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    Grundlagen der Reise (Soluk),basierend auf den Aussagen Imam Khomeinis (q.) (Teil 2)

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    5. Die gute Tat

     

    Die zweite Angelegenheit ist die gute Tat. Niemand kann zu Allah swt gelangen ohne gute Taten. Und die guten Taten das sind alle Taten, die Allah swt befohlen hat, und die Allah swt liebt.

     

    a.) Erlaubte Taten:

     

    Nun, wenn wir zu den Urteilen laut der Shariah kommen, so unterteilen sich die Urteile in fünf Bereiche. Der erste Bereich laut der Shariah ist der erlaubte Bereich (mubah). Zum Beispiel ist das Trinken von Wasser. Du gehst Wasser trinken, dann vollziehst du eine erlaubte (mubah) Tat.

     

    b.) Verpflichtende Taten:

     

    Jetzt gibt es eine weitere Tat, zu der uns Allah swt verpflichtet hat, weil wir Nutzen davon ziehen, wie die fünf Pflichtgebete, das Fasten im Monat Ramadan usw.. Dies ist dann eine verpflichtende (wajib) Tat.

     

    c.) Erwünschte Taten:

     

    Es gibt noch andere Dinge, dies sind gute Taten, und wir ziehen Nutzen davon, aber Allah swt hat uns dazu nicht verpflichtet, jedoch Er mag es, wenn wir diese Taten vollziehen. Diese Dinge sind empfohlene (mustahab) Taten, wie z.B. Sadaka, Salat ul Layl, das Fasten im Monat Shaban usw.. Das ist empfohlen (mustahab).

     

    d.) Verbotene Taten:

     

    Dann gibt es noch Taten, deren Folgen große Schäden für den Menschen haben. Was hat Allah swt mit diesen Taten gemacht? Er hat sie uns verboten. Er hat gesagt, es ist verboten das zu machen, und wenn ihr es macht, so werde Ich euch dafür bestrafen. Das sind die verbotenen (haram) Taten.

     

    e.) Verpönte Taten:

     

    Es gibt noch etwas, das ist schwächer als das. Das heißt, es entsteht ein Schaden dadurch, aber kein großer. Wenn wir das machen, bestraft uns Allah swt nicht, aber es ist eine Sache, die Allah swt nicht liebt, die er hasst. Das sind die verpönten (makruh) Taten.

     

    f.) Der Einfluss der guten Taten auf die Reise:

     

    Jetzt haben wir erlaubt (mubah) in der Mitte, empfohlen (mustahab) und verpflichtend (wajib), sowie verpönt (makruh) und verboten (haram). Die gute Tat ist was? Das ist das vollziehen des verpflichtenden (wajib) und das vollziehen des empfohlenen (mustahab). Das ist eine gute Tat. Und zu den guten Taten gehört auch, ohne kompliziert zu werden, das Unterlassen des Verbotenen und das Unterlassen des verpönten. Das gehört auch dazu, denn wenn du das Verbotene unterlässt, so tust du etwas, was uns Allah swt uns befohlen hat. Allah swt hasst es, dass wir das Verpönte vollziehen. Und wenn wir dann unterlassen das Verpönte zu zu vollziehen, weil Allah swt diese Handlung hasst, so nähert man sich dadurch an Allah swt.

     

    Das Begehen von guten Taten, bedeutet (in der ersten Stufe, um es nicht zu kompliziert zu machen) das Verpflichtende zu tun, und das Verbotene zu unterlassen. Basierend darauf, kann der Mensch laut Imam Khomeini (r.) (das ist ein Punkt, da würde ich mir wünschen, dass ihr große Acht darauf gebt.) nicht reisen, und wandern, und sich vorwärts bewegen, außer durch die Einhaltung, durch die tatsächliche Einhaltung, durch die praktische Einhaltung.

     

    g.) Notwendigkeit der Einhaltung der Gesetze:

     

    Zuerst haben wir über den Glauben gesprochen. Die zweite Sache über die wir sprechen wollen ist die praktische Einhaltung, über die praktische Verhaltensweise reden. Das Mindeste ist was? Das Mindeste ist das Unterlassen von Sünden und das verrichten des Verpflichtenden. Das ist das Mindeste. Und dadurch können wir auch über unsere Seelen urteilen, und über diejenigen urteilen, die meinen, sie sind auf der Reise zu Allah, und haben tiefe Gotteserkenntnis. Oder es gibt Menschen die meinen sie sind zur Begegnung mit Allah swt angelangt, und haben die Stufen der Nähe zu Allah swt erreicht, das heißt, sie bei Allah swt eine großartige Stellung haben.

