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    Frühling Ramadan (1)

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    Wir grüßen alle Gäste Gottes, die nun im Monat Ramadan Gott zuliebe mit der Energie, die ihnen der Glaube spendet, ihre egoistischen Verlangen zügeln, sich von dem Hässlichen freimachen und den Fuß in das Reich des Glücks setzen.

     

    Wir grüßen alle, die in diesem geliebten Monat Gast ihres Schöpfers an der spirituellen Tafel sind und den Dschihad gegen die triebhafte Seele führen und Leib und Seele reinigen. Lässt sich dieser Monat, dessen Nächte und Tage die besten Nächte und Tage sind, überhaupt beschreiben?

     

    Der Erhabene Prophet (s) hat gesagt: In der ersten Nacht des Monats Ramadan öffnen sich die Himmelstore und sie werden bis zum Ende dieses Monats nicht geschlossen!“

     

    Wir wissen, dass so manch eine Arznei unangenehm und bitter ist, aber dafür ist die Genesung und die Gesundheit, zu der sie verhilft, um so angenehmer. Das setzt allerdings vorausgesetzt, dass wir die Arznei auch rechtzeitig einnehmen.

     

    Der tägliche Gebetsdienst gleicht auf gewisse Weise einer Arznei. Für einige scheint es eine bittere Arznei zu sein. Zum Beispiel im Winter, wenn sie über Nacht mit dem Bus unterwegs in eine andere Stadt sind. Wenn dann der Bus zum Morgengebet an einer Raststätte anhält, dann ist es für den einen und anderen nicht so leicht, in der Kälte die rituelle Waschung, das Wudhu, vorzunehmen und zu beten.

     

    Es mag auch dem einem oder anderen schwerfallen, aufzustehen und beim Gebetsruf in die Moschee zu gehen, wenn er sich gerade angeregt mit anderen unterhält oder zu Hause einen spannenden Film sieht.

     

    Nicht nur beim täglichen Gebetsdienst sondern bei jeder anderen Form des Gott – Dienens mag es manch einem ähnlich ergehen. Aber wenn der Mensch die Wahrheit gottesdienstlicher Handlungen wie des Gebesdienstes begriffen hat, dann wird dieses Gott – Dienen ihm sehr leicht fallen und er wird es lieben. Viele Gläubige erreichen eine Stufe, auf der das tägliche Gebet in schwierigen Engpässen des Lebens zur Quelle der Hoffnung und Beruhigung wird. Die Gottesfreunde bitten in ihren Gebeten, dass Gott ihnen die Süße des Gott – Eingedenkseins kosten lässt und Er ihnen die Erkenntnis über das Gott- Dienen verleiht.

     

    Das Ritualgebet ist wie eine Arznei, die zum richtigen Zeitpunkt einzunehmen ist. Deshalb müssen wir diesen Gebetsdienst in der Zeit, für den er bestimmt ist, beten. Der Sinn des täglichen Gebetes liegt darin, dass wir die Herrlichkeit Gottes spüren und dieses Gefühl bringt jemand in Erfahrung, der jedes der täglichen Gebete zum frühmöglichsten Zeitpunkt betet. Wer das Gebet verzögert, der hat im Grunde Gott gegenüber erklärt, dass er seine eigenen Angelegenheiten für wichtiger hält als die Anbetung Gottes und die Ergebenheit in seine Weisungen.

     

    Genauso wie bei Einnahme von Medizin auch zusätzlich die Enthaltsamkeit von bestimmten Speisen angemessen ist, erfordert auch das Gebetsritual Enthaltsamkeit . Das Gebetsritual ist rechtens und daher muss es von Unrechtem frei bleiben. Es darf nicht mit Sünde beschmutzt werden, denn dann verliert es seine Wirkung.

     

    Wenn jemand einen Raum heizen will, muss er alle Fenster schließen, sonst geht die Energie verloren. Wenn das tägliche Gebet uns keine Wärme gibt, liegt es daran, dass die „Fenster“ Ohren und Augen und Mund offen stehen, d.h. dass wir allem zusehen, allem zuhören und alles Mögliche reden.

     

    Wer also die Schätze seines Gebets und seine Energie bewahren will, der soll diese Luken schließen und nur wenn nötig öffnen. Er soll nicht nach Lust und Laune Augen und Ohren offenstehen und die Zunge alles mögliche sprechen lassen.

     

    Bei Gott ist der Monat Ramadan die beste Zeit im Jahr. Er blickt barmherzig auf Seine Diener und hört ihre Bitten und Anflehnungen – Er beantwortet sie und erfüllt ihnen Wünsche.

