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    Himmelfahrt (Teil 7): Die Rückkehr

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    Dann stieg ich wieder hinab und begegnete den Engeln. Sie fragten mich, bis wohin ich gekommen sei. Da antwortete ich: „Bis zum siebten Himmel und die Nacht ist noch nicht vorbei und mir wurde das Tor [zum siebten Himmel] geöffnet.“

     

    Ich sagte: „O Gabriel, was für eine wunderschöne Nacht war das.“ Ich kehrte schneller als ein Augenlidschlag zurück.

     

    „O Gabriel. Ich fürchte, dass sie mich leugnen und mir keinen Glauben schenken.“

     

    Doch er sprach: „O Muĥammad, auf der Erde gibt es jemanden, der dir glaubt und er ist der größte Wahrhaftige, dein Bruder Ali Ibn Abi Tālib (a.). So kümmere dich nicht um die Aussagen deiner Feinde.“

     

    Ich kehrte zurück zum Haus von Umm Hani[1], wobei die Hälfte der Nacht vergangen ist. Ich sagte ihr: „Ich hab gestern hier gebetet, dann stieg ich zum Himmel hinauf und ich sah Sachen, die nicht zu beschreiben sind.“ Dann wurde es Zeit zum Morgengebet. Da sagte Umm Hani: „O Gesandter Allahs, erzähle niemandem davon, denn sie werden dich verleumden und dich der Lüge bezichtigen.“ Da sagte ich: „Bei Allah, ich werde der Menschheit verkünden, was ich sah, bis mir die Gläubigen und die Ungläubigen zuhören.“

     

    Imam al-Sādiq erzählte weiter: „Dann ging der Prophet (s.) zur Moschee. Als er das Morgengebet beendete, wandte er sich mit seinem großzügigen Gesicht zu ihnen und sagte: „O ihr Menschen, Gabriel kam diese Nacht zu mir und führte einen „Buraq“ vom Paradies mit sich. Er setzte mich darauf und wir gingen zum „Bayt al-Maqdis“, dann hoben wir zum Himmel ab, und zum zweiten Himmel und zum dritten, bis wir beim siebten Himmel ankamen. Dann stieg ich hinauf zum Thron und sprach mit meinem Herrn. Er befahl mir und meiner Gemeinschaft jeden Tag fünf Gebete zu praktizieren und den Monat Ramadan zu fasten.“

     

    Er brachte es ihnen bei und erklärte alles. Da schienen sie ungläubig und sprachen und fragten ihn aus. Ein Mann vom Stamm Adi sagte: „Selbst wenn wir dir den besten Kamel holen würden, wir würden länger als einen Monat bis zum „Bayt al-Maqdis“ benötigen.“

     

    Einige Leute fragten: „Erzähle uns von den Propheten, die du im Himmel gesehen hast.“

     

    Da sagte der Prophet (s.): „Ich sah meinen Vater Ibrahim!“ Er beschrieb ihnen sein Aussehen. Die Menschen spalteten sich zwischen Gläubigen und Ungläubigen.

     

    Sie besprachen unter sich: „Wenn ihr ihn entlarven wollt, so fragt ihn nach dem „Bayt al-Maqdis“ aus.“ Sie fragten ihn danach. Er blickte kurz nach unten und da erschien ihm Gabriel und sagte: „O Gesandter Allahs (s.), hebe deinen Kopf, denn Allah hat für dich den „Bayt al-Maqdis“ empor gehoben.“ Allah befahl jedem Hügel kleiner zu werden und jedem Tal größer zu werden, sodass der Prophet (s.) den „Bayt al-Maqdis“ direkt vor sich sah. Sie fragten ihn danach und der Prophet beschrieb es ihnen, wobei er es direkt vor sich sah.

     

    Außerdem berichtete der Gesandte Allahs (s.) von Kamelen, die Abu Sufian gehörten und auf dem Weg waren. Das erste Kamel ist rot und sie würden morgens mit dem Sonnenaufgang eintreffen.

     

    Da sandten die Leute eine Gruppe aus und sagten ihnen, sie sollen die Kamele töten und sie verschwinden lassen, damit sie den Propheten damit verleugnen können. Doch Allah befahl den Kamelen schneller zu laufen und so trafen sie rechtzeitig ein und die Leute sahen, was der Gesandte Gottes (s.) vorhergesagt hat, wobei einige gläubig wurden und andere beharrten auf ihren Unglauben. Das ist der Zustand, der sie in die Hölle führen wird, und die anderen wurden dem Paradies versprochen.

     

    Dies ist die Allmacht Allahs und die hohe Stellung Seines Gesandten, die Krönung der Schöpfung, Muĥammad (s.).

     

     

    وَآخِرُ دَعْوَانا أَنِ الْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

     

    Der letzte Ruf gebührt dem Dank Allahs, dem Herrn der Welten

     

     

    [1] Ehefrau des Propheten (s.)

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/prophetentum