     

    Nun, der Maßstab ist einfach und schlicht. Also zum Beispiel, im Lichte dieser islamischen Maßstäbe, die der Imam (q.) erwähnt hat, können wir nicht glauben, und akzeptieren, dass jemand auf der Reise zu Allah swt ist, und sogar schon angekommen ist, und nah zu Allah swt ist, wobei er schlechte Manieren (akhlaq) hat. Zum Beispiel schlägt er seine Frau, er schlägt seine Kinder, usw, aber ja, die ganze Nacht über betet er, er fastet im Monat Rajab und Shaaban gibt viel Sadaka, hält die Gebetskette in seiner Hand und gedenkt Gottes regelmäßig in einem andauernden Zustand, er liest Quran, weint während er Quran liest usw.

     

    Das ist gut. Aber das alleine reicht nicht aus, dass alleine lässt einen nicht ankommen. Es gibt eine mindest Begrenzung. Und das ist das Unterlassen von Sünden. Allah swt im Quran, sowie der Prophet und seine Ahlulbayt (a.) haben immer großen Wert auf das Unterlassen von Sünden gelegt. Selbst der Begriff der Gottesfurcht (Taqwa), meine Brüder und Schwestern, ist eigentlich ein passiver Begriff. Der Begriff Taqwa kommt von dem Wort Itiqa’ Vorkehrung. Al Wara’ (Frömmigkeit) bedeutet, dass sich jemand von etwas fernhält. Das heißt wenn du sagst, das Unterlassen von Sünden, so ist in Wirklichkeit das Unterlassen von Sünden eine Garantie für das tun des Verpflichtenden. Wieso? Weil das Unterlassen von verpflichtenden Dingen eine Sünde ist.

     

    Wenn er reisen will, dann muss er als erstes die Sünden unterlassen. Dann muss er den verpflichtenden Taten nachgehen. Und das sind die grundlegenden Vorraussetzungen. Das ist der Grundstein für den Bau. Derjenige der etwas auf einem schwachen Grundstein baut, bei dem bricht das Haus beim ersten Sturm zusammen. Beim ersten Erdbeben fällt alles zusammen. Aber wer sein religiöses und moralisches Dasein auf einem starken Grundstein baut, dem passiert nichts.

     

    Deswegen seht ihr einige der Frommen wie sie nach 10 oder 15 Jahren, vor einer äußeren Begierde, vor einer Abweichung, oder einem anderen Problem stehen. Du siehst, wie sie durcheinander sind. Wieso? Weil ihr Grundbaustein schwach war. Sie kommen durcheinander und gehen unter.

     

    Wenn man mit einem starken Grundstein sich fortbewegen möchte, so muss er: 1. Einen (festen) Glauben haben, 2. Gute Taten vollziehen und natürlich ist das mindeste, dass er Sünden unterlässt.

     

    h.) Die Pflicht und das Erwünschte:

     

    Hier bei den Vorzügen ist es so, dass einige Männer und einige Frauen, wenn sie diesen Weg einschlagen, das unterlassen was verpflichtend ist und sofort wohin gehen? Zu den empfohlenen Taten (mustahabat). Das ist falsch. Das ist die falsche Richtung. Wenn euch jemand das sagt, so bringt er euch nur auf den falschen Weg. Die Imame (a.) haben uns gesagt: „Nichts Gutes liegt in den empfohlenen Taten, wenn sie den verpflichtenden Dingen schaden.”

     

    Also stell dir vor jemand z.B. bleibt die ganze Nacht über wach, liest Quran, betet Salat ul Layl, und weint beim Salat ul Layl, und liest den Dua Abi hamza al Thamali, und er wartet auf den Adhan des Morgengebets. Eine halbe Stunde vor dem Adhan des Gebets, wird er müde. Dann sagt er sich „jetzt geh ich kurz schlafen.” und geht schlafen. Dann wacht er nach Sonnenaufgang auf. Er schläft und wacht nach Sonnenaufgang auf. Das Morgengebet hat er somit verpasst.

     

    Was haben wir dadurch erreicht? Wir haben nichts erreicht. Vor dem Gebet darf er gar nicht schlafen gehen. Eine halbe Stunde vor dem Gebet, vor allem wenn er weiß, dass wenn er jetzt schlafen geht, ist es möglich, dass er nicht mehr aufwacht. Dann muss er wach bleiben. Was bringt das Salat ul Layl hier, wenn dadurch das Morgengebet geopfert wird?

