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    Hindernisse auf dem Weg der muslimischen Einheit

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    Zwei Beschwerden sind unter Muslimen gemein: das Fehlen einer Einheit und das negative Licht, welches die westlichen Medien auf Muslime werfen.

     

    Die meisten Muslime glauben an eine Zusammenarbeit zwischen den muslimischen Regierenden und der Bildungseinheit der Regierung. Der Wunsch nach einem positiven Bild in den westlichen Medien begründet sich auf der ebenfalls falschen Annahme, dass Journalisten die Wahrheit über den Islam und die Muslime nicht kennen würden. Wenn sich ausschließlich Muslime darum bemühen würden, an die Editoren zu schreiben, würde die Medienwelt die falsche Reportage korrigieren.

     

    Die Existenz muslimischer Nationalstaaten ist eine Verletzung der Ernennung Allahs aller Muslime zu einer Gemeinschaft. Die Nationalstaatenstruktur ist eine Auferlegung der europäischen Kolonialmächte, um die Muslime zu teilen.Dadurch, dass Muslime dieses Konzept annehmen, schulden sie das koranische Gebot, als ein Teil der islamischen Gesellschaft zu leben. Durch die Akzeptanz, dass die Nutznießung einer solchen Teilung fortschreiten wird, werden ihr Interesse und Arbeit für eine Einheit unrealistisch.

     

    Die Gründe für eine negative Reportage über den Islam und die Muslime in den westlichen Medien muss ebenfalls richtig verstanden werden. Die westlichen Reporter sind über den Islam nicht unwissend, ihre Verzerrungen sind ein Teil eines größeren Krieges nämlich Gesetze aufzuwerfen, welche die habgierenden Absichten der Elitenagenda der Vereinigten unter dem Namen der zivilen Mission zum Zwecke der Verbreitung der Menschenrechte vorantreiben. Ein Teil dieser Agenda ist es, reelle oder imaginäre Feinde zu schaffen. Da die muslimische Welt über Rohstoffquellen , vornehmlich Öl und Gas, verfügt, nach welchen der Westen gierig hascht und die Tatsache, dass Muslime ein leichtes Ziel sind, werden sie als Feinde dargestellt, um die Kriege gegen sie zu rechtfertigen.Wenn sich Multinationale nicht einmal um ihre eigene Bevölkerung kümmert, warum sollten sie sich um Muslime in fernen Ländern kümmern?

     

    Muslimische Regierende arbeiten mit dem Westen für deren Interessen im Tandemprinzip, weil ihr eigenes Überleben davon abhängt. So ist man mit einem Paradox konfrontiert: Während hunderte von Muslimen in abgeschiedener Armut leben, führen ihre Regierenden einen Lebensstil, welcher die Menschen im Westen vor Neid erblassen lässt. Eine Einheit von solchen Leuten zu erwarten ist unrealistisch. Muslime und die islamische Bewegung mussen danach streben, diese Situaltion zu ändern, die Frage ist nur, wie? Das Loswerden einiger Regierenden würde vielleicht helfen, den Ärger der Muslime zu lindern, aber es würde nicht das fundamentale Problem der Unrechtmäßigkeit der Systeme, welche ihren Gesellschaften auferlegt worden ist, lösen. Die islamische Bewegung muss daran arbeiten, diese Systeme niederzureißen, anstatt durch Töten ihrer Regierenden, so verhasst sie auch sein mögen, ihrem Ärger Luft zu machen. Wir können die Situationen im Iran und in Ägypten miteinander vergleichen. Im Iran hatten die muslimischen Massen, welche von einem muttaqi Führer geleitet worden waren, 1979 die Gewalt der Unterdrücker gestürzt und in ein islamsiches System verkehrt. In Ägypten hatte man daraufhin im Oktober 1981 den Präsidenten Anwar Sadat getötet, aber man wurde danach mit einem noch größeren Diktator konfrontiert.

