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    Islam, Ernährung und Gesundheit 2

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    Hallo liebe Hörerfreunde! Wir sind heute mit der zweiten Folge der Beitragsreihe „Islam, Ernährung und Gesundheit“ für Sie da. Wie Sie wissen, hat Ernährung einen großen Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit eines Menschen. Heute befassen wir uns mit dem Thema: Ernährung aus der Sicht des Islam. Bleiben Sie also dran.

     

    Die Weltgesundheitsbehörde WHO ist der Meinung, dass nicht nur körperliche Leiden und Behinderungen ein Maßstab für die Gesundheit sind, sondern auch seelische und soziale Entspannung sehr wichtig für einen gesunden Menschen sein kann.

     

    Mediziner und Forscher haben auf verschiedene Art und Weise die Rolle der Ernährung auf die Gesundheit untersucht. Früher war man der Meinung, dass Ernährung keinen Einfluss auf Krebserkrankungen habe, aber heute wurde bewiesen, dass die tägliche Nahrung eine sehr wichtige Rolle auf die Entstehung oder Vorbeugung dieser Krankheit haben kann. Da unser Körper vor allen Dingen Nahrungsmittel benötigt, kann gesagt werden, dass Eindrittel der Krebsfälle auf die Ernährung zurückzuführen sind. Die Ursache von Krebsleiden auf der ganzen Welt ist deshalb Experten zufolge, auf Veränderungen bei den Essgewohnheiten, auf die Städte-Entwicklung sowie den vermehrten Genuss von Fertigkost zurückzuführen.

     

    Im Koran wurde betont, dass der Mensch das größte göttliche Wesen ist und sich von anderen Lebewesen unterscheidet. Der Vorteil eines Menschen ist, dass er seelische und spirituelle Besonderheiten besitzt. Der Heilige Koran und die Überlieferungen sprechen von einem Einfluss der Ernährung auf moralische und seelische Ebenen und auch auf die Zukunft. Sie weisen den Menschen an, außer auf körperliche Aspekte auch auf seine seelischen und spirituellen Besonderheiten zu achten.

     

    Laut Überlieferungen und Versen im Koran braucht die menschliche Seele sowie der Körper eine ausgeglichene Ernährung. Daher spricht Gott in seinem Heiligen Buch von gesundem und gereinigtem Essen, damit auch die menschliche Seele gesund und rein bleibt. So sagt Gott in einem Vers der Sure Al Abasa: „Der Mensch soll auf seine Nahrung achten.“

     

    Dieser Vers scheint auf den ersten Blick ein einfacher Satz zu sein, aber er beinhaltet wertvolle Punkte. Dr. Seyyed Reza Pakneschad erwähnt in Bezug auf diesen kurzen Vers in seinem Buch „Die erste Universität und der letzte Prophet“, etwa 20 gute und interessante Aspekte. Einige davon sind:

     

    „Man wies den Menschen an, auf sein Essen bzw. seine Nahrung zu achten. Damit soll er aufmerksam gemacht werden, dass seine Nahrung rein, sauber, halal und auch essbar sein soll. Er soll nachdenken, ist das, was ich esse für meinen Körper gesund oder nicht? Und welche Auswirkungen kann diese Nahrung auf mein Benehmen und meine Seele haben? Man soll aber auch auf die Hygiene der Nahrung achten. Und dieses genaue Hinschauen, soll den Menschen dazu bewegen, dass er sich Gedanken macht, wie das alles eigentlich entstanden ist und welche Rolle das Schöpfungssystem hat. So kann er gleichzeitig sein Wissen erweitern.

     

    Forschungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene physiologische Strukturen des menschlichen Körpers unterschiedliche Nahrungsmittel benötigen. Nun machen wir Sie auf die Verse 27 bis 32 der Sure Al Abasa aufmerksam. Darin weist Gott die Menschen an, nützliche und unterschiedliche Gaben zu sich zu nehmen. So heißt es zum Beispiel:

    „Dann ließen wir darauf (auf der Erde) Getreide wachsen, sowie Weinstöcke und Gemüse, und Olivenbäume und Dattelpalmen, und dicht bewachsende Gärten, und Obst und Futter, als Verbrauchsgut für euch und eure Tiere“.