     

    Es gibt manche Menschen z.B. die fasten an empfohlenen Tagen. Wir konzentrieren uns jetzt auf die empfohlenen Dinge, unter den Dingen die auch wirklich möglich sind und passieren. Er fastet also an diesen empfohlenen Tagen. Er fastet an diesen empfohlenen Tagen, aber wenn er fastet wird er immer schlecht gelaunt, dann motzt er die Leute im Geschäft an, dann motzt er die Leute in der Moschee an, dann geht er nach Hause und schreit seine Frau an, schreit seine Kinder an. Das Vollziehen dieser empfohlenen Tat, wenn dadurch, oder durch dessen Unterstützung, du in verbotene Taten verfällst, nein mein Bruder, wieso vollziehst du dann diese empfohlene Tat?

     

    Esse, trinke, und fülle deinen Bauch, aber mache nichts Verbotenes. Allah swt sagt dir, als erstes begehe nichts Verbotenes! Geh deinen Verpflichtungen nach, mache nichts Verbotenes und danach wende dich an Mich durch die übrigen (empfohlene) Dinge. „Nichts Gutes liegt in den empfohlenen Taten, wenn sie den verpflichtenden Dingen schaden.”

     

    Manchmal passiert es, dass wir eben schon einen Monat lang auf die Israelis warten, und am 15. Shaaban kommen sie dann. Dann müssen sie sich am 15 Shaaban versammeln und in den Krieg ziehen. Aber dann wird erwidert „Bitte, es ist der 15. Shaaban wir möchten fasten, beten usw.” Das darf nicht sein! Man darf den Jihad nicht einfach unterlassen, weil an dem Tag der 15. Shaaban ist und man fasten möchte. Klar, wenn man keine Verpflichtung hat, ist es sogar sehr empfohlen an diesem Tag zu fasten.

     

    Der Fehler liegt darin, dass man voreilig handelt und den empfohlenen Dingen eine zu große Bedeutung beimisst, dass es soweit geht, dass Menschen sich mehr damit beschäftigen verpönte Dinge zu unterlassen anstatt sich damit zu beschäftigen Sünden zu unterlassen. Und ich sage euch, dass kommt vom Teufel. Der Teufel beschäftigt uns mit den empfohlenen Dingen, und lässt uns die Verpflichtungen vergessen, und so kommen wir dann in die Hölle. Denn was ist denn seine Aufgabe? Was ist die Aufgabe von Iblis auf unserer Reise zu Allah swt? Seine Aufgabe ist es uns den Weg abzuschneiden. Darunter zählt z.B. das man nachlässig wird bei der Gottesanbetung und der Gottesfurcht usw. Dann kommt er an und spielt mit deinen Gedanken rum und sagt: „ja dann verrichte doch empfohlene Taten.” Und er weiß, dass du das nicht schaffen wirst und es dazu führt, dass du die verpflichtenden Taten unterlässt. Also pass auf!

     

    i.) Das Verbotene und das Verpönte:

     

    Es gibt Menschen zum Beispiel, die sagen dir: „diese Sache mache ich nicht, das ist verpönt” und danach begehen sie eine verbotene Tat nach der anderen. Nun, hier ist das wichtigere das Unterlassen des Verbotenen, das wichtigere ist nicht das Unterlassen des Verpönten. Das heißt es gibt eine Mindestgrenze die lautet: Das Unterlassen von Sünden und das Vollziehen der verpflichtenden Taten.

     

    j.) Die Charaktereigenschaften sind eine unteilbare Einheit:

     

    Wenn wir uns zum Beispiel Imam Khomeini (q.) bei seiner Reise anschauen, so sehen wir, dass er selbst über solche die in Qum studiert haben und in Najaf, Gelehrte, Philosophen, Geistliche, über sie mit einer bestimmten Härte spricht, wieso? Weil er auf diesem islamischen Verständnis gestützt ist.

     

    Denn es kann nicht sein, dass ein Gelehrter, Wissender, Reisender, mit tiefer Gotteserkenntnis, der nach der Nähe Allahs strebt, nicht das Gute gebietet, nicht das Schlechte verwehrt, nicht die Korruption bekämpft, nicht zur Religion Gottes aufruft, obwohl das zu den größten Verpflichtungen gehört. Das wichtigste ist das gebieten des Guten und das verwähren des Schlechten, der Jihad auf Gottes Weg, die Verteidigung des Islams, die Verteidigung der Ummah.

