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    Islam, Ernährung und Gesundheit 15

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    Um gesund zu sein und auch gesund zu bleiben, benötigen wir eine Reihe von Grundlagen und Programmen.

     
    Auch der Lebensstil spielt eine große Rolle beim Schutz der Gesundheit. Wenn ein Mensch sich sein ganzes Leben lang gesund ernährt, Sport treibt und auf die Hygiene seiner Umgebung und der Nahrungsmittel achtet, so wird er immer wohlauf und fröhlich bleiben. Es ist aber auch wichtig, dass er mäßig isst, d.h. nicht zu wenig und nicht zu viel zu sich nimmt.

     

    Ärzte raten zu einem regelmäßigen täglichen Ernährungsplan, in dem alle Lebensmittel vorkommen. Eine falsche Ernährung bzw. zu wenig oder zu viel Essen, macht den Körper anfällig für unterschiedliche Krankheiten. Sicher sind die Folgen einer Überernährung schädlicher und riskanter als einer Unterernährung. Dickwerden ist die Folge von zu vielem Essen und das verursacht auch Herz-Kreislauferkrankungen, hohen Blutdruck und erhöhten Cholesterinspiegel. In den islamischen Lehren wird Überernährung getadelt und es gibt auch viele Überlieferungen über mäßiges Essen. Indes kommt es auch bei Unterernährung und beim Hungern zu Krankheiten und Essstörungen. Daher werden im Islam extreme Ernährungsprogramme verboten und kritisiert.

     

    Im Koran werden diejenigen, die zu viel Essen zu sich nehmen als „Maßlose“ bezeichnet. In der Sura Araf Vers 31 steht: „O Kinder Adams, legt euren Schmuck bei jeder Moschee an, und esst und trinkt, aber seid nicht maßlos. Er liebt ja die Maßlosen nicht.“

     

    Aufgrund des Bevölkerungszuwachses und der Menschendichte steigt auch die Zahl der Maßlosen, die Naturressourcen ausplündern, so dass viele Leute auf der anderen Seite der Welt nichts davon abbekommen und arm sind. In den islamischen Lehren heißt es, dass jene, die Gott für Seine Gaben danken und zufrieden sind, vom Allmächtigen belohnt werden. Im Gegenteil bekommen diejenigen, die undankbar, gierig und unersättlich sind und die Rechte der anderen verletzten, keine Gabe Gottes und keine Gnade.

     

    Der Islam sieht die Überernährung als einen Grund für viele Krankheiten. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm sagte: „Das beste Heilmittel ist mäßiges Essen.“ Dieser Satz des Propheten verwundert viele islamische und nicht-islamische Mediziner. Er fügte hinzu: „Der Magen ist das Zentrum allen Leiden“. Als ein christlicher Mediziner in der Zeit von Imam Sadeq (s.a.) dies hörte, sagte er dem Imam: „Die ganze Medizin steckt in diesem einen Satz des Propheten.“ Es kann sein, dass auch für Sie die Frage aufkommt, was eigentlich der Mensch eigentlich essen soll, damit er den Maßstab nicht überschreitet und auch noch gesund bleibt? Vielleicht gibt es keine gemeinsame Antwort auf diese Frage, denn es gibt ja verschiedene Körpergrößen. Auch unterscheiden sich die Aktivitäten und Tätigkeiten eines jeden Menschen voneinander. Daher gibt es also keinen allgemeinen Maß für die Nahrungsaufnahme. Im Islam gibt es aber Grenzen, die Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm in einem kurzen Satz, so darstellt: „Iss, wenn du Appetit darauf hast, aber hör damit auf, auch wenn du noch Appetit verspürst.“

     

    Ernährungsexperten verbieten ihren Patienten jegliche Kleinportionen und fortlaufende Naschereien, denn sie sind die wichtigsten Gründe für Übergewicht.

     

    Über den Satz des Propheten, wo er sprach, dass man mit dem Essen aufhören soll, bevor man satt ist, gibt es auch unterschiedliche wissenschaftliche Erläuterungen. Medizinern zufolge ist inzwischen bewiesen, dass das Gefühl satt zu sein, nicht durch mäßiges Essen hervorgerufen wird. Denn es könnte auch sein, dass man sich trotz eines vollen Magens noch hungrig fühlt, weil die Meldung des Sattseins erst später an das Gehirn weitergeleitet wird. In der Tat ist ein Mensch erst dann satt, wenn der Magen schon voll ist, wobei aber eine zu große Nahrungsaufnahme zur Vergrößerung des Magens führt. Interessant zu wissen ist, dass der Magen mit jeder Dehnung nicht mehr in seinen früheren Zustand zurückkehrt, erst dann, wenn man über längere Zeit auf Überernährung verzichtet. Mediziner vertreten der Meinung, dass für die Verdauung sehr viel Energie benötigt wird. Daher sind diejenigen die normal Essen stärker als jene, die zu viel zu sich nehmen, denn sie verbrauchen ihre Energie für die Verdauung.

     

    Marcy Parachil, amerikanischer Ernährungsexperte sagt über die schädlichen Auswirkungen der Überernährung auf das Gehirn wie folgt: „Das viele Essen schädigt das Gehirn. Es verursacht Atherosklerose im Gehirn und mindert dessen Leistungsfähigkeit. Auch der viele Verzehr von süßen Nahrungsmitteln stoppt die Absorption von Eiweiß und weiteren Stoffen und so kommt es dann zu Essstörungen und Problemen im Gehirnwachstum.“

     

    Maßlosigkeit und Verschwendung sind große soziale Probleme, die zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen. Das Wort Maßlosigkeit wurde sehr oft im Koran erwähnt was ein Zeichen dafür ist, dass es nicht nur wirtschaftlich gemeint ist. Der Koran betont, dass Maßlosigkeit auch unerwünschte Folgen auf die Gesellschaft hat und sie moralisch und kulturell schädigen wird. Die Verletzung der Rechte gehört zu den Besonderheiten einer maßlosen Gesellschaft. Gott sprach in seinem heiligen Buch in der Sura Anam Vers 141: „Esst von ihren Früchten, wenn sie Früchte tragen, und entrichtet am Tag ihrer Ernte, was als Rechtspflicht darauf steht, aber seid nicht maßlos – er liebt ja die Maßlosen nicht.“

     

    Also führt Maßlosigkeit im Leben zur Entbehrung der Gaben und Gnaden Gottes.

    Imam Ali (s.a.) sprach: „ Durch mäßiges Essen ehrt man sich selbst und man hält dadurch auch die Gesundheit an.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247313-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-15