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    Hadith al-Halila (Teil 3)

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    – Imam Jaafar as-Sadiq (ع) widerlegt den Atheismus –
    übersetzt von Hessam K. und Hanan al-Maschat

     

    „Ich glaube kaum, dass du imstande bist, mit diesen schwierigen Fragen umzugehen, ohne dabei verwirrt zu werden. Deine Argumente sind so elegant und scheinen unanfechtbar zu sein“, sagte er.

    „Hör zu“, sagte ich, „ich werde dir noch überzeugendere Argumente liefern über den Wahrheitsgehalt dessen, was ich dir erzählt habe und über die Dinge, die du in deinen Träumen gesehen hast“.

     

    „Nur zu, ich bin kein bisschen erstaunt über deine Redegewandtheit“, begegnete er.

    Ich fragte ihn: „Wenn du über eine Aufgabe nachdenkst, oder einen Plan entwirfst um etwas zu bauen oder zu errichten, erteilst nicht einen Auftrag um diese auszuführen?“

    Er antwortete: „Ja“.

     
    „Während du solche Pläne ausarbeitest und Entwürfe gestaltest über Dinge, die noch nicht existieren, lässt du deine Sinne Partner deines Verstands werden, der diese kreiert?“, fragte ich.

    „Nein“, sagte er.

     
    Ich sagte: „Ist es denn nicht ersichtlich, dass Dinge, die in Übereinstimmung mit dem wohlüberlegten Urteil des Verstands ausgeführt werden, von höherem Rang sind? Ist dann damit nicht erwiesen, dass der Verstand über alle Dinge bescheid weiß und nicht die Sinne?“

    „Ich denke schon“, sagte er. „Aber fahre bitte fort mit deiner Argumentation, denn nun bin ich erpicht darauf, alle Zweifel abzulegen und die Wahrheit zu akzeptieren“.

     

    „Umso besser“, sagte ich, „sage mir, ob es in deinem Herkunftsland auch Astronomen gibt?“

    „Du scheinst nicht in dem Maße mit dem astronomischen Wissen vertraut zu sein wie meine Landsleute“, erwiderte er, „ich glaube, es gibt keine Nation, die uns in diesem speziellen Wissensbereich übertreffen kann.“

     

    „Schön, dann sage mir, wie haben sie dieses Wissen über Astronomie erworben, denn dieses Wissen kann nicht mithilfe der Sinne erworben werden, sondern nur durch tiefgründige Gedanken und Reflexionen?“, fragte ich.

    Er antwortete: „Ja, das ist wahr. Manche Gelehrten fertigten Gesetzestafeln von großer Bedeutung an, die von den folgenden Generationen befolgt wurden. Wenn eine Anfrage erfolgt, werden die Bewegungen und die Positionen von Sonne, Mond und Sterne in Betracht gezogen. Sie ermitteln die Lage der Sterne, welche der sichtbaren Sterne Unheil verheißend und welche der unsichtbaren Sterne Glück verheißend sind. Sie kennen sich in dieser Wissenschaft so gut aus, dass sie sich in ihren Berechnungen kaum irren. Die Menschen nehmen ihre Kinder zu diesen Astrologen, und sie kalkulieren und prophezeien anhand der Bewegungen der Planeten Ereignisse und Vorfälle, die im Leben des Kindes eingetreten sind oder eintreten werden“.

     

    „Was hat die Bewegung der Planeten mit dem Leben der Kinder zu tun, dass die Eltern sie zu diesen Astrologen hinbringen“, fragte ich.
    „Weil die Geburt jedes Kindes mit der Bewegung eines Planeten übereinstimmt, wenn das nicht so wäre, würden die Astrologen Fehler machen. Sie berechnen den Bewegungs-Tag, Monat und Jahr, in denen das Kind geboren wurde, und sind korrekt in ihren Schlussfolgerungen“, antwortete er.

