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    Imam Mohammad Taqi Dschawad-ul Aimah – Quelle des Großmutes und der guten Werke (anlässlich des Jahrestages seiner gesegneten Geburt)

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    Imam Dschawad (a.s.) sagt: Drei Dinge sind es, die den Menschen in den Paradiesgarten Gottes gelangen lassen: erstens: sehr häufiges Beten um Vergebung, zweitens: ein mildes Wesen, drittens: viele Spenden. (aus Masnad ul Imam Al Dschawad , S. 247)

     

    Der neunte Imam der Schiiten, der edle Dschawad (a.s.) erblickte am 10. des Monats Radschab 195 nach der Hidschra und dem Mondkalender ( 811 n. Chr.) in Medina das Licht der Welt. Er trug den Namen Mohammad und wurde als „Dschawad“ und „Taqi“ bekannt. Dieser Imam hatte noch andere Beinamen wie „Razi“ und „Motaqi“. „Taqi“ – „der Gottesfürchtige“ – ist allgemein sein bekanntester Beiname. Die Iraner nennen ihn jedoch meistens bei dem Beinamen „Dschawad“ – „der äußerst Großzügige“ – oder „Dschawad-ul Aimah“. Seine werte Mutter hieß Sabikah (Chaizran).

     

    Als sein Vater Imam Resa aleihe salam den Märtyrertod fand und zu Gott zurückkehrte, war Imam Mohammad Taqi a.s. erst 8 Jahre alt. Das war Ende des Monats Safar, im Jahre 203 (ca. 819) n. Chr.)und somit ging das hohe Amt des Imamats (des Führungsauftrages) an seinen Sohn, Mohammad Taqi, Dschawad-ul Aimah (a.s.) über.

     

    Der Abbasidenkalif Mamun fürchtete wie die anderen Abbasidenkalifen den spirituellen Einfluss der Unfehlbaren Imame und des Bekanntwerdens ihrer Tugenden unter dem Volk. Deshalb versuchte er Dschwadal-ul Aimah , den Sohn Imam Resas, unter seine besondere Kontrolle zu nehmen. Mamun gab Imam Dschawad (a.s.) seine Tochter Umm-ul Faisal zur Frau, damit er im Hause des Imams jemanden hatte, der den Imam ständig im Auge behält. Die fortwährenden Bekümmernisse, die Imam Dschawad (a.s.) seitens dieses „Spitzels“ im eigenen Hause, bereitet wurden, sind in die Geschichte eingegangen.

     

    Schon gegen seinen Vater, Imam Resa (a.s.) hatte Mamun die Taktik der Einberufung von Disputationen eingesetzt. Er wollte auf diese Weise den Imam in einen Engpass treiben (durch Fragen, die dieser– wie er fälschlich glaubte – nicht beantworten könnte). Eine solche Taktik setzte Mamun auch gegen Imam Dschawad a.s. ein, insbesondere zu Beginn dessen Imamats, als Imam Dschawad noch sehr jung war. (Diesselbe Taktik benutzte nach ihm auch der Abbasidenkalif Moatasem). Mamun war sich nicht klar darüber, dass die Stufe des Welayat (Verwaltungsamtes) und Imamats, welche ein Geschenk Gottes ist, nichts damit zu tun hat, wie jung bzw. wie alt jemand ist.

     

    Der Edle Dschawad (a.s.) hat in seinem zarten Knabenalter – so jung wie er war – an diesen wissenschaftlichen Streitgesprächen teilgenommen und zwar in einer Epoche, in der die verschiedenen islamischen und nicht-islamischen Glaubensgruppen erstarkt waren, es große Gelehrte gab und die Wissenschaften und Fähigkeiten anderer Völker sich weiter entwickelt hatten. Auch waren viele Bücher in die arabische Sprache übersetzt worden und standen zur Verfügung. Imam Dschawad hat mit dem Gott gegebenen Kapital des Imamats, welches aus der Quelle der absoluten Welayat und der Inspiration Gottes hervorgegangen war, wie seine Väter und edlen Vorfahren die Islamischen Gebote verbreitet, gelehrt und gelenkt und zahlreiche Fragen geklärt.

     

    Da der geehrte Imam Dschawad a.s. der erste Imam war, der im Kindesalter das Amt des Imamats übernahm, taucht natürlich bei der Betrachtung seines Lebens sofort die Frage auf, wie ein junger Knabe diese entscheidende und schwere Verantwortung des Imamats und der Führung der Muslime übernehmen kann. Ist es möglich, dass ein Mensch in diesem Alter die Stufe der Vollkommenheit erreicht, um Nachfolger des Propheten Gottes sein zu können? Und hat es bei früheren Völkern ähnliches gegeben?

     

    Es trifft zu, dass normalerweise der Abschnitt der geistigen und körperlichen Entwicklung zu einer bestimmten Zeit beginnt und endet, und erst nach seinem Ablauf Körper und Seele ihre Vollendung erreicht haben. Aber warum soll Gott der Allmächtige und Weise nicht, wenn es zum Wohl gereicht, diesen Abschnitt für einige seiner auserwählten Diener auf weniger Jahre verkürzen? Es hat unter den Menschen schon immer einige gegeben, die eine Ausnahme von der üblichen Regel bildeten und die dank der besonderen Huld, die ihnen seitens des Schöpfers der Welt zuteil wurde, im Kindesalter den hohen Rang, Führer eines Volkes zu sein, erhielten.

     

    Wir beglückwünschen alle zu dem Jahrestag der Geburt Imam Dschawads aleihe salam – des Imams der Reinheit und Helligkeit, des wegführenden Sterns für die Menschen, des wertvollen Schatzes für Großmut und Großzügigkeit, des hohen Gipfels der Tugenden: Blütenblatt vom Baume des göttlichen Segens und Auserwählter Gottes, des Ewigen.

     

    Quelle: Taghrib.de