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    Geheimnis der Unvergänglichkeit von Aschura

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    Geheimnis der Unvergänglichkeit von Aschura
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    Das Aschura-Geschehen von Karbala ist ein besonderes historisches Ereignis. Das Epos von Aschura ereignete sich am 10. des Monats Muharram 61 Jahre nach der Hidschra. Das war der 2.10. 680 nach Christus. Die Erinnerung an Aschura ist dennoch frisch erhalten geblieben

     

    Die Umayyadenherrscher haben sofort versucht , die Wahrheit zu verfälschen. Als erstes führten sie eine Siegesfeier zum 10. (Aschura) des Monats Muharram ein. Als dann aber ihre Verbrechen in Karbala enthüllt wurden , versuchten sie sich zu rechtfertigen.

     

    Alle Umayyaden- Herrscher strebten danach das Geschehen von Aschura aus der Erinnerung auszulöschen. Einmal entstellten sie die Ziele, die Imam Husain mit seinem Aufstand verfolgt hatte und ein anderes Mal behinderten sie die Pilger zum Grab von Imam Husain (a) und die Teilnehmer an Trauerzeremonien. Auch die Abbasidenkalifen, welche die Umayyaden entmachteten, haben 7 Jahrhunderte lange versucht, das Aschura-Geschehen verzerrt darzustellen und auch heute noch sind die Anführer von Gewalt und Unrecht darum bemüht, die Erinnerung an dieses Epos zu verdrängen.

     

    Doch keinem dieser Unterdrücker ist es gelungen, die Wirkung von Aschura zu verhindern . Die Erinnerung an Aschura ist geblieben. Was ist das Geheimnis für die Unvergänglichkeit des gewaltigen Epos von Aschura? Wir werden versuchen in diesem kurzen Beitrag, einige Gründe aufzuzählen.

     

    Der wichtigste Grund für die Unvergänglichkeit der Aschura-Bewegung ist der göttliche Wille. Im Vers 8 der Sure 61, Sure Saff heißt es nämlich:

     

    „Sie möchten Allahs Licht auslöschen mit ihren Mündern, doch Allah wird Sein Licht vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“

     

    Auch Imam Husain (a) strebte mit seiner Aschura-Bewegung danach, das Licht Gottes zu vollenden, denn er erhob sich um die Religion Gottes zu schützen und zu verbreiten. Daher hat Gott nicht das Licht dieser Bewegung erlöschen lassen. Er lässt es sogar mit der Zeit noch stärker aufleuchten. Der Prophet (s) hat vorausgesagt, dass der Märtyrertod von Imam Hussein ein Feuer in den Herzen der Gläubigen entfachen wird, dass niemals erlöscht.

     

    Ein weiterer Grund für den Erhalt des großartigen Epos von Aschura sind die Worte des Propheten des Islams (s) über Imam Husain (a) und Aschura.

     

     

    Die Muslime bringen den Worten und der Vorgehensweise ihres Propheten besondere Achtung entgegen. Es ist gemäß den religionsrechtlichen Gutachten (Fitwas) der Sunniten und Schiiten eine Pflicht, sich am Propheten (s) ein Vorbild zu nehmen. Gott hat die Befolgung des Propheten im Vers 80 der Sure 4 als Pflicht bezeichnet. Auch wird in den Versen 3 und 4 der Sure 53 bestätigt, dass die Worte des Propheten aus der ewigen Quelle der Offenbarung stammen.

     

    „Und er spricht nicht aus (persönlicher) Neigung.

    Es ist nichts anderes als eine inspirierte Offenbarung.“

     

    Gott fordert zudem im Vers 23 der Sure Schura, Sure 42, dass die Gläubigen die Verwandten des Propheten lieben sollen. Auch für den Propheten war es eine Pflicht denen aus seinem Hause Liebe zu erweisen und den Gläubigen deren vorzüglichen Eigenschaften vorzustellen. Der enge Getreue des Propheten Gottes, Salman Farsi, sagt: „Ich sah Husain auf dem Schoß des Propheten sitzen und der Prophet Gottes (s) sagte zu ihm: „Du bist Herr und Vorsteher, du bist der Sohn und Vater eines Fürsten und du bist ein Imam und der Sohn eines Imams und der Vater von Imamen. Und du bist der Beweis (Gottes) und der Sohn des Beweises (Gottes) und der (Stamm-)Vater von neun Imamen, von denen der neunte Qa`im (der Weltenretter in der Endzeit) ist.“

     

     

    Der Prophet kündigte der Bevölkerung in Medina das Märtyrium von Imam Husain (a) an. Ibn Athir, ein bekannter sunnitscher Überlieferer schreibt:

     

    Asch`ath Ibn Sahim berichtet von seinem Vater, dass dieser den Propheten Gottes (s) hat sagen hören: „Mein (Enkel-)sohn Husain (a) wird in einem Gebiet in Irak den Märtyrertod finden und wer dies erlebt, muss ihm helfen.“

     

    Auch Prophetengemahlin Aisha berichtet : „Einmal brachten sie Imam Husain (a) als er noch ein Säugling war zum Propheten. Der Prophet küsste ihn und sagte: „Jeder der zu seinem Grab pilgert, erhält den Lohn einer meiner Hadschreisen.“

     

     

    Auch die ständige Bemühung der Edlen aus dem Prophetenhaus (a), durch Trauerzeremonien für den Fürsten der Märtyrer Imam Husain (a) die Erinnerung an Karbala wachzuhalten, hat zur Unvergänglichkeit von Aschura beigetragen. Die Edlen Nachkommen des Propheten haben oftmals hervorgehoben, wie wichtig diese Trauerversammlungen, das Pilgergebet und der Pilgerbesuch für Imam Husain (a) sind. Die Familie des Propheten hat die Ziele des Aufstandes von Imam Husain (a) erklärt und verhütet, dass Aschura falsch dargstellt wird. Sie verdeutlichten die Tatsachen und die Schwere des Verbrechens der Umayyaden und entlarvten sie. Sie hielten Trauerzermonien für Imam Husain( a) und sie sagten, welche Vorzüge es hat, den Imam zu beweinen und zu betrauern.

