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    Islam, Ernährung und Gesundheit 13

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    Guten Tag liebe Hörerfreunde, wir sind mit einer neuen Folge der Beitragsreihe „Islam, Ernährung und Gesundheit“ für Sie da. Heute werden wir über die Wichtigkeit der Hygiene bei der Ernährung und bei der Gesundheit sprechen. Bleiben Sie also dran!
    Menschen lieben von Natur aus die Gepflegtheit und das Schönsein. Der Mensch genießt es, wenn die Wohnung vor Sauberkeit strotzt, die Kleidung schön ist und das Gesicht Fröhlichkeit ausdrückt. Dagegen verabscheut er Schmutz und Unreinheit. In islamischen Lehren wurde der Sauberkeit und Reinlichkeit viel Aufmerksamkeit geschenkt. Der Islam schätzt die Reinheit von Körper und Seele. Daher werden manche Sachen als „Nadsches“ (unrein) bezeichnet und um sie säubern zu können, werden Methoden vorgestellt, die im Islam Motaharrat heißen. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Regenwasser, Sonnenstrahlen und Erde. Aus der Sicht dieser Religion ist Unreinlichkeit und Schmutz Grund für Armut und Krankheit und meistens werden sie als „Satane beschrieben. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, sprach: „Sammelt euren Müll nicht in ihrer Wohnung und entsorgt ihn, denn dies ist der Ort, wo sich Satan, gleichgestellt mit Schmutz und Mikroben, aufhält… Das Waschen des Geschirrs und die Hygiene in Haus und Garten, vermehren die Gaben Gottes.“

     

    Die islamischen Lehren über Hygiene haben eine stabile Grundlage, die man in keiner anderen Religion wieder finden kann. Der Islam sieht Körperpflege und Sauberkeit als sehr wichtig an und ist der Ansicht, man sollte für die Gesundheit auf zu vieles oder zu weniges Essen verzichten. Außerdem fordert er den Menschen auf, sich von allem was für seine Gesundheit schädlich ist, wie Alkoholgetränke und Suchtgifte, fernzuhalten.

     

    Die Lebensmittelhygiene sowie die richtige Art deren Anwendung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen. Unreine Köstlichkeiten können sehr schädliche Folgen mit sich bringen. Im Koran fordert Gott die Menschen auf, reine Nahrung zu sich zu nehmen und in der Sure 81 steht: „Esst von den Dingen, mit denen wir euch versorgt haben…“

     

    Hygienisch einwandfreies und gesundes Essen wie Gemüse und Obst versorgen die Körperzellen mit den besten Stoffen. Imam Sadeq (s.a.) sagt über die Sauberkeit von Früchten wie folgt: „Jede Frucht birgt Gift in sich, daher sollt ihr die Früchte mit Wasser waschen und säubern.“

     

    In der damaligen Zeit, wo keiner die Mikroben kannte und die mikroskopischen Lebewesen unbekannt waren, beschrieben der Prophet und seine Nachkommen, die Unreinheit und die Bakterien als Satan oder Gift. Sie hatten die Absicht, dadurch die Menschen vor Schmutz und Krankheit zu schützen.

     

    In manchen islamischen Lehren wurde erwähnt, bestimmte Obstsorten nicht zu schälen. Inzwischen wird dies auch schon von den Medizinern bestätigt. Verzehrt man Obstsorten wie Apfel und Quitte mit der Schale, so werden mehr Vitamine absorbiert, denn die wichtigsten und nährreichsten Substanzen befinden sich in der Schale und der Randschicht.

