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    Europa: Anhaltende Verletzung von Grundrechten der Muslime

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    06. Mai 2012

     

    Eine Menschenrechtsorganisation reagierte endlich auf das zunehmende diskriminierende und rassistische Verhalten gegenüber Muslimen in Europa. Die Amnesty international gab einen Bericht heraus und verurteilte in diesem die Benachteiligung von Muslimen in einigen europäischen Ländern, und die politische Ausnutzung und Vorurteile, die in diesem Zusammenhang in Erscheinung treten.

     

    Die amnesty International forderte die europäischen Staaten auf, die klischeehaften negativen Ansichten über die Muslime besser zu bekämpfen.  Dieser Bericht konzentriert sich besonders auf die Lage der Muslime in Belgien, Frankreich, Holland, Spanien und der Schweiz.

    Die amnesty international gab bekannt, dass sie zahlreiche Fällen der Diskriminierung in diesen Ländern untersucht habe, darunter das Verbot der islamischen Kopfbedeckung der Frauen und des Baus von religiösen Stätten durch die Muslime.

     

    Marco Perolini der amnesty-international-Experte sagte über diesen jüngsten Bericht: „Den muslimischen Frauen, die in europäischen Ländern den Hidschab tragen, werden Berufschancen verweigert und die muslimischen Mädchen werden nur wegen ihrer Religion und ihrer Überzeugung von der Teilnahme an vielen Unterrichtsklassen ausgeschlossen. Ähnliches passiert auch bärtigen Muslimen.“

     

    Dieser Beauftragte der amnesty international sagt weiter:

    „…Anstatt dass die staatlichen Verantwortungsträger und Parteiführer in Europa Benachteiligung und ungerechtes Verhalten gegenüber Muslimen bekämpfen, unterstützen sie dies im Gegenteil meistens auch noch, um die Stimmen der Radikalen für sich zu gewinnen.“

    Perolini betonte: „Es gehört zu dem Recht der freien Meinungsäußerung und der Religionsfreiheit, religiöse und kulturelle Symbole mitzuführen und seine Kleidung zu wählen. Alle Menschen, von welcher Religion und Lehre sie auch sind, müssen diese Freiheit besitzen.“

     

    In dem Bericht der amnesty international heißt es auch:

    „Die bestehenden Gesetze hinsichtlich der Bekämpfung von Religions- und Rassendiskriminierung werden in den Beschäftigungszentren in Ländern wie Belgien, Frankreich und Holland nicht geeignet durchgeführt und auf eine gewisse Weise wird den Arbeitgebern erlaubt, Leute wegen Nutzung von religiösen und kulturellen Symbolen zu benachteiligen.

     

    Porulini, welcher das Europabüro der amnesty international leitet hob hervor, dass solche Verhaltensweisen, die man mit der Herstellung von Gleichförmigkeit am Arbeitsplatz rechtfertigen möchte, gegen die Diskriminierungsverbote der EU verstoßen.

    Was die amnesty international als Rassendiskriminierung den Ländern, die behaupten Wiege der Demokratie zu sein, ankreidet, ist schon seit vielen Jahren im Gange und die Benachteiligungen und Einschränkungen für Muslime nehmen immer mehr zu.

     

    Die Menschenrechtsorganisationen in Europa halten leider nur Ausschau nach Menschenrechtsverletzungen auf anderen Kontinenten, insbesondere in Ländern, die nicht der Politik der westlichen Staaten gehorchen.

    Der jüngste Bericht der amnesty international spricht dafür, dass die Unterdrückung der Muslime ein derartiges Ausmaß angenommen hat, dass diese Organisation ihr Ansehen nur wahren kann, wenn sie zu dieser Verletzung der Grundrechte muslimischer Bürger in Europa einen Standpunkt bezieht.

     

    Masud Schadschara, der Chef der Islamischen Menschenrechtskommission in London äußerte sich wie folgt:

    „Wir begrüßen auf jeden Fall diesen Bericht, der auf einen kleinen Teil der Schwierigkeiten der Muslime hinweist. Aber wir sind der Meinung, dass er sehr spät herausgegeben wurde und zu milde ist.“

     

    Er erklärte weiter: „In Wahrheit ist es eigentlich schon zu spät, und die Probleme der Muslime in Europa sind bezüglich Arbeit, Bildung und Verbot des Hidschabs sehr einschneidend geworden. Die Muslime stehen in Europa vielen ernsthaften Gefahren und Bedrohungen gegenüber.“

    Der Leiter der Islamischen Menschrechtskommission in London fügte hinzu: „Die Angriffe auf Muslime und ihre Moscheen in den europäischen Ländern sind zahlreich und leider sind die westlichen Politiker an der Hetze gegen die Muslime mitbeteiligt. Die Politiker und Medien im Westen versuchen den Gedanken einzuflößen, dass die Muslime Bürger zweiter Klasse seien.“

     

    Wie Schadschara sagt, gehen die islamfeindlichen Maßnahmen in Europa über eine Diskriminierung hinaus und sind zu einer Verbreitung von Hass und zur schweren Erniedrigung der Muslime geworden.

