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    Fälschung der Geschichte in der Fernsehserie „Muawiya, Hassan und Hussein“ (Teil 2)

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    Fälschung der Geschichte in der Fernsehserie „Muawiya, Hassan und Hussein“ (Teil 2)
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    Im Monat Ramadan dieses Jahres strahlen einige arabische Fernsehsender die  Serie „Hassan und Hussein“ aus, bei der es sich um nichts anderes handelt als die Filmserie „Muawiya, Hassan und Hussein“. Diese Serie   verbreitet   Lügen und verfälscht die geschichtlichen Tatsachen. Sie passt damit überhaupt nicht in die spirituelle Stimmung der Muslime in diesem schönen Monat.

     

    Die Serie „Muawiya, Hassan und Hussein“ bzw. „Hassan und Hussein“ gibt die historischen Tatsachen der ersten Jahrzehnte nach der Hidschra auf eine Zwietracht schürende Weise wieder.  Eine kuwaitische Filmgesellschaft hat große Gelder in die Produktion dieser Serie investiert. Angeblich ist dieses Projekt von Religionsgelehrten begrüßt worden, aber es stellte sich rasch heraus, dass sie in Wirklichkeit immer mehr auf negative Reaktionen und Ablehnung in den Gelehrtenkreisen gestoßen ist.

     

    Die ersten Gegenstimmen kamen aus Kuwait selber und zwar erhob Ajatollah Mohammad Baqir Muhri, der Schiitenführer dieses Landes Einspruch.  Er sagte, dass seitens keiner schiitischen Persönlichkeit  religionsrechtlich die Zustimmung für den Beginn der Dreharbeiten zu dieser Fernsehserie erfolgte, weil die Produktion dieses Filmes eine große Beleidigung der beiden schiitischen Imame (Imam Hassein und Imam Hussein a.s.)  und aller Schiiten darstellt. Damit spielte er auf die falsche Behauptung der Produzenten dieser Serie an, sie hätten seitens einer Reihe  wichtiger schiitischer und sunnitischer Gelehrten ein religionsrechtliches Gutachten für die Bestätigung ihres Vorhabens erhalten. Es stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass dies gar nicht stimmt.

     

    Auch im Iran haben sich Religionsgelehrte und Vorbilder der Nachahmung (Mardscha`Taqlid) schon im Laufe der Dreharbeiten gegen den Inhalt dieser Fernsehserie ausgesprochen  und gesagt, dass er im Widerspruch zu den historischen Tatsachen und den religiösen Überzeugungen der Muslime steht.  Das iranische Vorbild der Nachahmung, Naser Mukarim Schirasi bezeichnete die Herstellung dieses Filmes als eine religionsrechtlich verbotene und anti-islamische Aktion und verurteilte sie. Er begründete dies damit, dass die Produzenten mit diesem Filmwerk Muawiya und Yazid als unschuldig hinstellen wollen und dass im Endeffekt die Feinde des Islams aus diesen Lügen Nutzen ziehen können.

     

    Auch die iranischen Gelehrten  Ajatollah Hussein Nuri Hamedani, Ajatollah Safi Golpaigani sowie Ajatollah Dschafar Subhani  , die sämtlich als Vorbilder der religionsrechtlichen Nachahmung gelten,  haben erklärt, dass die Produktion von solchen verlogenen  Filmen und Programmen  zu Spaltung und Streit unter den Muslimen führen.  Weil die Geschichte in dieser Serie verfälscht wird und die Edlen aus dem Hause des Propheten (s.a.a.s.) falsch dargestellt werden, haben diese Gelehrten  es als religionsrechtlich verboten  (haram) erklärt, sich diese Fernsehserie anzuschauen.

     

    Aber die Serie stieß nicht nur bei den Schiiten auf Ablehnung. Die Al-Azhar-Moschee von Ägypten gab ebenso bereits während der Dreharbeiten zu der Serie „Muawiya, Hassan und Hussein“ bekannt, dass sie nicht damit einverstanden ist. Der Grund dieses wichtigen sunnitischen Zentrum der Wissenschaft war der, dass die Edlen aus dem Prophetenhaus (s.a.a.s.) im Film von  Personen verkörpert werden, was einer Abbildung gleichkommt , und dies wurde aufgrund des Fitwas der Gelehrten der Al-Azhar für religionsrechtlich verboten erklärt.

