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    Imam Hassan (a.) Aufstand und Schweigen – Imam Hussein (a.) Schweigen und Aufstand (Teil 1)

    Imam Hassan (a.) Aufstand und Schweigen – Imam Hussein (a.) Schweigen und Aufstand (Teil 1)
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    Imam Hassan (a.) und Imam Hussein 8a. s) führten die Menschen zur vorzüglichen Erkenntnis der Menschlichkeit und retteten den Islam für immer.  Am Tag,  da das Fundament der Schöpfung gelegt wurde und die Menschheit ins Dasein trat,  stellte der Schöpfer des Universums die Wahrheit auf den Wege von Vorschriften und Gesetzen Bzw.  Göttlichen Gesetzen und Religion den Menschen zur Verfügung ,  damit sie fähig sein können,  die Ufer der Befreiung innerhalb dieser weiten und gefährlichen Welt Nutzen ziehen und so ewig unter den barmherzigen und mitfühlenden Strahlen der Wahrheit leben.

     

    Dieser Plan begann vom ersten Tag an,  und die erhabenen Lehren der Menschenfreundlichkeit wurden der Menschheit aufeinanderfolgend offenbart,  bis die Zeit kam für den letzten Propheten,  Mohammad Ibn Abdullah (s.) . Durch ihn wurde das abschließende Programm der Schöpfung offenbart.  Aber vom Anfang bis zum Ende des Lebens dieser Welt waren Menschen niemals eins in ihrer Beziehung zur Wahrheit des Universums,  und sie werden niemals eins sein; und sie sehen den Göttlichen Plan nicht mit den gleichen Augen.  Vielmehr haben sie verschiedene und entgegengesetzte Ansichten.

     

    Es gab immer die Gruppen auf der Seite der Wahrheit die die Lehren der Propheten unterstützte,  die immer versucht haben,  die Wahrheit aufzudecken und seine Wirklichkeit zu zeigen.  Dagegen war die andere Gruppe gefangen von ihren Begierden und Launen und versucht,  ihre Instinkte zu befriedigen und um ihre persönliche Begierde zu erreichen,  versuchen sie,  andere zu ihren Marionetten zu machen.  Diese zwei Gruppen standen immer im Krieg zueinander oder mieden einander . Zu verschiedenen Zeiten gewann eine der beiden Gruppen die Oberhand , aber es geschah niemals , das eine Gruppe die andere vollkommen ausrotten konnte.

     

    Als der Islam kam,  offenbarte er durch eine unzweideutige Botschaft den vorzüglichsten und vollständigsten Plan für die Kinder Adams; er kündigte ausdrücklich an,  das es der letzte Weltplan ist,  den der Herr des Universums der Menschheit sendet.  Er verlangte keine Unangemessenheit,  die erfüllt werden müsste,  noch mangelt ihm etwas , für das ein Einsatz gegeben werden müsste.  Die Natur des Universums funktioniert entsprechend den islamischen Doktrinen,  und wer sein Leben entsprechend diesem Weltprinzip fortfährt, wird ohne Zweifel ein gutes Ende finden,  und wer gegen die Befehle des Schöpfers handelt, gleichgültig für wie glücklich und nützlich er sich selber hält,  wird dennoch Verlierer sein und wird diese Welt des Auf und Ab mit leeren Händen verlassen.

     

    Die Religion wurde den Menschen in einer vollständigen und ausführlichen Form gegeben, und es blieben keine zweideutigen und unklare Punkte,  die der Prophet nicht erklärt hat. Der Gegenstand der Führerschaft und die Herrschaftsweise,  auf der die Reinheit des Wesens der Religion gegründet ist,  wurde vom geehrten Propheten in der Hingabe an Allahs Willen aufgehellt. Vor der Zeit der Ankunft dieser Prophetenschaft bis zur Zeit seines Todes sprach er des öfteren über diese Angelegenheit und lenkte die Aufmerksamkeit der verschiedenen Nationen auf dieses wesendliche Prinzip : Wenn eine Nation keine Führung hat,  die den göttlichen Befehl annimmt,  dann wird sie unvermeidlich Schaden und Ungerechtigkeit erleiden,  und sie werden immer armseliger und erbärmlicher leben.

