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    Islam für uns (Teil 12)

    Islam für uns (Teil 12)
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    Gebetszeiten

     

    Das Morgengebet kann vom ersten Morgengrauen bis zum Sonnenaufgang gebetet werden. Das Mittagsgebet und Nachmittagsgebet vom Mittag bis zum Sonnenuntergang.

    Das Gebet „Magreb“ nach Sonnenuntergang und das Abendgebet sind vom Abendbeginn bis kurz vor Mitternacht (ungefähr 23,15 Uhr) möglich. Allerdings: Besonders gut ist es, wenn wir die Gebete sobald wie möglich nach dem „Adhan“, dem Gebetsruf, sprechen.

    Und zwischen den Gebeten, daß heißt, zwischen dem Mittags- und Nachmittagsgebet und zwischen dem Gebet nach Sonnenuntergang und dem Abendgebet einige Zeit verstreichen zu lassen.

     

    Zu Deiner Erinnerung:

     

    Das Nachmittagsgebet und das Abendgebet sprechen wir wie das Mittagsgebet, – das heißt, sie haben vier Rak’a. Nur mit dem Unterschied, daß wir jeweils den Vorsatz fassen, nun das Mittagsgebet oder Nachmittagsgebet oder Abendgebet sprechen zu wollen.

    Das Gebet nach Sonnenuntergang (Salat, – Namaz Magreb) beinhaltet drei Rak’a. Die dritte Rak’a schließt ab mit Tasahud und Salam -.

    Das Morgengebet umfaßt zwei Rak’a. Die zweite Rak’a wird mit dem „Tasahud“ und „Salam“ beendet.

     

    Über das Gemeinschafts- und Freitagsgebet

     

    Das Beten ist der wundervollste Ausdruck für Glauben. Es ist Zeichen für die Entfaltung der menschlichen Seele und des menschlichen Geistes. Jemand, der nicht glaubt und nicht zu Gott betet, kann nicht zu wirklich reifer Menschlichkeit finden.

    Beim Gebet stehen wir in Richtung „Qibla“ des Hauses Gottes, der Ka’ba in Mekka. In Richtung jenes Hauses, das Symbol ist für Tawhid (Ein- Gottbekenntnis, Glauben an den Einzigen Gott) und rufen unseren allmächtigen und gütigen Schöpfer und Erhalter an.

    Unser Prophet empfahl, zum Gebet in die Moschee zu gehen und es dort zu verrichten, – gemeinsam mit den anderen Betenden.

     

    Denn Wert und göttliche Zufriedenheit des Gemeinschaftsgebetes entsprechen – im Verhältnis zu dem allein gesprochen Gebet – dem Verhältnis von Meer und Tropfen.

    Ein Gebet, das ganz besonders das Wohlgefallen Gottes findet, ist jenes, daß in der Moschee, in der Gemeinschaft mit den anderen Betenden gesprochen wird.

    Von allen Gemeinschaftsgebeten ist das Freitagsgebet von besonderem Wert.

     

    Hast Du schon einmal an einmal an einem Freitagsgebet teilgenommen?

    Weißt Du, warum der Imam des Freitagsgebetes (Salat, Namaz Gom’a) eine Waffe in der Hand hält?

    Weißt Du auch, über was der Imam in den beiden Ansprachen vor dem Gebet, in seinen „Khotbas“ spricht?

     

    Nun, so wollen wir es Dir sagen: Der Imam des Salat Gom’a hält eine Waffe in der Hand, um den Feinden damit zu sagen und zu zeigen, daß die Muslime immer bereit sind, ihr islamisches Land zu verteidigen.

    Er hält seine Waffe in der Hand, um den Muslimen zu sagen, daß sie – um immer frei und sicher beten zu können, ohne daß die Feinde sie daran hindern- bereit sein müssen zu Gehad (Mühen und Anstrengen auf Gottes Wege) und Kampf.

    Er hält die Waffe in der Hand, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß Gebet und Gehad nicht voneinander zu trennen sind. Und daß die Muslime immer auf der Hut sein müssen vor ihren Gegnern.

     

    Der Imam des Freitagsgebetes (Imam al Gom’a) wird vom Imam und Führer der Muslime für dieses Amt bestimmt.

    Bei dem Freitagsgebet steht er also, die Waffe in der Hand haltend, vor der Gemeinde – Angesicht in Angesicht mit ihr und spricht zu ihr.

    Er spricht über soziale und politische Belange und Angelegenheiten, über die allgemeine Situation des Landes und der großen islamischen Gemeinde (Ummah).

    Er gibt sinnvolle Hinweise, Erklärungen und Ratschläge. Und er ruft auf zu Ehrfurcht vor Gott (Taqwa), zu Menschlichkeit, Tugend, Nächstenliebe, zu Zusammenarbeit, gegenseitiger Hilfe und zu Lernen.