     

    Wie schön ist die Zurückgezogenheit im täglichen Gebet und bei den vertraulichen Gesprächen mit dem Besten Freund in diesem wertvollen Monat. Hat nicht der geehrte Prophet Mohammad (Friede ihm und seinem Hause) wenn die Mondsichel den Beginn des segensreichen Monats Ramadan ankündigte, zu den Muslimen gesagt:

     

    „Wisset und gebt darauf acht, dass euer Geist und eure Seele in den Ketten des Hässlichen eures Tuns liegt. So befreit eure Seele durch die Bitte um Vergebung zu eurem Herrn aus den Fesseln Satans, drückt bei langen Niederwerfungen hilfesuchend und eurer Bedürftigkeit bewusst das Gesicht auf die Erde und ladet die Sünden von euren müden Schultern ab. Denn Gott, der Höchsterhabene, hat bei Seiner Größe geschworen, dass er die Betenden und die, welche sich oft vor Ihm niederwerfen, nicht strafen wird und sie nicht im Feuer Seines Zorns brennen lässt.

     

    Jemand, in dem die wahre Natur, die Gott den Menschen mitgegeben hat (die Fitrah) noch lebt, wird sich bei Betrachtung seiner Taten bewusst, dass er viele Segensgaben, die Gott ihm zur Verfügung gestellt hat, für Ungehorsam gegenüber den göttlichen Anweisungen missbraucht hat.   Deshalb wird er reumütig gegenüber Gott und schämt sich. Gott hat im Vers 53 der Sure Zumar seine Diener jedoch gemahnt, nicht die Hoffnung gegenüber Gott aufzugeben. Denn dort heißt es:

     

    „ Sprich: «O Meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, zweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit, denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“

     

    Imam Ali Ibn al Hussein (a), auch Imam Sadschad, der unter dem Beinamen Zain ul Abedin (Zierde der Gottesdiener) berühmt wurde hat für alle einen klaren Pfad für die Beziehung zu Gott, dem Allerhöchsten, eröffnet. In seinen Gebeten tritt er mit einem Herzen voller Hoffnung zu Gott heran. er fleht ergeben zu Ihm, hofft auf Seine Barmherzigkeit und bittet inständig um Vergebung. In diesem gesegneten Fastenmonat beten wir zusammen mit ihm zu Gott, damit Gott auch uns Seinen Segen schickt:

     

    „O Gott, die Sünde hat mir das Gewand der Niedrigkeit übergeworfen und die Entfernung von dir das Gewand der Armut. Mein großes Vergehen (die Liebe zu den egoistischen Wünschen) hat mein Herz getötet. So, o mein Ziel und meine Absicht, o mein Geliebter Freund und mein Verlangen, lass mein Herz durch die Reue vor der Schwelle zu Deinem Tor wieder lebendig werden!

     

    O Du mein Wunsch und meine Hoffnung! Bei Deiner Größe! Ich finde niemanden der mir meine Sünden verzeiht, außer Dir , und niemand der mein zerbrochenes Herz wieder heilt, außer Dir. An der Schwelle zu Deinem Tor ergebe ich mich reuig und kleinmütig. Wirst du mich, der ich mich Dir zugewandt habe, fortschicken?

     

    Wenn du mich von Deinem Tor wegschickst, bei wem soll ich dann Zuflucht suchen?

     

    O Gott! Decke mit dem schirmenden Schatten deiner Barmherzigkeit meine Sünden ab und schicke die Segenswolke deiner Barmherzigkeit über meine Fehler.

     

    O Gott! Kehrt ein Diener, der flüchtig war, zu jemand anderem zurück als zu seinem Herrn? Und gewährt jemand anders ihm gegenüber dem Zorn seines Herrn Zuflucht als sein Herr selber?

     

    O Gott! Der Ungehorsam und die Sünde seitens Deines Dieners sind hässlich, aber die Vergebung seitens Deiner ist schön!

     

    O Du, der Du den Ratlosen antwortest, der Du den Schaden hinwegnimmst und dessen Güte sehr groß ist. O Du, der Du das Verborgene kennst und so gut das Hässliche verhüllst. Ich suche bei Deiner Großzügigkeit Vermittlung und ich ersuche bei Dir um Vermittlung! Bei Deinem Segen und Deiner Barmherzigkeit: Erhöre mein Gebet! Wandle meine Hoffnung auf Dich nicht in Hoffnungloskeit um und nimm meine Reue an. Und bei Deiner Wohltätigkeit und Güte! Übersieh meine Fehler! O du Barmherzigster aller Barmherzigen!“