     

    Aber auch die Frische spielt bei der Hygiene und Gesundheit eine große Rolle. Die Verwendung von frischem Fleisch, Obst und Gemüse wird immer wieder nicht nur von Medizinern empfohlen, sondern auch im Koran und in den islamischen Lehren wird darauf hingewiesen. Prophet Mohammad, Friede sei mit Ihm, aß jedes Obst zu seiner bestimmten Zeit. In einer Überlieferung steht geschrieben: „Esst vom Obst in einer Zeit, wo es noch frisch ist, denn da ist es gesund für den Körper und beseitigt den Kummer. Wenn die Zeit vorbei ist, esst nicht mehr von ihm, denn es birgt Krankheiten für den Körper in sich.“

     

    Frische Nahrungsmittel zu verzehren, ist der Schlüssel um jung zu bleiben. Heutzutage wurde dies auch von Wissenschaftlern bestätigt. Frisches Obst und Gemüse verhindert wegen ihrer vielen Antioxidantien das Altwerden. Die meisten chemischen Pflanzenpigmente haben eine antioxidantische Wirkung, sie lösen sich im Körper auf und verhindern das Absterben von Zellen.

     

    Eine weitere Empfehlung im Islam lautet, das Fleisch nicht ungewaschen zu genießen. Darüber gibt es eine Überlieferung von Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, der sagte: „Mein Bruder Jesus Christi wanderte durch eine Stadt. Da fiel ihm auf, dass die Bewohner alle fahl im Gesicht waren. Sie beklagten sich bei ihm über ihre Krankheit und ihre Beschwerden. Jesus antwortete: Die Heilung liegt bei euch selbst. Ihr esst von dem gekochten Fleisch, das ihr vorher nicht gewaschen habt. Aber kein Lebewesen stirbt ohne Unreinheit. Danach reinigten die Bewohner ihr Fleisch vor dem Kochen mit Wasser und somit wurden sie auch von ihren Leiden geheilt.“

     

    Ein russischer Mikrobiologe, erklärte dazu: „Zeitiges Altwerden und Krankheiten erobern dann den Körper, wenn giftige Mikroben durch verdorbenes Essen in den Darm eindringen und ihr Gift in den Adern verbreiten.“

     

    Da der Prophet und seine Nachkommen über die Geheimnisse der Welt Bescheid wussten, haben sie in ihren wissenschaftlichen Reden, oft diese Tatsachen ans Tageslicht gebracht und Geheimnisse enthüllt. Dschodschrani, ein Freund vom Imam Reza (s.a.) fragte ihn: „Was bedeutet, Gott sieht und hört alles?“ Imam Reza antwortete: „Gott kennt die ganze Wahrheit über alle Lebewesen. Siehst du die Wiederspiegelung seiner Macht nicht in den Pflanzen und Kleintieren wie Mücken oder sogar noch kleineren Lebewesen die wir mit unseren Augen nicht mehr wahrnehmen können. Wesen, die man aufgrund ihrer Winzigkeit nicht in männlich oder weiblich unterscheiden kann. Diese Tiere leben in den Meereswellen, unter den Baumstammschichten und in Wüsten und Tälern und da sie äußerst winzig sind, werden sie weder gesehen noch berührt.“ Es ist interessant, dass Imam Reza vor hunderten Jahren, wo es noch keine Mikroskope gab und die Mikroben noch nicht erforscht waren, über Mikroben und Viren sprach und auch darüber wie sie sich vermehren.

     

    Die Hände kommen tagtäglich mit verschieden Objekten in Berührung und werden dadurch auch verunreinigt. Daher ist es wichtig, sie vor dem Essen immer zu waschen. In islamischen Überlieferungen heißt es, dass Händewaschen die Lebensdauer verlängert. Imam Ali (s.a.) sprach: „Wenn man sich vor und nach dem Essen die Hände wäscht, wird man dadurch länger leben.“

     

    Auch die Hygiene der Nägel und ihr regelmäßiges Kürzen, sind im Islam von wichtiger Bedeutung. Nägel gehören zur Haut und bestehen aus Keratin. Unter den Fingernägeln ist ein geeigneter Ort für Bakterien und weitere Parasiten, die Infektionen auslösen können, daher sollte man sie auch regelmäßig schneiden. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, sagte: „Nägel zu schneiden, verhindert das Auftreten von schweren unheilbaren Krankheiten und es vermehrt die Gaben Gottes.“

     

    Nun bedanken wir uns für Ihre Aufmerksamkeit. In der nächsten Folge werden wir weiter über dieses Thema sprechen. Bis dahin, liebe Hörerfreude, Gott schütze Sie!

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247229-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-13