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    Imam Hussein a.s und seine große Menschlichkeit

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    Der Prophet erfuhr, dass Umme Aiman, die einmal den Propheten gepflegt hatte, unablässig weinte. Der Prophet ließ sie holen und fragte sie: „Warum weinst du?“ Da erzählte sie von einem Traum: „O Prophet! Ich habe geträumt, dass ein Stück von eurem Körper abgetrennt wurde und in mein Haus hineinfällt.“  Da tröstete sie der Prophet: „Meine Tochter Fatima hat einen Sohn zur Welt gebracht.

     

    Du wirst ihn großziehen. So wird ein Teil meines Körpers in deinem Hause sein!“Der Prophet betrat mit dem kleinen Imam Hussein auf der Schulter die Moschee und sagte: „Ihr Leute! Dies ist Hussein der Sohn des Ali , der die besten Vorfahren hat. Sein Großvater ist Mohammad, der Gesandte Gottes und der Anführer der Propheten und seine Großmutter ist Chadischeh die Tochter des Chuwailid, die erste Frau, die sich zu Gott und seinem Propheten bekannte.  Seine Mutter ist Fatima, die Tochter des Mohammad und die Frau aller Frauen. „

     

    Dann ließ er gemäß Tarich-i Bin Askari  das Kind absteigen und spielen und verkündete, dass dessen Großeltern und Eltern  ins Paradies gelangen und Hussein und sein Bruder Paradiesbewohner sein werden.

     

    Heute ruht Hussein aleihe salam seit langem in Karbala, Irak. Dort betrittst du  ein Stück Erde, auf dem sich eines der größten Epen in der Geschichte ereignet hat: ein Stück Erde mit zahllosen Erinnerungen, die das Herz bedrücken und zugleich dem Menschen den Geist des Kampfes gegen das Unrecht lehren.

     

    Karbala birgt in seinem Erdreich einen großartigen Menschen, der das Sinnbild der Opferbereitschaft ist.

     

    Wenn du die heilige Ruhestätte Imam Husseins betrittst, verspürst du etwas von dieser  Größe. Bescheiden und respektvoll beginnen die Pilger das Pilgergebet zu sprechen. Sie grüßen den ewigen Helden des Islams und der Muslime: O mein Freund, ich bezeuge, dass du ein Licht bist, das niemals in der Geschichte von der Unwissenheit verschmutzt wurde , dass du eine feste Säule der Religion bist und eine Festigung für die Gläubigen. Die bist ein rechtschaffener gottesfürchtiger Imam , das Symbol für Rettung und ein fester Halt bei der Rechtleitung. Du bist ein Zeugnis Gottes unter den Erdenbürgern.“

     

    In  geringer Entfernung von dem Schrein Imam Husseins a.s.liegt ein schmaler Gang,  der zu einer Kammer führt. Auch dort ist ein kleiner Wandschrein und in ihm brennt ein rotes Licht. Hier ist die Stelle, wo sie Hussein a.s.,  den Liebling des Propheten, zum Märtyrer machten. Diese Stelle liegt etwas tiefer und nennt sich „Grube des Tatortes“.

     

    Der Schrein von Imam Hussein ist 6-eckig.  In den beiden zusätzlichen Ecken liegen Ali Akbar, der tapfere Sohn von Imam Hussein und Imam Sadschad a.s., der einzige Sohn Imam Husseins, der das Gefecht in Karbala überlebte, begraben. Beim Grab des  Imam Hussein a.s. gibt es eine weitere Stelle mit einem großen Stahlfenster über dem die Namen der anderen Märtyrer von Karbala stehen, die hier beigesetzt wurden.

     

    Wer nach Karbala geht, der schließt ein Bündnis mit Imam Hussein – das Bündnis seinen Weg und sein Ziel nicht zu vergessen.

    Nicht nur heute gedenken die Menschen des Imam Hussein a.s. Wir begegnen auch in der Geschichte dem Gedenken an ihn.