     

    Er betonte diesen Punkt so stark und erklärte ihn so unzweideutig,  das man sagen kann,  das eines der größten Wunder des Heiligen Propheten diesen Aspekt betraf: Die Bekanntgabe seiner Nachfolger und das Verhalten der Leute ihnen gegenüber. Er hat ganz klar betont, falls ein Mensch sich bewusst des Islam und des Imamats sein ganzes Leben auf einem Fuße stehend verbringt,  wenn er Gott anbetet an den heiligen Plätzen – das ist das Haus Gottes zwischen den Pfeilern und den heiligen Felsen- aber dabei nicht die wahre Führerschaft des Islam annimmt,  was damals Imam Ali (a.) und seine Nachkommen waren,  dann wird seine Gottesverehrung keinen ´Wert haben.

     

    Diese Überlieferung und Leitlinie wird wahr bleiben bis zum Tag des Gerichts. Die Moslems müssen ihr Heil finden im Gehorsam zu den Göttlichen Befehlen unter der Führung der rechtmäßigen Nachfolger des Heiligen Propheten,  und sie müssen den Koran und die Nachkommen des Heiligen Propheten als Instrumente für ihre Wohlfahrt und ihr Gedeihen annehmen. Andersfalls wird ihr leben auf Erden und im Hiernach verschmutzt werden. Sie werden das schlimmste Schicksal in dieser Welt erleiden und werden nicht fähig sein, aus ihrem Leben Nutzen zu ziehen. Vielmehr werden sie ihren eigenen Tod verlangen.

     

    Die Religion Allahs war vollendet. Der Heilige Prophet (s.) verschied entsprechend dem göttlichen Gesetz von dieser Welt. Jene Leute , die nicht wahrhaftig die Religion angenommen hatten, zogen Vorteil aus der Situation und gingen gegen die göttliche Befehle vor, der eigenen Unwissenheit folgend, da sie Macht in dieser verdorbenen Welt gewinnen und ihre begiereben Launen nachgehen wollten. Um ihr unglückliches Ziel erreichen zu können, griffen sie ein Grundprinzip des Islam an und wiedersetzten sich der Grundlage für das Imamat. Ihre Idee war, falls sie die Führung und die Macht zur Herrschaft erringen konnten,  dann leicht die Gesetze und Vorschriften zu ihrem eigenen Vorteil zu interpretieren und umzudeuten und umzuschreiben,  die Wahrheit gegen eine selbsterfundenen Mischung auszutauschen. Durch die Herrschaft nach ihren eigenen Gelüsten und durch die entsprechende Ausübung der Gesetze machten sie die anderen zu ihrer Schachfiguren.

     

    Imam Ali (a.) , Amir-al-Muminin (Führer der Glaubenstreuen) , der entsprechend dem Befehl des Erhabenen Gottes der Nachfolger des Heiligen Propheten sein,  und die Verantwortung für die Führung der Menschen übernehmen sollte,  wurde mit einer Welt von Schwierigkeiten konfrontiert. Diese Periode war so schwierig für Imam Ali (a.) , das die Geschichte sein Leben unter seinen Mitmenschen als das unterdrückteste Leben der Menschen beschrieben hat,  denn um die Religion Allahs zu retten und die Grundlagen des Islam vor der Zerstörung zu bewahren,  wartete er geduldig und ausdauernd angesichts all dieser Schwierigkeiten. Er erhob seine Hand gegen all dies, damit das Fundament des Islam stark werden konnte,  und damit die neubekehrten Moslems sich nicht vom Islam abwenden würden und nicht (neue) Probleme entstehen würden.

