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    Fatima im heiligen Quran (Teil 6): Der Übergang des Prophetentum in die Imama

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    6. Der Übergang des Prophetentum in die Imama

     

    Sie (a.) ist dieser Punkt, worin die Linie des Prophetentum und die Linie der Imama ineinander verschmelzen. Sie ist die Erbin des Wissens der Propheten und Gesandte und dieses Wissen erbte sie von ihrem Vater, dem Siegel der Propheten Muhammad (s.). Ebenso erbte sie das Wissen der Souveränen und Nachfolger von ihrem Ehemann, dem Siegel der Souveränen und Nachfolger, Ali Ibn Abi Talib (a.). Mit diesem Hintergrundwissen verstehen wir die göttliche Überlieferung [1], worin Allah (t.) zu Seinem Gesandten sagt:

     

    „O Muhammad, wärst du nicht, so hätte ich nichts erschaffen und wäre Ali nicht, so hätte ich dich nicht erschaffen und wäre Fatima nicht, so hätte ich euch beide nicht erschaffen.“

     

    Dies bedeutet nicht, dass Fatima (a.) vorzüglicher als der Gesandte Gottes (s.) oder Ali Ibn Abi Talib (a.) ist. Vielmehr hat es die Bedeutung, dass wenn Fatima (a.) nicht existieren würde, es keinen Punkt gäbe, worin sich die Linie des Prophetentum und der Imama verschmelzen würde. Dieses Erbe der Propheten und der Souveränen wäre ohne Fatima (a.) verloren gegangen, denn wer außer Fatima (a.) wäre imstande, das Wissen der Propheten und Souveränen zu tragen und es an die Nachkommenschaft zu vererben? Wie könnte diese reine Linie der 12 Führer der Muslime beginnen, wäre da nicht Fatima (a.)? Nun mag man sich die Frage nach dem Beweis für diese Aussage stellen und hierzu werden wir uns einige Überlieferungen ansehen, welche diese Wahrheit bestätigen.

     

    Der Gesandte Gottes (s.) sagte zu Khadija (a.):

    „O Khadija, da ist Gabriel (a.), welcher mir verkündet, dass (sie) weiblich ist und das Allah, der Erhabene, meine Nachkommenschaft aus ihr hervorbringen wird.“ [2]

     

    Dies bedeutet, dass die Führer der Muslime[3] das Wissen des Prophetentum und das Wissen der Imama nur durch Fatima (a.) erlangen können, da sie der Punkt ist, worin das Prophetentum und die Nachfolgerschaft ineinander übergehen. Es gibt keinen anderen Weg, außer durch Fatima (a.). Deshalb erkennen wir die große Bedeutung der Überlieferung zur Geburt Fatima (a.), denn als der Gesandte Gottes (s.) seine Himmelfahrt antrat und von einer Frucht des Paradieses aß, so verwandelte sich dies in ein Tropfen, woraus Fatima (a.) geboren wurde.

     

     

     

    Wir erkennen auch, wieso diese reine Geburt unweigerlich stattfinden musste, denn nur Fatima (a.) hatte die Aufgabe, das ganze Erbe des Prophetentum und der Imama zu tragen und an die Nachkommenschaft des Gesandten Gottes (s.) zu vergeben. Aus diesem Grund widmen wir dieser Überlieferung große Aufmerksamkeit, denn sie erläutert uns den Anfang und den Grund für den Beginn der reinen Führer der Muslime.

     

    Der Gesandte Gottes (s.) sagte weiterhin:

    „Allah wird aus ihrer Nachkommenschaft Führer erwählen und sie als Statthalter auf der Erde einsetzen, sobald Seine Offenbarung beendet ist.“

     

    Sie sind die Statthalter Allahs auf dieser Erde, die Truhe Seines Wissens und sie besitzen die Schlüssel für die Schätze des göttlichen Wissens und dies ist das Wort des Erhabenen:

     

     

    وَإِنْ مِنْ شَيْء ٍ إِلاَّ عِنْدَنَا خَزَائِنُه ُُ وَمَا نُنَزِّلُهُ~ُ إِلاَّ بِقَدَر ٍ مَعْلُوم

     

     

    Und es gibt nichts, von dem Wir keine Schätze hätten; aber Wir senden es nur in bestimmtem Maß hinab [4]

     

    Wir lesen in „al-Kafi“, dass diese Schlüssel in den Händen der Ahl-al-Bayt (a.) liegen und sie besitzen die Schlüssel für die Schätze des Himmels und der Erde. Wie konnten sie all dieses Wissen erben, wenn da nicht Fatima (a.) wäre? Aus diesem Grunde sagte Imam al-Ridha (a.) seinen berühmten und tiefgründigen Ausspruch:

     

    „Wir sind das Zeichen Allahs auf Seine Schöpfung und Fatima (a.) ist das Zeichen Allahs auf uns.“ Wie kann diese Stellung mit Worten beschrieben werden, diese Stellung, in der Fatima (a.) das Zeichen Gottes auf Seine Zeichen ist, bis zum Tag der Auferstehung? Dies ist nur ein Teil ihrer Wahrheit. Deshalb lesen wir in manchen Bittgebeten: „O Allah, ich bitte dich bei Fatima und ihrem Vater und ihrem Mann und ihrer Kinder und dem Geheimnis, welches in ihr ist.“

     

    Fatima (a.) ist das Zentrum dieser fünf reinen Personen, denn ohne Fatima az-Zahraa (a.) wäre die Frucht des Prophetentum verendet und die Linie der Imama hätte nicht beginnen können. Deshalb lesen wir in der gesegneten Überlieferung des Umhangs[5] die Antwort Allahs (t.) auf die Frage Gabriels (a.) wer denn unter dem Umhang ist: „Es ist Fatima und ihr Vater und ihr Ehemann und ihre Kinder.“ Dies ist die Rolle Fatimas (a.) bezüglich des Prophetentum und der Imama.

     

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    [1] „Hadith-al-Qudsi“

    [2] „Bihar-al-Anwar“, Band 43, Seite 2

    [3] Die 12 Imame von Ali Ibn Abi Talib (a.) bis Imam Muhammad al-Mahdi (aj)

    [4] Sure: Al-Ĥijr, Vers 21

    [5] Hadith al-Kisaa‘