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    Frankreich will mehr Einschränkungen für Muslime

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    11. April 2011

     

    Die Regierungspartei Frankreichs UMP  hat durch Einberufung einer Konferenz zur „Diskussion über den Islam in Frankreich“ neue Initiativen ergriffen, um die Muslime weiter einzuschränken und löste damit  Reaktionen auf Medienebene, bei Parteien und in der  Öffentlichen Meinung  dieses Landes aus.Die Vereinigung der Verteidiger der Menschenrechte“  hat bei  Demonstrationen in Paris heftig diesen Schritt der französischen Regierung verurteilt. Die Demonstranten warfen der Regierungspartei vor, sie wolle eine Anti-Islam-Konferenz  und keine Konferenz über den Islam veranstalten. Einer der Demonstranten sagte in einem Interview: „Die Abhaltung einer solchen Konferenz ist nicht zu rechtfertigen.  Wir sind die anti-islamischen Gespräche der Politiker und deren Missbrauch durch die Medien zur Verbreitung von Islamhass  und Anfeindung dieser Religion leid.“ Ein anderer Demonstrant fügte hinzu: „Sie wollen uns mit dieser Konferenz sagen: Der Islam harmoniert nicht mit den Werten Frankreichs, obwohl wir Muslime französische Bürger sind.“

     

    Dominique De Villepin, der ehemalige Premierminister Frankreichs kritisierte ebenso die Einberufung einer solchen Konferenz und sagte: „In einem Land, in welchem viele Probleme anstehen, ist es nicht richtig, dass wir einige herabsetzen. Es hätte nicht über das Thema Islam diskutiert werden sollen, sondern anstatt Fragen aufzuwerfen, die nur zu  von Zwiespalt und Besorgnis unter der Bevölkerung führen, müssen Dinge wie Gerechtigkeit , Frieden und Demokratie erörtert werden.“

    Auch die linken Parteien haben diese Konferenz, in der es um  die Gegensätze der Islamischen Werte mit den laizistischen Prinzipien ging, kritisiert und gesagt, Sarkozy habe diesen Schritt unternommen, um bei den Rechtsradikalen Wahlstimmen zu gewinnen.

     

    Zurzeit befindet sich der französische Staatspräsident in der denkbar schlechtesten politischen Lage. Unterdessen verbleiben nur noch 13 Monate bis zu den Präsidentschaftswahlen im Jahre 2010.  Laut jüngster Umfragen steht Marine Le Pen, die Chefin  der Nationalen Front, welche eine  Partei mit rechtsradikalen und islamfeindlichen Tendenzen ist, an der Spitze aller eventuellen Kandidaten für das Präsidentschaftsamt.  Eine Pariser Wochenzeitschrift kommentierte, dem rechtsorientierten Staatspräsident Sarkozy habe es ernsthaft geschadet,  dass die Beliebtheit der rechtsradikalen Nationalen Front  gewachsen ist.  Diese Wochenzeitschrift  verweist auf die Ergebnisse von zahlreichen Umfragen, die einen schweren Popularitätsverlust des französischen Staatspräsidenten Sarkozy zeigen und schreibt: „Millionen von denen, die 2007 für Sarkozy gestimmt haben, haben sich heute von ihm abgekehrt. Sie sind von ihm enttäuscht und er ist ihnen heute zuwider. Sie sind verärgert über ihn. Sarkozy hat den Rückhalt der Bevölkerung verloren.“

     

    Die Konferenz zum Thema Diskussion über den Islam wurde zum ersten Mal von UMP-Chef Jean-Francois Copé  vorgeschlagen. Er behauptete  über das Konferenzziel, man wolle die französischen Muslime von einer Last befreien, die auf ihren Schultern liegt und die von Misstrauen gegen den Islam erfüllte Atmosphäre beseitigen.“

    Aber die Teilnehmer  an der besagten Konferenz und die Kommentare, die auf dieser Konferenz durch die Verantwortungsträger des rechtsorientierten Regierung vom Stapel gelassen  wurden, zeugen von etwas anderem.  Die Äußerungen auf dieser Konferenz zeugen davon, dass es  um die Aufstellung eines  26-Punktes-Entwurfes ging. Dieser soll der Nationalversammlung Frankreichs  zur Verabschiedung vorgelegt werden und die Muslime weiter einschränken. Dadurch sollen die Säulen des Laizismus in Frankreich gefestigt werden, hieß es weiter.

