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    Islam, Ernährung und Gesundheit 1

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    Das menschliche Bedürfnis nach Nahrung ist eines des wichtigsten und lebensnotwendigen Verlangen im alltäglichen Leben, das den Menschen von Geburt an bis zu seinem Tod begleitet. Alle Lebewesen sind fürs Überleben auf Nahrungsmittel angewiesen, so dass sogar die winzigsten Wesen, wie Zellen, ernährt werden müssen.

     

    Für das Wachstum, psychische und körperliche Leistungen sowie Fortbildung der Generationen wird also eine gesunde Ernährung benötigt. Eine angemessene und richtige Nahrung unterstützt die Gesundheit und Langlebigkeit der Menschen und spielt eine große Rolle bei deren geistiger und psychischer Weiterentwicklung. Seit etwa 200 Jahren wird die Ernährung aus Sicht der Wissenschaft betrachtet und man unterrichtet sie als eine wissenschaftliche Fachrichtung mit diversen Zweigen an Universitäten.

     

    Bis Anfang des 16. Jahrhunderts setzte man sich mit dem Thema „Ernährung“ nicht akademisch bzw. wissenschaftlich auseinander. Das Sesshaftwerden und die Gesellschaftsbildungen führten zu großen Veränderungen in der menschlichen Ernährungsweise.

     

    Laut historischen Forschungen bildeten sich die ersten Gesellschaften und Städte in Gebieten wie Mesopotamien, Westasien, Ägypten und Griechenland. Die ersten Stadtbewohner kannten sich mit der Landwirtschaft und Viehzucht aus und ernährten sich von ihren unterschiedlichen gewonnen Produkten.

     

    Dr. Ernest Herzfeld zeigt in seinem Buch „Die Industrie Irans“ auf, dass die Landwirtschaft zuerst im iranischen Plateau begonnen hat. Forschungen zufolge ist Iran das erste Land, in dem sich die Bewohner mit Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigten. Ausgrabungen in Schuschtar, Damqan, der Persepolis und auf dem Silk-Hügel in Kaschan zeigen, dass die Geschichte der landwirtschaftlichen Tätigkeiten in Iran auf 6000 Jahre zurückgeht.

     

    Ebenso führt die Ernährungsgeschichte in Griechenland auf, dass schon die alten Griechen Ernährung als sehr wichtig hielten und dort der Satz entstand: „Um den Geist zu stärken, darf man nie den Körper vergessen und man muss die Menschen zu Sport und richtigem Essen erziehen.“ In früheren Zeiten ernährten sich die Griechen normalerweise von Pflanzen und der Fleischverzehr von Schafen, Vögeln und Fischen sowie Zucker und Molkereiprodukten war nur unter einigen besonderen Schichten üblich. Olivenöl ist schon seit jeher bei den Griechen sehr beliebt gewesen und wurde auch damals schon konsumiert.

     

    Im alten Rom hingegen galt Getreide als Hauptgericht der Menschen und nur reiche Adelsleute konnten sich Fleisch leisten. Die alten Römer beschäftigten sich mit Landwirtschaft und aßen Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse. Nachdem dann das römische Reich entstand, änderte sich die Lebensweise der Bürger aufgrund diverser Eroberungen. Sie lernten neue Methoden kennen und es erschienen sogar Kochbücher wie das Kochbuch „Deipnosphistae“ von Athenaeus im zweiten Jahrhundert, in dem es Kochrezepte für Fleisch- und Gemüsegerichte gab und auch Informationen über die Ernährung.

     

    Schon in frühen Zeiten interessierten sich die damaligen Mediziner für Nahrungsmittel sowie deren Anwendung und Wirkung. Der Mensch war stets bestrebt, die Wirkung und den Nutzen dieser Mittel sowie deren Rolle in der Gesundheit herauszufinden, was schließlich die Ernährungswissenschaft zur Stande brachte. Damit ist eine Wissenschaft gemeint, in der verschiedene Vorgänge, vom Gewinn des Nahrungsmittels bis zu dessen Nutzung durch den Menschen untersucht und erforscht werden. Diese Wissenschaft zeigt uns auf, welche Wirkung die Nahrungsmittel auf unseren Körper und unsere Seele haben können.

    So wurden die Menschen davon unterrichtet, dass jedes Lebenswesen Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe sowie Vitamine und Wasser benötigt, um das Wachstum und die Gesundheit der Zellen gewährleisten zu können.