     

    „Wenn das wirklich wahr ist, hast du soeben eine so wunderbare Wissenschaft beschrieben, die mit keiner anderen verglichen werden kann noch verdient eine andere mehr Respekt als sie, denn die Vorfälle und Ereignisse im Leben eines Menschen von der Geburt an bis zum Tode können durch sie in Erfahrung gebracht werden. Glaubst du, dass die Kenntnisse in dieser Wissenschaft beim Menschen angeboren sind?“

    „Nein, das glaube ich nicht“, sagte er.

     

    „Dann lass uns darüber nachdenken“, sagte ich, „wie diese Kenntnisse erworben wurden. Und ist es richtig, wenn wir behaupten, dass nicht alle Menschen diese Kenntnisse erwerben können, obwohl jeder unter dem Einfluss der Bewegungen von Planeten und Sternen geboren wird. Ich erkläre mich bereit zuzugestehen, dass nur wenige Menschen diese Wissenschaft lernen und beherrschen. Aber die Frage ist, wie lernen oder beherrschen sie diese Wissenschaft – insbesondere die Kenntnisse, mit denen sie die Sterne als Unheil verheißend oder Glück verheißend bestimmen können? Wie haben sie die Zeit festgelegt, die Stunden und Grade, die langsamen oder schnellen Bewegungen der Planeten und Sterne, ihre exakte Position über oder unterhalb der Erde, und ihre Prophezeiungen, die du erwähnt hast? Wie haben sie diese erfasst? Ich glaube, kein Geschöpf auf diesem Globus ist so weit fortgeschritten, dass es die sichtbaren und unsichtbaren Geheimnisse dieses Universums durchschauen kann“.

    „Du magst nicht daran glauben“, sagte er, „aber sie haben es gemacht, davon bin ich überzeugt“.

     

    Ich sagte: „Wenn du behauptest, dass alle Erdenbewohner in Verbindung mit einer bestimmten Sternen- und Planetenkonstellation geboren werden, müsste der weise Gelehrte, der als erster die Wissenschaft der Astronomie entdeckt hat, auch so geboren worden sein.“

    „Natürlich, er muss zu der Kategorie der menschlichen Rasse gezählt werden“, erklärte er.

     

    „Bringt dich deine Argumentation dann nicht zu der Erkenntnis, dass diese Planeten und Sterne schon vor der Geburt dieses weisen Gelehrten existiert haben müssen, der die Wissenschaft der Astronomie entdeckt hat, und in Verbindung mit einer Planeten- und Sternenkonstellation geboren wurde?“

    „Absolut, die Planeten und Sterne müssen vor seiner Geburt schon vorhanden gewesen sein“.

     

    „Dann erkläre mir, wie kann der weise Erfinder der Wissenschaft die Methode der Berechnung der Sterne erlernen ohne einen Lehrmeister, der ihm das beibringt? Wenn du sagst, er hatte einen Lehrmeister, dann müsste der Lehrmeister vor der Entstehung der Sterne schon existiert haben. Und gewiss muss es Er sein, Der die Regeln und Anordnung für diese Bewegungen, auf denen, wie du sagst, die Ereignisse des Lebens basieren, und anhand derer die Zukunft eines neugeborenen Kindes vorhergesagt werden kann. Angesichts dieser Gegebenheit muss der weise Entdecker der Wissenschaft der Jünger und Schüler dieses Lehrmeisters gewesen sein, der vor den Steren existiert hat und sie und den Gelehrten unter einer bestimmten Sternen- und Planetenkonstellation erschaffen hat. Dann ist Derjenige, Der die Wissenschaft begründet hat, auch Der, Der vor den Sternen da war, der Erschaffer von den Sternen und den Menschen, die in Verbindung mit ihren Bewegungen geboren werden.