     

    Wenn wir jemanden sehen, der sich eingesperrt hat, und allein sitzt, und betet und fastet, und Salat ul Layl betet und Gottes gedenkt und seine Seele erzieht usw. Wer sagt, dass er bei Allah swt ist? Er ist ganz wo anders. Er wird wie die Buddhisten und Hindus.

     

    Zu Zeiten Imam as Sadiq’s (a.) sind diese Menschen immer zu ihm gekommen. Und sie haben die Augen der Menschen verzaubert und haben komische Sachen gemacht. Der Imam hat dann mit ihnen diskutiert und kurze Zeit später wurde einer von ihnen gläubig. Sobald er gläubig wurde, konnte er die ganzen Taten nicht mehr vollziehen. Da fragte er den Imam: „Wieso?” Und der Imam sagte: „Das andere ist der Lohn für die Taten im Diesseits. Allah hat dir diese Fähigkeiten gegeben. Nachdem du gläubig geworden bist, wird dein Lohn im Jenseits sein.”

     

    k.) Die Sünde schließt die Erkenntnis aus:

     

    Es ist unmöglich dass wir uns im wahren islamischen Sinne vorstellen, (nach dem Methode des Imam Khomeini), dass man auf der Reise zu Allah swt ist und tiefe Gotteserkenntnis besitzt und dabei Sünden begeht. Dass man auf der Reise zu Allah ist und tiefe Gotteserkenntnis hat und dabei Verpflichtungen unterlässt.

     

    Allah swt ist im Quran sehr klar und deutlich. Die Reue (tawbah) ist für wen? Die Strafe ist für wen? Das Paradies ist für wen? Für denjenigen der glaubt und gutes tut. Diejenigen sind es die ankommen. Und daher gibt es viele Menschen, meine Geschwister, die denken sie wären angekommen aber in Wirklichkeit stehen sie noch auf der gleichen Stelle wie davor. Der Teufel lässt es für sie so vorkommen als wären sie angekommen. Er flüstert es ihnen ein. Er verziert ihre Taten und lässt es so aussehen, als wären sie Allah swt schon sehr nah gekommen und dann am Tag der Auferstehung sind sie überrascht.

     

    Daher muss man hier sehr achtsam sein. Einer der Angelegenheiten ist zum Beispiel der gute Charakter. Das ist ein Thema bei dem der Quran und die Ahulbayt (a.) viel wert drauf legen. So wird z.B. über einen Mann gesagt, er ist auf dem Weg zu Allah und hat tiefe Gotteserkenntnis und so weiter. Und dann gehst du zu ihm und er schubst dich weg. Ich rede von Dingen die wirklich passieren! Und dann heißt es dieser Mann ist auf dem Weg zu Allah, er hat tiefe Gotteserkenntnis usw. Aber wir haben den Propheten (s.) das nicht tun sehen? Oder die Ahlulabyt (a.)? Das ist ein schlechter Charakter. Das großartigste womit Allah swt Seinen Propheten (s.) ausgestattet hat, ist was? [68.4] Und du besitzest ganz sicherlich hohe moralische Eigenschaften.

     

    Wie kann es sein, dass du auf der Reise bist und Gotteserkenntnis hast und dabei einen schlechten Charakter? Das kann nicht sein! Es kann nicht sein, dass jemand der auf der Reise ist und Gotteserkenntnis hat, hochmütig ist. Es kann nicht sein, dass ein Reisender mit Gotteserkenntnis, die Menschen wegen einem Titel bekämpft. „Wieso sagt ihr über mich Hujjat ul Islam? Ich bin Hujjatul Islam und Hujjat ul Muslimin. Wieso habt ihr das Muslimin ausgelassen?” Wie kann man jemand so sein und bei Allah angekommen sein?

     

    Jene die reisen und tiefe Gotteserkenntnis besitzen sind, so ist die kleinste Tat bei ihnen die Enthaltsamkeit. Das heißt, diese Welt bedeutet ihnen nichts. Weder Reichtum, noch Ansehn, noch dessen Gelüste, noch dessen Siege noch dessen Verluste. Es kann doch nicht sein, dass jemand der Gotteserkenntnis hat und reisend ist und Sahib az Zaman sieht und in den Himmel aufsteigt (es gibt welche, die meinen sie steigen in den Himmel auf, nach dem Motto, es hat ja nicht nur der Prophet eine Himmelfahrt. Jetzt, hier in Libanon gibt es, Leute die steigen auch in den Himmel auf.) Und später diskutiert er mit dir über unwichtige Einzelheiten in denen es um die Erdbewohner geht.

