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    Imam Ahmad Ibn Hanbal

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    Imam Ahmad ibn Hanbal (780 – 855 n.Chr./ 164 – 241 n.H.) ist ein wichtiger muslimischer Gelehrter und Theologe gewesen.   Er gilt als der Begründer der Hanbal- Rechtsschule. Sein voller Name war Ahmad bin Muhammad bin Hanbal Abu `Abd Allah al Schajbani.

     

    Imam Hanbal war als Sohn arabischer Eltern im Jahr 780 n.Chr. in Zentralasien geboren worden. Nach dem Tod seines Vaters ging er in den Irak und nahm ein umfassendes Studium in Bagdad auf. Später nutzte er seine Reisen, um seine Bildung zu erweitern. Er war hauptsächlich am Wissen über die Überlieferungen interessiert und reiste besonders durch den Irak, Syrien und Arabien, wobei er Theologie studierte und die Überlieferungen des Propheten (Friede sei mit ihm und den Reinen aus Seinem Hause ) sammelte.

     

    Er reiste viele Jahre lang. Nachdem er nach Hause zurückgekehrt war, studierte er unter Imam Schafi’i Islamisches Recht. Dieser Imam war sehr an traditionelle Ansichten gebunden und war ein Gegner von Neuerungen im Islamischen Recht.

     

    Die Stärke seiner Ansichten wurden unter den Kalifen al-Ma’mun und al-Mu’tasim auf eine harte Probe gestellt. Unter ihrer Regierung wurde ein „Inquisitionsgericht“ geschaffen, dass sich mit solchen Leuten befasste, die sich nicht zu gewissen Doktrinen bekannten, welche die Abassiden-Kalifen für richtig hielten. Diese Doktrinen stammten aus der Lehre der Mutazila, die behaupteten, dass der Qur’an nicht wie Gott ewig sei, sondern von Ihm für eine bestimmte Zeit erschaffen wurde. Imam ibn Hanbal wurde gefangen genommen und in Ketten vor Gericht geführt. Er litt sehr. Aber er ertrug geduldig sowohl Körperstrafen als auch Inhaftierung und weigerte sich standhaft, von seinem Glauben abzuweichen.

     

    Al-Mansur ließ Ibn Hanbal auspeitschen. (Ya’qubi, Bd. 111, S. 86; Murudsch al-dhahab, Bd. 111, S. 268 – 270.)

     

    Unter der Herrschaft al-Mutawakkil änderten sich die Gesetze der Regierung und die Verhandlungen über Imam ibn Hanbal nahmen ein Ende. Von nun an wurde dem Imam hohe Ehre aufgrund seines großen Wissens zuteil, und zu verschiedenen Gelegenheiten war er an den Hof eingeladen worden und erhielt eine großzügige Pension.

     

    Zu den Werken des Imam ibn Hanbal zählt die große Enzyklopädie der Überlieferungen „Musnad“, welche von seinem Sohn aufgrund seiner Vorlesungen zusammengestellt und durch Ergänzungen erweitert wurde. Dieses Werk beinhaltet über 28 000 Überlieferungen. Unter seinen anderen Werken befinden sich „Kitab- us- Salat“ (über die Disziplin des Ritualgebets) und „Kitab- us- Sunna“ (über die Überlieferungen des Propheten).

     

    Imam ibn Hanbals Ruhm war weit verbreitet. Sein Studieren, seine Frömmigkeit und unermüdliche Ergebenheit den Überlieferungen gegenüber versammelten ein ganzes Heer an Schülern und Bewunderern um ihn. Seine Lektionen zusammen mit seinen Büchern führten dazu, dass seine Schüler die Hanbal- Rechtsschule begründeten.

     

    Er starb 855 n.Chr. in Bagdad. Über 800 000 Menschen wohnten seiner Beerdigung bei.

     

    Aus den biografischen Notizen in Vertrauen auf einen Reisenden über Imam Ahmad:

     

    „Aus Pietät hat Imam Ahmad niemals eine formale legale Meinung (fatwa) herausgegeben, als Imam Schafi‘i im Irak war, und als er später seine Rechtsschule gründete, berief er sich hauptsächlich auf den heiligen Qur’an, die Überlieferungen und wissenschaftlichen Übereinkommen, wobei er kaum von der analogen Beweisführung (qijâs) abwich. Er ist wahrscheinlich der größte Gelehrte unter den vier großen Imamen Imam Abu Hanifa, Imam al- Schafi’i, Imam Malik und er selbst, Imam Ahmad ibn Hanbal, in der Wissenschaft der Überlieferungen gewesen.

     

    Unter seinen Studenten waren die besten Gelehrten der Hadith. Abu Dawud sagte über ihn: `Ahmads Versammlungen waren Versammlungen in denen es um das Hiernach ging: Nichts bezüglich dieser Welt wurde erwähnt. Nie hörte ich ihn auch nur einmal Dinge bezüglich dieser Welt sagen`.

