islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Frauen und das islamische Erwachen im Mittleren Osten

    Frauen und das islamische Erwachen im Mittleren Osten

    Rate this post

     

    Die Menschen in einigen Ländern des Mittleren Ostens protestieren seit mehreren Monaten für grundlegende Wechsel in den sozialen, ökonomischen und politischen Systemen ihrer Länder.

     
    Es gibt Männer und Frauen, deren einzige Hoffnung in Gott liegt und deren einzige Waffe Widerstand ist. Entgegengesetzt der Propaganda westlicher Regierungen, in der es heißt, dass muslimische Frauen hinsichtlich der Angelegenheiten ihres Landes gleichgültig seien, zeigt ihre Teilnahme an den Protesten an der Seite der Männer ihre effektive Gegenwart und das islamische Erwachen muslimischer Frauen in der Region.

     

    Aus der Sicht des Islam kann eine Frau zusätzlich zu ihrer wertvollen Rolle als Ehefrau und Mutter in der Familie auch in allen sozialen Angelegenheiten aktiv sein. Wie bei Männern haben auch Frauen die Pflicht, die Gesellschaft zu erneuern. In den Versen des heiligen Qur’an rät Gott Männern und Frauen gleichsam, Tugend zu sammeln und falsches Tun aufzugeben, wobei es Frauen zukommt, ihre Gesellschaft von Abweichungen zu reformieren. Der Führer der Islamischen Revolution, Ajatollah Sejjed Ali Chamenei sagt in dieser Beziehung: „Auf dem Gebiet der sozialen, politischen, wissenschaftlichen und anderen Aktivitäten hat eine muslimische Frau so wie ein muslimischer Mann das Recht, ihre Pflichten nach den Erfordernissen der Zeit zu erfüllen. Eine Frau ist so wie ein Mann verpflichtet, in der Gesellschaft gegenwärtig zu sein, deren allgemeinen Probleme zu erkennen und diese zu beheben.“ Gemäß dem Revolutionsoberhaupt können die Frauen ihre Verantwortlichkeit in Bezug auf die Reformierung der Gesellschaft nicht missachten.

     

    .Um den außerordentlichen Status der muslimischen Frau zu erneuern, hielt Prophet Mohammad (SAWA) für gewöhnlich Sitzungen zur Erweiterung ihres Wissens ab und befragte sie nach ihren Ansichten hinsichtlich sozialer und politischer Angelegenheiten. Mehr noch, beim Aufbruch des Islam waren Frauen harten Konflikten ausgesetzt. Sie zogen sogar mit in die Gefechte, um die Verletzten zu behandeln. Es ist eine Ehre für die muslimischen Frauen, dass der erste Mensch, der den Märtyrertod für den Islam starb, eine Frau war, nämlich Sommaja, die Mutter Ammars, welche von den Götzenanbetern von Mekka zu Tode gefoltert wurde.

     

    Gegenwärtig haben muslimische Frauen, vor allem solche in Ägypten, Libyen, Bahrain, Tunesien und Jemen, das Vorbild Sommajas nachgeahmt und widersetzen sich den brutalen, gottlosen Feinden. Diese Gegenwart und Tapferkeit erinnert an die große und schicksalhafte Rolle der muslimischen Iranerinnen während der Islamischen Revolution vor 33 Jahren. Die Ägypterinnen haben mit ihrer Gegenwart neben ihren Männern in den Demonstrationen bewiesen, dass das, was der Westen über die Isolation muslimischer Frauen sagt, eine bloße Lüge ist. Auf dem Höhepunkt der Demonstrationen gegen Hosni Mubarak waren die Straßen Ägyptens Zeuge von vielen Frauen, welche islamischen Hijab trugen und laut den Sturz des Despoten forderten.

    Die Teilnahme der Frauen an den Revolutionen in Tunesien, Libyen und dem Jemen hatte die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen.

     

    Die Gegenwart muslimischer Frauen zeigt an, dass sie sich der westlichen materialistischen Restriktionen entledigt und Aufstände inszeniert haben, um von den diktatorischen Herrschern frei zu sein. Tavakkol Kerman, eine weibliche Aktivistin und Führerin der Frauen, welche an den letzten Protesten teilgenommen haben, sagt hinsichtlich der Präsenz der Frauen im islamischen Erwachen: „Die arabischen muslimischen Frauen spielen eine große, effektive und historische Rolle. Während es das erste Ziel aller Revolutionen gewesen ist, das despotische politische Regime zu stürzen, triumphierten Frauen gegen die Normen und Traditionen, welche ohne jegliche religiöse Grundlagen gewesen sind, und spielten dann ihre Rolle in der politischen Revolution.“

     

    In Bahrain riefen Massen muslimischer Frauen, welche Hijab trugen, nach dem Sturz des Al-e-Chalifa-Regimes. Das islamische Erwachen der Frauen Bahrains zeugt von ihrem Bewusstsein hinsichtlich ihrer effektiven und schicksalhaften Rolle bei der Gesellschaftsreform. Eine der Frauen Bahrains, die es verdient, aufgrund ihres Widerstandes gegen die Al-e-Chalifa-Regierung hervorgehoben zu werden, ist `Ajat Al-Qerezmi. Sie ist eine zwanzigjährige Universitätsstudentin, welche durch ihre Gedichte gegen das Al-e-Chalifa-Regime bekannt geworden war. Al-Qerezmi war aufgrund dessen verhaftet worden, dass sie auf einer Versammlung am 23. Februar 2011 Gedichte gegen das diktatorische Al-e-Chalifa-Regime vortrug.

     

    Merh noch, in Libyen haben die Streitkräfte Ghaddafis weiblichen Demonstrantinnen gedroht, sie zu entehren. Ein Psychologe des Krankenhauses in Benghasi sagte: „Gemäß Recherchen, welche in die Städte Adschdabia, Brega, Salloum und Bengasi durchgeführt wurden, sind bereits über 235 Frauen von Ghaddafi-Kräften vergewaltigt worden.“

     

    Die iranischen Musliminnen haben gegen die Verletzungen der Frauenrechte in dieser Region und besonders in Bahrain protestiert. Zum Beispiel war am 30. April 2011 in Teheran eine Versammlung unter dem Titel „Religionen, Menschenrechte und Frauen“ in der Gegenwart von Repräsentanten aus Japan, dem Sudan, Bahrain, Tunesien, dem Libanon, dem Irak, dem Jemen und Syrien abgehalten worden. Auf dieser Versammlung riefen iranische und nicht-iranische Frauen alle internationalen Organisationen dazu auf, die Sicherheit von Frauen zu erhalten und ihrer Unterdrückung in diesen Regionen entgegenzutreten. Die anwesenden Frauen forderten ebenso die internationalen Organe auf, ernsthaft gegen die Verletzer der Menschenrechte vorzugehen.

     

    Am Ende dieser Versammlung richteten sich die Teilnehmer wie folgt an ihre unterdrückten Brüder und Schwestern in diesen Regionen, besonders an die in Bahrain und Libyen: „Jeder Tropfen Eures Blutes wird sich mit der Flut, welche bald den Palast der Unterdrückung in der Welt niederreißen wird, vereinigen, und dies ist das feste Versprechen Gottes.“

     

    Quelle: Taghrib.ir