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    Islam, Ernährung und Gesundheit 14

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    Ein Weg, um sich vor Krankheiten schützen zu können, ist die Beachtung von Sauberkeit und Hygiene, denn diese beiden Faktoren spielen eine sehr große Rolle bei der Gesundheit eines jeden Menschen.
    Auch im Islam wird sehr viel Wert auf Sauberkeit und Hygiene gelegt und es sind zahlreiche Empfehlungen darüber vorhanden. In der letzten Folge wurden manche hygienische Überlieferungen im Zusammenhang mit Lebensmitteln und der Umwelt erwähnt. Heute stellen wir Ihnen weitere islamische Empfehlungen über die Ernährung und Sauberkeit vor.

     

    In der letzten Folge haben wir erklärt, dass das Waschen von Lebensmitteln wie Fleisch, Obst und Gemüse sehr wichtig sind. In den Überlieferungen steht, dass man Fleisch nicht roh essen, sondern kochen soll. Islamische Gelehrte raten vom Verzehr von rohem Fleisch ab. Imam Reza (s.a.) erwähnte, dass das Rohfleisch im Körper Würmer produziert und auch Mediziner haben dies bestätigt.

     

    Imam Baqer (s.a.) sagte: „Prophet Muhammad (s.a) riet die Menschen vom Verzehr von rohem Fleisch ab und sagte, dass dieses Verhalten wilden Tieren gleicht.“

     

    Heutzutage wird in verschiedenen Ländern das Fleisch gebraten. In manchen islamischen Ländern wie in der Türkei und in Iran zählt gebratenes Schaf- oder Rindfleisch zu den köstlichsten Speisen. Musa Ibn Bekr traf einmal Imam Kazim (s.a.). Er fragte ihn: „Warum bist du so fahl im Gesicht?“ Er antwortete: „Das Fieber hat mich sehr geschwächt.“ Der Imam empfahl ihm, Fleisch zu essen. Er aß eine Woche lang Fleisch und als der Imam ihn wieder sah, war er immer noch schwach und fahl im Gesicht. Imam Kazim sagte zu ihm: „Habe ich dir nicht gesagt, dass du Fleisch essen solltst?“ Ibn Bakr antwortete: „Seitdem Sie mir dies empfohlen haben, habe ich außer Fleisch nichts mehr gegessen.“ Darauf sagte der Imam: „Wie hast du das Fleisch denn verzehrt?“

     

    „Ich habe es im Wasser gekocht“, antwortete der Mann. Nun sagte Imam Kazim, er müsse das Fleisch braten.

    Nach einer Woche rief der Imam Ibn Bakr zu sich und sah, dass es ihm wieder besser ging und er nicht mehr fahl im Gesicht war.

     

    Das richtige Kauen und Zerkleinern der Nahrung ist ein weiterer wichtiger Punkt, der im Islam behandelt wurde. Dr. Reza Paknedschad, schrieb in seinem Buch „Erste Universität und letzter Prophet“ über die Rolle des Kauens im Zusammenhang mit der Gesundheit des Menschen.

     

    „Wenn man das Essen in kleineren Portionen zu sich nimmt und richtig kaut, so werden 95% des Eiweißes in Aminosäure umgewandelt und dadurch wird das Eiweiß besser absorbiert“. Er weiter: „Wenn man die Nahrung länger im Mund behält und richtig kaut, so wird deren Temperatur durch den Mundspeichel reguliert. Eine sehr heiße bzw. sehr kalte Speise wird also zuerst der Körpertemperatur angepasst und wandert erst dann in den Magen. Und dieser Prozess ist sehr magenfreundlich.“ Dr. Paknedschad schreibt über die Folgen der Aufnahme einer nicht gut gekauten Nahrung: „Der größte Nachteil davon ist, dass man obwohl man viel isst, immer wieder Hungergefühl hat. Aber wenn man eine Mahlzeit richtig kaut, so kann sie ausreichend Energie abgeben. Schlechtgekaute Nahrung führt zu Magenschmerzen und zu Magenproblemen. Ein Teil davon wird auch wieder vom Körper ausgeschieden.“

     

    Imam Ali sagt über die Essmanieren wie folgt: „Man soll im Namen Gottes mit dem Essen beginnen, die Nahrung richtig kauen und noch bevor man satt ist, damit aufhören.“

     

    Ein weiterer Weg gesund zu bleiben, ist der Verzicht auf sehr kalte oder sehr heiße Getränke und Speisen. Mediziner sind der Meinung, dass diese die Speiseröhre beschädigen können. Dr. Amir Hussein Faqihi, ein iranischer Gastrologe, sagte darüber: „Heiße Nahrungsmittel können aufgrund ihrer hohen Temperatur das Verdauungssystem verbrennen, heiße Getränke sind sogar noch schädlicher. Sie schaden dem Speichel, der Kehle, der Speiseröhre und dem Magen und so wird ein großer Teil des Körpers verbrannt.“

     

    Imam Ali (s.a.) erzählte, man habe eines Tages für Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, eine heiße Speise vorbereitet, woraufhin er sagte: „Lassen wir das Essen abkühlen. Gott hat die Nahrung nicht als Feuer für uns vorgesehen, der Segen befindet sich in milden Speisen.“

     

    „Vorbeugen ist besser als Heilen“, Sie haben diesen Satz bestimmt schon mehrmals gehört. Es gibt viele Wege, um sich vor Krankheiten zu schützen. Einer davon ist die Sauberkeit des verwendeten Geschirrs. Seyyed Zia-al-Din Mazhari, ein Ernährungsexperte, sagte: „Man soll darauf achten, dass die Qualität des Kochgeschirrs genauso wichtig ist, wie das Essen selbst.“

     

    Um verhindern zu können, dass Schmutz und Mikroben ins Essen gelangen, soll man das Kochgeschirr immer zumachen. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, forderte die Menschen auf, das Essen nie offen herumstehen zu lassen. Außerdem sagte er: „Ihr solltet nie von der Seite eines Glases trinken, wo sich der Henkel befindet, denn dort lauern viele Mikroben.“

     

    Für alle ist die Wichtigkeit der Zahn- und Mundhygiene nach dem Essen bekannt. Die Zähne sind wie wertvolle Perlen, die sich im Mund, der als eine Muschel fungiert, befinden. Im Islam gibt es viele Überlieferungen über die Zahnhygiene und das Zähneputzen. Prophet Muhammad (s.a) sagte in diesem Zusammenhang: „Wenn es für die Menschheit nicht so schwierig wäre, hätte ich ihr aufgetragen, fünfmal am Tag Zähne zu putzen, genauso wie sei das Gebet fünf Mal verrichten.“

     

    Auch das Händewaschen vor und nach dem Essen wurde im Islam beachtet. Prophet Muhammad sagte über fette und schmutzige Hände wie folgt: „Schläft einer von euch mit schmutzigen Händen, die nach Fleisch riechen ein, ohne sie zu waschen, so darf er, wenn er krank wird, niemanden außer sich tadeln.“

     

    Er sagte, dass Sauberkeit und Hygiene ein Teil des Glaubens sind und fügte hinzu: „Der Islam ist rein. Ihr sollt auch nach Reinheit streben, denn nur reine Leute kommen ins Paradies.“

     

    Bis zu einer weiteren Folge, liebe Hörerfreunde, Gott schütze Sie.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247312-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-14