     

     

    Imam Ali (a.) konnte zu dieser Zeit nicht die Verantwortung des Kalifat übernehmen,  denn es gab verschieden Gruppen, die aus verschiedenen Gründen nicht mit ihm übereinstimmten und die seine Führerschaft als schändlich für sich selber betrachteten. Ihr Glaube war nicht fest und aufrichtig geworden. Unvermeidlich hätte diese Spaltung innerhalb der Moslems den wahren Islam so beeinträchtigt,  das er seine leuchtenden Merkmale verloren hätte,  und die wahren Moslems hätten nicht die Wahrheit des Islam den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen verkünden können, bis mit dem Fortschreiten der Zeit des Propheten (s.) vergessen worden wäre.  So musste Imam Ali (a.) warten und angesichts all dieser Geschehnisse selbstlos sein. damit er im wahren Sinn die Führungsverpflichtung erfüllen konnte; und diese war die Rettung der Religion und das Vertrautmachen der Leute mit dem Islam.

     

    An dieser Stelle sollte der Leser seine Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Punkt richten: Der Führer,  der Imam,  der Schützer und Behüter muss eine Person sein, die fähig ist,  die Religion in jeder Zeit und in jedem Zeitalter zu behüten,  eine Person,  die jene Leute,  die ihr Leben im Schatten der Religion fortfahren wollen,  führen kann.  Er muss eine Person sein,  die keine Situation zulässt,  in der die Religion Allahs die Dekadenz erreicht oder die vollständige Ausrottung der Frommen, wodurch die nachfolgenden Generationen abgehalten werden würde,  die Wahrheit der Religion zu lernen.

     

    Diese Pflicht des Führers passt sich den verschiedene Erfordernisse durch die ganze Geschichte des Lebens an,  und seine Politik wechselt je nach Notwendigkeit,  und sein Handlungsprogramm gewinnt neue Gestalt entsprechend der Situation der Welt und der Zeit. Obgleich selbst alle von Gott erwählte Führer,  die Heilige Familie und die Propheten nur ein einziges Ziel und eine einzige Bestimmung im Sinn hatten und alle dem gleichen Pfad folgten,  war es die jeweilige Situation der Umwelt,  die Unterschiede in ihren Aktionen entstehen ließ. Basierend auf diesem Grundprinzip zeigen uns vertrauenswürdige Überlieferungen,  das jeder Imam eine besondere Aktionslinie hatte,  und das ihm vom glorreichen Gott eine besondere Situation gegeben wurde,  entsprechend der er zu handeln hatte. Eines der Gründe für die Pluralität der Imame,  der Führer des Islam,  und ihre Beschränkung auf 12 Menschen hängt mit diesem Punkt zusammen, der an seiner richtigen Stelle diskutiert werden muss.

     

    25 Jahre gingen vorüber , und wie hart und unerträglich waren diese? Imam Ali (a.) traf auf Widerstand in allen Angelegenheiten. Man könnte sagen,  das ihm ein kalter Krieg aufgezwungen wurde,  bis zu dem Tage , an dem die Leute zu ihm kamen und eine Gelegenheit erwuchs,  das die nur von ihm tragbare Verantwortung zu ihm übergeht. Aber selbst in dieser kurzen Periode der Chance (4 Jahre des Kalifats) wurde er derart gehindert und so gequält,  und die Feinde des Islam waren so brutal hart gegen ihn, das sein Herz brach . Er trank dann den Trunk des Märtyrertums und mit dem Satz:

    „Ich schwöre dem Herrgott der Kaaba,  ich bin jetzt erlöst. “

    kündigte er seine Befreiung an. Bei der Ausführung seiner Pflichten übergab er sein Leben dem Schöpfer des Lebens.

