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    Imam Ali (a.s.)- Teil 5

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    Imam Ali (a.s.)- Teil 5
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    Überlieferungen von Imam Ali (ع)

     

    ►„Die Welt ist der Ort der Aufrichtigkeit für den, der sie erkannt hat, und der Ort der Rettung für die, die von ihr Proviant genommen haben. Sie ist der Ort, auf den die Offenbarung Allahs herab gesandt wurde und der Handelsplatz Seiner Freunde (auliya´). So handelt und gewinnt das Paradies.“

     

    ► „Ihr Menschen, nehmt fünf Dinge von mir. Denn bei Allah, wenn ihr (versuchen würdet), mit einem Kamel dort hinzureisen, dann würdet ihr es ermüden, bevor ihr etwas wie sie finden würdet. Niemand soll auf niemanden Hoffnungen setzen, außer auf Allah, noch soll man sich vor irgendetwas fürchten, außer vor seinen Sünden. Der Gelehrte, der nach etwas gefragt wird, was er nicht weiß, soll sich nicht schämen, zu sagen: „Allah weiß es besser“, und es soll sich auch niemand schämen, wenn er etwas nicht weiß, es zu lernen. Standhaftigkeit gehört zum Glauben, wie der Kopf zum Körper gehört. Und wer keine Standhaftigkeit besitzt, besitzt auch keinen Glauben.“

     

    ► „Jede Rede, in der Allah nicht erwähnt wird, ist nichtig, und jedes Schweigen, in dem Seiner nicht gedacht wird, ist Nachlässigkeit. Jede Überlegung, ohne dass Er hochgeschätzt wird, ist Zeitvertreib.“

     

    ► „Wer nicht vermehrt von seinem Verstand geleitet wird, wird umso mehr von seinem Untergang geleitet.“

     

    ► „Der Wert jedes Menschen liegt in dem, was er Gutes tut.“

     

    ► „Wer faul ist, liebt Allahs Wahrheit nicht.“

     

    ► „Langmut ist der Helfer des Gläubigen. Wissen ist sein Freund, Freundlichkeit sein Bruder, Frömmigkeit sein Vater, und Standhaftigkeit ist der Kommandeur seiner Truppen.“

     

    ► „Keine Ausrüstung ist nützlicher als der Verstand, und kein Feind ist schädlicher als die Unwissenheit.“

     

    ► Schadhan Ibn Jibrail überliefert über die Vorzüge des Fürsten der Gläubigen, Ali Ibn Abi Talib (ع) folgende „Mufakhara“ (redegewandter Vortrag über die eigenen Vorzüge) zwischen Hussein Ibn Ali (ع) und seinem Vater, Ali Ibn Abi Talib (ع).

     

     

    Eines Tages saß der Gesandte Gottes Muhammad (ص) mit Imam Ali (ع). Da trat Hussein Ibn Ali (ع) ein und der Prophet nahm ihn, setzte ihn auf seinen Schoß und küsste seine Stirn. Hussein (ع) war zu dem Zeitpunkt sechs Jahre alt. Da sagte Ali (ع): „O Gesandter Allahs, liebst du meinen Sohn Hussein?“ Der Prophet (ص) antwortete: „Wie kann ich ihn nicht lieben, wo er doch ein Teil von mir ist.“ Da sagte Ali (ع): „Wer ist dir lieber, ich oder Hussein?“ Da sagte Hussein (ع): „O Vater, derjenige, der eine höhere Ehre besitzt, ist dem Propheten (ص) lieber und näher.“ Da sagte Ali (ع) zu seinem Sohn: „Forderst du mich zur „Mufakhara“ heraus, O Hussein?“ Hussein (ع) antwortete: „Ja, Vater, wenn du erlaubst.“

     

    Da sagte Imam Ali (ع):

     

