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    Frauen und Islam: ständige Zunahme der zum Islam Übergetretenen

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    Trotz der giftigen propagandistischen Tiraden des Westens und seiner Medienlautsprecher gewinnt der Islam in der nicht- muslimischen Gesellschaft immer mehr an Grund. In den sogenannten fortschrittlichen Industriegesellschaften Europas und Nordamerikas wenden sich immer mehr Leute dem Islam zu. Ähnlich sieht es in Afrika, Lateinamerika und Asien aus. Es ist interessant, dass in Europa, besonders in Großbritannien, die meisten dieser Bekehrten Frauen sind. Hier präsentieren wir Ihnen diesbezüglich einen Bericht.

     

    Diversen Umfragen zufolge konvertieren junge weiße Britinnen in Rekordzahlen zum Islam. Von den 5 200 Briten, welche im letzten Jahr zum Islam konvertiert waren, sind die Hälfte weiß, wobei 75 % von ihnen Frauen sind. In den letzten zehn Jahren sind laut jüngster Statistik etwa 100 000 Briten zum Islam konvertiert, wovon ein Dreiviertel Frauen sind. Nach Forschern der Universität Swansea ist dies ein bedeutender Anstieg der letzten Dekade gewesen. Obwohl die Zahl der Konvertiten in Britannien stetig wächst, berichten viele Frauen, welche den Islam angenommen haben, dass sie täglich darum kämpfen müssten, ihren neuen Glauben in die Hauptkultur einzuordnen, so dass sie sowohl implizit als auch explizit als Außenseiter dargestellt werden, wobei es keine Rolle spielt, dass sie westlich großgeworden sind. Mehr als ein Dreiviertel berichtete, dass sie nach der Konvertierung aufgrund dessen, dass Islam ihnen auf widersprüchliche Weise dargestellt worden war, viel Konfusion begegnen. Noch immer lassen viele Moscheen Frauen für das Gebet nicht zu oder unterbreiten für sie nur karge Informationen zu ihren Fragen und Bedürfnissen, wodurch sie gezwungen sind, sich auf miteinander wettstreitende kulturelle und ideologische Interpretationen aus Büchern zu verlassen oder Informationen über religiöse Unterstützung aus dem Internet zu holen. Bei einer kürzlichen Studie in Leicester zum Beispiel hat man herausgefunden, dass die meisten Moscheen in der Region erkannt haben, dass es ihnen an Dienstleistungen für neue Muslime fehle, obwohl viele sagten, dass sie versuchten, dieses Manko zu beheben.

     

    Viele junge Frauen – das Durchschnittsalter beträgt 27 Jahre – bringen die erste Erfahrung von Diskrimination zur Sprache, obwohl der einzig sichtbare Unterschied in einem Kopftuch besteht.

     

    Kevin Brice, der Autor der Studie der Universität Swansea „Eine Minderheit innerhalb einer Minderheit“, welche die ausführlichste Studie über Briten, die zum Islam konvertiert sind, sein soll, fügte hinzu: „Weiße zum Islam Konvertierte befinden sich zwischen zwei Lagern, die sich immer weiter voneinander entfernen. Ihre besten Beziehungen haben sie aufgrund ihrer gemeinsamen Erfahrungen zu anderen Konvertiten, wobei es kaum Differenzen zwischen der Qualität ihrer Beziehung zu anderen Muslimen oder Nicht – Muslimen gibt. In meiner Forschung habe ich ebenfalls herausgefunden, dass es zwei Arten von Konvertiten gibt: Einige konvertieren aus Bequemlichkeit, weil sie die Religion aufgrund einer Lebenssituation annehmen, wie zum Beispiel das Kennenlernen eines Moslems, wobei die Religion nur einen unbedeutenden Einfluss auf ihr tägliches Leben hat.

