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    Imam Ali (a) über die Geheimnisse des Hadsches

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    Gemäß einigen Überlieferungen ist es Adam -gegrüßet sei er – gewesen, der zum ersten Mal die Kaaba errichtete und den ersten Hadsch vollzog.Nach Ausweisung aus dem Paradies hat er aus Reue für seinen Ungehorsam unter Anweisung des Offenbarungsengels den Hadsch vollzogen. Ihm folgte Noah. Nachdem er und die Gläubigen auf der Arche heil die große Überschwemmung überstanden hatten, führte er das Hadschritual durch.

     

    Mekka – die Heimat der Offenbarung ist nun Gastgeber zahlloser Gläubiger. Jedes Jahr kommen in diesen Tagen Hunderttausende Pilger an diesen leuchtenden Ort. Der Hadsch beinhaltet die Wanderung zu Gott. Er bedeutet Befreiung von allen weltlichen Vorlieben. Wer kann, muss sich auf den Weg zu jenem sicheren Gotteshaus in Mekka machen – zur Kaaba, damit er dort Geist und Seele reinigt.Der Hadsch bedeutet, die hohen Stufen der Gottdienstbarkeit besteigen.

     

    Imam Ali a.s. weist im seinem Nahdsch-ul Balagha auf die Geheimnisse des Hadsches hin. Die wichtigste Wirkung ist der innere Wandel. Wer den Hadsch richtig erlebt, wird diese Wirkung bis ans Lebensende in seinem Herzen spüren. Vielleicht hat Gott deshalb geboten, dass der Mensch einmal im Leben zum Hadsch nach Mekka kommt.

     

    Hadsch wurde auch „Wiedergeburt“ genannt. Imam Ali hat in seiner Ansprache 1 im Nahdsch-ul Balagha die versammelte Pilgermenge wie folgt beschrieben:

     

    „Gott der Erhabene verpflichtete euch zur Hadschreise zu seinem Hause, diesem Hause, das Er zur Gebetsrichtung der Menschen machte. Die Hadschpilger betreten es in Scharen, wie Durstige, die ans Wasser gelangen. Sie fliegen wie Tauben in großer Freude und Verlangen auf es zu. Gott hat es dafür bestimmt, dass die Menschen sich vor seiner Herrlichkeit beugen und sich angesichts Seiner Größe ergeben.“

     

    Es ist allgemein üblich, die Menschheit nach Kriterien wie Herkunftsland, gemeinsame materielle Interessen, Rechte, gesellschaftliche und politische Maßstäben usw. in Gruppen aufzuteilen.

     

    Ali aleihe salam erinnert daran, dass solche Kriterien im Islam nicht gelten und die einzigen Unterschiede durch den Glauben an den Schöpfer der Welt entstehen. Dieses Prinzip wird vor allen Dingen beim Hadsch offensichtlich. Hier verlieren geografische Grenzen , Unterschiede in der Hautfarbe, gesellschaftliche Position und Bildungsstand usw. ihre Bedeutung: Alle tragen das Pilgergewand und sind bei dem Hadsch die Gäste Gottes. Diese Einheit ist die schönste gemeinsame Tugend der Muslime in aller Welt. Ali aleihe salam sagt über die Umkreisung der Kaaba durch die Menschen: „Sie sind wie die Engel geworden, die den Thron Gottes umkreisen.“

     

    Aus seiner Sicht folgen die Hadschpilger in Mekka den Fußspuren der Propheten und schließen auf der Stufe der Gottdienstbarkeit ein Bündnis mit ihnen.

     

    Gemäß einigen Überlieferungen ist es Adam -gegrüßet sei er – gewesen, der zum ersten Mal die Kaaba errichtete und den ersten Hadsch vollzog.Nach Ausweisung aus dem Paradies hat er aus Reue für seinen Ungehorsam unter Anweisung des Offenbarungsengels den Hadsch vollzogen. Ihm folgte Noah. Nachdem er und die Gläubigen auf der Arche heil die große Überschwemmung überstanden hatten, führte er das Hadschritual durch.

     

    Bevor Prophet Abraham a.s. die Kaaba neu errichtete, ist sie Gebetsstätte für die Menschen gewesen. Nur waren deren Mauern mit der Zeit verfallen und ihre drohte die völlige Zerstörung. Aber Abraham hat sie zusammen mit Ismael – gegrüßet seien sie – wieder aufgebaut und dann haben sie gemeinsam den Hadsch durchgeführt. In den islamischen Überlieferungen erfahren wir auch, dass andere Propheten wie Moses, Jonas und Jesus, David und Salomo die Hadschzeremonie durchführten. In Wahrheit kannten demnach alle göttlichen Propheten die universale Botschaft des Hadsches und pflegten das Hadschgebot.