     

    Zainab (s), die Schwester Imam Husains (a) hat im Gefangenenzug von Karbala bis nach Schaam (ehemaliges Syrien) den Imam betrauert und in ihren kühnen enthüllenden Reden die Tatsachen des Aschura-Geschehens klargestellt. Imam Sadschad (a) hat in Medina, nach Rückkehr der Hinterbliebenen aus Schaam durch sein Weinen das Unrecht der Feinde des Prophetenhauses spürbar gemacht. Sein Sohn Imam Baqir (der Enkel Imam Husains) hat seinem Sohn Imam Sadiq (a) im Testament empfohlen, dass er 10 Jahre lang während des Hadsches in Mina mit Trauerversammlungen an den Märtyrertod von Imam Husain und seine getreuen Gefährten erinnern soll. Und der achte Imam, Imam Ridha (a) nutzte seine besondere Stellung als Thronfolger des Abbasiden-Kalifen Mamun um ein Trauerzelt für Imam Husain (a) einzurichten.

     

     

    Viele Faktoren haben gemeinsam das Aschura-Epos unvergänglich gemacht. Die Unvergänglichkeit Aschuras rührt auch von der Art und den Zielen des Kampfes Imam Husains (a) her. Um sein Ziel klarzustellen, hat Imam Husain gesagt: „Ich habe mich erhoben, um das Volk meines Großvaters zu heilen und ich möchte das Gute gebieten und das Schlechte verwerfen. Denn Gott der Höchsterhabene hat im Koran gesagt: `Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.`“ (Sure 3, Vers 104).

     

     

    Wer wie Imam Husain dem Unterdrücker gebietet, das Gute zu tun und ihn vom Schlechten abhält hat dieses Gebot befolgt. Wenn eine gewaltsame Regierung durch Verstöße gegen das Gesetz der Religion und durch Verwerfliches den Islam selber gefährdet , muss man sich mit allen Kräften gegen sie wehren.

     

    Als Yazid, der Sohn des Muawiya, der für seine Sündhaftigkeit und Verderbnis bekannt war, die Herrschaft über die Muslime von seinem Vater erbte, hat Imam Husain (a) sich dagegen gewehrt und ihm nicht die Treue geschworen. Imam Husain (a) hat in Erfüllung seiner Pflicht zur Aufklärung der Menschen gesagt: „Ihr Menschen. Der Prophet Gottes (s) sagt: `Wenn einer von euch nichts durch Worte und Taten gegen einen unterdrückerischen Herrscher unternimmt, der das, was Gott verboten hat, für erlaubt erklärt, sein Bündnis bricht, gegen die Tradition des Propheten vorgeht und unter den Dienern Gottes sündigt und frevelt … , wenn (also) einer von euch) nichts unternimmt, um das zu ändern, dann hat Gott das Recht, dass er ihn dort einordnet, wo er den Unterdrücker eingeordnet hat.“

     

     

    Imam Husain (a) hat, um jeden Zweifel über seine revolutionäre Bewegung zu beseitigen , gesagt: „Gebt acht! Diese Leute haben sich verpflichtet, Satan zu gehorchen. Sie haben den Gehorsam Gottes beiseite gelassen, Verdorbenheit öffentlich gemacht, die Gebote des Religionsrechtes eingestellt und das Bait-ul Mal (die Volkskasse) in eine Privatsache umgewandelt und das was Gott verboten hat für erlaubt und was er erlaubt hat für verboten erklärt. Und ich bin am meisten geeignet, dies zu ändern.“

     

    Imam Husain (a) hat auch von der Selbstwertschätzung eines gläubigen Menschen gesprochen und sagt: „Wisset! Sie haben uns vor die Wahl gestellt: Entweder der Säbel oder die Erniedrigung. Es liegt uns jedoch fern, in die Erniedrigung einzuwillen. Gott und sein Prophet und die Gläubigen lehnen dies ab!“

     

    Bei näherer Betrachtung sehen wir, dass Imam Husains von Idealen spricht, die nicht nur in seine Zeit passen sondern für alle Menschen in allen Zeitepochen nützlich sind. Daher ist die Bewegung von Imam Husain nicht nur für die Muslime sondern auch für alle Freiheitsliebenden ein hohes anregendes Beispiel.

     

     

    Der Aufstand Imam Husain (a) war kein militärischer Sieg, sein Segen besteht darin, dass er hat die Islamische Gesellschaft wachgerüttelt hat. Das Aschura-Epos hat in Wahrheit den wahren Islam am Leben erhalten. Die meisten Muslime waren damals so schwach im Glauben, dass die Umayyadenherrscher sie zu einem Krieg gegen ihren geliebten Imam aufhetzen konnten Im Namen des Islams haben sie Unglauben getrieben. Der Aufstand und der Märtyrertod von Imam Husain aber haben die Menschen von ihrem Weg der Ignoranz abgebracht. Dieses Ereignis ließ sie begreifen, dass die Heilung der Islamischen Gesellschaft eine Aufgabe jeden Muslims ist und alle gemäß ihres Einflusses und ihren Möglichkeiten überall, dieser Aufgabe nachkommen müssen. Und auch das ist ein wichtiger Faktor für die Unvergänglichkeit des Heldengeschehens von Aschura gewesen.