     

    Wenn wir das Alter des weisen Gelehrten auf das zehnfache Alter der Erde schätzen, muss er die gleichen Beobachtungen von den Sternen festgestellt haben wie wir. Sie müssen bei Nacht auch am Himmel gefunkelt haben, wenn sie erschienen sind. Wo liegt der Unterschied zwischen ihm und uns? Woher weiß er die genaue Berechnung während wir sie nicht wissen? Hatte er eine besondere Macht, um näher an das hohe Firmament zu rücken, um die Geheimnisse der Sterne, ihre Position und Bewegungen eingehender zu studieren, und zu lernen, welche von ihnen die Sonne und den Mond bedecken, welche beständig bei der Geburt eines Kindes sind, und welche Unheil verheißend und verdächtig sind, schnell oder langsam, und viele andere Dinge, wie die Zeitdauer, die sie verborgen im Schatten der Erde verbringen, und die exakte Stundenanzahl ihres Erscheinens und Verschwindens?

     

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein menschliches Wesen so ein großes Wissen über himmlische Dinge hat, denn die bloße tiefgründige Reflexion kann ihm das nicht vermitteln noch können seine Sinne soweit reichen? Wie hat er die Methode zur Berechnung der Bewegungen von Sonne und Mond ermittelt, und das Wissen darüber, welches der sieben Planeten verdächtig und Unheil verheißend ist und die exakte Position dieser Gestirne, und die richtige Beurteilung, ob ein Gestirn aufgeht oder untergeht? Wie kann er, von der Erdoberfläche aus, etwas studieren das am Himmel ist?

     

    Wie kann er die Sterne sehen, die durch die blendenden Sonnenstrahlen unsichtbar gemacht werden? Wenn du behaupten willst, dass er in den Himmel geflogen ist, woran mein Verstand zweifelt, aber auch dann könnte er dieses Wissen nicht ohne einen Lehrmeister bewältigen. Wenn man nicht in der Lage ist, ein irdisches Wissen zu beherrschen, wie kann er dann ein Wissen außerhalb der Erde bewältigen?“
    „Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals von jemandem gehört zu haben, der in den Himmel gestiegen ist“, sagte er.

    „Vielleicht“, legte ich ihm nahe, „hat der weise Gelehrte es ja doch gemacht, und dir ist es nur nicht bewusst“.

    „Das würde ich nicht abnehmen, von keiner Quelle“.

     

    „Darin stimme ich mir dir überein, aber lass uns trotzdem annehmen, dass der weise Gelehrte in der Lage war in den Himmel emporzusteigen. In diesem Fall müssten wir auch daran glauben, dass er unglaubliche Reisen gemacht hat, jeden Stern und Planeten besucht hat, und bei ihnen geblieben ist, bis er sein Wissen über ihr Aufgehen und Untergehen vervollständigt hat. Und da manche Planeten 30 Jahre brauchen um ihre Rotation zu beenden, hat er notwendigerweise diese erwähnte Phase bei ihnen verbringen müssen, egal wie lange sie dauerte, um wirklich alle Informationen zu sammeln. Lass uns auch all dies als erwiesen annehmen, dass er nicht nur in den Himmel gestiegen ist, sondern sogar auch in Begleitung mit jedem einzelnen Gestirn gereist ist, bis er all ihre Gewohnheiten erkundet hat.

     

