهُۥلاَ إِلَـٰهَ إِلاَ ٱللَّهُ وَٱسۡتَغۡفِرۡ لِذَنۢبِكَ

     

    Wisse drum, dass es keine Gottheit gibt außer Allah, und bitte um Vergebung für deine Fehler[2]

     

    Weiterhin lesen wir im Werk „al-Tawĥeed“ folgende Überlieferungen.

     

    Imām al-Bāqir (a.) sagte: „Es gibt keinen höheren Lohn als zu sagen: „Es gibt keine Gottheit, außer Allah“, denn Allah, Erhaben und Gepriesen sei Er, ist niemandem gleich und hat keinen Teilhaber.“

     

    Imām al-Sādiq (a.) sagte: „Wahrlich, Allah (t.) hat bei Seiner Heiligkeit und Erhabenheit geschworen, dass er die Leute des Einheitsbekenntnisses niemals mit dem Feuer bestraft.“

     

    Er (a.) sagte weiterhin: „Allah hat den Körper der Einheitsbekennenden dem Feuer verboten.“

     

    Der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Wer stirbt und bezeugt, dass es keine Gottheit gibt, außer Allah, der keinen Teilhaber hat, betritt das Paradies und wer stirbt und Allah einen Teilhaber beigesellt, betritt das Feuer.“

     

    Weiterhin sagte das Siegel der Propheten (s.): „Der größte Widerspenstige ist derjenige, der sich weigert zu sagen: Es gibt keine Gottheit, außer Allah.“

     

    Imām al-Bāqir (a.) berichtet, dass Gabriel zum Gesandten Gottes (s.) kam und sprach: „O Muĥammad, frohe Botschaft demjenigen aus deiner Gemeinschaft, der sagt: Es gibt keine Gottheit, außer Allah, dem Einzigen, Einzigen, Einzigen.“

     

    Diese und viele weitere Berichte, welche in den Überlieferungswerken aufgeführt werden, zeigen uns die Notwendigkeit und die hohe Belohnung der Lehre um das Einheitsbekenntnis Allahs. Die Unfehlbaren (a.) meinen jedoch nicht lediglich den bloßen Wortlaut, sondern die tiefreichenden Erkenntnisse, welche mit diesem Wortlaut einhergehen. Es ist möglich für einen Sünder stets das Einheitsbekenntnis zu sprechen und zu sündigen, doch es würde der Gerechtigkeit Allahs (t.) widersprechen, dass dieser Sünder nun ohne Abrechnung das Paradies betritt und die gleiche Stufe wie die Rechtschaffenen erlangt.

     

    أَفَمَن كَانَ مُؤۡمِنً۬ا كَمَن كَانَ فَاسِقً۬ا‌ۚ لَّا يَسۡتَوُنَ

     

    Ist wohl jener, der gläubig ist, dem gleich, der ungehorsam ist? Sie sind nicht gleichen Rangs[3]

     

    Die reine Ahl al Bayt (a.) haben stets darauf aufmerksam gemacht, dass es die Erkenntnisse um Allah (t.) sind, welche dem Menschen das Paradies sichern und die Zuflucht vor dem Feuer gewährleisten. Diese Erkenntnisse hindern den Menschen daran zu sündigen, da er erkannt hat, gegen wen er sündigt und sie führen dazu, dass der Mensch gute Taten verrichtet, da er erkannt hat, für wen diese Taten sind. All jene Aspekte und Erkenntnisse spiegeln sich im reinen Wortlaut „Es gibt keine Gottheit, außer Allah“ wieder, jedoch ist damit nicht nur der bloße Wortlaut gemeint.

     

     

    [1] Al-Schaykh al-Kulayni: „Usūl al-Kāfi“, Band 2, S. 505

    [2] Der heilige Qur’ān: Sure 47, Vers 19

    [3] Der heilige Qur’ān: Sure 32, Vers 18

     

     

    Quelle: http://alhaydari.de