    „O Hussein, ich bin der Fürst der Gläubigen. Ich bin die Zunge der Wahrhaftigen. Ich bin der „Wasir“ des Mustafa (ص). Ich bin es, der das Wissen Allahs in sich trägt und ich bin der Auserwählte Gottes. Ich bin der Führer der Ersten, die das Paradies betreten. Ich bin derjenige, der sich um die Schulden des Gesandten Allahs (ص) gekümmert hat (als er nach Medina auswanderte). Ich bin es, dessen Onkel ein Herr im Paradies ist. Ich bin es, dessen Bruder Jafaar al-Tayar (ra) im Paradies bei den Engeln ist. Ich bin der Richter des Gesandten Gottes. Ich bin es, der ihn stets geschützt hat. Ich bin es, der die Sura (Sura 9) im Auftrag Allahs (ص) zu den Leuten von Mekka brachte [1]. Ich bin es, den Allah (ص) von seinen Geschöpfen erwählt hat. Ich bin das stabile Seil Allahs (ص), welches Allah (ص) seine Geschöpfe aufforderte, sich daran zu halten, mit seinen Worten: „Und haltet insgesamt an Allahs Seil fest“ [3:103]. Ich bin der strahlende Stern Allahs (ص). Ich bin es, den die Engel des Himmels besuchen kommen. Ich bin die sprechende Zunge Allahs (ص). Ich bin sein heiliges Zeichen an seine Schöpfung. Ich bin die starke Hand Allahs (ص). Ich bin das Gesicht Allahs in den Himmeln. Ich bin die offenkundige Erscheinung der göttlichen Nähe. Ich bin es, über den Allah (ص) sagt: „Nein, vielmehr sind sie geehrte Diener. Sie kommen Ihm beim Sprechen nicht zuvor und sie handeln nur nach Seinem Befehl“ [21:26-27] Ich bin der feste Knoten zu Allah (ص), der nicht durchtrennt werden kann und Allah (ص) ist allhörend, allwissend. Ich bin das Tor Allahs (ص) durch das man eintritt. Ich bin die Flagge Allahs (ص) auf dem Sirat [2]. Ich bin das Haus Allahs, wer es betritt ist sicher. Wer an meiner Liebe und Wilaya festhält, der ist sicher vor dem Feuer. Ich bin der Töter der „Nakithin“ (Die Leute des Kamels), der „Kasitin“ (Die Leute Muawiyas) und der „Marikeen“ (Khawarij). Ich bin der Töter der Ungläubigen. Ich bin der Vater der Waisen. Ich bin der Beschützer der Witwen.

     

    Ich bin „Wonach befragen sie einander?“ [78:1], über meine Wilaya am Tage der Auferstehung. Das Wort des Erhabenen: „Dann werdet ihr, an jenem Tage, nach dem Wohlstand befragt.“ [102:8] Ich bin der Wohlstand Allahs (ص), mit den Er seine Geschöpfe segnete. Ich bin es, über den Allah (ص) sagt: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt“ [5:3]. So ist derjenige, der mich liebt ein Muslim, ein Gläubiger mit vollkommenem Glauben. Ich bin es, durch den rechtgeleitet wird. Über mich und meinen Feinden sagt Allah (ص): „Und haltet sie an; denn sie sollen befragt werden (über die Wilaya von Ali Ibn Abi Talib (ع) am Tage des Gerichts) [37:24] Ich bin die gewaltige Ankündigung (Naba‘ al-Adhim Sura 78). Ich bin es, durch den Allah (ص) die Religion in Ghadeer Khum und Khaibar vervollkommnet hat. Ich bin es, über den der Gesandte Gottes (ص) sagte: „Wessen Führer (Mawla) ich bin, dessen Führer (Mawla) ist Ali.“ Ich bin das Gebet des Gläubigen. Ich bin „Auf zum Gebet“. Ich bin „Auf zum Sieg“. Ich bin „Auf zur besten Tat“. Ich bin es, über den Allah (ص) über meine Feinde folgendes herab sandte: „Ein Fragender fragt nach einer Strafe, die hereinbrechen wird, die für die Ungläubigen unabwendbar ist“ [70:1-2] mit der Bedeutung, dass diejenigen gemeint sind, die die Wilaya von Ali (ع) leugnen, wie es Nu’man Ibn al-Harith (la) tat.

     

    Ich bin es, der die Leute zum Brunnen des Kauthar einlädt. Lädt sie denn etwa jemand anderes ein?! Ich bin der Vater der Imame, die von meinen Söhnen sind. Ich bin die Waage der Gerechtigkeit am Tage des Gerichts. Ich bin die Drohne der Religion. Ich bin der Führer der Gläubigen zum Guten und zur Vergebung meines Herrn. Ich bin es, dessen Awliya die Freunde des Tages des Gerichts sind, die sich von meinen Feinden lossagen. Sie werden weder Angst noch Trauer beim Tod haben, noch werden sie im Grab bestraft werden. Dies sind die Märtyrer und die Wahrhaftigen und bei ihrem Herren sind sie wohlzufrieden. Ich bin es, dessen Anhänger standhaft sind und die niemanden lieben, der sich gegen den Befehl Allahs oder seines Gesandten stellt, seien es ihre Väter oder Söhne. Ich bin es, dessen Anhänger das Paradies ohne Abrechnung betreten. Ich habe den Diwan der Shia mit all ihren Namen. Ich bin der Helfer und Fürsprecher der Gläubigen am Tage des Gerichts. Ich bin es, der mit zwei Schwertern und zwei Speeren gekämpft hat. Ich bin der Töter der Ungläubigen am Tage Badr und Hunain. Ich bin es, der Ibn Abd Woud (la) in Khandak erschlagen hat. Ich bin der Töter von Amr und Marhab, ich bin der Töter der Reiter von Khaibar. Ich bin es, über den der vertrauenswürdige Gabriel (ع) sagte: „Kein Jüngling außer Ali und kein Schwert außer Dhulfiqar.“ Ich bin der Herr der (friedlichen) Wiedererlangung Mekkas. Ich bin der Zerstörer von „Laat“ und „Uza“ (Götzen).