     

    Der Hadsch ist mit seinen relativ anstrengenden Bräuchen eine große Prüfung, um die Aufrichtigkeit und Dienstbarkeit der Gläubigen zu messen. Imam Ali sagt:

     

    „Seht ihr nicht die klare Wahrheit, dass Gott, der Reine und Gepriesene, alle Menschen – von den ersten, die es zur Zeit des Adam gab bis zu den letzten in dieser Welt, prüft – So hat er sein Haus in einer steinigen Gegend mit wenig Pflanzen und in den engsten Tälern stehen lassen – zwischen unwegsamen Bergen und heißen Kieseln und Quellen, die nur wenig Wasser führen und Ortschaften wo kein Vieh gehalten werden kann – weder Kamele noch Rinder noch Schafe … Wenn Gott gewollt hätte, hätte er die Kaaba und seine großen Gebetsstätten in Gärten errichtet, die Bäche durchströmen, auf dem Hang einer flachen Ebene mit zahlreichen Obstbäumen in der Nähe, neben dicht nebeneinander liegenden Gebäuden und Ortschaften die eng zusammen liegen, an goldenfarbenen Weizenfeldern, in einem grünen Garten, bei üppigen Äckern und gut bewässerten Böden, frischen Feldern und an blühenden Wegen.

     

    Dann aber wäre die Belohnung für die Hadschpilger wegen der Einfachheit der Prüfung nur gering. Und wenn die Gesteine des Sockels der Kaabeh – auf dem das Haus ruht, und die Mauern alle aus grünen Smaragden und roten Rubinen und aus Licht gebaut worden wären, würde die Unruhe des Zweifels in den Herzen abnehmen, und wäre das Tätigkeitsfeld Satans beschränkt, und die Skepsis der Menschen würde vergehen. Aber Gott stellt Seine Diener mit jeder Art von Prüfung auf die Probe … Damit Er auf diese Weise den Hochmut aus ihren Herzen vertreibt und die Ergebenheit in ihren Herzen feststellt, damit diese Dinge alle offene Tore zu Seiner Huld werden und ein einfaches Mittel zur Erlangung Seiner Vergebung (aus Rede 192 im Nahdschul Balagha)

     

    Im Vers 27 der Sure Hadsch hat Gott den Hadsch als einen Dienst bezeichnet, der unzählbare Vorteile in sich birgt. Ali a.s. hat einige von diesen Vorteilen aufgezählt. Aus seiner Sicht wirkt sich der Hadsch politisch und gesellschaftlich aus. Er führt zur Größe der Muslime, festigt die Grundlagen der Religion und stärkt gegenüber den Feinden.

     

    Diese große göttliche Zusammenkunft am Hause Gottes in jedem Jahr ist eine kostbare Gelegenheit für die Muslime, sich ihrer Kräfte zu erinnern und das Bündnis der Brüderlichkeit zu festigen. Bei dieser Gelegenheit können sie darüber beraten, wie sie sich gegen die Verschwörungen der Feinde wehren sollten.

     

    Imam Ali sagt im Nahdsch-ul Balagha in der Weisheit 244:

     

    Gott hat den Hadsch zur Pflicht gemacht, damit er die Religion stärkt.

     

    In den Islamischen Überlieferungen heißt es auch, dass der Hadsch die wirtschaftliche Lage der Muslime verstärkt und sie aus finanzieller Not befreit. Zweifelsohne ist es eines der größten Probleme der Muslime in unserer Zeit, dass sie wirtschaftlich von fremden Mächten abhängig sind.

     

    Anlässlich des Hadsches sollten sich auch die Wirtschaftsexperten aus der Islamischen Welt in Mekka zu Seminaren versammeln, über die Befreiung aus Fremdabhängigkeit und Not sprechen und nach Lösungen für die Wirtschaftsprobleme in der Islamischen Welt suchen. Dann könnte die Islamische Welt unter Nutzung ihrer reichen Ressourcen, die Entbehrung und Armut, von denen Teile der Umma betroffen sind, beseitigen.

     

    Imam Ali sagt laut Ansprache 109, Nahdschul-Balagha dass der Hadsch die Armut beseitigt und damit auch die Gesellschaft von Sünden befreit (denn laut Islam fördert die Armut das Sündigen).

     

    Der Hadsch ist an erster Stelle eine spirituelle Reise des Menschen zu Gott. Die Muslime schätzen ihn. Imam Ali sagt: Gott hat die Kaaba als Wahrzeichen des Islams gemacht.“

     

    Jemand kann also auf der Suche nach dem wahren Islam, ihn im Gesicht des Hadsches erblicken.

     

     

    Quelle: http://german.irib.ir