     

    Am 21.  des Ramadan,  im 40. Jahr der Hidschra (Auswanderung) , hielt Imam Hassan (a.) eine Predigt und verkündete den Tod eines großen Mannes,  seines Vaters , der Menschheit.  Er verkündete dann den Leuten seine Führerschaft,  und innerhalb kurzer Zeit schworen 40 000 Leute dem neuen Imam die Treue. Aber im Widerstand zu seinem Imamat legten die Leute von Syrien das Fundament für die Opposition,  indem sie die Führung Muawiyas anerkannten. Sie verweigerten ihm nicht nur die Treue,  sondern steigerten ihre ausgedehnten Aktivitäten,  mit dem Ziel die keusche und reine Familie des Propheten auszurotten.  Um ihre bösen Absichten zum Ziel zu führen,  verbreiteten sie ihre Aktivitäten über Syrien hinaus,  und sähen soviel Intrige im Irak,  das in kurzer Zeit durch Muawiyas Täuschung, Einschüchterung und korrupte Köderung die Armee , die Imam Hassan (a.) sammeln konnte,  bald zur anderen Seite überlief. Imam Hassan (a.) rief zum Gemeinschaftsgebet auf,  und alle Leute versammelten sich in der Moschee.

     

    Imam Hassan (a.) hielt seine Predigt vor der versammelten Menge. Er begann mit dem Lob und der Verherrlichung Gottes,  und dann sagte er ,  das Allah den Einsatz auf den Weg Gottes (Dschihad ) für die Moslems zur Verpflichtung gemacht hat. Er wollte einen Krieg vermeiden,  da er nicht im Einklang mit der Veranlagung und der Natur der Menschen steht , aber er befahl diesen tapferen Kriegern geduldig ausdauernd auf dem Weg des Opferns zu verbleiben,  da Gott die Geduldigen (Ausdauernden) liebt.

     

    „Wisset Leute,  das Ihr nicht ehrenwerte Auszeichnungen und die Erfüllung Eurer hohen Hoffnungen gewinnen könnt, bis Ihr nicht Opfergeist und Ausdauer angesichts von Schwierigkeiten und Enttäuschungen Zeigt. Es wurde mir berichtet,  dass Muawiya unsere Endgültige Entscheidung bekannt wurde , das Krieg gegen ihn geführt werden soll,  und das wir gegen Syrien marschieren wollen, und nun marschiert er gegen uns. Ihr geht auch zur Nakhlich_Festung,  die Euch gehört. Möge Euer Gott Euch Gnade geben,  und mögen die Segnungen Gottes auf Euch sein. Wir wollen uns wieder in Nakhlich treffen,  und dann wollen wir die Aktion unternehmen , die Ihr und wir als geeignet erachten. “

     

    Angesicht dieser kurzen treffenden Worte wurden die Leute von solcher Furcht und Aufregung ergriffen,  als ob ein Siegel der Stille auf ihren Lippen gedruckt worden wäre,  und niemand gab eine bekräftigende Antwort.

    Abdi bin Hatam,  dieser fromme Krieger,  war so beeindruckt durch dieses Schweigen, das er zu schreien begann: „Wie weit seit Ihr von der Würde der Menschlichkeit abgeirrt´,  und wie sehr hat Euch diese Welt zu Toren gemacht! Der Sohn des Propheten (s.) , der Imam seiner Zeit,  ruft Euch auf ihm zufolgen und Ihr folgt ihm nicht. Ist es möglich , sich eine größere Schmach vorzustellen? Habt Ihr keine Angst vor Allahs Strafen?“

     

    Er betrat Nakhlich allein und schlug selber das Militärlager auf. Nach ihm hielten folgende Männer Reden: Gheis binSaad bin Abadich, Moaghal bin Gheis und Siad bin Saa Saatich Altamini. Imam Hassan (a.) betete für diese Krieger, und ohne zögern zog er aus zum Krieg gegen die Omaijjaden, die damaligen Feinde des Islam.