     

    l.) Die Gesetze der Schariah sind notwendig:

     

    Noch zu einem Punkt etwas, dann beende ich die Rede. Darauf basierend stellt der Imam (q.) sicher, dass die Wanderung zu Allah swt, dies ist die Erkenntnis des Imam Khomeini, das ist die Verhaltensweise des Imam Khomeini, damit uns niemand verwirrt, denn es gibt viele verschiedene Gedanken bzgl. dieses Themas. Das Festhalten am Islam und das Festhalten an der islamischen Sharia, bei den äußerlichen Urteilen und den innerlichen Urteilen, das bedeutet bei unserem Äußeren und unserem Inneren. Auch bei diesem Gedanken sollte man ein bisschen Acht haben.

     

    Es gibt Menschen, was denken sie? Nach dem sie zu den Leuten der Gottesfurcht gehören mit einer besonderen Seele und einem besonderen Licht, denken sie was? Sie denken, dass die islamischen Gesetze der Sharia sie nicht mehr betreffen. Das sie davon befreit ist. Sie haben keine Verpflichtungen mehr. Das ist natürlich eine Katastrophe.

     

    Aber es gibt tatsächlich manche Menschen, welche so was denken. Daher geht es bei einigen Gnostikern eines Tages soweit, dass sie ihr Gebet unterlassen. Es gibt keinen Grund mehr um zu beten. Ist das Gebet denn nicht die Himmelfahrt eines Gläubigen um zu Allah zu kommen? Er ist ja angekommen, wieso sollte er noch beten?

     

    Einige andere gehen so weit, dass sie meinen die Verpflichtungen nach der Sharia betreffen sie nicht mehr. Das darf natürlich nicht sein. Andere sagen nicht, dass sie keine Verpflichtungen mehr haben nach der sharia, allerdings werden sie nachlässig darin. Das offenkundige hat keine Bedeutung mehr für sie.

     

    Zum Beispiel lässt er seinen Bart wachsen. Immer länger und länger, mashaALlah. Seine Haare. Er lässt sie lange wachsen. Er zieht z.B. etwas an, das wechselt er nicht, außer alle ein bis zwei Jahre einmal. Dann kommst du, willst in seine Nähe und ihn beglückwünschen, so merkst du, dass sein Gestank in zehn Meter Entfernung noch zu riechen ist. Er sagt, die Haare schneiden und den Bart pflegen und saubere Sachen anziehen und Ghusl vollziehen, das sind nur Dinge der Erdbewohner. Er gehört den Freunden Allahs an. Er hat nichts zu tun mit solchen Sachen.

     

    Imam Khomeini sagt: Nein, das sind Folgen der Einflüsterungen des Teufels. Wer zu Allah gelangen möchte, so hat Allah uns doch gesagt, wie wir zu ihm gelangen. Wie hat Er es uns gesagt? Durch die Religion Muhammads ibn Abdullah (s.). Die Religion Muhammads ibn Abdullah (s.) bedeutet durch die Überzeugung mit der Muhammad gesandt wurde und mit der Sharia mit der Muhammad gesandt wurde.

     

    Das intensive Festhalten an dieser Sharia ist es, die uns ankommen läst. Und daher wurde Rasul Allah (s.) als Barmherzigkeit für die Menschen gesandt. Und er wurde mit der Sharia gesandt und der Methode, wie wir zu Allah swt gelangen. Und es gibt viele Dinge bei denen die Menschen dachten, so wie sie sich verhalten gelangen sie zu Allah swt. Doch dann kam der Prophet und sagte ihnen: Im Gegenteil.

     

    m.) Beispiele aus dem Leben des Propheten (s.):

     

    Zum Beispiel: Vor dem Propheten gab es das Klosterleben (gibt es heute noch bei den Christen). Allah swt hat anhand der Religion Muhammads (s.) gesagt: ich möchte von euch kein Klosterleben. Ich verlange kein Klosterleben. Es gab welche, die haben sich eine Höhle gesucht und haben sich da reingesetzt und haben natürlich das Leben und die Welt beiseite gelassen. Sie haben nicht geheiratet und keine Kinder gezeugt und so weiter. So kam dann der Prophet (s.) und sagte ihnen: Nein das ist nicht der Weg, der zu Allah swt führt. Die Sharia ist es, die den Weg zeigt, und im Gegenteil zum Klosterleben kam der Prophet (s.) und was sagte er? Wer immer meiner Tradition folgen will, sollte wissen: Die Heirat gehört zu meiner Tradition.

