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    Die Zukunftshoffnung im Koran (Teil 3)

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    Sicherheit und Ruhe und Hoffnung auf die Zukunft werden im Islam weitgehend beachtet.  Wir haben in den beiden ersten Teilen dieses Beitrages  darauf hingewiesen, dass der Koran  den Menschen zur Anstrengung motiviert. Zu diesem Zweck  erfüllt er ihn mit der Hoffnung auf Gottes Segen und Barmherzigkeit  und kündigt eine klare Zukunft für die materielle Welt an. Im Gegensatz zu westlichen Theoretikern, die  eine dunkle Zukunft für die Welt voraussagen wollen, verheißt Gott im Koran, dass die zukünftige Welt  Frieden und Gerechtigkeit und Gleichheit erfahren wird, dann nämlich wenn der verheißene Retter in Erscheinung tritt.

     

    Nun wollen wir auf eine weitere helle Zukunftsperspektive im Koran hinweisen, durch die den Anstrengungen des Menschen ein Sinn verliehen und ihm Hoffnung geschenkt wird.

    Zu den Gedanken, die den Menschen immer beunruhigt haben, gehört der Gedanke an den Tod und das Ende des Lebens.

    Der Menschen fragt sich: Warum sind wir geboren worden und warum müssen wir sterben? Nützt es etwas, Gutes zu tun? Nützt es etwas aufrichtig und ehrlich zu sein? Was soll dieses Kommen und Gehen bedeuten?

     

    Einige von Menschen ersonnene Ideologien glauben dass Leben und Dasein sei ziel – und sinnlos und keinerlei Weisheit stecke dahinter.

    Diese Vorstellung aber verwirrt  und macht ratlos. Sie verursacht Selbstentfremdung .   Der Mensch besitzt doch Überlebensdrang und denkt daher automatisch an die Zukunft und fragt sich nach ihrer Beständigkeit

    Bei Fehlen einer geeigneten Lehre über die Zukunft, wächst die Resignation im Menschen. Das ist zum Teil der Grund dafür, dass in unserem Zeitalter, trotz der technischen Fortschritte, viele Menschen seelischen Stress empfinden und seelisch krank werden.

     

    Der Glaube an die Auferstehung von den Toten und das jenseitige Leben, ist ein Überzeugungsmoment, welches die Hoffnung des Menschen enorm stärkt und sich positiv auf sein Verhalten auswirkt.

    Diese Überzeugung wirkt sich effektiv auf den menschlichen Geist aus und hat eine erstaunlich erzieherische Wirkung auf den einzelnen und die Gesellschaft.

    Dem Menschen ist der Wunsch zum Glücklichsein mitgegeben und die Vorstellung glücklich zu sein, macht ihn freudetrunken.  Unterdessen versetzt in der Gedanke an eine schlimme Zukunft voller Entbehrungen in große Sorge.

     

    Die Psychologen betrachten die Angst vor der Vernichtung als die  wichtigste Ursache für einen gestörten  inneren Frieden.

    Der Tod ist für die Leute, die darin das Ende ihres Lebens sehen, angsterregend.

    Aber der Glaube ans Jenseits rückt den Tod in ein anderes Licht.

    Ali aleihe salam sagt, dass die Erinnerung an den Tod dazu führt, dass sich der Mensch zum Guten hin ändert und der Geist des Menschen veredelt wird. Er sagt: Wenn du dich zu etwas hässlichem entschließen willst, dann denke an den Tod, der die (sündigen) Freuden vernichtet und die Verlangen düster werden lässt und das Wünschen beendet. „

     

    Gemäß Koranischer Kultur fürchtet sich jemand, der an das Leben  im Jenseits glaubt, nicht mehr vor dem Tod.

    Gemäß Koran gibt es keinen absoluten Tod.  Der Tod ist in Wahrheit der Verlust eines bestimmten Zustands und die Erreichung eines anderen. Er ist wie jeder anderer Wandel keine richtige Vernichtung.

    Genauso wie wenn ein Kern im Erdreich zu einer Pflanze wird. Der Kern selber wird vernichtet aber dieser Tod ist keine absolute Vernichtung.  Der Kern verliert seine bisherige Form und findet in einer anderen zu neuem Leben.

     

    Gott spricht im Heiligen Koranin Sure 29 (Ankabut) im Vers 64:

    Dieses irdische Leben ist vergänglich, der Unterhaltung und dem Spiel gleich, aber das Jenseits ist das wahrhaftige Leben. Wenn sie es nur wüssten!

    Der Gedanke an den Tod und das Leben nach dem Tod führt nicht nur zur Bewusstwerdung des Menschen und motiviert ihn zum Handeln, sondern ist auch richtunggebend für das Verhalten des Menschen.

     

    Der Glaube an das Jenseitige Leben,  lässt den Menschen hoffen, dass keines seiner guten Werke verloren geht und dass Unrecht das ihm geschieht nicht unbeantwortet bleibt.