     

    In diesen Versen sind die gesunden Nahrungsmittel genannt worden. Wie Getreidekörner, Obst und Gemüse sowie Oliven, die sehr Vitaminreich sind und aus denenein gutes Öl gewonnen wird. Auch die Weiden wurden erwähnt, auf denen man Tiere wie Schafe und Kühe weiden lässt, damit man später deren Halal-Fleisch verzehren kann. Interessant ist, dass vor 1400 Jahren schon der Heilige Koran die Menschen auf dieses Thema aufmerksam machte und heute Mediziner und Forscher sich ebenfalls damit beschäftigen. Immer öfter wird betont, wie wichtig die ganzen Nahrungsgruppen für die körperliche Gesundheit sind.

     

    Im Heiligen Koran wurde 49 Mal von pflanzlichen Nahrungsmitteln gesprochen und 16 Mal von Fleischkost und Tierprodukten. So wurde im Koran die vegetarische Ernährung im Vergleich zu den anderen Nahrungsmitteln drei Mal so oft erwähnt. Und wenn wir die heutigen wissenschaftlichen Forschungen betrachten, so sieht man, dass auch Ärzte den Grund vieler Krankheiten mit zu hohem Verzehr von Fleisch und Fett angeben und den Menschen für dessen geringen Genuss von Gemüse und Obst tadeln. Imam Sadeq (s.a.) missbilligte auch, dass man zu viel Fleisch isst. Er sagte: „Esst in der Woche nur einmal Fleisch und achtet darauf, dass ihr nicht zu viel davon verzehrt.“

     

    Die Ernährungswissenschaft sagt in diesem Zusammenhang: „Wird zu viel Fleisch konsumiert, so erhält der Körper auch zu viel Eiweiß und dies schadet dem Stoffwechsel. Der Körper produziert dann für seine Energiegewinnung Harnsäure und mehr Urin und somit müssen die Nieren auch mehr arbeiten. Die erhöhte Harnsäure kann jedoch auch zu Gicht führen.

     

    Sogar Prophet Muhammad (s.a.) wies schon darauf hin, verschiedene Nahrung zu sich zu nehmen und sagte in diesem Zusammenhang: „Ein gesunder Mensch soll bestimmte Diät meiden, aber nicht auf zahlreiche Nahrungsmittel verzichten.“

     

    Im Islam wird in den Diskussioinen um das Thema Ernährung, die Frage „Halal“ und „Haram“ besonders behandelt. Diese Gottesreligion betont, dass man Halal-Nahrung konsumieren soll, denn dieses Essen ist eine reine Quelle und spendet uns die Energie, um auf den Weg Gottes zu gelangen. Haram-Gerichte und unreine Nahrung dagegen wirkt vernichtend, und kann zu vielen moralischen, psychischen und sozialen Schäden führen.

     

    Imam Reza sprach: „Der Islam hat all das als Haram oder Makruh bezeichnet, was für die körperliche und seelische Gesundheit gefährlich ist und all die Nahrungsmittel, die für einen Menschen nötig sind, sind Halal oder Mustahab. Es gibt auch solche, die für die menschliche Seele und den Körper weder nützlich noch schädlich sind, sie werden als Mobah bezeichnet.

     

    Ein weiterer Punkt ist, dass in unterschiedlichen Zeiten verschiedene Religionen einen besonderen Essplan anboten, damit die Moral unter den Anhängern gestärkt werden konnte. Zum Beispiel verzichten Buddhisten bis zu 24 Stunden auf eine Nahrungsaufnahme, um die Konzentration zu steigern und sich innerlich zu reinigen. In manchen anderen Gottesreligionen, musste man viele Abstinenzen erdulden, um die Seele und die Moral zu stärken. Der Islam ist aber gegen jede Übertreibung und befürwortet eine ausgewogene Ernährung. Im Islam werden die Menschen angewiesen, reine Speisen und Halal-Gerichte zu essen, außerdem soll man auf zu üppige Nahrung verzichten. Denn wie schon erwähnt, haben unterschiedliche Nahrungsmittel verschiedene Auswirkungen auf die Moral und Seele des Menschen.

     

    Die Ernährungswissenschaft setzt sich nur mit dem Einfluss der Nahrungsmittel auf den Körper auseinander, betrachtet aber nicht deren Einfluss auf Körper und Seele.

    In den nächsten Folgen werden wir das Thema „Einfluss der Halal und Haram-Nahrungsmittel auf Körper und Seele“ behandeln und auch über Forschungen der modernen Wissenschaft sprechen.

     

    Das Thema „Ernährung“ besitzt einen besonderen Stellenwert im Islam, daher sind die dazugehörigen Programme alle im Rahmen der menschlichen und sozialen Gesundheit. In der Hoffnung, dass die heutige Folge Ihnen gefallen hat, bis zum nächsten Mal, Gott schütze Sie!

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245986-islam-ern%C3%A4hrung-und-gesundheit-2