     

    Und diese Ansprachen nennt man „Khotba“.

    Beim Freitagsgebet selbst stehen die Betenden in geschlossenen, geordneten Reihen, – üben sich dadurch in Ordnung, erinnern sich dadurch an ihre Gleichheit und Gemeinsamkeit und zeigen damit ihre Geschlossenheit und einheitliche Front gegenüber dem Gegner.

    Wenn der Imam-al-Gom’a (Freitagsgebetsimam) mit seinem Khotba beginnt, haben alle Anwesenden ruhig dazusitzen und aufmerksam zuzuhören.

     

    Und Imam Khomeini, Vater unserer Islamischen Revolution, empfahl uns, das Freitagsgebet in der besten und würdigsten Weise zu gestalten. Und wie gut wäre es, wenn wir alle unser Tagesprogramm an Freitagen so einteilten, daß wir ebenfalls in den geschlossenen Reihen der Betenden des Freitagsgebetes stehen können,- in jenen Reihen, die Ausdruck sind für Einheitlichkeit in unserem Gebet zu dem Einzigen Gott und für Einheitlichkeit in unserem Denken und unserem Bemühen auf Seinem Wege. (Gehad). Auf daß wir durch unsere regelmäßige Teilnahme am Salat al- Gom’a immer wieder erneut unseren Bund mit Gott festigen und uns zur Treue und Opferbereitschaft – auf Gottes Wege – verpflichten.

     

    1. Was bringen die geordnet- geschlossenen Reihen des Freitagsgebetes zum Ausdruck?

    2. Warum hält der Imam des Freitagsgebetes während seiner Ansprachen (Khotbas) eine Waffe in der Hand?

    3. Wer ernennt den „Imam Salat – al Gom’a“ zu seinem Amt?

    4. Über was spricht er in seine Khotbas?

    5. Wie haben sich die Anwesenden während der Khotbas zu verhalten?

    6. Was empfahl der Vater unserer Islamischen Revolution (Imam Khomeini) zu dem Freitagsgebet?

    7. Wie sollten wir- nach Möglichkeit- unser Tagesprogramm an Freitagen gestalten?

     

    Über das Fasten, „As-Sawm“ (Ruza)

     

    Das Fasten (As-Sawm) zählt zu den wichtigsten Formen islamischer Gottesanbetung. Gott liebt die „Fastenden auf Seinem Wege“ und belohnt sie reichlich und wunderbar.

    Das Fasten As-Sawm (Ruza) fördert Gesundheit und Vitalität des Menschen.

    Für einen jeden, der das religions- vorgeschriebene Reifealter erreicht hat, ist das Fasten (As-Sawm, Ruza) im Monat Ramadan eine Pflicht.

     

    Und wenn er fasten kann, es aber nicht tut, so handelt er gegen das göttliche Gebot.

    Wer fastet, ißt und trinkt ab Morgengrauen (Sahar) bis zum Sonnenuntergang (Magreb) nichts. Und noch eines:

    Bevor wir mit dem Fasten beginnen, nehmen wir uns vor, nun fasten zu wollen. Das heißt, wir machen die Fasten – Niyyah.

     

    Hanzaleh

     

    Hanzaleh war jung und tapfer. Hatte schon an so manchen Kämpfen gegen den Feind teilgenommen und verteidigte mit seinem ganzen Dasein Islam, Koran und Muslime.

    Für ihn bedeutete das Sahadat (Märtyrertod auf Gottes Wege) eine Ehre, und er wünschte sich, einst auf dem Wege Gottes zu sterben und Sahid (Märtyrer auf Gottes Wege) zu werden.

    Hanzaleh wollte heiraten. Er war mit einem jungen Mädchen aus Medina verlobt. Die Hochzeitsvorbereitungen waren getroffen und alle aus Familie und Freundeskreis eingeladen worden.

     

    In jenen Tagen erreichte den Propheten des Islam – Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) – die Nachricht, daß feindliche Truppen auf dem Wege nach Medina seien und die Muslime angreifen wollten. Der Prophet teilte dieses ebenfalls den Muslimen mit und rief sie zum Gehad auf. (Gehad: Mühen und Anstrengen auf Gottes Wege, das auch das Kämpfen um wirklichen Frieden miteinschließt.)

    Sie mobilisierten sich und machten sich zum Widerstandskampf gegen das feindliche Heer bereit. Und die jungen Verteidiger des Islam, Koran und der Muslime – genannt Pasdaran – küßten Mutter und Vater und verabschiedeten sich von ihnen. Und die Mütter kleideten ihre jungen tapferen Söhne selbst in die Kampfgewänder und beteten für sie.