    Und dennoch können seine Beobachtungen nicht als vervollständigt betrachtet werden, bis er die Sterne unterhalb der Erde studiert hat. Und dafür muss er noch mal den gleichen Zeitaufwand aufbringen, den er für das Beobachten der Himmelskörper gebraucht hat, um die Wissenschaft mit ihrer aktuellen Genauigkeit der Berechnung zu erfassen, ohne dabei einen ihrer Aspekte zu vergessen, denn die Bewegungen der Sterne unterhalb der Erde sind nicht die gleichen. Er muss die Zeitspanne bestimmen, in der diese Sterne unsichtbar bleiben, ob bei Tag oder bei Nacht, das ist ein wesentlicher Aspekt. Ferner muss ein für alle mal die Frage geklärt werden, ob es nur einen weisen Gelehrten gab, der dies machte. Wenn es mehrere Gelehrten gab, dann hätten sie Unterschiede in ihren Kalkulationen gehabt. Fällt dir jetzt nicht auf, dass deine Idee mit dem weisen Gelehrten, der in die Tiefen der Meere getaucht ist, und sich durch die Dunkelheit der Erde durchgebohrt hat und sich in alle Himmel begeben hat, an die Sterne und Planeten fest geklommen hat, um das Wissen über ihre Bewegungen zu erwerben und das gleiche bezüglich der Sterne unterhalb der Erde macht, nicht mithalten kann!“

     

    „Ich halte nicht an der Theorie fest, dass irgendjemand die Himmel emporsteigen kann oder in die Tiefen der Meere tauchen kann oder das Innere der Erde durchbohren kann“.

    „Wenn du nicht an dieser Theorie glaubst, dann sage mir doch, wie kann der Gelehrte, den du für den Erfinder hältst, die Wissenschaft von der Astronomie lernen? Wie kann er seine einschlägigen Forschungen vervollständigen, wenn er erst lange nach der Erschaffung der Sterne, über die er bescheid weiß, angefangen hat zu existieren?“

     

    Der Inder sagte: „In Anbetracht deiner Argumente, scheint es nicht klug oder weise zu sein, zu behaupten, dass dieses Wissen von einem Wesen dieser Erde entdeckt wurde“.

    „Dann gibst du also zu, dass dieses Wissen nur jemandem, der alle inneren und äußeren Inhalte der Himmel und Erde kennt, bekannt sein kann“.

     

    „Wenn ich das tue, dann muss ich Allah anerkennen, von Dem du sagst, Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde“.

    Ich fragte ihn: „Hast du mir nicht erzählt, dass die auf der Astronomie basierten Berechnungen absolut korrekt sind, und dass die Geburt eines Kindes mit einer bestimmten Sternenkonstellation einhergeht?“

    Er antwortete: „Ja, das habe ich dir gesagt, und daran habe ich auch keine Zweifel, aber ich habe Zweifel daran, ob es einen Schöpfer gibt“.

     

    „Diese Zweifel werden beseitigt werden. Sagtest du nicht, dass kein menschliches Wesen in die Himmel steigen kann oder zusammen mit den Bewegungen der Sonne, Mond und Sterne, ob nach Osten oder Westen oder in irgendeine Richtung reisen kann?“

    „In die Himmel aufzusteigen ist unmöglich“, sagte der Inder.

    „Also gut, was hast du für eine Alternative als zuzugestehen, dass es ein göttlicher Lehrer war, der diese Wissenschaft lehrte?“

     

    „Wenn ich sage, dass kein Lehrer diese Wissenschaft gelehrt hat, dann mache ich mich lächerlich, und wenn ich sage, es war ein irdischer Lehrer, dann ist das genauso eine irrationale Aussage, denn kein menschliches Wesen hat selbst Wissen über den obigen Himmel erworben, oder über die untere Hölle, denn kein Mensch ist imstande, in diese Dinge, die außerhalb der Reichweite unserer Augen liegen, zu spähen. Auch wenn wir eine Beobachtung aus der Nähe voraussetzen, können wir nichts über das Innere erfahren, denn nach meiner Überzeugung ist nichts real außer das, was mithilfe der Sinne erfasst werden kann, und es ist offensichtlich, dass die Sinne hier nicht weiterhelfen können. Das Auge kann nur Bewegungen wahrnehmen und darüber hinaus sonst nichts. Das Wissen und die Berechnung der Bewegungen, die Unterschiede zwischen schnell und langsam, die Phase des Verschwindens und Wiedererscheinens der Sterne liegen außerhalb der Reichweite der Sinne“, sagte er.