    In dem Vers 2 der Sure Mulk heißt es über Gott:  Der den Tod und das Leben erschuf, um zu prüfen, wer von euch die besten Werke zu leisten vermag; Er ist allmächtig und allverzeihend;

    Wer vom Jenseits überzeugt ist, glaubt daran, dass das Leben sich nicht auf diese materielle Welt beschränkt, sondern dass der Mensch nach dem Tod ein anderes Leben vor sich hat und dort viele seiner guten Wünschen erfüllt werden.

     

    Gott sagt im Koran im Vers 42 der Sure Zumar (Sure 39) über den Tod:

    Gott ist es, der die Seelen zu sich nimmt, wenn die Menschen sterben und wenn sie schlafen und noch nicht sterben. Die Seelen derer, die dem Tod geweiht sind, behält er; die anderen lässt Er frei bis zu einer bestimmten Frist. Darin sind Zeichen für Menschen, die nachdenken können.

     

    Gott nimmt also die Seelen der Menschen vollständig zu sich nimmt. Der Tod ist also keine  totale Vernichtung. Er ist ein Tor,  durch das der Mensch die andere Welt betritt.  Man könnte es mit der Geburt eines Kindes vergleichen. Solange das Kind im Mutterleib ist, benutzt es seine Atemorgane nicht,  wenn es dann geboren wird beginnt seine Atemsystem  zu arbeiten.  Die irdische Welt ist im Vergleich zu dem Reich nach dem Tod wie ein Uterus. In diesem Uterus formen sich Geist und Seele des Menschen und er wird auf das Leben in einer anderen Welt vorbereitet.

     

    Die geistigen Fähigkeiten des Menschen, seine Wünsche, ein weiter gedanklicher Horizont liefern alle ausgezeichnete Mittel für das ewige Leben.  Der Koran sagt, dass das ewige Leben  und das wahre Glück im Jenseits warten ( siehe Vers 39, der Sure Ghafir)

    (Sure 40)

     

    Gemäß der Sure An`am (6), Vers 127  verspüren die Menschen im Jenseits  absolute Ruhe und Sicherheit, keinerlei Entbehrung und keinerlei Hoffnungslosigkeit , denn in jenem Paradies  gibt es das, was sich das Herz wünscht und das Auge erfreut(Sure Zuchruf, 43  Vers 71)

    Der Gedanke an das Jenseits bremst die egoistischen Verlangen des Menschen und führt aus der Ratlosigkeit zu einem hohen Ziel.

     

    Wer an das jenseitige Leben und an eine Belohnung bzw. Bestrafung seiner Taten glaubt, verspürt Verantwortung und versucht rechtschaffen und pflichtbewusst zu handeln.

    Ein solcher Mensch weiß, dass er für jede schlechte Tat im Jenseits gerade stehen muss. Deshalb weist er den Gedanken zu sündigen und gegen Gottes Gebot zu verstoßen von sich ab.

    Außerdem begegnet der Mensch im Leben öfters Problemen, denen er nicht entkommen kann und manchmal erlebt er Ungerechtigkeit, die er nicht zu bekämpfen vermag.

     

    Zweifelsohne sind solche Menschen, wenn sie nicht darauf hoffen, dass ihr Recht hergestellt wird und über das Unrecht der Unterdrücker abgerechnet wird und keinen rettenden Ausweg sehen, völlig resigniert. Aber Gott erklärt deutlich, dass er über alle Taten der Menschen Bescheid weiß und sie zu Buche stehen.

     

    Wegen seiner guten Werke kann der Mensch auf jenseitigen Lohn hoffen. So wie ein Bauer, auf eine gute Ernte hoffen kann, wenn er gesundes Saatgut auf einen geeigneten Boden streut und sein Feld richtig pflegt. So  kann auch jemand auf die Gnade Gottes hoffen, der die Saat des Glaubens in sein Herz streut und sie durch rechtschaffenes Handeln gedeihen lässt.  Im Vers 218 der Sure Baqara ( 2) steht:

    Diejenigen, die wahrhaftig glauben, um des Glaubens Willen ausgewandert sind und für Gottes Sache gekämpft haben, können fest mit Gottes Barmherzigkeit rechnen. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.

     

    Auch in den Geschichten, die im Koran stehen, sehen wir Hinweise  auf die Wirkung, die der Glaube an das Jenseits hat.  Zum Beispiel sagt der Weise Luqman laut der nach ihm benannten Sure 31, Vers 16 zu seinem Sohn , dass Gott über alle  guten und schlechten Taten, und wenn sie noch so klein und versteckt sind, Bescheid weiß und alles am Jüngsten Gericht hervorholt und nichts verloren geht.

     

    Gemäß Koran wirkt die Erinnerung an den Tod auf die Gläubigen  beruhigend, wenn sie mit den weltlichen Problemen konfrontiert sind. Gott hat im Vers 53 der Sure Zumar (39)  die Gläubigen an Seine Barmherzigkeit erinnert:

    Sprich: „O Meine Diener, die ihr euch selbst gegenüber das Maß überschritten habt, gebt die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit nicht auf! Gott verzeiht alle Sünden. Er ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/149547-die-zukunftshoffnung-im-koran-teil-3