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    Interessanter Rückblick auf Standpunkte in Albanien in der Vergangenheit

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    Albanien ist ein Land mit westlichem Potential, ethnischen Wurzeln im Westen und westlicher Einstellung. Aber zugleich sind 70 Prozent der Bevölkerung Muslim. Europa ist nicht gegen den Islam in Albanien und die Mitgliedschaft dieses Landes in der Konferenz Islamischer Länder. Es leben viele Muslime in Europa und es gibt in sehr vielen europäischen Städten Moscheen.

     

    Die Mitgliedschaft Albaniens in der Organisation für Islamische Konferenz schadet nicht den Interessen dieses Landes oder denen Europas. Die Konferenz ist kein religiöser Mechanismus. Es ist die Konferenz von Ländern, die ein Drittel der Weltbevölkerung vertreten. Die selbständige Politik Albaniens, die Frage der Unabhängigkeit, der nationalen Identität und unserer nationalen Interessen erfordern Beziehungen zu Europa, den USA, zum Mittleren Osten, zu Ozeanien und den anderen Ländern.

     

    Auch die Türkei ist ein islamischer Staat. Aber dieser ist überhaupt nicht religiös und noch europäischer als Griechenland und Albanien (Situation in den 90iger Jahren). Der Islamische Fundamentalismus wird häufig als große Gefahr für die westliche Zivilisation bezeichnet. Dieser Fundamentalismus vertritt kein politisch-soziales oder ideologisches System, keine besondere Politik und keinen Staatsorganismus und irgendwelche Staatsabkommen. Wir müssen bekennen, dass die (Verwendung des Begriffes) „islamischer Fundamentalismus“ nichts anderes ist als ein propagandistischer Missbrauch. Der Fundamentalismus betrifft die Politik und nicht die Religion. Es sind Serbien und Griechenland, die seit längerer Zeit diese Propaganda schüren.

     

    Der ehemalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel hat auf seiner Ansprache vor der 5. UN-Vollversammlung in New York im Jahre 1995 den Meinungsaustausch zwischen dem Westen und der Islamischen Welt als eine der Grundlagen für die Herstellung von Frieden auf der heutigen Welt bezeichnet und seine Verstärkung gefordert. Er hat hervorgehoben, dass man den Islam nicht als gleichbedeutend mit Terrorismus und Fundamentalismus betrachten darf.

     

    Die Stimmen, die hin und wieder hinsichtlich der Ausbreitungslinie des islamischen Fundamentalismus in Albanien laut werden, lassen böswillige Absichten zunehmen und sind aus dem Munde unserer alten Feinde zu hören. Der Islam hat den Albanern niemals Probleme beschert, doch einige alte imperialistische Handhabungen in Europa und die ehrgeizigen expansionistischen Bestrebungen von Nachbarstaaten sind es, die eine solche Politik beinhalten. Wer Albanien islamischen Fundamentalismus vorwirft, betreibt das politische Spiel der Serben und Griechen und jeder anderen traditionellen Macht in Europa. Es ist nicht fair, dass jeder politische Kampf in unserem Land den religiösen Überzeugungen und der Freundschaft mit anderen Völker schaden soll. Heute wird die Planung von Intrigen hinsichtlich der Religion in den Dienst der Politik gestellt.

     

    Seit langem beruft man sich auf europäischer Ebene darauf, dass die Ottomanen auf dem langen Weg zu ihrem Imperium, auf den Koran gestützt und ihm folgend, sagten: „In der Religion ist kein Zwang.“ Der Prozess des Übertrittes der Albaner zum Islam hat mehrere Jahrhunderte gedauert. Dieser Prozess ereignete sich in einer besonderen Zeit und unter besonderen Bedingungen, und zwar als ein natürlicher historischer Werdegang und als eine spirituelle Besonderheit. Der italienische Autor Roberto Morozzo della Rocca hat dies in „Nationalität und Religion in Albanien“ beschrieben.

