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    Fatima im heiligen Quran (Teil 5): Die Rolle Fatimas

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    Fatima im heiligen Quran (Teil 5): Die Rolle Fatimas
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    5. Die Rolle Fatimas

     

    Um diese Frage ausreichend zu beantworten, ist es unabdingbar zunächst folgende Sachverhalte zu klären.

     

    Wenn wir auf die authentischen Überlieferungen der Ahl al Bayt (a.) zurückgreifen, wird uns eine Wahrheit deutlich und zwar, dass der Gesandte Gottes Muhammad (s.) der Erbe des kompletten Wissens und Verfahrensweisen und Traditionen der vorigen Propheten war. Es gibt keine vorzügliche Eigenschaft und keine hervorragende Verfahrensweise und kein Wunder und keine Stellung der Propheten und Gesandte, außer dass sie beim Siegel der Propheten Muhammad (s.) ist. Hier besagt der heilige Qur’an in aller Deutlichkeit, dass der Gesandte Gottes (s.) der vorzüglichste Gesandte ist. Es ist kein gesellschaftlicher oder charakterlicher Vorzug, sondern ein Vorzug hinsichtlich der göttlichen Nähe.

     

    Dies haben wir auch in vorigen Analysen anhand der Überlieferung von Jaber Ibn Abdillah al-Ansari (r.) verdeutlicht, indem der Gesandte Gottes nach der ersten Schöpfung befragt wurde und er antwortete:

     

    „O Jaber, das Erste was erschaffen wurde, ist das Licht deines Propheten und Er erschuf daraus alles Gute.“

     

    Alle Verfahrensweisen und Traditionen, sowie Wissen, gesellschaftliche und charakterliche Vorzüge wurden von den vorigen Propheten und Gesandte, seien es „Ul-ul-Azm“ Gesandte oder nicht, durch den Gesandten Gottes Muhammad (s.) geerbt. Falls die Rede vom „Erbe“ ist, so darf niemandem in den Sinn kommen, dass damit das materielle Beerben gemeint ist, sondern vielmehr das Erben des Wissens und der Verfahrensweisen.

     

    Wenn wir nun zum Siegel der Souveränen und Nachfolger kommen und dieser war niemand anderes als Ali Ibn Abi Talib (a.), sehen wir eine Bestätigung der Überlieferungen darin, dass er (a.) der Erbe der vorausgegangenen Nachfolger war, von den Souveränen Adams bis zum Nachfolger des letzten Propheten. Es gehört zu der Verfahrensweise Allahs keinen Propheten zu entsenden, außer dass er einen Nachfolger hat und Allah ändert seine Verfahrensweise nicht. Alle Traditionen und Vorzüge, sowie Wunder, Verfahrensweisen, und Wissen der vorigen Nachfolger und Souveräne wurden von Ali Ibn Abi Talib (a.), das Siegel der Nachfolger, beerbt.

     

    Wollen wir nun das ganze Wissen und alle Vorzüge der Propheten und Gesandte in eine Person versammeln, so ist diese Person der Gesandte Gottes Muhammad (s.) und wenn wir das ganze Wissen und Vorzüge der Souveränen und Nachfolger in eine Person versammeln wollen, so wäre diese Ali Ibn Abi Talib (a.). Die Überlieferungen, welche diese Wahrheit bestätigen sind zahlreich, weshalb wir hier nur einige aufführen wollen.

     

    Abal-Hassan al-Awal berichtet über einen Dialog mit dem Fürst der Gläubigen (a.):

     

    Ich sagte: „Meine Seele sei dir geopfert, berichte mir über den Gesandten Gottes (s.), hat er alle Propheten und Gesandte beerbt?

    Er (a.) sagte: „Ja.“

     

    Ich fragte: „Von Adam bis (das Prophetentum) bei ihm endete?“

    Er (a.) antworte: „Allah hat keinen Gesandten oder Propheten entsandt, außer dass der Gesandte Gottes Muhammad (s.) vorzüglicher und wissender war als er.“

     

    Ich fragte weiterhin: „Issa Ibn Mariam (a.) konnte mit Allahs Erlaubnis Tote wiederauferstehen lassen und Sulayman Ibn Dawud (a.) konnte mit den Tieren sprechen.“

    Der Imam bestätigte und sagte: „All jenes konnte der Gesandte Gottes (s.) auch.“[1]

     

     

    Alles, was die Gesandten und Propheten an Wissen und Wunder vollbracht haben, war in der Person des Gesandten Gottes (s.) vereinigt.

     

    Die zweite Überlieferung geht auf unserem fünften Imam Muhammad al-Baqir (a.) zurück. Hierbei sagte er:

     

    „Der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Wahrlich, der erste Nachfolger auf dieser Welt war „Hibat-Allah[2]“, der Sohn Adams (a.). Es folgte ihm kein Prophet, außer dass dieser (ebenfalls) einen Nachfolger hatte. Es gab 124.000 Propheten, von ihnen waren fünf „Ul-ul-Azm“-Gesandte, und wahrlich, Ali Ibn Abi Talib (a.) ist für mich, wie „Hibat-Allah“ für Adam war. Ich beerbte das Wissen der Propheten und Gesandte vor mir und Ali (a.) beerbte das Wissen der Nachfolger und Souveränen vor ihm.“

     

    Wir erkennen nun, dass das Erbe der Propheten und Gesandte beim Siegel der Propheten (s.) ist und das Erbe der Souveränen und Nachfolger beim Siegel der Nachfolger und diese Wahrheit wurde unmissverständlich durch Überlieferungen bestätigt. Wenn sich diese beiden Linien, die Linie des Prophetentum und die Linie der Imama, nun versammeln würden, um ihr Erbe an die Nachkommenschaft zu vergeben, so benötigen sie einen Punkt, indem sie aufeinander treffen.

     

     

    Das Wissen der Nachfolger und Souveränen, sowie das Wissen der Propheten und Gesandte kann nicht weitergegeben werden, wenn diese beiden nicht an einem Punkt versammelt werden, wo sie sich vereinen und an die Nachwelt vererbt werden. An welchem Punkt würden sie sich treffen? Es ist eine Voraussetzung, dass jener Punkt, an dem sich die Linie des Prophetentum und der Imama treffen, dieses Wissen und dieses Erbe tragen kann und imstande ist, dies weiterzugeben. Nun wird uns die Rolle von Fatima az-Zahraa (a.) langsam deutlich.

     

     

    ________________________________________

    [1] Al-Kafi, Band 1, S.226

    [2] Der Souveräne und Nachfolger [wasy] von Adam (a.)