     

    Nach Geschichtsschreibern bestand die Armee aus 20 000 bis 40 000 Kriegern. Jeder Leser,  der diese Darstellung erwähnt, wundert sich,  was denn mit Imam Hassan (a.) geschehen war,  das er mit solch einer riesigen Armee Muawiya nicht besiegen konnte. Aber man sollte den wichtigen Punkt nicht übersehen: Je größer eine Menschenmenge ist,  die kein einheitliches Denken und Ziel hat,  wobei jeder auf sein eigenes Selbstinteresse bedacht ist,  und jeder in seinem eigenen Kopf Pläne gestaltet , umso größer werden die Nachteile , und die Möglichkeit einer Niederlage ist eher gegeben. Je größer die Schwierigkeit und Zerstreuung, desto größer wird die Schwäche und Erniedrigung sein.

     

    Wenn der ausgezeichnete Scheich Mufid,  der einer der großen Gelehrten des Islam ist,  auf diesen Punkt zu sprechen kommt,  sagt er,  dass die Armee Imam Hassans (a.) in fünf Hauptgruppen Aufgehspalten war,  und dass jede Gruppe ihr eigenes besonderes Ziel verfolgte und aus ihrem eigenen besonderen Grund dem Imam folgte,  und innerhalb der Gruppe gab es einzelne,  für die private Ziele wichtiger waren,  Folglich gab es keine Kraftkonzentration und nur ein Bündel aufgelöster Männer,  ungehorsam und den eigenen Begierden ergeben,  stand hinter Imam Hassan ibn Ali (a.).  Auf der anderen Seite hatte Muawiya das böse Ziel der Herrschaft über die muslimische Bevölkerung; er plünderte den Staatsschatz und schob die Prinzipien des Islam beiseite; er hatte seine Pläne schon vorher gut vorbereitet und hatte sich die Inhalte des Staatsschatzes der Moslems besonders für diesen Zweck angeeignet.  Außerdem hatte er eine Gruppe von ehrgeizigen Männern um sich gesammelt,  die begierig nach hohen Positionen in seiner Staatsverwaltung waren.  Folglich waren mehrere Faktoren gegen Imam Hassan (a.),  obgleich er innerhalb solch kurzer Zeit nach dem Märtyrertod seines Vaters aufgestanden war und gehandelt hatte,  um diesen gefährlichen Feind zu besiegen.

     

    Kaum ein Monat war vergangen,  als alle Vorbereitungen zur Zerschmetterung des Feindes zu einem Plan ausgereift waren.  Doch in seiner Armee herrschte Zersplitterung,  jede Gruppe hatte ihre eigenen Ideen; und das Wichtigste war,  dass die Propaganda der Kharidschiten-Gruppe die Wahrheit unterhöhlte und sogar Zweifel und Zögern unter den Leuten bezüglich des heiligen Status der Prophetenfamilie geschafft hatte; dadurch blickten die Leute ohne Ehrerbietung auf die Prophetenfamilie und verweigerten ihr die Gefolgschaft.  Auf der anderen Seite hatten Geld,  Überredung und korrupte Köderung die Feinde aufgestachelt,  mit dem Ziel den Reichtum der Moslems zu plündern und über deren Familie zu herrschen.  Dieser Wunsch konnte nur durch die Unterstützung von Muawiyas Kalifat herbeigeführt werden.

     

    Um die Religion Allahs zu retten,  musste Imam Hassan (a.) warten und den trügerischen Friedensvorschlag von Muawiya annehmen,  als er all diese Widrigkeiten sah.  Als die Spione und die Bestochenen ihre Aktivitäten begannen und die Armee Imam Hassans (a.) ihn verriet und sich mit Muawiya verbündete,  studierte Imam Hassan (a.) die wirkliche Situation der Moslems und des Islam in diesen düsteren und empfindlichen Umständen und verstand seine Verantwortung darin,  die Religion Allahs zu retten und die Menschen mit Allah bekannt zu machen.  Es sollte niemals eine Zeit kommen,  in der die Führung für die Leute aufhören sollte zu existieren und sie in Irrtum versinken sollten,  nicht mehr fähig,  die Wahrheit zu finden und daher anfällig für das Falsche.  Es musste immer ein Licht da sein,  damit die nach Wahrheit Ausschauenden es erblicken können,  und damit die Grundelemente der Gesellschaft nicht in die Irre gehen.

