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    Fitwa zur Zerstörung von Kirchen – neues Beispiel für geistige Starre

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    Seitdem die fanatische wahhabitische Sekte auf der Arabischen Halbinsel Wurzeln geschlagen hat, wird die Islamische Welt Zeuge von bitteren Ereignissen.Diese Sekte erstarkte aufgrund von Ölgeldern und mit Unterstützung der westlichen Mächte . Heute versuchen die westlichen Medien die Wahhabiten als die Vertreter des Islams vorzustellen! Die Wahhabiten wollen ihr unmenschliches Verhalten wie Terroranschläge, Mord und Plünderung mit der Lehre des Islams begründen und sie haben auf diese Weise ein verzerrtes Islambild vorgestellt.

     

    Der jüngste unwürdige und unislamische Schritt der Wahhabiten bestand in dem Fitwa von Abdul Asis Bin Abdullah Al Scheych , dem saudischen Großmofti welches sich gegen die christliche Minderheiten richtet und für großes Aufsehen sorgte.

    Dieser Mofti hat ungeachtet jeder menschlichen und religiösen Grundlage in einem Fitwa bekannt gegeben, dass alle Kirchen in den arabischen Anrainerländer des Persischen Golfes zerstört werden sollen. Dies rief sowohl die Empörung der christlichen Bischöfe als auch der muslimischen Gelehrten hervor.

     

    Der Islam bedeutet im Kern nichts anderes als die Liebe unter den Menschen. Diese Religion himmlischen Ursprungs ist die Religion des Friedens und der Freundschaft. Eines der wichtigsten Merkmale ihres Propheten ist sein gütiges Wesen gewesen.

    Mohammad Mustafa (s) überbrachte die Botschaft der Barmherzigkeit. Er mahnte alle vor Böswilligkeit und der Tötung von Unschuldigen und unwürdigem Verhalten und forderte die Muslime dazu auf, einander gut und freundlich zu behandeln.

     

    Die Biografie des Propheten des Islams berichtet von seinem würdigen Verhalten auch gegenüber den Anhängern anderer Religion. Einige Christen und Juden waren so beeindruckt von seinem Großmut, dass sie Muslim wurden. Der Prophet hat die Rechte Andersgläubiger wie der Christen und Juden respektiert und die anderen Muslime dazu angehalten, friedlich mit ihnen zusammen zu leben.

    Der Islam ist die Religion des friedlichen Zusammenlebens, der Freundschaft, des Friedens, der Gerechtigkeit und der Meinungsfreiheit.

     

    Im Heiligen Koran heißt es in einem Vers, der Prophet solle zu den Schriftbesitzern sagen: Kommt her zu einem Wort des Ausgleichs zwischen uns und euch, dass wir Gott allein dienen und ihm nichts beigesellen, und dass wir uns nicht untereinander an Gottes Statt zu Herren nehmen.

    In diesem Vers, Vers 64 der Sure 3, macht der Koran alle anderen Anhänger einer Himmelsschrift darauf aufmerksam, dass sie mit den Muslimen den Glauben an den Einen Gott gemeinsam haben. Sie sollten daher alle zusammen diesen Grundsatz wieder beleben.

     

    Der Islam erwartet also von den Anhängern der Gottesreligionen nicht, dass sie Muslim werden müssen. Vielmehr preist er den Glauben an den Einen Gott als gemeinsamen Grundsatz zwischen allen Religionen göttlichen Ursprungs und sieht darin einen wichtigen gemeinsamen Aspekt.

    Der Islam ist der Ansicht, dass eine Religion nicht aufgezwungen werden kann. Gott bezeichnet im Koran den Islam als die beste Religion für die Menschen aber dennoch sagt er im Vers 256 der Sure 2 ganz deutlich: Keiner könne zum Glauben gezwungen werden, denn die Religion geht aus einer Reihe von inneren Überzeugungen hervor.

    Durch Zwang kann höchstens das äußere Verhalten verändert werden, aber nicht Denken und Glauben.

     

    Aber der Wahhabismus versucht in Abkehr von den Weisungen des wahren Islams durch Zerstörung von Kirchen und Verbot des Gottesdienst die Christen zum Islam zu veranlassen. Dies entspricht jedoch überhaupt nicht dem logischen Geist des Islams.