     

    Ich bin es, der „Hubal al-Alaa“[3] und die „Manaat“ zerstört hat. Ich bin auf den Schultern des Propheten erhöht worden und habe die Götzen zerstört. Ich bin es, der „Yaghutha“, „Ya‘uka“ und „Nasra“ (Götzen) zerstört hat. Ich bin es, der die Ungläubigen für Allah (ص) bekämpft hat. Ich bin es, der den Ring während des Gebets gespendet hat. Ich bin es, der im Bett des Propheten (ص) geschlafen hat (als die Ungläubigen ihn töten wollten) und ihn mit meinem Leben geschützt habe. Vor meiner Stärke und Mut haben die Dschinns Angst. Ich bin es, durch den Allah (ص) angebetet wird. Ich bin der Übersetzer Allahs (ص), ich bin die Flagge Allahs (ص). Ich bin die Truhe des Wissens des Gesandten Allahs (ص). Ich bin der Töter der Leute des Kamels und Siffin nach dem Gesandten Allahs (ص). Ich bin der Spalter des Paradieses und der Hölle.“

     

    Daraufhin schwieg der Fürst der Gläubigen (ع). Da sagte der Prophet (ص) zu Hussein (ع): „Hast du gehört, O Aba Abdillah, was dein Vater gesagt hat? Dies war nur ein Zehntel vom Zehntel vom Zehntel (also ein tausendstel) von seinen Vorzügen und von tausend tausend (eine Million) Vorzügen und er ist dennoch über dies, höher!“ Da sagte Hussein (ع): „Gepriesen sei Allah (ص), der uns über vielen seiner gläubigen Geschöpfe vorgezogen hat und über alle Geschöpfe. Der unseren Großvater (Muhammad) mit der Offenbarung, der Deutung und der Wahrhaftigkeit sandte und die Anrufungen des vertrauenswürdigen Engels Gabriel (ع) und der uns zu den Besten seiner Auserwählten machte und uns über die gesamte Schöpfung emporhob. Was du erwähnt hast, O Fürst der Gläubigen, so bist du wahrhaftig darin.“ Dann sagte der Prophet (ص) zu Hussein (ع): „So nenne nun du deine Vorzüge, mein Sohn.“

     

    Da sagte Hussein (ع):

     

    „O Vater, ich bin Hussein, der Sohn des Ali Ibn Abi Talib (ع). Meine Mutter ist Fatima al-Zahraa (ع), die Herrin der Frauen der Welten. Mein Großvater ist Muhammad al-Mustafa (ص), der Herr der Kinder Adams allesamt – ohne Zweifel. O Ali (hier bezieht er sich auf die Heiligkeit dieses Namens), meine Mutter ist bei Allah (ص) und den Menschen angesehener als deine Mutter. Mein Großvater ist besser als dein Großvater und er ist bei Allah und den Menschen angesehener. Als ich in der Wiege lag, sprach mit mir Gabriel und mich empfing Israfil. O Ali, du bist bei Allah (ص) angesehener als ich, aber ich habe bessere Verwandtschaftsverhältnisse (Vater, Mutter, Großvater).“

     

    Als Hussein (ع) fertig war, ging er zu seinem Vater, umarmte und küsste ihn. Auch unser Imam umarmte und küsste seinen Sohn und sagte: „Möge Allah (ص) deine Ehre, dein Wissen und deinen Stolz mehren. Mein Sohn, möge Allah (ص) diejenigen verfluchen, die dich unterdrücken werden.“

     

    Dann ging Hussein (ع) zurück zum Schoße des Gesandten Gottes (ص).