     

    „Wenn du die Wissenschaft der Himmel studieren möchtest, würdest du dir ein irdisches oder ein himmlisches Wesen als Lehrer aussuchen?“

    „Ich würde ein himmlisches Wesen aussuchen, weil die Sterne in seiner Region liegen und nicht von irdischen Wesen erreicht werden können“.

    „Schön. Ich hoffe, du gibst dir jetzt etwas Zeit zum gründlichen Nachdenken, und beseitigst alle Zweifel aus deinem Kopf.

     

    Wenn alle Menschen auf der Erde in Verbindung mit einer bestimmten Sternenkonstellation geboren werden, ob düster oder günstig, dann steht es doch außer Frage, dass die Sterne vor den Menschen auf der Erde existiert haben, denkst du nicht?“

    „Ja, das denke ich auch“, antwortete er.

     

    „Also, dann hast du deine eigene Aussage, dass die Menschen schon auf der Erde existiert haben selbst widerlegt. Du hast ohne den geringsten Zweifel zugegeben, dass die menschliche Rasse nach den Sternen entstanden ist, und wenn die Sterne vor der menschlichen Rasse existierten, dann folgt zwangsläufig, dass die Erde auch vor der menschlichen Rasse existierte“.

    „Ich sagte nicht, dass die Erde vor ihnen existierte“.

     

    Ich sagte: „Wenn die Erde, die Der Allmächtige Allah für den Menschen als Teppich erschaffen hat, auf dem er gehen kann, nicht vor den Menschen existierte, hätten diese Geschöpfe zusammen mit allen niederen Lebewesen nichts, worauf sie sich ausruhen könnten. Es ist unvernünftig zu behaupten, dass sie im Raum schwebten, weil sie gar keine Flügel besitzen“.

    „Was würden ihnen schon Flügel nützen, wenn sie gar keine Existenzmittel hätten“, erwiderte er.

     

    „Bravo“, sagte ich, „hast du jetzt immer noch Zweifel bezüglich der Präexistenz der Erde und der Sterne?“

    „Nein, ich bin jetzt völlig überzeugt von der Präexistenz der beiden“.

    „Ich werde jetzt die Diskussion auf weitere Themen ausweiten, die deine Neugier erwecken und deinen Wissensschatz bereichern können“.

     

    Er sagte: „Deine vorherigen Argumente waren ausreichend, um meine Zweifel zu beheben“.

    „Du weißt, dass ich der Ansicht bin, dass Sonne, Mond und Sterne ihre Aufgaben im Himmel erfüllen“.

    „Ja, das weiß ich“.

     

    „Würdest du es nicht als die Basis und das Fundament für diese Himmelskörper betrachten?“

    „Doch, schon“, antwortete er.

    „Demzufolge wurden meiner Ansicht nach die Sterne, die laut deiner Aussage mit der Geburt der menschlichen Rasse in Verbindung stehen, nach dem Himmel erschaffen, weil sie ihre Rotation im Himmel ausführen, manchmal bewegen sie sich nach oben und manchmal nach unten“.

     

    „Alles ist so klar ersichtlich, dass nur ein Irrsinniger dies leugnen könnte. Der Himmel ist das Fundament für die Himmelskörper und existierte zweifellos vor ihnen, weil diese Himmelskörper sich darin bewegen und ihre Aufgaben erfüllen“.

    „Jetzt hast du zugegeben, dass der Schöpfer der Sterne, gemäß deren Bewegungen die Menschen geboren werden, der Gleiche ist, Der den Himmel und die Erde erschuf, denn ohne die Erde könnte es keine Schöpfung geben“.

    „Ja, du hast recht, ich habe keine Alternative als dies als die Wahrheit zu akzeptieren“.