     

    Und die Kinder gaben Brüdern und Vätern, die in den Kampf ziehen wollten, den Schild in die Hand und riefen:

    „Allahu akbar“, – Gott ist Allerhaben!“

    Und dann zogen die Kämpfer – ebenfalls „Allahu akbar“ rufend und begleitet von den Leuten Medinas – hinaus vor die Stadt,- in Richtung Ohod.

    Hanzaleh eilte zum Propheten. Und sagte: „Oh Du Gesandter Gottes! Auch ich möchte mit in den Kampf ziehen.

     

    Doch meine Eltern bitten mich, jetzt nicht mit Euch zu ziehen, sondern heute abend in Medina zu bleiben, um an meiner Hochzeit teilnehmen zu können. Sie schlagen mir vor, erst morgen früh nach Ohod zu reiten und mich den Pasdaran (Verteidigern von Islam, Koran und Muslimen) anzuschließen.

    Erlaubt Ihr es mir?“

    Der Prophet willigte ein und Hanzaleh blieb den Abend und die Nacht über in Medina.

     

    Die Stadt hatte sich geleert. Und nur wenige waren es, die an der Hochzeitsfeier Hanzalehs teilnehmen konnten.

    Hanzaleh selbst war beunruhigt. Seine Gedanken waren bei seinen Brüdern, die sich auf den Weg nach Ohod gemacht hatten.

    Und immer und immer wieder sagte er sich:

    „Ach, Du, Hanzaleh! Du feierst hier Deine Hochzeit, angesichts dessen Deine Brüder und Freunde gegen den Feind kämpfen. Sie kämpfen nun auf dem Wege Gottes, werden Sahid, bald im Paradies und Gott ganz nahe sein!“

     

    Wahrscheinlich hatte Hanzaleh in jener Nacht keinen Augenblick lang geschlafen. Seine junge Frau aber war für kurze Zeit eingenickt. Und im Träume war es ihr, als öffnete sich der Himmel, als trete Hanzaleh in ihn hinein und als schlösse sich der Himmel hinter ihm wieder.

    Sie erwachte! Und sah Hanzaleh vor sich, der schon vor Morgengrauen aufgestanden war und sich sein Kampfgewand angelegt hatte.

     

    Und sie sah ihn durch Tränen hindurch an und bat ihn, doch nicht so eilig in den Kampf zu ziehen und sie doch nicht so schnell allein zu lassen! Hanzaleh trocknete ihr die Tränen und auch seine Augen, die feucht geworden waren.

    Und sprach:

    „Mein Liebes! Auch ich habe Dich gern und wollte ein ruhiges, freundliches Leben an Deiner Seite – mit Dir – führen.

    Jedoch, auch Du weißt, daß unser Prophet gestern zum Gehad aufgerufen hat.

    Uns ist es eine Pflicht, unserem Propheten zu gehorchen und Islam, Koran und Muslime zu verteidigen. Die Pasdaran des Islam haben sich – in diesem Augenblick – auf dem Kampffeld zum Morgengebet bereit gemacht, um danach gegen den Feind Widerstand zu leisten.

    Und ich muß so schnell wie möglich zu ihnen eilen, um sie zu unterstützen! Mein Liebes! Ich hoffe alle Pasdaran kehren siegreich zurück und können erhobenen Hauptes und in Frieden im Kreise ihrer Familien leben.

    Und wenn ich in diesem Kampfe – diesem Gehad auf Gottes – Wege fallen sollte, so wisse, daß ich Dich Gott empfohlen habe, der der beste Schutz und Beschützer ist!

    Der junge Mann und die junge Frau verabschiedeten sich voneinander, wobei ihre Tränen ineinanderflossen.

    Dann trennten sie sich.

     

    Hanzaleh nahm seine Waffe und seinen Schild und ritt in aller Eile – an Dattelhainen und Berghängen vorbei – nach Ohod, wo seine Brüder und Freunde bereits in einen heftigen Kampf verwickelt waren.

    Er wurde mit der Führung einer Truppe beauftragt und griff den Feind von der Flanke aus an.

    Und – obwohl müde von der schlaflosen Nacht – kämpfte er hart und voller Kraft und Energie.

    Seine Waffe fuhr wie ein Blitzstrahl – immer und immer wieder – in das Heer des Feindes nieder, – er trieb die feindlichen Truppen auseinander und drang immer weiter mit seinen Kampfesbrüdern vor.

    Bis er schließlich – müde und wankend – getroffen und Sahid wurde.

     

    Der Prophet sprach:

    „Ich sah Engel, die die Seele Hanzalehs hinauf in den Himmel trugen.“

     

    Hierzulande in Iran und in zahlreichen anderen Orten der Welt setzten sich ebenfalls tapfere Männer für die Verteidigung des Islam, Koran und der Muslime ein.

     

    Quelle: www.german.irib.ir