    Beispiele für die Hassschürung gegen die Muslime lieferten die jüngsten Wahlkampagnen in Frankreich; ein Land, welches schon seit einigen Jahren in Europa Vorreiter für anti-muslimische Verbote ist, dem die anderen europäischen Länder folgen..

     

    Die rechten und radikal-rechten Parteien versuchten sich bei den französischen Präsidentschaftswahlen gegenseitig mit anti-islamischen Sprüchen zu übertreffen. Sarkozy gab , um die Wahlstimmen der Rechtsradikalen für sich zu bestimmen die gleichen Parolen gegen Einwanderer und den Islam heraus wie Mareen Le Pen. Mareen Le Pen erklärte sich sogar darüber besorgt, dass die Halal-Nahrung in Frankreich Verbreitung findet, also die gemäß islamischen Geboten erlaubte Nahrung. Sie forderte Gesetzesbeschränkungen diesbezüglich.

     

    Die Muslime werden also auch hinsichtlich der Besorgung einer Nahrung, die ihren Überzeugungen entspricht, eingeschränkt.

    Die Bewegung der Islambekämpfung in den Medien und seitens der westlichen Regierungen versucht, die Muslime als Krawallbrüder und Terroristen darzustellen. Auf diese Weise lässt sich nämlich die öffentliche Meinung von den weitgehenden Problemen in ihrer Wirtschaft und Gesellschaft ablenken.

    Gemäß dem jährlichen Bericht der Europäischen Polizei Europol betrachten sich nur 2 Prozent der Leute in den europäischen Ländern, die Terrormaßnahmen betreiben, als Muslime und die restlichen 98 Prozent gehören anderen Religionen an, wie die rassistischen Gruppen der Muslimgegner.

     

    Trotz der offenen Tatsache, dass die Anzahl von Muslimen, die gegen das Gesetz verstoßen in den europäischen Ländern nur sehr gering ist, stellen die Medien es so dar, als ob die Muslime an allem schuld seien. Diese Behauptung bildet den Mittelpunkt aller politischen Diskussionen. Auf diese Weise sollen wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme und der emotionelle Mangel in den westlichen Ländern vertuscht werden.

     

    Die Erzeugung einer solchen Atmosphäre ist mit Sicherheit zugunsten der westlichen Politiker und des zionistischen Regimes, denn die Menschen im Westen werden durch die haltlose Behauptung einer Bedrohung durch die Muslime davon abgehalten, nach den Ursachen ihrer Wirtschaftsprobleme zu suchen und sich zu vergegenwärtigen, dass die multinationalen Unternehmen und die Großbanken die Weltwirtschaft zerstören.

    Das unzulässige israelische Regime nutzt die Hetze auf die Muslime voll aus, denn je negativer die Muslime dargestellt werden, desto besser ist dies für dieses Regime und um so besser kann es das Massaker an den Palästinensern fortsetzen.

     

    Dschadschara, Chef der Islamischen Menschenrechtskommission in England ist hinsichtlich der Hassschürung gegen die Muslime in Europa der Ansicht: „Die Welt soll wissen, dass immer wenn in Europa die Hassschürung zugenommen hat, große Massaker und menschliche Tragödien entstanden, und ein Beispiel dafür sind die Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg und die Massaker in den 90iger Jahren an den Muslimen in Bosnien-Herzegowina gewesen. Und jetzt sind die westlichen Länder intensiv bestrebt, ein schlechtes Bild von den Muslimen zu zeichnen und die Verabscheuung des Islams und der Muslime zu einer Gewohnheit zu machen. Solche Unternehmungen sind wirklich gefährlich!“

     

    Er weiter: „Wir leben heute in einer Welt in der sofort alle protestieren, wenn irgendwo einige wenige Schwarzhäutige, Juden oder Christen ein wenig unterdrückt werden oder Benachteiligung erfahren. Aber solche Reaktionen beobachten wir bei schlechter Behandlung von Muslimen leider nicht.

    Die Muslime werden an verschiedenen Orten auf der Welt getötet, aber die UNO und die Menschenrechtsorganisation und die Medien nehmen das nicht richtig ernst.

    Zum Beispiel sind die Urheber der Massaker an Zivilisten in Afghanistan und Irak und die Leute die die islamischen Heiligkeiten geschmäht oder sogar die Leichen von Muslimen geschändet haben, niemals ernsthaft zur Rede gestellt oder verurteilt worden.“

     

    Wir brachten Beispiele für die Widersprüchlichkeit in den Demokratien in Europa. Obwohl in der Demokratie die Rede von den Grundrechten des Menschen und der Bürger ist, muss gesagt werden, dass die Muslime in der Praxis von solchen Rechten ausgeschlossen werden und ihnen das größte Unrecht geschieht.

    Aus diesen Gründen fand auch der jüngste Bericht der amnesty international über die Verletzung der Rechte der Muslime in Europa keinen Widerhall.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/149560-europa-anhaltende-verletzung-von-grundrechten-der-muslime