     

    Was war aus den Muslimen in so einem desolaten Zustand geworden? Die Antwort liegt in unserer Geschichte, sowohl in der ferneren als auch in der jüngeren. Die Samen der Uneinigkeit waren schon in der frühen islamischen Geschichte gelegt worden, als das Kalifat in ein Mulukiat umgewandelt worden war. Das war der fundamentale Bruch in dem göttlich inspiriertn System, welcher sobald geschah, nachdem unser Prophet (Friede sei mit ihm) diese Welt verlassen hatte. Das Abtriften vom Kern bahnte sich einen Weg durch die islamische Verfassung und tausend Jahre später waren die Muslime so schwach, dass sie leicht dem kolonialistischen Angriff unterlagen. Die Nationalstaaten, welche aus den Kesseln des Kolonialismus emporstiegen, waren von dem gleichen Keim infiziert, welcher die islamische Gesellschaft im Ursprung geschwächt hatte. An diesen Keim war zudem ein tötlicher Virus gebunden: Sektierismus. Dieser Virus hatte Verwüstung in der islamischen Gesellschaft angerichtet und wurde von den Feinden des Islams mit tötlicher Wirkung eingesetzt.

     

    Wir müssen auch Nationalismus zu den Viren, welche die Islamische Gesellschaft befallen haben, zählen. Nationalismus ist ein kleines bisschen mehr als eine Glorifizierung der Stämme, eine primitive soziale Struktur, welche unter dem befreienden Einfluss des Islams in Arabien vor 1400 herausgefordert und bekämpft worden war. Die Muslime, welche sich den islamischen Geist völlig zu eigen gemacht hatten, mussten sich mit dem jahili Geist der Stammesverehrung abfinden. Die Umajaden, die Hauptträger der Stammesverehrung, waren die ersten, die das Herz der islamischen Werte schlugen. Neid war ebenfalls ein Faktor. Vor dem Aufkommen des Islams hielt sich der Abd Schams Stamm, zu welchem die Umajaden gehörten, dem Stamm der Banu Haschim des Propheten (Friede sei mit ihm) gegenüber für überlegen. Die Ernennung Mohammads (Friede sei mit ihm) zum Propheten versetzte diese Hierarchie um Macht und Prestige in Mekka in Aufruhr. Die Umajaden konnten sich mit einem solchen Verlust nicht abfinden, daher ihre feste Opposition gegen den Propheten (Friede sei mit ihm) und seiner Botschaft bis zum letzten Ende, bis es nicht mehr tragbar war. Abu Sufian führte die Muschriks von Mekka in allen Kämpfen, außer dem von Badr, gegen den Propheten (Friede sei mit ihm) an. Damals hatte Abu Sufian die Karavane der Quraisch von Syrien nach Mekka geführt. Der Hauptgrund für die Schlacht von Badr war der Angriff der Muslime auf diese Karawane gewesen.

     

    Es scheint, dass sich im Mittleren Osten innerhalb von 1400 Jahren kaum etwas geändert hat. Die frühen Gegner des Propheten Allahs (Friede sei mit ihm) leben, ihr jahili Geist ist in ihren Nachkommen, welche heutzutage den Mittleren Osten regieren, erhalten geblieben. Sie setzen sich nicht nur für Stammestreue ein, sondern stehen auch mit den Feinden des Islams in einer Linie. Der Mittlere Osten ist wieder zu einem Kessel der Verschwörungen und des Aberglauben geworden. Anstatt die kämpfenden Muslime in Palästina und im Libanon zu unterstützen oder der Islamischen Republik Iran für eine würdige Existenz die Hand zu reichen, stehen arabische Regierende offen m it den USA und Israel in einer Linie. Sie sind damit beschäftigt, die Flammen des Sektierismus zu schüren und die muslimische Einheit zu teilen.

     

    Wenn Muslime ihren gegenwärtigen erbärmlichen Zustand verändern wollen, müssen sie zuerst ein besseres Verständnis für die Realität, der sie gegenüberstehen, entwickeln. Ein oder zwei Herrscher zu töten, das Militär zu einem Staatsstreich zu bringen oder zu hoffen, durch die Teilnahme an manipulierten Wahlen Macht zu gewinnen ist keine Antwort. Die islamische Bewegung muss durch gewaltlosen Widerstand in ihrer Gesellschaft eine Revolution hervorbringen. Hierzu ist das Aufbringen einer Führung durch muttaqi, welche eine klare Kursrichtung fährt, eine absolute Notwendigkeit. Es gibt in der islamischen Bewegung keine Abkürzungen.