     

    Eine der Einschränkungen betrifft das Gemeinschaftsgebet der Muslime.   In einigen Städten dieses Landes verrichten die Muslime, weil es nicht genug Räumlichkeiten und Moscheen gibt, das Freitagsgebet auf der Straße, wozu sie gemäß dem französischen Gesetz berechtigt sind. Claude Guéant , der französische Innenminister sagte kurz vor der Sitzung über Laizismus und den Islam in Paris, indem er die Gründe der Ablehnung des französischen Staates gegen die islamischen Symbole aufzählte:

    „Dinge wie die Einnahme von Hilal-Speisen –(Speisen die religionsrechtlich erlaubt sind), die Verrichtung des Gebets auf der Straße und die Nichtbenutzung von gemischten Schwimmbädern durch Muslime haben Frankreich große Probleme bereitet“! Auch ließ Staatspräsident Sarkozy   im vorherigen Monat bei einer Fernseh- und Radioansprache verlauten: „Wir wollen keine Gesellschaft in der Kleinkulturen,  unabhängig von den anderen Kulturen, ihre Existenz demonstrieren wollen.“ Er fügte hinzu: „Frankreich begrüßt keine Leute, die sich nicht in die Kultur der Bevölkerung integrieren können  und sich dieser Kultur nicht anpassen.“

     

    Vor Sarkozy hatten bereits Bundeskanzlerin Merkel und David Cameron, der englische Premier sowie und John Howard, der ehemalige australische Premierminister  ebenso wie  José María Aznar, der ehemalige  spanische Premierminister  ihre Ablehnung multikultureller Entwicklungen im Westen kundgegeben.

    Die Konferenz Diskussion über den Islam in Paris  fand kurz vor der Durchführung des Verbots über das Tragen der Burka  in der Öffentlichkeit in Frankreich statt. Die rechtsorientierten und islamfeindlichen französischen Abgeordneten haben Ende letzten Jahres das Verbot der vollständigen Gesichtsbedeckung durch muslimische Frauen verabschiedet.  Den Erstentwurf hatte Sarkozy zur Sprache gebracht und die UMP hat in der Nationalversammlung Frankreichs diesen Entwurf in ein Gesetz umgewandelt.

     

    Die angebliche Wiege der Demokratie „Frankreich“  ist bei der Verschärfung der Islambekämpfung und Aufstellung von Einschränkungen für  Muslime im Westen den anderen vorausgeeilt.  Es waren französische Schulen, an denen zum ersten Mal den muslimischen Mädchen, die den Hidschab trugen, der Zugang verwehrt wurde und dann folgten andere westliche Länder ihren Fußtapfen.  Auch das Burkaverbot wurde als erstes in Frankreich  zu einem Gesetz. Daran nahmen sich andere westliche Regierungen ein Beispiel  und führten in ihren Ländern auch ein solches Verbot ein.

     

    Die Beleidigung der islamischen Heiligkeiten und die  Einschränkungen für die Muslime  gehen über die Grenzen von Europa heraus. Auch in den Vereinigten Staaten  wurden Islamische Heiligkeiten verletzt und ein US-Pastor verbrannte die Heilige Schrift der Muslime, den Koran. Terry Jones wollte damit universal die Islamischen Heiligkeiten angreifen. Die westlichen Verantwortungsträger haben leider  trotz aller Behauptungen über die Verteidigung der Meinungsfreiheit praktisch die Strategien der Islamfeinde verteidigt und die Muslime, die auf diese Schmähungen reagierten, getadelt.  Die Schmähung von islamischen Heiligkeiten und die   Einschränkungen für die Muslime hinsichtlich ihrer Überzeugungen in den westlichen Ländern erfolgen,  obwohl die Achtung der Meinungs- und Religionsfreiheit  zu den Prinzipien des Liberalismus gezählt werden.  Aber sie definieren heute den Liberalismus anders, damit sie ihr islamfeindliches Verhalten rechtfertigen können. Daher operieren  sie mit dem Argument  „Verletzung der Regeln des Laizismus durch die Muslime“.

     

    Trotz Verschärfung der Islamfeindlichen Politik in Frankreich und anderen westlichen Ländern  erreicht die Botschaft der Forderung nach Gerechtigkeit und Freiheit des Islams heute viele  Menschen in westlichen Ländern, was an der Zunahme der Neumuslime in Europa und Amerika zu erkennen ist.  Die Sorge über die zunehmende Hinwendung zum Islam ist einer der Gründe, weshalb  die Islamgegner in den USA und Europa verärgert  mit  Schmähung islamischer Heiligkeiten und neuen Einschränkungen für die Muslime reagieren.

     

    Das zunehmende Wissen der westlichen Bevölkerung über die gerechte und befreiende Religion des Islam fordert die Liberaldemokratie heraus. Deshalb versuchen sie zum Beispiel durch Konferenzen wie die Konferenz „Diskussion über den Islam in Frankreich“ neue Taktiken zur Bekämpfung des Islams und zur Einschränkung der gesellschaftlichen und religiösen Aktivitäten der Muslime zu finden.  Doch wie die Erfahrung zeigt, werden diese Anstrengungen umsonst sein. Die Bewegung des Islamischen Erwachens und der Verbreitung des Islams hat schon längere Zeit die Herzen zu erobern begonnen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/147408-frankreich-will-mehr-einschr%C3%A4nkungen-f%C3%BCr-muslime