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    Islam, Ernährung und Gesundheit 16

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    Hallo liebe Hörerfreunde der Beitragsreihe „Islam, Ernährung und Gesundheit“.

     

    In der letzten Folge haben wir über mäßiges Essen gesprochen. Maßlosigkeit beim Essen und deren schädliche Folgen auf Körper und Seele sind Themen, die schon in der vergangenen Woche behandelt wurden. In der heutigen Sendung werden wir dieses Thema weiter besprechen.

     

    Über mäßiges Essen gibt es sehr viele wertvolle Erläuterungen in islamischen Texten. Religiöse Gelehrte verachten den Genuss von köstlichen Speisen nicht, aber es ist wichtig, wie man richtig und mäßig isst. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben nur auf Genüsslichkeit ausrichtet und diese zu seinem einzigen Ziel macht, was ist dann der Unterschied zwischen einem Menschen und den anderen Lebewesen?

     

    Folgender Satz vom Imam Ali ist sehr wichtig und regt zum Nachdenken an: „Liebe das Leben nicht aufgrund des Essens, sondern liebe das Essen um zu leben“.

     

    Imam Sadeq (a.s.) vertritt der Meinung, dass diejenigen, die normal essen, bei allen Völkern beliebt sind. Denn dies hat sowohl äußerliche als auch innerliche Vorteile. Heutzutage wird das Thema von einer mäßigen Nahrungsaufnahme sehr oft behandelt. Zum Beispiel, um eine gute Figur zu haben, soll man wenig essen. Psychologen sind der Meinung, dass diejenigen, die zu viel Nahrung zu sich nehmen, körperlich keine schöne Figur haben und wenn sie dann in der Gesellschaft erscheinen, leiden sie unter psychischen Problemen wie Angst.

     

    Mediziner meinen, dass man durch zu viel Essen früher alt wird, denn bei einer Person, die überernährt ist, werden die Verdauungsorgane überbeansprucht, was sich auf das Lebensalter auswirkt. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, sprach: „Kein Fass hat der Sohn von Adam schlechter füllen können als das Bauchfass. Dabei hätte er für sein Leben nur ein paar Löffel benötigt.“ Es wird gesagt, dass ein ägyptischer Arzt vor 3600 Jahren scherzhaft sagte: „Ein dicker Mensch wird mit einem Viertel der Menge, die er isst auch überleben und von den restlichen dreiviertel leben die Ärzte.“

     

    Prophet Muhammad (s.a) erzählte einmal eine Geschichte über Jesus Christus. Er sagte: „Eines Tages ging mein Bruder Jesus durch eine Stadt. Dort hörte er ein Ehepaar streiten. Jesus fragte sie: Was ist denn mit euch los?

    Der Mann antwortete: Oh, Prophet Gottes, das ist meine Frau und es gibt nichts gegen sie einzuwenden. Sie ist eine gute Frau. Aber ich möchte sie verlassen.

    Jesus fragte ihn nach dem Grund. Er antwortete: Meine Frau sieht im Gesicht nicht mehr frisch und schön aus, obwohl sie nicht alt ist.

     

    Da betrachtete Jesus die traurige Frau und sprach sie an: Möchtest du wieder schön und frisch aussehen?

    Die Frau wunderte sich und antwortete mit Ja.

     

    Jesus, Friede sei mit ihm, sagte: Beim Essen solltest du bevor du satt bist aufhören, denn wenn dein Magen überfüllt ist, wird dein Gesicht seine Frische verlieren.

    Die Frau nahm die Empfehlung Jesus Christus wahr und nach einiger Zeit sah sie wieder frisch und fröhlich aus.

     

    Sich zu ernähren, wenn man Hunger hat und aufzuhören, bevor man satt wird, sind auch wertvolle Lehren von Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm. In der Tat kann man behaupten, dass der Islam mit seinen logischen mäßigen Empfehlungen sehr auf die Gesundheit des menschlichen Körpers und dessen Seele achtet.