     

    ► Imam Ali über die Geheimnisse des Hadsches:

     

    Gemäß einigen Überlieferungen ist es Adam -gegrüßet sei er – gewesen, der zum ersten Mal die Kaaba errichtete und den ersten Hadsch vollzog.Nach Ausweisung aus dem Paradies hat er aus Reue für seinen Ungehorsam unter Anweisung des Offenbarungsengels den Hadsch vollzogen. Ihm folgte Noah. Nachdem er und die Gläubigen auf der Arche heil die große Überschwemmung überstanden hatten, führte er das Hadschritual durch. Mekka – die Heimat der Offenbarung ist nun Gastgeber zahlloser Gläubiger. Jedes Jahr kommen in diesen Tagen Hunderttausende Pilger an diesen leuchtenden Ort. Der Hadsch beinhaltet die Wanderung zu Gott. Er bedeutet Befreiung von allen weltlichen Vorlieben. Wer kann, muss sich auf den Weg zu jenem sicheren Gotteshaus in Mekka machen – zur Kaaba, damit er dort Geist und Seele reinigt.Der Hadsch bedeutet, die hohen Stufen der Gottdienstbarkeit besteigen.

     

    Imam Ali a.s. weist im seinem Nahdsch-ul Balagha auf die Geheimnisse des Hadsches hin. Die wichtigste Wirkung ist der innere Wandel. Wer den Hadsch richtig erlebt, wird diese Wirkung bis ans Lebensende in seinem Herzen spüren. Vielleicht hat Gott deshalb geboten, dass der Mensch einmal im Leben zum Hadsch nach Mekka kommt.

     

    Hadsch wurde auch „Wiedergeburt“ genannt. Imam Ali hat in seiner Ansprache 1 im Nahdsch-ul Balagha die versammelte Pilgermenge wie folgt beschrieben:

     

    „Gott der Erhabene verpflichtete euch zur Hadschreise zu seinem Hause, diesem Hause, das Er zur Gebetsrichtung der Menschen machte. Die Hadschpilger betreten es in Scharen, wie Durstige, die ans Wasser gelangen. Sie fliegen wie Tauben in großer Freude und Verlangen auf es zu. Gott hat es dafür bestimmt, dass die Menschen sich vor seiner Herrlichkeit beugen und sich angesichts Seiner Größe ergeben.“

     

    Es ist allgemein üblich, die Menschheit nach Kriterien wie Herkunftsland, gemeinsame materielle Interessen, Rechte, gesellschaftliche und politische Maßstäben usw. in Gruppen aufzuteilen.

     

    Ali aleihe salam erinnert daran, dass solche Kriterien im Islam nicht gelten und die einzigen Unterschiede durch den Glauben an den Schöpfer der Welt entstehen. Dieses Prinzip wird vor allen Dingen beim Hadsch offensichtlich. Hier verlieren geografische Grenzen , Unterschiede in der Hautfarbe, gesellschaftliche Position und Bildungsstand usw. ihre Bedeutung: Alle tragen das Pilgergewand und sind bei dem Hadsch die Gäste Gottes. Diese Einheit ist die schönste gemeinsame Tugend der Muslime in aller Welt. Ali aleihe salam sagt über die Umkreisung der Kaaba durch die Menschen: „Sie sind wie die Engel geworden, die den Thron Gottes umkreisen.“

     

    Aus seiner Sicht folgen die Hadschpilger in Mekka den Fußspuren der Propheten und schließen auf der Stufe der Gottdienstbarkeit ein Bündnis mit ihnen.

     

    Gemäß einigen Überlieferungen ist es Adam -gegrüßet sei er – gewesen, der zum ersten Mal die Kaaba errichtete und den ersten Hadsch vollzog.Nach Ausweisung aus dem Paradies hat er aus Reue für seinen Ungehorsam unter Anweisung des Offenbarungsengels den Hadsch vollzogen. Ihm folgte Noah. Nachdem er und die Gläubigen auf der Arche heil die große Überschwemmung überstanden hatten, führte er das Hadschritual durch.

     

    Bevor Prophet Abraham a.s. die Kaaba neu errichtete, ist sie Gebetsstätte für die Menschen gewesen. Nur waren deren Mauern mit der Zeit verfallen und ihre drohte die völlige Zerstörung. Aber Abraham hat sie zusammen mit Ismael – gegrüßet seien sie – wieder aufgebaut und dann haben sie gemeinsam den Hadsch durchgeführt. In den islamischen Überlieferungen erfahren wir auch, dass andere Propheten wie Moses, Jonas und Jesus, David und Salomo die Hadschzeremonie durchführten. In Wahrheit kannten demnach alle göttlichen Propheten die universale Botschaft des Hadsches und pflegten das Hadschgebot.