     

    „Weist dich deine Vernunft nicht noch weiter darauf hin, dass Derjenige, Der Erde, Himmel, Sonne, Mond und andere Planeten erschuf, Allmächtig und Weise sein muss, denn ohne den Himmel müssten die Geschöpfe der Erde zugrunde gehen, weil die Himmelskörper in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Leben auf der Erde stehen und dafür notwendig sind? Würde z. B. nur die Sonne fehlen, würde nichts reifen können, und die giftigen Bestandteile der Luft könnten nicht aufgehoben werden und alles würde sterben“.

     

    „Jetzt möchte ich die Weisheit Allahs bezeugen, Der all diese Dinge machte, durch die du all meine Zweifel beseitigt hast. Ich muss deine Theorie akzeptieren, dass der Lehrer der Wissenschaft der Astronomie, und der Erfinder der dazugehörigen Berechnungen kein Erdenbewohner sein kann, weil das, was er erforscht im Himmel ist, und jene Person, die imstande ist, die Geheimnisse des Himmels aufzudecken, mächtig genug sein kann, um unter die Erde durchzudringen. Dennoch kann ich nicht verstehen, wie ein menschliches Wesen die Wissenschaft beherrschen und sie bis zu ihrer jetzigen Einheitlichkeit und Logik weiterentwickeln konnte, die kein Mensch abstreiten kann. Wenn ich die Prinzipien der Wissenschaft nicht kannte, hätte ich von Anfang an rundweg das gleiche geleugnet und das Thema für nichtig erklärt“.

     

    „Ich werde es dir anhand der Myrobalane (Halila), die du in deinen Händen hältst und anhand der Wissenschaft der Medizin, die schon der Beruf deiner Vorväter war und nun deins ist, verdeutlichen. Diese Myrobalane und die Medizinwissenschaft werde ich mit den Himmelskörpern und ihrer Wissenschaft vergleichen. Aber versprichst du mir, nicht nur die Wahrheit anzuerkennen sondern ihr auch gerecht zu werden?

    „Ja, das verspreche ich“, sagte er, „bitte fahre fort“.

     

    „Gab es denn eine Zeit, in der die menschliche Rasse in Unkenntnis des Wissens und seines Nutzens war, genauso bewusstlos wie diese Myrobalane?“

    „Warum nicht?“, antwortete er, es muss eine Zeit gegeben haben, in der sich niemand in der medizinischen Wissenschaft und ihren Nutzen auskannte. Das Wissen wurde erworben“.

     

    „Wie? Wenn sie sich des Wissens vollständig unbewusst waren, wie haben sie es erworben?“

    „Durch Erfahrung und Experimente und nach einer beträchtlichen Zeit“, sagte er.

     

    „Woher kam der Gedanke zum Experimentieren“, fragte ich. „Was ließ sie denken, dass so eine Sache, die zu Medizin umgewandelt wurde für den menschlichen Körper nützlich ist, wenn die äußere Form dieser Dinge schädlich aussieht, und manche so schmerzhaft bitter und unangenehm schmecken, sobald sie auf die Zunge gesetzt werden. Und wie sind sie zu der Erforschung solcher medizinischen Pflanzen gekommen, die völlig unbekannt waren, und nicht durch ihre Sinne wahrgenommen werden konnten, denn nach etwas zu verlangen, das unbekannt ist, ist völlig unmöglich und absurd?“

     

    „Die Erfahrung führte zur Erforschung und der Einführung der medizinischen Wissenschaft“.

    „Na, dann sage mir doch, wer sie eingeführt hat oder wer die Natur und die Wirkungen der angewandten Pflanzen beschrieben hat, wenn doch einige im fernen Westen und einige im fernen Osten wachsen. Sagt dir dein Instinkt nicht, dass die Person, die das gemacht hat, an den Orten gelebt haben muss, an denen diese Pflanzen wachsen“.

    „Doch“, sagte er, „und was für ein weiser Mensch diese Person war, denn sie hat alle anderen Menschen auch davon überzeugt.“

     

     

    Quelle: http://al-shia.de/ueberlieferungen/halila.htm