     

    Für andere ist es eine Konversion aus Überzeugung, bei der sie einen Ruf fühlen und die Religon fest akzeptieren. Das heißt nicht, dass die beiden Arten einander ausschließen. Manche Konvertiten fangen ihren religiösen Weg aus Bequemlichkeit an und werden später zu Konvertiten aus Überzeugung.“

     

    Eine andere Entdeckung der Leicester – Studie ist es gewesen, dass trotz des Portraits über den Islam durch den Westen, welcher vom Islam behauptet, dass er Frauen unterdrücke, ein Viertel der konvertierten Frauen genau von dem Status, welchen der Islam Frauen beimisst, angezogen worden waren. Einige Analysten haben argumentiert, dass über die letzten Jahrzehnte verwirrende soziale und kulturelle Aufstände in Großbritannien darauf hinwiesen, dass einige konvertierte Musliminnen, die weit davon entfernt waren, einen anderen Lebensweg anzunehmen, gewisse Aspekte aus dem Britannien der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, wie zum Beispiel eine strenge Abgrenzung zwischen Mann und Frau, wieder aufnahmen und nicht fühlten, Karriere mit Familie miteinander vereinen zu müssen.

     

    Die erste muslimische Gesellschaft Großbritanniens wurde in den 1860 – er Jahren, als jemenitische Seeleute und somalische Arbeitskräfte sich um die Häfen in London, Cardiff, Liverpool und Hull ansiedelten, gegründet. Viele von ihnen heirateten einheimische Frauen, welche dann zum Islam übertraten und infolgedessen unter einer weitverbreiteten Diskriminierung litten. Sie fungierten auch als Brücke zwischen den beiden Kulturen, wobei sie dazu ermutigten, die einheimische Bewohner zu verstehen und die muslimische Gemeinschaft, welcher sie beigetreten waren, zu integrieren. Heutzutage gibt es unter den Gemeindeführern eine wachsende Anerkennung, dass die letzte Generation von Konvertitinnen eine gleichermaßen vitale Rolle bei der Förderung des Dialogs zwischen der zunehmend säkularisierten britischen Mehrheits- und einer Minderheitsreligion, wie sie auch missverstanden und verunglimpft ist, spielt. Hier stellen wir Ihnen einige besondere Konvertitinnen Großbritanniens vor.

     

    Kristiane Baker, eine 45 Jahre alte Fernsehsprecherin und Autorin aus London, sagt: „ Ich trat 1995 zum Islam über, nachdem der pakistanische Cricketspieler und gegenwärtige Führer der pakistanischen Bewegung der Gerechtigskeitspartei (Tehrik – e Insaf), Imran Khan mir den Glauben nähergebracht hatte. Damals bin ich eine Sprecherin für das MTV gewesen. Obwohl ich es gewohnt war, alle Auszeichnungen des Erfolgs zu haben, fühlte ich eine innere Leere und etwas Unbefriedigendes in meinem Leben. Die Unterhaltungsindustrie zielt sehr auf den Körper ab und sagt: „Wenn du es hast, zeige es“, was genau das genaue Gegenteil zu der mehr nach innen gekehrten spirituellen Haltung meines neuen Glaubens steht. Mein Wertesystem hatte sich verändert, und Gott wurde zum Zentralpunkt meines Lebens und zu was ich strebte.

     

    Ich erkannte, dass sich einige neue Konvertiten isoliert fühlten, aber, obwohl es zu der Zeit, als ich konvertierte, weniger Quellen gab als heute, sehe ich darin keinen so großen Punkt. Ich habe mich immer von den Muslimen, die ich getroffen hatte, willkommen geheißen und umarmt gefühlt und habe einen Freundes- und Lehrerkreis aufgebaut. Es hilft, in London zu leben, weil man als Teil der muslimischen Gemeinschaft an so vielen Angeboten teilnehmen kann. Übrigens kann es einem auch in einer großen Stadt passieren, dass einem aufgrund des Kopftuchs jemand auf den Kopf starrt. Ich trage doch das Kopftuch vor meinem Herzen! Ich versuche immer den Leuten zu erklären, dass ich zum Islam übergetreten bin und nicht zu irgendeiner Kultur. Unterdrückung der Frauen, Entwürdigung oder erzwungene Heirat sind alles kulturellbedingte Abweichungen, und keine islamischen Erscheinungen. Der Islam steht auch für Würde und Respekt vor dir selbst und deiner Feminität. Selbst bei Verabredungen sind muslimische Männer sehr respektvoll. Frauen sind auch als Mütter geschätzt – als eine Muslimin musst du nicht alles alleine machen.“