     

    Aber Abbasidenkalifen wie Mutawakil waren streng dagegen. Sie bekämpften die Nachkommen des Propheten. Als Motawakil sah, dass sich die Menschen am Grab Imam Husseins versammeln, befahl er , man solle die Grabstätte zerstören und die Leute vertreiben . Aber nach einiger Zeit haben die Anhänger des Imam Hussein, wieder sein Grabmal aufgebaut und haben sich wieder an seiner Grabstätte versammelt.

     

    Heute ist Karbala überfüllt mit Anhängern des Weges Imam Husseins.

    Gerade spricht ein Geistlicher zu einer Gruppe von Pilgern über Imam Hussein und sein ewiges Heldenepos, über seine Tapferkeit und die Größe seines Geistes.

     

    Er würdigt seine Großzügigkeit und seinen Gerechtigkeitssinn, seine Gottesfürchtigkeit und seine ausschließliche Gottesliebe, und sagt: „Imam Hussein hat sich geopfert, um den Glauben wiederzubeleben und um in der Gesellschaft wieder die Gerechtigkeit und freiheitliches Denken herzustellen. Seine Persönlichkeit ist gleichbedeutend mit einer Kultur. Diese Kultur stellt sich der Menschheit vor.

     

    Hussein Ibn Ali weiß, dass die Gerechtigkeit und das freiheitliche Denken für eine Gesellschaft so lebenswichtig sind wie Luft für die Lunge. Hussein ist Bannerträger der Menschlichkeit und Nachfolger so großer Persönlichkeiten wie Abraham, Moses, Jesus und Mohammad (s.).

     

    Er ist das Wahrzeichen für Freiheit suchende Menschen und den  Kampf gegen die Unterdrücker.  Im Mittelpunkt seines hohen Denkens stehen Recht und Wahrheit. Nach diesen forderte er in seiner  Bewegung, ebenso wie  nach der Würde des Menschen.

     

    Schahid Ajatollah Motahhari  sagt : „Hussein Ibn Ali a.s. ist ein großer Geist, ein Geist der heilig ist. Wenn der Geist wächst, muss  der Körper Mühen auf sich nehmen,  während ein kleiner Geist nach den körperlichen Verlangen strebt und dem gehorcht, was der Körper gebietet.

     

    Ali a.s. hat seinem Sohn Hassan a.s. empfohlen: Mein Sohn.  Bewahre deinen Geist vor allem was niedrig ist.“…

     

    Am Nachmittag des Aschuratages scheint – so sagt Schahid Motahari – der edle Mensch zu sterben und nur scheinbar große Menschen,  die ihr Ich vergöttern, scheinen zu siegen. Aber der edle Mensch, nämlich Imam Hussein, lässt eine Bewegung entstehen. Weil er einen edlen Geist besitzt, ist er aufgestanden, um die unheilvollen Zustände  der Gesellschaft zu bekämpfen und hat er  gesagt: `Ich sehe im Tod nichts anderes  als Glück und in dem Leben mit diesen Unterdrückern nichts anderes als Schmach.`“

     

    Wenn wir auf dem Boden von Karbala stehen, denken wir an die Worte des Propheten, der über Imam Hussein gesagt hat: „Hussein ist von mir und ich bin von Hussein!“  Nur 50 Jahre nach dem Abschied des Propheten von den Menschen, sind diese in einem Riesenheer gegen Imam Hussein angetreten. Sie hatten offensichtlich diese Worte des Propheten vergessen und so kam es, dass sie jene große historische Tragödie  in Karbala  heraufbeschworen.

     

    Im Sahih Buchari steht geschrieben das Anas Ibn Malik gesagt hat: „Ich war bei Ubaidullah Ibn Ziyad zu Hofe, als sie das Haupt des Imam Hussein in einer Schüssel in den Saal hineintrugen. Ibn Ziyad wies mit einem Stock auf das Gesicht des Imam und sagte: „Ich habe noch nie ein so edles Gesicht gesehen.“ Ich sagte: „Ibn Ziyad! Weißt du denn nicht dass Hussein Ibn Ali dem Propheten Gottes von allen am meisten ähnelt?“