    Die Geistlichen der Wahhabiten haben durch ihre unislamischen und menschenfeindlichen Fitwas bereits in vielen Gebieten der Welt verursacht, dass Unschuldige getötet werden und Unsicherheit entsteht.

     

    In Saudi Arabien, welches der Ursprungsort und Ausgangspunkt für die Verbreitung dieser abwegigen Ansichten ist, dürfen nur Moscheen und keine anderen Gotteshäuser gebaut werden. Die Christen dürfen sich noch nicht einmal in ihren Häusern zu einem gemeinsamen Gottesdienst versammeln. Unterdessen gibt es in anderen muslimischen Staaten wie Iran, Ägypten, Syrien, Türkei, Kuwait, Pakistan und Oman usw. Kirchen für den Gottesdienst der Christen und sie können frei ihre religiösen Bräuche ausüben.

     

    Allerdings hat das Wahhabitenregime der Saudis seit Beginn seiner blutigen Geschichte selbst mit Muslimen kein Erbarmen gehabt, und so wundert es nicht, dass es auch die Anhänger anderer Himmelsreligionen bekämpft.

    Die Wahhabiten haben seit Proklamierung ihrer Existenz zahlreiche Moscheen, Pilgerstätten und sogar Gräber von Muslimen zerstört und dem Erdboden gleich gemacht.

    Starres Denken, Fanatismus und übertriebene Härte prägen das Denken dieser Sekte und führen zu diesem irrationalen Verhalten.

     

    Unterdessen sind die richtigen Muslime in Befolgung der göttlichen Anweisungen im Heiligen Koran und mit ihrem Propheten und den Edlen aus seinem Haus vor Augen, um ein gutes Verhalten zu den Anhängern der göttlichen Religionen bemüht.

    Die Gelehrten der Islamischen Welt haben seit mehr als 1400 Jahren, die seit Entstehung des Islams vergangen sind, niemals den Anhängern anderer Religionen die Ausübung ihrer religiösen Bräuche untersagt und haben stets einen Dialog und Meinungsaustausch mit ihnen geführt und auf dem Weg der Logik und des Beweises Aberglauben zu widerlegen versucht.

    Doch leider zwingen die wahhabitischen Moftis den Anhängern anderer Religionen hinsichtlich der Ausübung ihrer religiösen Sitten Verbote auf.

     

    Das jüngste Fitwa von Scheych Abdulasis Al Scheych, einem der saudischen Großmoftis hinsichtlich Zerstörung der Kirchen in allen Ländern auf der Arabischen Halbinsel, rief den Protest in den christlichen Gemeinden und muslimischer Gelehrten hervor. Bischöfe in verschiedenen Teilen der Welt und muslimische Gelehrte haben scharf auf diese fanatische Fitwa reagiert.

    Die katholischen Bischöfe in Deutschland und Österreich haben mit getrennten Erklärungen, die Fitwa von Al Scheych verurteilt und diese als inakzeptable Aberkennung der Rechte von Millionen von ausländischen Christen, die in dieser Region arbeiten, bezeichnet.

    Al Scheych, der saudische Mofti hat bei seinem Treffen mit einer Reihe von kuwaitischen Gelehrten gesagt: „Es muss nicht nur der Kirchenbau verboten, sondern es müssen alle vorhanden Kirchen zerstört werden.“

     

    Der Deutsche Erzbischof Robert Zollitsch sagte, der Großmufti lasse „jeden Respekt für die Religionsfreiheit und das friedliche Zusammenleben der Religionen vermissen. Er verneine das Existenzrecht von Kirchen und Christen auf der Arabischen Halbinsel“. Zollitsch weiter, es wäre ein Schlag ins Gesicht vieler christlicher Menschen, die in diesen Ländern arbeiten, wenn man ihnen die wenigen christlichen Gottesdienststätten nehmen würde.“ Er verwies darauf dass mindesten 3 ein halb Millionen Christen in den Ländern am Persischen Golf leben und die meisten aus ihnen aus Indien und Philippinen stammen, es gibt aber auch viele europäische und amerikanische Staatsangehörige unter ihnen.

     

    In Moskau hat Bischof Mark der Interfax gesagt, er hoffe dass die Nachbarn von Saudi Arabien dieses Fitwa nicht beachten.