     

    … Imam Ahmad ließ nachts nie das Gebet aus und rezitierte jeden Tag den gesamten Qur’an. Imam Ahmad war unter dem abbasidischen Kalifen al- Mu‘tasim gefangen genommen und für achtundzwanzig Monate verschiedenen Formen der Folter ausgesetzt worden. Man wollte ihn dazu zwingen, öffentlich die Meinung der Mutazila zu unterstützen, nämlich dass der Qur’an nicht ewig ist, sondern erschaffen wurde, aber der Imam hielt an seinem Glauben, dass der Qur’an das ewige unerschaffene Wort Gottes ist, fest, woraufhin Allah ihn befreite und ihn rächte.

     

    … Als Imam Ahmad 241 n.H./ 855 n.Chr. starb, war er zu seiner letzten Ruhestätte von einer Beerdigungsprozession von achthunderttausend Männern und sechzigtausend Frauen begleitet worden, welche damit den Weggang des letzten der vier großen Mudschtahid- Imame des sunnitischen Islams kennzeichneten.“

     

    Al- Dhahabi beschrieb Imam Ahmad folgendermaßen:

     

    „Er war ein treuer Scheich des Islam und Führer der Muslime seiner Zeit, der Meister der Hadith und Beweis der Religion. Er befolgte die Hadith von Huschaim, Ibrahim ibn Sa’d, Sufian ibn ´Ujajna, ´Abbad ibn ´Abbad, Yahya ibn Abi Sa’ida und anderer namhafter Gelehrter. Über ihn erzählten al-Buchari (zwei Überlieferungen in den Sahih), Muslim (22), Abu Dawud (254), Abu Sur’a, Mutajjan, ´Abd Allah ibn Ahmad, Abu al-Qasim al-Baghawi und eine große Anzahl an Gelehrten. Sein Vater war ein Soldat von denen gewesen, welche den Islam unterstützten. Er starb jung.

     

    ´Abd Allah ibn Ahmad hat gesagt:

    `Ich hörte Abu Sur’a (ar-Rasi) sagen: ,Dein Vater kannte eine Millionen Hadith auswendig, welche ich mit ihm nach Themen geordnet aufsagte.“

     

    Hanbal sagte:

    `Ich hörte Abu ´Abd Allah sagen: ,Ich behielt alles, was ich von Huschajm, als er noch am Leben war, gehört hatte, im Gedächtnis.`“

     

    Ibrahim al-Harbi sagte:

    „Ich habe   Ahmad als jemanden betrachtet, in dem Allah das Wissen vom Ersten bis zum Letzten vereint hat.“

     

    Imam Schafi’i sagte, indem er Imam Ahmad ibn Hanbal anredete:

     

    „Ihr kennt die Hadith besser als ich! Wenn also ein Hadith sahih (korrekt) ist, so gebt mir bitte Bescheid, ob er aus Kufa, Basra oder Syrien ist, so dass ich mir einen Eindruck von diesem Hadith verschaffen kann, solange er sahih ist.“

     

    Ibn Abi Haatim in Aadaab asch-Schaafi’i (S. 94-95) schreibt Harmala zu, dass er Folgendes gesagt habe:

     

    „Ich hörte Imam Schafi’i sagen: ,Ich verließ Bagdad und ließ keinen Tugendhafteren (afdal), Gebildeteren (a’lam) und Klügeren (afqah) als Ahmad ibn Hanbal zurück.“

     

    ´Ali ibn al-Madini sagte über Imam Ahmad ibn Hanbal:

     

    „Wahrhaftig, Allah stärkte seine Religion mit Abu Bakr as-Siddiq am Tag der Großen Apostase (ar-Ridda), und er gab ihr neue Kräfte durch Ahmad ibn Hanbal am Tag der Inquisition (al-Minha).“

     

    Ibn Ma’in wird von ´Abbas (al-Duri) zugeschrieben, dass er gesagt habe:

     

    „Sie machten mich gleichbedeutend mit Ahmad, aber bei Allah! Ich werde mich nie im Leben mit ihm vergleichen.“

     

    Unter den vielen großen Gelehrten, welche die Methode ibn Hanbals befolgten, sind, wie Ibn ul-Qajjim al-Jawisijja in seinem Buch schreibt, folgende mit eingeschlossen: Imam Buchari, Imam Muslim, Imam Abu Davud, Scheich-ul-Islam Taqi ad-Din Ibn Tajmijjah, Abdul Qadir Dschillaani, Ibn ul-Qajjim al-Dschawsijja, Al-Haafidh Sajnud-Din ibn Radschab al-Hanbali, Imam Muhammed bin Abdul Wahab und Imam Ibn ul Dschawsi.

     

    Ibn al-Jawsi erzählte von Bilal al-Chawas, dass der zuletzt Genannte al-Kidr traf und ihn fragte: „Was haltet Ihr von al-Schafi’i?“ Er antwortete: „Einer der Säulenheiligen (Awtâd).“ „Und wie ist es mit Ibn Hanbal?“ „Er ist ein Siddiq.“

     

    Ibn al Jawsi erzählt auch, Imam ibn Hanbal habe gesagt:

     

    „Wer auch immer eine Aussage des Propheten Mohammad (Friede sei mit ihm) zurückweist, ist am Rand der Zerstörung“, und habe als Erster die Sunna und die korrekten Überlieferungen befolgt.