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    Frauenrechte im Islam

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    In der Islamischen Republik Iran wird der Tag der Frau und Muttertag am 20. Dschamadi ul Thani begangen, einem Tag im religiösen Mondkalender an dem sich jedes Jahr die Geburt der geehrten Fatima Zahra, aleiha salam, Tochter des Propheten des Islams Friede ihm und seinem Hause jährt. Dies war dieses Jahr am 12. Mai. Wir gratulieren zu diesem festlichen Anlass und zum Muttertag.
    Die Frauen haben in der Geschichte viel Auf und Nieder erlebt und manchmal sehr bittere Zeiten hinter sich bringen müssen. Insgesamt hat die Frau in den meisten Gesellschaften und Epochen Entbehrungen erlitten und sogar in der modernen Gesellschaft werden ihre Rechte teilweise verletzt.

    Es gibt viele Faktoren, die sich auf die Rechtssituation der Frauen auswirken, einige sind natürlich bedingt, andere haben mit den sozialen Umständen und weitere mit der Kultur in einer Gesellschaft zu . Die beiden letztgenannten Bedingungen gehören heute zu den wichtigsten.

     

    Die heutige besondere Aufmerksamkeit für die Frauenrechte hat verschiedene Standpunkte entstehen lassen, die teilweise im Gegensatz zueinander stehen.

    Zum Beispiel ließe sich auf den Feminismus hinweisen , bei dem die Frauenrechte ein Extrem darstellen.

    Der Feminismus spornt die Frauen an, die Rechte der Männer sowie männliche Eigenschaften anzustreben und fordert eine Umstrukturierung der Gesellschaft um die Gleichheit von Mann und Frau zu erzielen.

     

    In dieser neuen Struktur wird alles, wozu die Religion, die Natur, Tradition oder Familie anhält, beiseite gestellt. Die Feministen ignorieren die besonderen Eigenschaften und Rollen von Frauen und Männern und versuchen eine künstliche Gleichmachung zwischen ihnen herzustellen.

    Genauso wie früher der Patriarchalismus und die Herabsetzung der Frau der Gesellschaft und insbesondere den Frauen geschadet hat, werden auch die extremen Ansichten des Feminismus, die den Matriarchalismus wollen beiden Geschlechtern und der Gesellschaft Schaden bringen.

     

    Der Standpunkt des Korans ist ausgewogen und kennt weder Über- noch Untertreibung. Als Mensch sind Mann und Frau gleichgestellt, doch haben sie zwei verschiedene Arten von Aufgaben.

    Die Unterschiedlichkeit ihrer Aufgaben ist in ihrer körperlichen und emotionellen Struktur verwurzelt. Der Koran sagt:

    Weder darf die Sonne den Mond in seiner Bahn einholen, noch darf die Nacht dem Tag vorauseilen. Jeder Himmelkörper schwebt in seiner Bahn. Sure Ya-Sin (36), Vers 40)

     

    Frau und Mann sind wie zwei Planeten auf zwei verschiedenen Bahnen und jeder muss sich auf seiner eigenen Bahn bewegen.

    Die wichtigste Voraussetzung für das Wohl der Frau und des Mannes und daher auch für die menschliche Gesellschaft besteht daher darin, dass jedes Geschlecht auf seiner Bahn bleibt.

    Freiheit und Gleichheit sind dann von Nutzen, wenn keiner von beiden ihren natürliche Bahn verlässt. Das Einzige, was in der Gesellschaft Komplikationen hervorruft, sind Widersprüchlichkeiten zur Natur und der Fitrah (dem natürlichen Seelenurgrund).

     

    Der Islam hat mit seiner Himmelslehre die Rechte der Frau wieder hergestellt und große Schritte zugunsten der Frau und ihrer Rechte unternommen. Dabei hat er jedoch nicht die Fraulichkeit einer Frau und Männlichkeit des Mannes ignoriert. Die Frau ist laut Koran die Manifestation der Schönheit, der Ruhe und der Freundlichkeit.

    Im Vers 189 der Sure Araf (Sure 7) steht:

    Er ist es, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat, aus dem Er diesem seine Gattin machte, bei der er Geborgenheit finden sollte.

     

    Der Prophet des Islams, der ein vollkommener Mensch ist hat in einer frauenfeindlichen Ära, in der neugeborene Mädchen bei lebendigem Leibe in der Erde verscharrt wurden, weil sie als Schande galten, allen veranschaulicht, dass Mädchen und Frauen etwas Wertvolles für die Gesellschaft sind. Als er die Hände seiner Tochter Fatima Zahra (a.s.) küsste, demonstrierte er, dass die Frau im Islam geachtet wird.