    Das Ahl-Beit-Weltgremium im Iran gab eine scharf formulierte Erklärung zur Verurteilung des fanatischen Fitwas heraus. Diese begann mit dem Satz: „Als erstes müssen alle wissen, dass die wahhabitischen Moftis keine Vertreter des Islams sind.

     

    Außerdem soll die Weltbevölkerung beachten, dass die Religion, die heute in dem Land Saudi Arabien propagiert wird, kein richtiger Islam ist. Vielmehr haben die Saudis Anfang des letzten Jahrhunderts unter Anwendung von großer Brutalität und Unterstützung seitens der imperialistischen Mächte das Gebiet Hidschaz in Beschlag genommen und seitdem mit Hilfe ihrer Herrschaft über die gesegnete Heimat der beiden heiligen Stätten (in Medina und Mekka) ihre unmenschliche und abwegige Auslegung unter dem Namen des Islams verbreitet.“

     

    In dieser Erklärung hieß es weiter, gerichtet an die internationalen Gremien, Menschenrechtsorganisationen und westliche, christliche Regierungen:

    „Wenn ihr in der Zeit, in der die wahhabitischen Takfiri-Terroristen die Muslimische Bevölkerung in Irak, Pakistan und Iran getötet haben, diese auf verschiedene Weise nicht unterstützt hättet, würdet ihr heute selber nicht auf diese Weise angegriffen. Und wenn ihr in der Zeit, in der die Moscheen und Heiligen Stätten der Schiiten in Saudi Arabien, Bahrain und Pakistan von den Wahhabiten angegriffen wurden, dagegen Protest erhoben hättet, wären heute die Kirchen und eure heiligen Stätten nicht an der Reihe.“

     

    In Ägypten wurde das Fitwa von Al Scheich ebenso verurteilt und Dr. Ahmad Karimah, Dozent für das Islamische Religionsrecht an der Al-Azhar-Universität verwies unter Ablehnung dieses Fitwas auf den Vers 40 der Sure Hadsch, in dem es heißt:

    Und wenn Gott nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätten, wären überall Klöster Krichen, Synagogen und andere Gebetsstätte in denen der Name Gottes ohne Unterlass erwähnt wird zerstört worden.

     

    Dr. Karimah bezeichnete die Zerstörung von Kirchen als im Widerspruch zum Islam und verwies darauf, dass ein Teil der Bewohner arabischer Staaten arabische Christen sind, und auch sie einen Ort für ihren Gottesdienst besitzen müssen. Er ergänzte, der Mofti von Saudi Arabien sollte lieber anstelle dieses Fitwas ein Fitwa darüber herausgeben, dass die Amerikaner nicht die muslimischen Gebiete besetzen dürfen.

     

    Dr. Nadschib Dschibrail, ein Menschenrechtsaktivist sagte: Das Fitwa von Al Scheych stört die Grundlagen für den interreligiösen Dialog und steht völlig im Widerspruch zu den diesbezüglichen Schritten der Islamischen Persönlichkeiten.

    Er bezeichnete das Fitwa des saudischen Großmoftis als rassistisch geprägt.

    Scheych Abdul Al Hamid Atrasch, ehemaliger Vorsitzender des Fitwaausschusses der Al Azar in Ägypten betonte: „Die Kirchen in den arabischen Ländern sind immer für die arabischen Christen eine Anbetungsstätte gewesen. Sie existierten problemlos neben den Moscheen und genießen zweifellos Rechte und Unantastbarkeit.“

     

    Er weiter: „Fitwas wie dies bedeuten Schürung von Streit zwischen Volksstämmen und Eröffnung eines Krieges zwischen den Muslimen und Christen.“

    Der bekannte libanesische Dichter Josef Haschim , ein ehemaliger Christ, der Muslim wurde , sagte in Reaktion auf das Fitwa des saudischen Großmoftis: „Warum achten die wahhabitischen Gelehrten nicht auf die Koranverse in denen steht, dass der Prophet der barmherzigste von allen ist. Warum denken sie nicht an das sichere Leben der Christen in Nidschran zurzeit des Propheten (s.) und das Vergeltungsurteil für einen muslimischen Mörder der grundlos einen Christen getötet hatte usw.?“ Er empfahl Al-Scheich: Lies bitte genauer im Koran.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/149445-fitwa-zur-zerst%C3%B6rung-von-kirchen-neues-beispiel-f%C3%BCr-geistige-starre