     

    Amy Sall, eine 28- jährige Einzelhandelsverkäuferin aus Middlesbrough, sagt: „Ich würde sagen, dass ich noch immer ein bisschen ein Partylöwe bin – aber ich bin auch eine Muslimin. Ich weiß, dass es einiges an Bekleidung gibt, das ich nicht mehr tragen sollte, selbst Sachen, bei denen man nur die Arme sieht. Mein Ehemann hätte gerne, dass ich eine bessere Muslimin wäre. In Middlesbrough ist es schwierig, ein Moslem zu sein und nicht aus Asien zu kommen – du wirst wie ein Außenseiter behandelt. Einmal hatte ich draußen mein Kopftuch getragen, und ein einheimischer Mann hatte mich obszön beschimpft. Es war verrückt, weil ich weiß bin, und er ist auch weiß, aber alles, was er sah, war das Kopftuch, denke ich. Das machte mich wirklich ärgerlich. Meine Familie akzeptierte überraschenderweise meine Konversion, vielleicht weil sie dachte, dass sie mich zurechtrücken würde.“

     

    Nicola Penty – Alvarez, eine 26 – jährige Vollzeitmutter aus Uxbridge, sagt: „ Ich habe mich schon immer für Philosophie und den Sinn des Lebens interessiert und als ich mit dem Islam in Berührung kam, fügte sich alles einfach zusammen. Innerhalb von vier, fünf Monaten wandelte ich mich vom Ausgelassensein zu Kopftuch, fünf Mal am Tag Beten und im allgemeinen recht fromm sein – obwohl ich gelegentlich doch mal rauchte. Ich fühlte mich von der muslimischen Gemeinschaft willkommen geheißen, aber es war hauptsächlich eine Gemeinschaft von weißen Konvertiten gewesen. Den Eindruck, den ich von der asiatischen Gemeinschaft in West – London hatte, war, dass sich Frauen ausgeschlossen gefühlt hatten und dazu ermutigt wurden zuhause zu bleiben und sich mehr um ihre Männer zu kümmern, als die Moschee zu besuchen. Ich denke, dass dies jedoch eher ein kulturelles und kein religiöses Problem war. Nicht – Muslime behandeln dich, wenn du ein Kopftuch trägst, mit Sicherheit anders – sie sind weniger freundlich, und als ein zuvorkommender Mensch fand ich das sehr hart. Ich bedauere diese Erfahrung nicht. Es gibt so viel Spirituelles, was ich gelernt habe, dass ich dabeigeblieben und nicht mehr auf den Weg des feste Feste Feierns zurückgekehrt bin.“

     

    Donna Tunkara, eine Kaufhausangestelle aus Middlesbrough, sagte von ihren Eindrücken: „Ich war während meiner Jugend etwas wie eine Herumlungernde- ich trank, rauchte, rannte von Zuhause weg und zeigte meinen Eltern gegenüber keinen Respekt.Vor zehn Jahren bin ich zum Islam übergetreten, weil ich einen Moslem getroffen habe, und ich bin wahrscheinlich frommer als er geworden. Der Punkt ist, dass niemand mich zwingt – es ist meine Wahl.

     

    Für meine Familie, die christlich ist, war es ein Schock. Sie haben mich nicht verstoßen, aber es fällt ihnen schwer, es zu verstehen. Jetzt besuche ich weder Hochzeiten noch Beerdigungen oder Taufen, weil diese oft in Kneipen oder Clubs stattfinden, und ich möchte so etwas nicht betreten. Für Konvertitinnen sind mehr Quellen notwendig. Ich kenne Moscheen, welche keine Frauen zulassen. Aber im Qur’an wird betont, dass Frauen gebildet werden sollen. Ich habe von der Religion über die Familie meines Mannes und Bücher gelernt – wenn du Unterstützung haben willst, musst du sie suchen. Ich brauchte Zeit um eine Identität zu finden, mit der ich mich wohlfühle. Es ist wichtig, dass ich weiß, wer ich bin.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247426-frauen-und-islam-st%C3%A4ndige-zunahme-der-zum-islam-%C3%BCbergetretenen