     

    Das heißt, wenn du zu Allah swt gelangen willst, dann geh und heirate. Die Heirat ist nicht für das Erdleben. Die Heirat ist auch für das Jenseits. Denn in Wirklichkeit hat die Heirat viele Vorteile, wenn wir jetzt von den Vorteilen bzgl. des Glaubens reden. So gewährt es dem Menschen eine gewisse Ruhe in seiner Seele und es hilft ihm dabei Allah swt besser anbeten zu können, und für Allah besser opfern zu können. Es KANN ihm helfen, das heißt aber nicht, dass das ganz sicher passiert. Ich sage es ist möglich. Die Heirat kann dem Menschen helfen besser auf Allahs weg zu reisen. So kommt der Islam und sagt ihm: Geh heiraten. Daher hat der Prophet viel wert auf die Heirat gelegt.

     

    Genau so ha er viel Wert auf die Angelegenheit des Parfüms (Tihb) gelegt, so dass einige Gelehrte sogar gesagt haben: es gibt keine Verschwendung beim Parfüm. Das heißt geh und besorg dir süßes gut riechendes Parfüm. Es gibt kein Problem dabei. Aber was hat der Prophet wieder gesagt? Meine Herzensfreude liegt im Gebet.

     

    n.) Schlussfolgerung aus dem Beispiel:

     

    Nun, wenn wir wieder zu Rasul Allah (s.) kommen, so ist er denn nicht der Imam der Reisenden? Ist er nicht der Imam der Angekommenen? Bei der Himmelfahrt nehmen wir an, dass der Propeht (s.) vom Masjid al Haram in Mekkah zum Masjid al Aqsa gereist ist und vom Quds ist er in den Himmel aufgestiegen. Jibrail (a.) war den ganzen Weg über dabei. Der erste Himmel, der zweite, der dritte, der vierte bis er zum siebten Himmel angekommen ist. Es wird gesagt, dass bei der Himmelfahrt der Prophet bei dem und dem Himmel den und den Propheten angetroffen hat, und mit ihnen geredet hat und sie mit ihm. Dann ist er in den nächsten Himmel gegangen und hat die Leute des Pardieses und die Leute der Hölle gesehen.

     

    Und natürlich war die ganze Reise über Jibrail (a.) bei ihm. Bis er zu einem Ort angekommen ist, an dem keine Füße gelangen können, außer die Füße von Muhammad ibn Abadullah (s.). Nun, als der Prophet weiter gehen wollte, bleib Jibrail (a.) stehen. Und dann fragte ihn der Prophet (s.) was los sei, und das er mit ihm kommen solle. Jedoch Jibrail (a.) antwortete: „Ich kann nicht. Meine Grenzen liegen hier. Nur du kannst dahin gehen.” Er sagte sogar: „Wenn ich mitgegangen wäre, so würde ich verbrennen.” Das heißt, das Licht und die Großartigkeit dieses Ortes hält nicht mal Jibrail (a.) aus. Jedoch es hält Muhammad (s.) aus.

     

    Was ich sagte ist, dass der Imam der Reisenden und der Angekommenen, Muhamad ist. Und nirgendwo kann man lesen, dass der Prophet so einen langen Bart wachsen lassen hat. Und seine Haare solange wachsen lassen hat. Und Kleidung angezogen hat die stinkt. Und das er die Leute weggeschickt hat und ihnen geschadet hat. Im Gegenteil! Er war immer rein und hat immer Ghusl vollzogen und hatte saubere Kleidung an und hat sich sehr um sein Aussehen gekümmert und manche der Dinge wurden verpflichtend für uns und andere nur mustahab (empfohlen).

     

    Und wenn wir zu den Überlieferungen kommen, in denen steht für wie wichtig der Prophet (s.) das Aussehen gehalten hat, so gibt es sehr viele. Und der Prophet (s.) hat immer seinen Bart gekämmt. Und selbst, wenn er seine Gefährten besuchen wollte, hat er in den Bach geschaut und sein Aussehen betrachtet, ob es passt, weil das Wasser klar war.

