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    Himmelfahrt (Teil 4): Einblicke in die Hölle

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    Nach einer Überlieferung über den Fürst der Gläubigen, Ali Ibn Abi Tālib (a.) und Fatima (a.) war neben ihm, da erzählte der Prophet (s.):

     

    „O Ali, in der Nacht, in der ich zum Himmel hinaufstieg, sah ich Frauen aus meiner Gemeinschaft, die eine schmerzliche Strafe über sich ergehen ließen. Mir gefiel der Anblick nicht und ich habe geweint, als ich sah, wie schwer sie bestraft wurden. Ich sah Frauen, die an ihren Haaren aufgehängt wurden und das Blut strömte von ihrem Kopf herunter. Ich sah Frauen, die an ihren Zungen aufgehängt wurden und eine heiße Flüssigkeit ergoss sich in ihrem Hals. Ich sah Frauen, die an ihren Brüsten aufgehängt wurden. Ich sah Frauen, die ihr eigenes Fleisch gegessen haben und das Feuer loderte unter ihnen auf.

     

    Ich sah Frauen, deren Hände und Füße gebunden waren und die Schlangen und Skorpione wurden auf sie frei gelassen. Ich sah Frauen, die blind, taub und stumm in einem Sarg aus Feuer lagen, deren Gehirn von ihrer Nase hinaustrat und ihr Körper war zerschnitten von dem ganzen Elend. Ich sah Frauen, die an ihren Füßen aufgehängt wurden, und über einem Ofen aus Feuer hingen. Ich sah Frauen, die ihr eigenes Fleisch von vorne und von hinten raus schneiden, mit einer Pinzette aus Feuer. Ich sah Frauen, deren Hände und Gesicht verbrannt wurden und sie aßen ihre Innereien. Ich sah Frauen, deren Kopf der Kopf eines Schweins war, und sie hatten den Körper eines Esels und auf ihnen lasteten verschiedene Strafen. Ich sah eine Frau, die wie ein Hund aussah und das Feuer durchdringt sie und Engel schlagen auf ihren Kopf und ihren Körper ein, mit einem Stab aus Feuer.

     

    Da sagte Fatima (a.): „O mein Vater, berichte mir was sie getan haben und was sie verbrochen haben, sodass Allah ihnen diese Strafe aufband.“ Da sagte der Prophet (s.): „O meine Tochter, diejenige, die an ihren Haaren aufgehängt wurde, hat ihre Haare nicht vor Männern bedeckt. Diejenige, die an ihrer Zunge aufgehängt wurde, hat ihren Ehemann nicht gut behandelt. Die Frau, die an ihren Brüsten aufgehängt wurde, hatte die Bedürfnisse ihres Mannes nicht befriedigt.

     

    Diejenige, die von ihren Füßen aufgehängt wurde, hat das Haus ohne die Erlaubnis ihres Mannes verlassen. Diejenige, die das Fleisch ihres Körpers gegessen hat, schmückte ihren Körper für fremde Männer. Diejenige, deren Hände mit den Füßen zusammengebunden und die Skorpione und Schlangen auf sie losgelassen waren, hat ihre Gebetswaschung missachtet, hat sich nicht vom Zustand der großen rituellen Unreinheit[1] gereinigt und hat das Gebet auf die leichte Schulter genommen. Diejenige, die taub, stumm und blind war, hat sich der „Zina[2]“ hingegeben. Sie gebar ein Kind von einem anderen Mann und sagte ihrem Mann, er sei sein Sohn.

     

    Diejenige, deren Fleisch von einer Pinzette aus Feuer zerstückelt wurde, hat sich den Männern ohne Verhüllung gezeigt. Diejenige, deren Gesicht und Körper verbrannt wurde und sie dabei war, ihre Innereien zu essen, war eine Frau, die Mädchen zum „Zina“ verführt hatte.

     

    Diejenige, die den Kopf eines Schweins und den Körper eines Esels hatte, hat Zwietracht zwischen den Menschen gesät und war eine Lügnerin.

