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    Ich betrachte mich selber als Schüler Herrn Motaharis. (Teil 3)

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    Ich betrachte mich selber als Schüler Herrn Motaharis. (Teil 3)
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    – Wie Sie wissen, ist Ostad Motahari ein Philosoph gewesen; Es war die Wissenschaft der Philosophie, mit der er sich vor allen Dingen auseinandergesetzt hat.

     

    Natürlich ist er später auch bei Fragen der neuen rationalistischen Theologie (Kalaam) angelangt, d.h. er begegnete den islamischen Fragen mit einer neuen Methode der Kalaam-Lehre. Dennoch zeichnet sich Ostad Motahari gerade dadurch aus, dass er sich mit philosophischen Fragen beschäftigte. Er war der Philosophieschüler des Imams (Imam Chomeinis) und Philosophieschüler des verstorbenen Ostad Alameh Tabatabai. Daher war er von der Transzendenten Theosophie (al-hikmat al-muta’liyah )und damit der Philosophie des verstorbenen Mulla Sadra überzeugt.

     

     

    – Er war wie die wandernden Mystiker, die sich auf den Weg machten, um einen geistigen Führer zur Vollkommenheit zu finden. Das war überhaupt kennzeichnend für seinen geistigen und moralischen Zustand. Er forschte nach, um in Erfahrung zu bringen, dass es an einem bestimmten Ort einen betagten geistlichen Rechtleiter der Vollkommenheit gibt, machte sich dann auf dem Weg zu ihm, um bei diesem zu bleiben und sich in dessen Kreis intensiv der Erkenntnisgewinnung zu widmen. Dieser Zustand passte geistig völlig zu ihm. Aber er fand diesen geistlichen Führer und Rechtleiter im Iran und nicht woanders. Er stand dem Imam und ebenso dem verstorbenen Alameh Tabatabai innerlich in großer Liebe nahe. Er liebte diese beiden Persönlichkeiten regelrecht und betrachtete deren Rang in Wissenschaft, Spiritualität und Mystik als sehr hoch.

     

    – Hinsichtlich des persönlichen Charakters war der verstorbene Motahari ein hervorragender Mensch. Ein Mensch, der Ruhe ausstrahlte und innerliche Erkenntnis, hohe Vernunft und Reife besaß. Was seine persönliche Beziehungen zu Gott betraf, war er ein Mystiker und jemand, der ständig Gott eingedenk ist: Ein Wanderer auf dem Weg zu Gott und ein Freund des Gott-Dienens. Er hat wiederholt gesagt: „Die Hinwendung zu Gott und das Gott-Dienen habe ich bei meinem Vater erlernt.“

     

    – Ostad Motahari besaß große Kenntnisse von der Geschichte, insbesondere der für uns nahen Geschichte. Seine Geschichtskenntnisse betrafen besonderes die Gelehrten, die theologischen Seminarkreise, die Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Geistlichkeit , Philosophie und Mystik. Es sind Kenntnisse, die in keinem Buch geschrieben stehen und man erfährt und erlernt sie nur bei großen Lehrmeistern und Persönlichkeiten. Weil er die Lehrmeister und Gelehrten in Nadschaf, Samarra und Isfahan alle kannte, war er über sie im Bilde und berichtete bei Sitzungen und Treffen die zu besonderen Anlässen stattfanden, über sie.

     

     

    (Quelle: Interview seiner Exzellenz, Ajatollah Chameneis mit der Zeitung Etelaat 12.2.1360 (Anfang Mai 1981)