     

    Worauf ich hinaus möchte ist, dass der islamische Weg, das ist das wo der Imam (q.) einen großen Wert drauf legt, ein sorgfältiges Einhalten der Sharia betont, egal ob es um äußerliche Urteile (ahkam thahir) oder innerliche Urteile (ahkam batin) geht.

     

    Und kein Vernachlässigen der Verpflichtungen, denn irgendeine Vernachlässigung führt dazu, dass du stehen bleibst. Dann bleibt dein Auto stehen. Du kannst damit nicht mehr weiter fahren. Und daher ist das was manche Lehren sagen: wir sollten nicht Salat ul Layl beten, was soll ich damit? falsch. Alles was Allah befohlen hat, ob groß oder klein müssen wir einhalten. Alles was Allah verboten hat, egal ob groß oder klein müssen wir von uns entfernen

     

    Das ist das Mindeste, meine Geschwister, für denjenigen der reisen möchte und voran kommen möchte. Bevor wir zu den empfohlenen Taten kommen und dem Erziehen der Seele, und bevor wir an einen Punkt kommen, bei dem wir die verpönten Taten unterlassen, so muss mindestens ein richtiger Glaube vorhanden sein und ein intensives Festhalten an den islamischen Regeln, egal ob es sich um äußerliche Urteile oder um innerliche Urteile handelt.

    Das ist die Methode des Imam Khomeini (q.). Das sie sind die wichtigsten Hauptgedanken bei der Methode des Imam Khomeini (q.).

     

    6.) Ausblick

     

    Dieses Thema, das Thema der Reise zu Allah beim Imam (q.), werde ich in den nächsten Vortägen in diesem Gesichtspunkt nicht weiter vertiefen, denn das ist ein Thema, bei dem man, um ehrlich zu sein, ein besonderes Wissen braucht. Aber ich werde vom Imam (q.) seine Richtlinien bei der Reise nehmen. Denn das ist das wichtige. Das heißt: Oh unser Imam, wenn wir laufen wollen, wie laufen wir? Wie kommen wir bei Allah an? Was sind deiner Meinung nach die Angelegenheiten, die, wenn wir uns an sie binden, wir richtig laufen und bei Allah ankommen?

     

    Aber bevor ich das hier abschließe, damit keiner denkt das sind nur Worte, um die Zeit irgendwie zu nutzen. Das Einhalten der Dinge, die ich vorhin erwähnt habe, stellen das Einhalten von Urteilen der Sharia dar. Und das Einhalten der Dinge, die ich erwähnen werde, vom Imam (q.) übertragen, in den nächsten Vorträgen, lasst uns annehmen dies sind die Bedingungen für die Reise zu Allah, bei Imam Khomeini, so soll niemand denken dies ist nur eine theoretische Erörterung oder es dient nur, um die Zeit irgendwie mit irgendwas zu verbringen.

     

    Dies dient zur Anwendung und es ist für den Menschen auch möglich dies anzuwenden! Allah swt, wenn Er ein Mädchen mit 9 Jahren islamisch gesehen für ihre Taten verantwortlich macht (mukallaf), und ihr sagt: das sind deine Verpflichtungen, das ist verboten, das ist empfohlen, das ist verpönt usw., das Mädchen das 9 Jahre alt ist, ist auch dazu fähig, sich an diese Richtlinien der Sharia zu halten und sie in die Tat umzusetzen. Ein Junge der 15 Jahre alt ist, genau so, wenn wir nach dem Alter gehen.

     

    Er hat die Fähigkeit dazu sich an die Urteile der Sharia zu halten. Wenn er es nicht könnte, dann würde Allah swt das mädchen nicht mit 9 Jahren mukallaf machen und den Jungen mit 15 Jahren oder weniger. Denn Allah swt verpflichtet niemanden zu etwas ohne dass er fähig dazu ist. Das heißt wir sind fähig dazu!

     

    Ich möchte noch hinzufügen, dass der Imam (q.) und der geehrte Imam al Qa’id (möge er uns lange erhalten bleiben), beide sagen, dass es viele junge Männer gibt, die 18 und 19 Jahre alt sind und es zu hohen Stufen geschafft haben, Stufen der Nähe Allahs. Es sind 18 und 19 Jährige, die auf solche Stufen gekommen sind, bevor es Gelehrte und Reisende in vielen Jahren geschafft haben. Und diese Männer waren an der Front und einige unter ihnen sind als Märtyrer gefallen. Das heißt ein Junge der 18 und 19 Jahre alt ist, kann ankommen.