     

    Gesundes Essen ist die wichtigste Energiequelle eines Menschen und es entwickelt zugleich neue gesunde Körperzellen. Es hält die normale Körpertemperatur konstant. Wenn man eine gesunde Nahrung beschreiben möchte, könnte man wie folgt sagen: Jeder ess- und trinkbare Stoff, der eine Rolle auf unsere Körperfunktion und das Wachstum hat, wird als Essen bezeichnet. Laut dieser Beschreibung sind Zutaten wie Gewürze, Aromen und Farben keine Nährstoffe.

     

    Gesunde und angemessene Nahrungsstoffe wie Eiweiß, Mineralien, Zucker und Kohlenhydrate sollten täglich verzehrt werden. Sie haben unterschiedliche Funktionen für den Körper. Zum Beispiel schützt Eiweiß das Gewebe und baut es wieder auf oder es bildet ein neues Gewebe. Vitamine, Mineralstoffe und Wasser sind für das normale Wachstum eines Menschen wichtig. Vitamine haben keine Kalorien, aber sie sind für die Energiegewinnung sehr wichtig. Fette, Wasser und Süßstoffe gelten als Energiespeicher für den Körper. Falls ein Mensch diese verschiedenen Stoffe täglich nicht zu sich nimmt, wird er mit diversen Problemen wie Wachstums- oder Durchblutungsstörungen sowie mangelnde Knochenfestigkeit konfrontiert.

     

    Bestimmt haben auch Sie schon sehr dünne Menschen gesehen, die schwach sind und eine fahle Gesichtsfarbe haben. Solche Menschen haben Mangelerscheinungen.

     

    Mangelernährung bedeutet aber nicht nur, zu wenig Nahrung zu sich zu nehmen, sondern auch zu viel Essen oder eine falsch zusammengestellte Nahrung führen zu diesem Problem, das behandelt werden muss. Ansonsten kann es im menschlichen Körper zu Störungen kommen oder seinen Tod zur Folge haben.

    Zum Beispiel ist zu viel Vitamin A gefährlich und viel Energie kann dick machen. Mediziner sind der Meinung, dass das viele Essen Herz- und Kreislauf-Probleme verursacht.

     

    Die Ernährungswissenschaft ist ein diskussionsreiches Thema, mit dem man tagtäglich zu tun hat. Gesunde Ernährung und bestimmte Diäten für besondere Krankheiten (besonders Herz-Kreislauf-Probleme) werden auch von dieser Wissenschaft behandelt.

    Da Essen ein menschlicher Genuss ist, sollte es auch nach richtigen Grundlinien stattfinden. Ein angemessenes Ernährungsprogramm kann diesen Genuss zu einer Langlebigkeit führen. Während köstliche Gerichte durch Exzesse viele Krankheiten und Leiden verursachen.

     

    Der Islam, als eine vollkommene Religion, hat dem Menschen viele wertvolle Informationen über richtiges Essen dargeboten. In verschiedenen islamischen Überlieferungen wurden Themen wie die Auswahl einer gesunden Nahrung bis Essmanieren angesprochen. Interessant ist auch, dass zudem Themen, wie die Auswirkung verschiedener Nahrungsmittel auf Körper und Seele behandelt wurden. Die heutige Wissenschaft bestätigt erst jetzt viele dieser islamischen Empfehle über Nährstoffe. Zum Beispiel wurden schon im Heiligen Koran einige Obstsorten und Nahrungsmittel erwähnt, über deren Wirkung und Nutzung die Wissenschaftler und Forscher erst später zu sprechen kamen.

     

    Zum Beispiel wurde Honig im Heiligen Koran als Heilmittel bezeichnet. Dr. Khodadadi, ein Koran-Medizinforscher stellte nach vielen Forschungen fest, dass unterschiedliche Honigsorten auf verschiedene Krankheiten einwirken können. Er sagt: „Der gewonnene Honig von Lotusbäumen kann Diabetes regulieren und die Zuckerwerte im Blut reduzieren.“

     

    Auch andere Wissenschaftler aus fortgeschrittenen Ländern bestätigen, dass natürlicher Honig als Heilmittel gilt. Im Allgemeinen sind die Geheimnisse der Gesundheit ein wichtiges und interessantes Thema für die Menschheit. In der Hoffnung, dass die Forschungen der Wissenschaftler einen richtigen Weg für die Menschheit darlegen können.

     

    In der nächsten Folge, wollen wir über die wertvollen Stellungnahmen des Islam im Zusammenhang mit „Ernährung“ sprechen. Bis dahin, liebe Hörerfreunde, Gott schütze Sie!

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245970-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-1