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    Islam, Ernährung und Gesundheit 17

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    Hallo, liebe Hörerfreunde, hier sind wir wieder, mit einer neuen Folge der Sendereihe, Islam, Ernährung und Gesundheit.

     

    Die Verschiedenheit bei den Kulturen wirkt sich auch auf die Essgewohnheiten und -manieren aus. Jedes Volk auf der Welt hat seine eigenen Manieren beim Essen und ist der Meinung, dass die Beachtung dieser Regel das Essen noch genießbarer macht.

     

    Wie Sie bestimmt noch wissen, haben wir in der letzten Sendung über manche islamische Anordnungen während des Essens gesprochen und es wurde erwähnt, dass diese islamische Lehren nicht nur die Gesundheit des Menschen im Auge haben, sondern auch Einfluss auf die Persönlichkeit und den Charakter nehmen können. Es ist auch gesagt, dass im Islam die Nahrung nicht das Ziel ist, sondern ein Mittel, um mehr Energie und Kraft zu finden, Kraft die man braucht, um die individuellen und alltäglichen Aufgaben meistern zu können und auch Gott anzubeten.

     

    Heute werden wir uns deshalb weiter mit den islamischen Essmanieren auseinandersetzen, bleiben Sie also dran.

     

    Das Essen auf dem Boden ist eine Eigenschaft des Propheten Muhammad, Friede sei mit Ihm und der islamischen Führer. Die religiösen Großgelehrten sind der Meinung, dass diese Art von Essgewohnheit die Tugendhaftigkeit des Menschen steigert, da sie auch moralische und erzieherische Punkte enthält.

     

    Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm, speiste immer am Boden und nahm sein Essen mit voller Frömmigkeit zu sich. Imam Sadeq (s.a.) sagte über Prophet Muhammad: „Der Prophet aß seit der Offenbarungszeit bis zu seinem Tod wie normale Menschen und saß auch wie sie immer auf dem Boden.“ Man fragte Imam Sadeq, warum Hazrate Muhammad dies tat. Er antwortete: „Wegen der Frömmigkeit vor Gott.“

     

    Eine weitere Benimmregel lautet, dass man während des Essens keine Haram-Gerichte und Getränke wie Alkohol auf den Tisch oder auf das Speisentuch stellt. Brot sorgt aber dafür, dass sich der göttliche Segen der Speisen vermehrt, deshalb wird auf Brot besonderes Augenmerk gelegt. Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm sprach: „Achtet auf das Brot und respektiert es, denn Gott hat gerade wegen des Brotes viel Segen vom Himmel herab geschickt und somit wurden die Gaben auf der Erde gebildet.“ So wurde im Islam empfohlen, nicht auf Brotkrümel zu treten oder ihm ohne Respekt zu begegnen.

     

    Darüber gibt es eine interessante Überlieferung von Prophet Muhammad, der seinen Anhängern sagte: „Früher gab es einen Propheten namens Daniel. Eines Tages forderte Daniel einen Schiffskapitän auf, ihn gegen ein Stück Brot mitzunehmen. Der Kapitän schmiss das Brot zur Seit und sagte: Was soll ich mit dem Brot anfangen? Es gibt so viel davon, dass man hier und dort sogar drauf steigt. Als Daniel dies sah, hob er seine Hände und sprach zu Gott: O Gott! Ehre das Brot. Hast du gesehen, was der Mensch da gemacht hat? Als Gott dies hörte, befahl er dem Himmel nicht mehr zu regnen und der Erde, dass sie austrocknet wie Lehm. So entstand eine große Hungersnot und alle begannen sich zu zanken. Um einen Ausweg aus dieser Situation zu finden, gingen sie zu Prophet Daniel. Als Daniel die Probleme der Menschen sah, hob er seine Hände zum Himmel und sprach: „O Gott! Gib uns deine Gnade und Barmherzigkeit zurück und quäle die Unschuldigen und Kinder nicht wegen der Sünde des Schiffseigners und wegen seiner Respektlosigkeit.“

     

    Aus der Sicht des Islam ist die gemeinsame Nahrungsaufnahme sehr wichtig. Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, sprach: „Esst zusammen, denn dann werdet ihr von Gnade umgeben.“ Eine Gnade ist zum Beispiel, dass mit dem gemeinsamen Zusammensein beim Essen die Zuneigung und Liebe unter den Familienangehörigen wächst. Heutzutage sind Psychologen der Meinung, dass das gemeinsame Essen ein erzieherischer Faktor ist. Sie führen den Familien vor Augen, wie wichtig dieser Umstand ist und dass sie sich dafür Zeit nehmen sollten. Forschungen haben gezeigt, dass Kinder, die mit ihrer Familie gemeinsam essen, gesünder sind als Gleichaltrige, die allein essen müssen. Sie sind sogar erfolgreicher in der Schule und greifen weniger zu Drogen. Auch sind sie ruhiger und streiten weniger. Dr. David Ludwig, Professor der Kinderambulanz in Harvard, empfiehlt den Eltern, sollten sie nicht alle Mahlzeiten miteinander verbringen können, wenigsten einen Tag in der Woche dafür zu bestimmen und diesen Tag nur der Gemeinsamkeit zu widmen.

     

    Dr. Ludwig sagt weiter: „Die gemeinsame Mahlzeit mit dem Kind, kann helfen, an dessen Probleme heranzukommen.“

    Er empfiehlt den Eltern, dass sie sich während des Essens oder danach mit den Kindern über ihren Tag unterhalten. Denn während der Mahlzeit schämen sich die Kinder weniger über ihren Kummer zu sprechen.“

     

    In islamischen Lehren hat die gemeinsame Mahlzeit auch ihre eigenen Manieren. Gott sagt in der Sure Ahzab, Vers 53: „O ihr, die ihr glaubt! Betretet nicht die Häuser des Propheten, es sei denn, dass euch zu einer Mahlzeit Erlaubnis gegeben wurde. Und wartet nicht auf deren Zubereitung, sondern tretet ein, wenn immer ihr eingeladen seid.“

     

    Die Empfehlung Gottes im Koran enthält sehr viele feine Punkte. Man soll zum Beispiel auf eine Einladung warten, denn es ist möglich, dass der Gastgeber nichts zum Anbieten zu Hause hat und sich deshalb grämt. Auch soll man nicht zu früh erscheinen und wiederum den Gastgeber stören.

     

    Muhammad Qazali, ein islamischer Denker und Forscher, schreibt in seinem Buch „Ehya ol-olum-aldin“ über das Leben vom Prophet Muhammad, Friede sei mit Ihm. Er erläutert in diesem Buch auch die Sitten und Gebräuche, die bei gemeinsamem Mahlzeiten zu beachten sind. So heißt es unter anderem: „Es ist angemessen, sich an dem zu bedienen, das vor einem steht und nicht die Hand nach anderen Speisen auszustrecken. Man soll auch nicht darauf achten, was und wie die anderen essen. Am besten ist es, wenn man sich nur um sein eigenes Essen kümmert.“

     

    Im Islam ist es Tradition, dass der Gastgeber seinen Gast zum Essen aufruft und ihn bittet mit der Mahlzeit zu beginnen. Auch soll der Gastgeber nicht früher mit dem Mahl aufhören als seine Gäste.

    Qazali schreibt weiter, dass man älteren Personen und auch Waisen in der Regel erlauben soll, mit dem Essen zu beginnen. Er erwähnt auch, dass man nichts tun soll, wovor sich die anderen ekeln, zum Beispiel mit vollem Mund sprechen.

     

    Bis zu einer weiteren Folge, Gott schütze Sie!

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/247315-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-18

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