     

    Der Hadsch ist mit seinen relativ anstrengenden Bräuchen eine große Prüfung, um die Aufrichtigkeit und Dienstbarkeit der Gläubigen zu messen. Imam Ali sagt:

     

    „Seht ihr nicht die klare Wahrheit, dass Gott, der Reine und Gepriesene, alle Menschen – von den ersten, die es zur Zeit des Adam gab bis zu den letzten in dieser Welt, prüft – So hat er sein Haus in einer steinigen Gegend mit wenig Pflanzen und in den engsten Tälern stehen lassen – zwischen unwegsamen Bergen und heißen Kieseln und Quellen, die nur wenig Wasser führen und Ortschaften wo kein Vieh gehalten werden kann – weder Kamele noch Rinder noch Schafe … Wenn Gott gewollt hätte, hätte er die Kaaba und seine großen Gebetsstätten in Gärten errichtet, die Bäche durchströmen, auf dem Hang einer flachen Ebene mit zahlreichen Obstbäumen in der Nähe, neben dicht nebeneinander liegenden Gebäuden und Ortschaften die eng zusammen liegen, an goldenfarbenen Weizenfeldern, in einem grünen Garten, bei üppigen Äckern und gut bewässerten Böden, frischen Feldern und an blühenden Wegen. Dann aber wäre die Belohnung für die Hadschpilger wegen der Einfachheit der Prüfung nur gering. Und wenn die Gesteine des Sockels der Kaabeh – auf dem das Haus ruht, und die Mauern alle aus grünen Smaragden und roten Rubinen und aus Licht gebaut worden wären, würde die Unruhe des Zweifels in den Herzen abnehmen, und wäre das Tätigkeitsfeld Satans beschränkt, und die Skepsis der Menschen würde vergehen. Aber Gott stellt Seine Diener mit jeder Art von Prüfung auf die Probe … Damit Er auf diese Weise den Hochmut aus ihren Herzen vertreibt und die Ergebenheit in ihren Herzen feststellt, damit diese Dinge alle offene Tore zu Seiner Huld werden und ein einfaches Mittel zur Erlangung Seiner Vergebung (aus Rede 192 im Nahdschul Balagha)

     

    Im Vers 27 der Sure Hadsch hat Gott den Hadsch als einen Dienst bezeichnet, der unzählbare Vorteile in sich birgt. Ali a.s. hat einige von diesen Vorteilen aufgezählt. Aus seiner Sicht wirkt sich der Hadsch politisch und gesellschaftlich aus. Er führt zur Größe der Muslime, festigt die Grundlagen der Religion und stärkt gegenüber den Feinden.

     

    Diese große göttliche Zusammenkunft am Hause Gottes in jedem Jahr ist eine kostbare Gelegenheit für die Muslime, sich ihrer Kräfte zu erinnern und das Bündnis der Brüderlichkeit zu festigen. Bei dieser Gelegenheit können sie darüber beraten, wie sie sich gegen die Verschwörungen der Feinde wehren sollten.

     

    Imam Ali sagt im Nahdsch-ul Balagha in der Weisheit 244:

     

    Gott hat den Hadsch zur Pflicht gemacht, damit er die Religion stärkt.

     

    In den Islamischen Überlieferungen heißt es auch, dass der Hadsch die wirtschaftliche Lage der Muslime verstärkt und sie aus finanzieller Not befreit. Zweifelsohne ist es eines der größten Probleme der Muslime in unserer Zeit, dass sie wirtschaftlich von fremden Mächten abhängig sind.

     

    Anlässlich des Hadsches sollten sich auch die Wirtschaftsexperten aus der Islamischen Welt in Mekka zu Seminaren versammeln, über die Befreiung aus Fremdabhängigkeit und Not sprechen und nach Lösungen für die Wirtschaftsprobleme in der Islamischen Welt suchen. Dann könnte die Islamische Welt unter Nutzung ihrer reichen Ressourcen, die Entbehrung und Armut, von denen Teile der Umma betroffen sind, beseitigen.

     

    Imam Ali sagt laut Ansprache 109, Nahdschul-Balagha dass der Hadsch die Armut beseitigt und damit auch die Gesellschaft von Sünden befreit (denn laut Islam fördert die Armut das Sündigen).

     

    Der Hadsch ist an erster Stelle eine spirituelle Reise des Menschen zu Gott. Die Muslime schätzen ihn. Imam Ali sagt: Gott hat die Kaaba als Wahrzeichen des Islams gemacht.“

     

    Jemand kann also auf der Suche nach dem wahren Islam, ihn im Gesicht des Hadsches erblicken.