     

    Scheych Ali Abdul-Baqi, Schriftführer des Gremiums für Islamische Studien der Al-Azhar sagt dazu: „Wir haben viele Male erklärt, dass wir absolut gegen die Abbildung der großen Propheten und des Hauses des Propheten im  Kino und Fernsehen sind.  Leute, die in diesem Bereich tätig sind,  müssen die Ansicht der Religionsgelehrten beachten.“

     

    8 Millionen der Scherifen in Ägypten haben angekündigt, dass sie sich gegen diese Fernsehserie wehren und nicht erlauben, dass  die beiden Imame angegriffen werden.  Sie sind aktiv geworden, um die Ausstrahlung dieser Serie vom ägyptischen Nile Set zu verhindern, und haben andere Sender aufgefordert, die Serie zu boykottieren.  Wegen dieser Gegenreaktionen haben die staatlichen Sender die Ausstrahlung der Serie „Muawiya, Hassan und Hussein“ unter dem Titel „Hassan und Hussein“ unterlassen und nur einige Privatsender haben sie gezeigt.  Allerdings haben auch die Produzenten dieser Fernsehserie   Beschwerde eingelegt. Bei einer gerechten Behandlung dieser Beschwerden werden die Hintergründe dieser Produktion und Ausstrahlung noch klarer werden, denn diese Produzenten hatten  behauptet, das Einverständnis der schiitischen und sunnitischen Gelehrten eingeholt zu haben, aber für die Bevölkerung war es vielsagend genug, dass diese Gelehrten sich gegen den Film stellten.

     

    Natürlich sollte erwähnt werden, dass die Abbildung von Prophet Mohammad (s.a.a.s.) und den Edlen aus dem Prophetenhaus nicht nur aus der Sicht der Al-Azhar-Universität verboten ist, sondern die meisten muslimischen Gelehrten, ob sunnitisch oder schiitisch  dagegen sind.

     

    Aber die Produzenten der besagten Fernsehserie haben nicht nur die Geschichte verfälscht sondern  auch diesen islamischen Grundsatz außer Acht gelassen.  Deshalb haben sich auch einfache Bürger gegen die Produktion gestellt. Viele Bevölkerungsteile in den muslimischen Ländern haben sich nach dem Fitwa ihrer Vorbilder der Nachahmung gerichtet, und sich diese Filmserie nicht angeschaut. Bürgeraktivisten haben im Internet die Stimmen von Millionen für den Stopp der Ausstrahlung dieser Serie und der Dementierung  der Lügen in ihr eingesammelt.  Auf Face Book sind Dutzende Seiten  präsent, die für den Zuschauerboykott von „Hassan und Hussein“ plädieren.

     

    Inzwischen wurden einige Teile dieser Serie gezeigt und der Protest hat, wie vorauszusehen war, zugenommen. In dieser Serie wird nämlich  behauptet, dass die Nachkommen des Propheten mit den unterdrückerischen Herrschern der Ummayaden befreundet waren und es wird völlig die Rolle überspielt, welche Yazid bei der Tragödie von Karbala und dem Märtyrertod von Hussein a.s. hatte.

     

    Scheych Abul Mehdi Karbalai, der Vertreter Ajatollah Sistanis, des Vorbilds der Nachahmung der Schiiten im Irak, sagte:  Die Schiiten haben keinerlei Zustimmung zu dieser Serie erklärt. In den Teilen, die bereits ausgestrahlt wurden, wird die Lebensweise Imam Hassans (a.s.) und Imam Husseins (a.s.) weitgehend verzerrt dargestellt. Diese Fernserie ist voller Fälschungen der Geschichte und verbreitet Lügen.“

     

    Universitätsdozent  Dr. Mohammad Hussein Sa`i ist der Ansicht,  dass ein Blick auf die Vergangenheit der  Produzenten dieser Serie, bei  der Trennung von Lüge und Wahrheit in dieser Serie  behilflich sein kann. Er sagt: „Der Sponsor dieser Serie ist ein Unternehmen, welches  enge Kontakte zu dem saudischen Kronprinzen Wahid bin  Talal pflegt. Dieser Kronprinz ist im Besitz einer Mediengruppe in der Arabischen Welt, welche diese Serie ausstrahlt und  deren anderen Programme in der Mehrheit in Richtung Suggerierung des Säkularismus und Ablehnung der Grundlagen des Islams geht. Es ist interessant zu wissen, dass der Besitzer dieser Netze mit dem US-Zionisten Robert Murdach gemeinsam in die Gründung einiger Satellitenprogramme investiert hat.

     

    Abschließend sei vermerkt, dass dies nicht das erste Filmwerk, das sich  gegen die islamischen Überzeugungen richtet, ist. Die feindlichen Maßnahmen der Medien des Westens und der Medien in einigen muslimischen Ländern gegen den Islam zeugen für ihre Angst vor dem zunehmenden Einfluss dieser Religion auf der Welt, denn das Islamische Erwachen hat zugenommen.  Dieser Propagandakrieg wird von der US-Medienordnung angeführt. Statt einen direkten Angriff auf den Islam vorzunehmen versuchen sie die Geschichte der Religion zu verzerren und falsch über das Leben der großen Vorbilder der Religionen zu berichten. Aber sie werden mit ihren Medien nichts an der Wachsamkeit und der Überzeugung der Muslime ändern können.