     

    Die Albaner haben sich zwar in der Mehrheit dem Islam zugewandt, sie haben aber niemals die Beziehungen untereinander und zum westlichen Europa abgebrochen und sich immer als Teil von Europa verstanden. Die albanischen Muslime sind Europäer und werden es bleiben. Die muslimischen Völker ragen wegen ihres religiösen Geistes und ebenso wegen ihrer klassischen islamischen Geduld heraus. Vom 7. bis 16. Jahrhundert haben die islamischen Länder antike Zivilisation nach Europa übertragen, die Weltkultur angeführt und Philosophie, Wissenschaft und Handwerk verbreitet.

     

    Persönlichkeiten wie Jean-Paul Sartre, Bertrand Russel und Bernard Shaw haben den Islam als eine Alternative für die Lösung vieler Probleme, unter denen die Menschheit leidet, anerkannt.

     

    Warum wird denen, die beim Blutvergießen in Kosovo die Hände im Spiel haben, nicht das Handwerk gelegt? Die Antwort lautet: Weil es zugunsten des orthodoxen Fundamentalismus in Belgrad, Athen und Moskau ist. Warum bleibt Europa nur Zuschauer der Lage in Kosovo und warum verteidigt es nicht die nationale und ethnische Einheit? Die Antwort lautet: „Damit die konfessionelle Zusammensetzung sich nicht zugunsten des Islams ändert!“

    Dieser anti-islamische „Wind“ wird schließlich zu einem anti-nationalen Orkan werden. Diesen Windströmungen zum Trotz, wird der Islam wegen seiner universalen Rolle weltweit begrüßt . Dutzende Gelehrte, Autoren und Intellektuelle überall auf der Welt haben sich zum Islam bekannt und sind zu opferbereiten Muslimen geworden. Ein Beispiel ist der amerikanische Astronaut Armstrong, der als erster den Fuß auf den Mond setzte und einige Zeit nach seiner Rückkehr auf die Erde ein rechtschaffener Muslim wurde.

     

    Trotz der verschiedenen Angriffe wird der Islam bei der Erfüllung seiner Aufgabe, die in der Überbringung der göttlichen Botschaft über die Brüderlichkeit zwischen den Völkern und den Frieden mit allen göttlichen Religionen besteht, weitere Fortschritte machen. Um den Platz, den die Religion im Leben der albanischen Bevölkerung einnimmt und die Beziehungen dieses Volkes mit anderen Ländern zu verdeutlichen, führen wir ein Zitat von Professor Najib Alkan, der in Gjirokastra zur Welt kam und in der Türkei studierte, an. Er sagt: „Die türkisch-albanischen Beziehungen sind 500 bis 600-jährige Geschichte. Es ist nicht die Religion, die uns mit der Türkei verbindet. Bei keiner der beiden Regierungen handelt es sich um eine religiöse Regierung. Mit anderen Worten: Die Beziehungen zwischen Albanien und Türkei sind nicht die Beziehungen zwischen zwei Mitgliedsstaaten der Islamischen Konferenz, sondern Beziehungen, die sich auf die weltweiten Grundsätze internationaler Beziehungen stützen. Der Islam erwidert eine Frage, welche die zivilisierte Menschheit von heute zu beantworten versucht, und zwar die Frage der Verknüpfung zwischen religiösen Überzeugungen und dem praktischen Leben.“

     

    Der Islam strebt wegen Erreichung des menschlichen Wohls danach die immateriellen und materiellen Aspekten des Gesellschaftsleben in harmonischen Einklang miteinander zu bringen. Dazu hat Goethe gesagt: „Wenn dies der Islam ist, dann leben wir alle im Islam.“

     

    Quelle: Botschaft der I.R.I.-Tirana, in Berufung auf die Zeitung Albania, 27.11.1988/ Taghrib.ir

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    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245934-albanien-br%C3%BCcke-zwischen-der-islamischen-welt-und-europa