     

    Diejenige, die wie ein Hund aussah und vom Feuer durchdrängt wurde, war eine, die keine Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit hatte, undankbar gewesen ist und eine Neiderin war.“

     

    Dann sagte der Gesandte Allahs (s.): „Wehe einer Ehefrau, die ihren Ehemann erzürnt und heil einer Ehefrau, die ihren Mann erfreut.“

     

    Ich sah in der Hölle noch Männer, die mit siedendem Wasser getränkt wurden. Sobald dieses Wasser ihre Haut und ihr Fleisch berührte, wurde es zerfetzt und löste sich aufgrund der Hitze auf. Da sagte ich: „O Gabriel, wer sind diese Männer?“ Da sagte er: „Das sind diejenigen, die das Berauschende[3] nehmen“. Ich sah Männer, die sich auf dem Grund der Hölle wälzten und die mit einer gewaltigen Strafe bestraft wurden. Ich sagte: „O Gabriel. Wer sind diese Männer?“

     

    Da antwortete er: „Das sind diejenigen, die betrogen haben und ungerecht waren.“ Ich sah einen Mann, der an seinen Füßen aufgehängt wurde. Neben ihm stand ein Engel mit einem Schwert aus Feuer, der ihn mit diesem Schwert durchtrennte. Sobald dieser Mann zerteilt war und auf dem Boden aufprallte, kehrte er zu seinem vorigen Zustand zurück. Das ist sein Zustand, bis zum Tag des Gerichts. Ich fragte: „O Gabriel, wer ist das?“ Da antwortete Gabriel: „Das ist der Mörder einer reinen Seele.“

     

    Ich sah einen Mann, dessen Gesicht nach hinten ausgerichtet war. Neben ihm stand ein Engel mit einer Schlange, die diesen Mann verschlang. So ward er zu schwarzer Asche und anschließend kehrte er zu seinem vorigen Zustand zurück. Ich fragte, was dieser Mann verbrochen hatte. Da antwortete Gabriel: „Er war ein Richter und richtete zwischen Muslime. Allerdings war er dabei ungerecht.“ Ich sah einen Mann, der in einem Bett aus Feuer lag. Plötzlich drehte sich das Bett und aus ihr kam eine Schlange heraus, die ihn zerstückelte und auffraß. Dann spuckt sie ihn aus und die Skorpione machten sich über ihn her. Ich fragte: „O mein Bruder Gabriel. Was ist das Vergehen dieses Mannes?“ Er antwortete: „Er hatte gegenüber seinen Eltern keinen Gehorsam.“

     

    Ich sah einen Mann, der im Feuer aufgehängt wurde und sich neben zwei Engeln befand, die ihn von der rechten und von der linken Seite her schlugen. Daraufhin warfen sie ihn ins Feuer und riefen: „Das ist der Lohn desjenigen, dem die Pilgerfahrt auferlegt wurde und er diesem Gebot nicht folgte.“

     

    Ich sah einen Mann, der auf dem Rücken lag. Seine Hände wurden mit seinen Füßen gefesselt, wobei das Feuer ihn durchdrang und aus seinem Munde kam. Neben ihm stand ein Engel, der rief: „Das ist der Lohn desjenigen, der nicht im Fastenmonat Ramadan fastet.“ Ich sah weiterhin einen Mann, der einen Baum aus Feuer hielt, wobei eine Schlange seine Arme und Beine verschlang. Dabei stand ein Engel und rief: „Das ist derjenige, der keine Almosen zahlt.“ Ich sah einen Mann, der auf einem Palmenfaserteppich aus Feuer saß, wobei ein Engel sein Fleisch rausreißt und es ihm zum Fraße vorwarf. Dabei rief er: „Das ist der Lohn dessen, der eine Lüge über Allah und seinen Gesandten sagt.“

     

    Ich sah gewaltige und Angst einflößende Ereignisse, von denen ich einen großen Schrecken davon trug.

     

     

    [1] جنابة – „Janaba“ – Bezeichnet den Zustand der großen rituellen Unreinheit

    [2] Uneheliche Beziehung

    [3] Beispielsweise Alkohol oder aber auch Drogen und alle Stoffe, die den Menschen berauschen und in eine Trunkenheit versetzen

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/prophetentum