     

    Einige, die die Frauenrechte im Islam kritisieren übergehen die göttlichen Gebote und das Verhalten des Propheten und sagen: Wenn der Islam die Frau als einen vollkommenen Menschen ansieht, warum hat er dann nicht ähnliche oder gleiche Rechte für sie aufgestellt wie für den Mann? Um diese Frage zu beantworten ist als erstes festzustellen, ob die Gleichheit von Mann und Frau als Mensch bedeutet, dass auch ihre Rechte genau die gleichen sind. Nach Schahid Motahhari ist Gleichstellung etwas anderes als Gleichheit.

     

    Zum Beispiel kann es sein dass ein Vater seinen Reichtum wertgemäß zu gleichen Teilen unter seinen Söhnen aufteilt, aber nicht jedem von ihnen das Gleiche gibt. Nehmen wir an er besitzt zum Beispiel ein Geschäft und einen Acker und seine Söhne sind verschieden begabt und interessiert: Der eine betreibt lieber Handel und der andere lieber Ackerbau. Zwar achtet der Vater darauf seine Söhne wertgemäß gleich zu behandeln, (Gleichstellung) ,aber jedem Sohn gibt er nicht dasselbe (Gleichheit) sondern das, was seinen Interessen und Fähigkeiten entspricht.

     

    Der Koran hat die Regelung für Fragen wie Besitztum, Regierung familiäre Rechte usw. aufgrund der Schöpfung dargelegt.

    Im Gegensatz zu anderen Quellen, die heute als Himmelsbücher vorgestellt werden, achtet er die Frau und wertet sie nicht gegenüber dem Mann ab. Da Frau und Mann unterschiedlich erschaffen wurden, haben sie trotz ihrer völligen Gleichbewertung und Gleichstellung als Mensch, unterschiedliche Aufgaben und Rechte.

    Der Islam sieht eine Mitbeteiligung die Frau an den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft entsprechend ihrer Natur und dem Gesetz der Schöpfung vor. Eine solche Regelung gilt auch für die anderen Lebewesen.

     

    Im Islam nehmen die Frauen wie die Männer in der Gesellschaft einen würdigen Platz ein und werden nicht an einer sozialen Betätigung gehindert, sondern wie aus dem Koran und den Überlieferungen hervorgeht, tragen sie gegenüber der Gesellschaft die gleiche Verantwortung wie der Mann:

    Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einander Beschützer und Helfer. Sie gebieten das Würdige und verbieten das Unwürdige. Sie verrichten das Gebet… So heißt es in der Sure Tauba (9) im Vers 71.

     

    In diesem Vers sagt Gott, dass die Frauen wie die Männer eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft tragen und sich für den Ansporn zum Guten und für die Abwehr des Schlechten in der der Gesellschaft einsetzen sollen.

    Die Frauen können also auf vielen Gebieten, auf denen die Männer wirken, ebenso tätig werden. Außerdem können sie auch Tätigkeiten übernehmen, welche die Männer nicht durchführen können.

    Auf Aufforderung Gottes hat der Prophet auch mit den Frauen einen Treueid hinsichtlich bestimmter Grundsätze geschlossen und auf diese Weise diesen Teil der Islamischen Gesellschaft mit seinen Aufgaben vertraut gemacht.

    Laut Überlieferungen hat der Prophet am Qadir-Tag, zum Treueeid mit Imam Ali, dem von ihm bekannt gegebenen Nachfolger, aufgefordert.

     

    Die Frauen haben an einer so großen politisch-sozialen Bewegung wie die Auswanderung nach Medina teilgenommen und ihre Migration haben sie wie die Männer akzeptiert. In der göttlichen Offenbarung werden sie in einer Zeit, in der die Frauen kaum Rechte besaßen, und sich schon gar nicht in Angelegenheiten der Gesellschaft einmischen durften. Im Koran als edle Wesen vorgestellt.

     

    Das Leben der Prophetentochter Fatima Zahra a.s. zeugt für die rechtliche Stellung der Frau. Als das schönste Vorbild für Gott-Dienerschaft hat sie viele Aufgaben erfüllt. Neben Kindererziehung und Haushalt und Gott-Dienen, unterstützte aus dem Hintergrund Imam Ali. In der Moschee hielt sie eine Rede zu seiner Verteidigung und diskutierte mit den Gegnern.

     

    Nochmals gratulieren wir abschließend zum Jahrestag der Geburt von Hasrate Fatima,. Der Jahrestag der Geburt des Begründers der Islamischen Republik Iran , Imam Chomeini fällt mit diesem Tag zusammen.

    Wir schließen mit einem Wort von Imam Chomeini über Hasrate Fatima. Er hat gesagt: „Fatima Zahra ist ein Mensch im wahrsten Sinne des Worte, sie ist das vollendete Vorbild für Menschlichkeit und die vollendete Wahrheit der Frau und vollendete Wahrheit des Menschen.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/149601-frauenrechte-im-islam