     

    Niemand soll sagen: „…das sind ja auch die Worte von Imam Khomeini…” Vor Imam Khomeini (q.), was haben wir da gesagt?: „…ja das ist ja auch Ali ibn Abi Taleb…” Nein! Das worüber wir sprechen, das braucht keinen Ali ibn Abi Taleb, und es braucht keinen Imam Khomeini. Jeder Mensch hat die Fähigkeit dazu zu reisen, wenn er genügend Bereitschaft zeigt. Jeder kann das schaffen. Jedes Geschöpf. Jedes Mädchen das 9 Jahre alt ist und jeder Junge der 15 Jahre alt ist, hat die Möglichkeit und die Fähigkeit dazu, wenn er nur die Bereitschaft dazu hat.

     

    InshaAllah geht es dann im nächsten Vortrag weiter. Ich kenne Brüder, ich kenne Männer, -manche von ihnen sind auch als Märtyrer gefallen- welche von den Freunden Allahs waren. Vielleicht ein Beispiel, um das euch näher zu bringen. Wenn jemand soweit kommt, dass das Diesseits ihm nichts mehr bedeutet. Das nennt man: den Abbruch des Kontakts zum Diesseits. Jeglicher Kontakt zum Diesseits. Das Diesseits bedeutet ihm nichts mehr. Weder das Geld, noch der Genuss, noch die Gelüste, noch das Alter, noch das Leben. Das alles bedeutet ihm gar nichts. Für ihn zählt nur das Jenseits. Allah ist ihm wichtig. Sein Jenseits ist ihm wichtig. Das Diesseits ist für ihn unwichtig. Sucht diesen Menschen nicht in Qum. Wir, hier, in Libanon von denen manche als Märtyrer gefallen sind und von den Männern, welche noch am Leben sind. Ich persönlich kenne Männer, die ihren Kontakt zum Diesseits abgebrochen haben. Ihr findet sie in den Moscheen, auf den Straßen, in den Geschäften, auf den Demonstrationen, in den Trauerveranstaltungen usw.

     

    Das heißt niemand sollte, wenn gesagt wird: tiefe Gotteserkenntnis, Glaube und Gottesfurcht und so weiter, gleich die Bilder der Maraji im Kopf haben. Nein! Diese Männer haben ihren Kontakt zum Diesseits abgebrochen. Es gibt Männer, die sind noch weiter, weiter als nur ihren Kontakt zum Dieseits abzubrechen. Sie haben sogar ihren Kontakt zum Jenseits abgebrochen. Das Paradies und die Schlösser und die Paradiesfrauen und die Bäche und sonst was, das bedeutet ihnen WIRKLICH nichts. Und was ihnen etwas bedeutet, ist ihre Begegnung mit Allah swt und die Nähe Allahs und die Liebe Allahs swt.

    Einige können das bestimmt nicht glauben, oder sie denken das gibt es bestimmt nicht in Libanon, aber es ist so!

     

    Oder was hat es zu bedeuten, wenn der Mensch zum Beispiel in den Krieg zieht, in den Märtyrertod und in seinem Gesicht spiegelt sich eine frohe Botschaft wider. Er lächelt und lacht und er zieht gerade in den Märtyrertod. Dieser Mensch hat keine Bindung mehr an das Diesseits. Ich habe keinen Beweis dafür, aber ich halte es nicht für unmöglich, dass in den letzten Momenten, bevor man den Märtyrertod erlangt, in dem Moment, indem man wirklich jeglichen Kontakt zum Diesseits abgebrochen hat, dass der Vorhang vor seinen Augen dann aufgegangen ist, und er Sahib az Zaman (aj.) gesehen hat. Denn in den Überlieferungen heißt es, dass wenn die Seele genommen wird, so wird seine Stufe im Paradies aufgedeckt oder seine Stufe in der Hölle. Das heißt, derjenige dem ein Stufe in der Hölle aufgedeckt wird, der wird anfangen zu sagen: „Bringt mich wieder zurück.” Und bei dem eine Stufe des Paradiese aufgedeckt wird, der wird sagen: „Beeilt euch”. Das steht so in den Überlieferungen.

     

    Deshalb ist das, was wir hier sagen und sagen werden inshaAllah, das sagen wir nicht nur, um die Denkweise und die Methoden des Imams zu erwähnen. Nein! Das ist damit ich und ihr daran arbeiten und inshaAllah Allah swt uns bei der Reise unterstützt.

     

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    Quelle: http://www.islamshia-w.com/Portal/Cultcure/German/CaseID/44945/71243.aspx