     

    In dieser Pause gedachte er,  dass der Heilige Prophet (s.) gesagt hatte: „Mein Nachkomme Hassan ist ein großer Führer,  den Gott bestimmt hat,  die Beziehungen zwischen zwei Muslimgruppen wiederherzustellen und das Mangelhafte auszugleichen und die leeren Stätten aufzufüllen.  „Hätte der Imam (a.) nicht den Friedensvorschlag angenommen (diese Aktion gefiel Gott) und so die Warheit über Muawiya und seine betrügerischen Pläne der Welt nicht enthüllt,  dann wäre die Trennung zwischen den Prinzipien der Gruppe,  die Gott verehrte,  und denjenigen,  die ihren Begierden folgen,  nicht klar offenkundig geworden,  und die beiden Gruppen wären der Welt nicht so offengelegt worden,  wie sie wirklich waren.  Wäre er gezwungen gewesen,  den Krieg fortzusetzen,  sein Leben zu verlieren und das Leben seines Bruders und das ihrer treuen Anhänger,  dann hätte Muawiya zweifellos einen Sieg gegen sie errungen und folglich die Bevölkerung im Namen des Islam regiert,  und er hätte seine vergiftete Gesinnung in der ganzen muslimischen Welt ausgebreitet.

     

    Die Glaubenstreuen hätten keine Alternative zu den absurden Erzählungen von Dattelessern und Ungläubigen gehabt; sie wären täglich der Unterdrückung und der Ungerechtigkeit der Feindesausgesetzt worden.  Das Blut von Imam Hassan (a.) und seinen Anhängern wäre vergeblich vergossen worden.  Noch wichtiger war,  dass zukünftige Moslems und jene,  die mit der Wahrheit werden wollten,  kein Vorbild der Wahrheit und der Vortrefflichkeit vor sich gehabt hätten,  und es kein Band der Wahrheit zwischen der Vergangenheit und der Zukunft gegeben hätte.  Der Islam,  den Muawiya den Leuten aufzwingen würde,  hätte Vorschriften mit sich gebracht,  die das Blut von Moslems vergossen hätte,  um die Herrschaft der Entartesten Individuen über die Prinzipien und Eigenschaften der Moslems aufzurichten.

     

    Wie hätte solch eine Religion für die Leute annehmbar sein sollen? Unvermeidlich hätte der Islam der Zukunft keine Beziehung mit dem vom Propheten gebrachten Islam gehabt,  und kein Individuum wäre übergeblieben,  um die Kontinuität zu wahren und den Leuten die wahre Religion Allahs zu lehren.  Es hätte nur Menschen gegeben,  die all die Gesetze und Vorschriften zu ihrem eigenen Vorteil umgeschrieben und umgedeutet hätten.

     

    Daher begriff der Imam mit klarer Einsicht diesen wichtigen Aspekt und begann sofort eine andere Form des Widerstandes.  Durch Abschluss eines Friedensvertrags,  von dem neun Punkte des Dokuments das Kalifat Muawiyas annullierten,  unterminierte er Muawiyas Anordnungen für Ungerechtigkeit und Unterdrückung,  und er selbst offenbarte die Wahrheit durch Sanftmut und Geduld und zeigte den Moslems und den zukünftigen Generationen,  dass solche Moslems den Islam nicht kannten.  Denn der Islam lässt Ungerechtigkeit und Unterdrückung nicht zu.

     

     

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    Quelle: http://www.erfan.ir/article/article.php?id=36087