     

    Imam Ali (s.a.) sagte: „Derjenige, der wenig isst, kann klar und logisch denken.“ Dieser kurze Satz will uns sagen, dass man beim Hungrigsein empfindlicher ist und besser denken kann und auch wachsamer ist. Mit anderen Worten, das zu viele Essen und Trinken stoppt das geistige Wachstum. Dies wurde auch wissenschaftlich bewiesen. Mediziner sind der Meinung, dass das viele Essen in Magen mehr Enzyme braucht, die die Magenwand produzieren muss, daher wird mehr Blut ins Verdauungssystem fließen und weniger ins Gehirn. Dabei benötigt das Gehirn mehr Blut als die anderen Organe, denn durch das Blut gelangt Sauerstoff und Nahrung in unsere Denkzentrale. Aus diesem Grund sinken die geistigen Aktivitäten bei überernährten Personen und diese sind weniger kreativ und innovativ.

     

    Auch in islamischen Lehren wurden die psychischen und moralischen Folgen von zu vielem Essen erwähnt, wie etwa Herzlosigkeit und Selbstsucht sowie der Verlust von Tugendhaftigkeit. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, sagte, dass man einen gesunden Körper und ein reines Herz durch weniges Essen erreichen kann.

     

    Fasten ist eine der Säulen des Islam. Über die heilenden Wirkungen des Fastens sprach Prophet Muhammad wie folgt: „Fastet, damit ihr eure Gesundheit sichert.“

     

    Dr. Akbar Edschraie erwähnt über das Fasten sehr interessante wissenschaftliche Punkte. Er sagt: „Manche nicht-muslimische Ärzte und Experte haben herausgefunden, dass der Verzicht auf Essen und Trinken, der beste Weg zur Heilung von Krankheiten ist.“ Er meint, dass das Fasten auf Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes eine große Wirkung hat. Nach seiner Meinung wird durch den Verzicht auf Essen und Trinken, der Körper die unnötigen Fettanteile verbrennen und daher verhindert er auch, dass der Mensch übergewichtig wird.

     

    Ein österreichischer Arzt namens Barzillius meinte: „Bei der Behandlung von Krankheiten ist gut möglich, dass Hunger eine größere Wirkung hat als Medikamente wirken können.“ Ein weiterer europäischer Arzt namens Helba ordnete seinen Patienten an, ein paar Tage auf das Essen zu verzichten und danach leichte Speisen zu sich nehmen.

     

    Dr. Edschraie sieht die Wirkung des Hungergefühls und Fastens auf manche Krankheiten darin, dass der Körper durch Hungerleiden zu den Nahrungsreserven greift. Wenn es von außen kein Essen für den Körper gibt, werden automatisch fürs Überleben die Reserven zum Einsatz kommen, d.h. der Körper ernährt sich von dem, was er vorher gespeichert hatte. Zuerst greift er zu den Zucker- und Fettstoffen und danach zu jenem Gewebe, das nicht mehr funktioniert. Fasten oder eine bestimmte Zeit Hungerleiden verursachen, dass krankes Gewebe mit neuem ersetzt wird. Aus diesem Grund sind manche Ärzte der Meinung, dass Fasten das Jungsein wieder zurückbringen kann.

     

    Fasten ist ein aufbauendes weises Programm. Es hat außer körperliche Einflüsse auch viele geistige und moralische Vorteile. Religiöse Großgelehrte beschreiben die Rolle des Fastens auf Seele und Moral wie folgt: Fasten hält den Menschen von schlechten Taten fern und hilft ihm, die spirituelle Vollkommenheit zu erreichen. Obwohl die Humanwissenschaft nicht alle Geheimnisse der islamischen Lehren klären konnte, gelangt es der Menschheit dennoch, manche Realitäten dieser himmlischen Programme zu erkennen. Bis zu einer weiteren Folge, Gott schütze Sie.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247314-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-16