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    Erziehungsmodelle im Koran, Teil 1

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    Der Heilige Koran enthält Lehren fürs Leben. Er ist ein Meer des Wissens und der Weisheit und legt zahlreiche Möglichkeiten zur Vervollkommnung des Menschen vor. Einer seiner Methoden zur Veredlung des Menschen besteht darin, dass er würdige Vorbilder vorstellt während er falsche Idole abweist. Die Befolgung von guten Vorbildern verhilft der menschlichen Gesellschaft zu hohen Tugenden, während sie durch falsche Vorbilder den Weg zu ihrer Vernichtung geht. In diesem Programm besprechen wir die Vorbilder, die der Koran vorstellt.

     

    Erziehung ist eines der elementarsten Bedürfnisse im menschlichen Leben. Dieses Bedürfnis ist nicht nur auf die Kindzeit beschränkt. Wenn wir in Erziehung die Veredlung des Menschen sehen, so ist er auf allen Lebensstufen darauf angewiesen. Der Mensch kann als ein denkendes Geschöpf dank der richtigen geistig-seelischen Heranformung hohe Ziele erreichen und sich den Weg zum Glück ebnen. Erziehung bedeutet „zur Entfaltung bringen“ und die Fähigkeiten und Begabungen im Menschen optimal aktivieren. Mit anderen Worten : Der Mensch hat verborgene Fähigkeiten, die unvollkommen bleiben, wenn er sie nicht pflegt und großzieht. Der geehrte Prophet des Islams sagt: „Die Menschen sind Bodenschätze wie Gold und Silber.

    Die Erziehung und Veredlung trennt das Unreine vom Menschen und lässt das Edle seines Wesens zum Vorschein treten.“

     

    Die richtige Erziehung ist also das Mittel zur Rechtleitung und zum Aufbau des Menschen. Durch diese Veredlung wird der unreife Mensch zu einem denkenden und weisen Menschen. Auch sozial gesehen ist die Erziehung ein wichtiger Faktor für das Zusammenleben und die Verständigung mit den anderen. Imam Mohammad Ghasali, ein muslimischer Gelehrter nennt Lehre und Erziehung die elementaren gesellschaftlichen Grundlagen des Menschen und sagt: „Wenn Gelehrte und Erzieher nicht wären, würden die Menschen wie Tiere und Vierbeiner leben. Dank der Lehre steigt der Mensch von der Stufe des Tieres zur menschlichen Stufe auf.“

     

    Aus der Sicht des Islams bedeutet die Erziehung und Veredelung Rechtleitung, Vervollkommnung und allseitige Veränderung des Menschen in Richtung des Guten. Die Bedeutung der Erziehung und Heranformung ist schon daran zu erkennen, dass Gott in vielen Koranversen sich den Erzieher und Lehrer nennt und darauf hinweist, dass er erzieht und formt und entfaltet. In der Sure Alaq, Sure 96, heisst es in den Versen 3 bis 5: Trag vor: Dein Herr ist edelmütiger als alle. Jener, der mit dem Schreibrohr gelehrt hat und den Menschen lehrte, was er nicht wusste.

     

    Gemäß dem Koran ist Gott der Lehrer und Erzieher und Heranformer der gesamten Kreatur. Er ist Verwalter und Planer der Daseinswelt, ordnet und regelt sie. Gott formt heran und bringt zur Entfaltung. Er bestimmt über die Dinge und Menschen und verhilft ihnen zu ihrer verdienten Vervollkommnung. Er gibt ihre verborgenen Kräfte frei, damit sie sich entfalten.

    Auch die Propheten Gottes sind Erzieher. Sie sind sogar die größten Erzieher der Menschheit und wurden berufen, diesen Auftrag zu erfüllen und die Menschen zu veredeln. In den Versen 129 und 151 der Sure 2 sagt Gott, dass es zu den Zielen der Aussendung von Propheten gehört, dass sie die Menschen lehren, erziehen und vervollkommnen.

     

    In diesem Zusammenhang ist die Läuterung und die Vervollkommnung ein Grundsatz im Aufruf der Propheten zu Gott. In der Sure Ale Emran, Sure 3, spricht Gott im Vers 164 : Gott hat den Gläubigen wirklich eine Gnade erwiesen, als er unter ihnen einen Gesandten aus ihren eigenen Reihen auftreten ließ, der ihnen seine Zeichen verliest, sie läutert und sie die Schrift und Weisheit lehrt. Früher befanden sie sich offensichtlich im Irrtum.

     

    Vorbilder spielen eine wichtige Rolle bei der Rechtleitung und der Veredlung des Menschen. Der Mensch nimmt sich ständig an Freunden und Menschen, die er mag, ein Beispiel. Wenn sich jemand einen anderen zum Vorbild nimmt, versucht er dessen Art und Charakter seinem Leben zugrunde zu legen. Der Islam erwartet von seinen Anhängern, dass sie selber in der Gesellschaft ein Vorbild sind. Deshalb werden die Eigenschaften von vorbildlichen Menschen im Koran genannt, damit alle versuchen, diese Eigenschaften in sich zur Entfaltung zu bringen. In der Sure Hodscharat , Sure 49 werden die Menschen, die Gott am liebsten sieht, vorgestellt. Es sind jene ,welche die Stufe der Gottesfürchtigkeit erreicht haben und Tadelnswertes unterlassen.

     

    Menschen die der Gesellschaft als Charaktervorbild dienen, leisten einen großen Beitrag zur Entfaltung der anderen. Eigentlich gab es immer Menschen, die sich den Propheten, den Gott ihnen gesandt hatte, zu ihrem Vorbild machten.

    Manchmal stellt der Koran die lobenswerten und die tadelswerten Gesichter gegenüber und regt durch diese Gegenüberstellung die Gesellschaft an, bewusst die guten Vorbilder zu wählen. Die guten Vorbildern werden mit die Rechtschaffenen, Reinen, Gottesfürchtigen, Geduldigen, Wohltätigen und Sich-Mühenden auf dem Wege Gottes vorgestellt. Und die schlechten Charaktere werden als Leute bezeichnen, die das Maß überschreiten, arrogant sind, unterdrücken, freveln, Gott leugnen oder heucheln.

     

    Der Koran schildert die besten Vorbilder, damit jeder weiß wie er im Leben handeln sollte.

    Der Heilige Koran stellt den ehrwürdigen Propheten Mohammad s.a.a.s. als das vollkommene Vorbild der Menschen für ihr ganzes Leben vor. In der Sure Ahzab, Sure 33 spricht er im Vers 21: Im Gesandten Gottes habt ihr doch ein schönes Beispiel für die, die auf Gottes Barmherzigkeit und den Tag der Auferstehung hoffen und sehr oft Gottes gedenken.“

     

    Der Prophet Gottes s.a.a.s. ist das größte Vorbild der Menschheit in der Geschichte. Er wies nicht nur mit Worten den Menschen auf den Weg, sondern lebte die Religion Gottes vor. Durch sein praktisches Beispiel zeigte er den anderen den Weg zum Wohl. Imam Ali aus seiner Nachkommenschaft sagt: „Der geehrte Prophet ließ jeden Tag einer seiner moralischen Vorzüge in Erscheinung treten und empfahl mir diesen zu beachten.“

     

    Der Prophet des Islams besaß ein großartiges Wesen. Er war für alle Weltbewohner ein Segen und Spiegel moralischer Tugenden. Darüber hat er selbst gesagt: „Ich wurde ausgesandt, um die moralischen Eigenschaften zu vollenden.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/244120-erziehungsmodelle-im-koran-teil-1