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    Islam und Sharia (1)

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    Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

     

    Aller Lobpreis gebührt Allah, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten.

     

    Oh Diener Allahs! Ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten und Verboten.

     

    Zu den Angelegenheiten, bei denen besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist, zählt die Beziehung zwischen dem Islam und der Sharia. Allerdings meinen wir mit Islam die erklärende islamische Religion als letzte abrahamitische Religion, dessen Prophet Muhammad (s.) und sein ewiges Wunder die göttliche Offenbarung – der heilige Qur’an – darstellt. Mit der Sharia ist die Gesamtheit aller göttlichen Gebote gemeint, worin das Recht und die Verpflichtungen des Menschen dargelegt werden. Weiterhin wird darin der Maßstab einer rechtschaffenen Handlung oder einer nicht rechtschaffenen Handlung dargeboten. Im heiligen Qur’an wird die Sharia als Weg der göttlichen Propheten erwähnt:

     

    شَرَعَ لَكُمْ مِنَ الدِّينِ ما وَصَّى بِهِ نُوحاً وَ الَّذي أَوْحَيْنا إِلَيْكَ وَ ما وَصَّيْنا بِهِ إِبْراهيمَ وَ مُوسى‏ وَ عيسى‏ أَنْ أَقيمُوا الدِّينَ وَ لاتَتَفَرَّقُوا فيهِ

     

    Er verordnete für euch die Religion, die Er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben. Nämlich (die), in der Einhaltung der Religion treu zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten.[1]

     

    Das Ziel der Sharia ist es den Gläubigen den Weg aufzuzeigen, damit sie zur Glückseligkeit und Vervollkommnung gelangen können und sich von dem göttlichen Zorn und der Strafe fernhalten. Jeder Muslim hat an sie zu glauben, und sich an diese göttlichen Weisungen zuhalten.

     

    Ohne Zweifel ist der Glaube an die göttlichen Gebote und ihre Befolgung der einzige Weg zur Erreichung der Glückseligkeit und Fröhlichkeit. Als Beispiel sagt der heiligen Qur’an, dass derjenige, der das Gebet als religiöse Verpflichtung aufrecht erhält, dieses ihn von der Verwerflichkeit fernhält: «إِنَّ الصَّلاةَ تَنْهى‏ عَنِ الْفَحْشاءِ وَ الْمُنْكَر».[2] Oder dass wenn er fastet, Gottesehrfurcht bekommt oder wenn er sich von den Verwerlichkeiten fernhält, er die Rettung erreicht und rechtgeleitet wird.

     

    الْأَزْلامُ رِجْسٌ مِنْ عَمَلِ الشَّيْطانِ فَاجْتَنِبُوهُ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ3

     

    Als Ergebnis bekommt man die Läuterung der Seele, die Rechtleitung, die Erlösung und die göttliche Zufriedenheit durch die Handlung gemäß der Sharia und den göttlichen Geboten.

     

    Heutzutage geht man leider aufgrund der Unkenntnis über die Weisheit hinter den göttlichen Geboten, auf Distanz zur Scharia. Wohingegen der heilige Qur’an neben der Stützung auf den Glauben, sich weiterhin auf diese Handlung stützt und diesen wichtigen Punkt untersteicht, dass das reine und gebotene Leben nur durch die Handlung auf Basis des Glaubens erreicht werden kann:

     

    مَنْ عَمِلَ صالِحاً مِنْ ذَكَرٍ أَوْ أُنْثى‏ وَ هُوَ مُؤْمِنٌ فَلَنُحْيِيَنَّهُ حَياةً طَيِّبَةً وَ لَنَجْزِيَنَّهُمْ أَجْرَهُمْ بِأَحْسَنِ ما كانُوا يَعْمَلُونَ

     

    Dem, der recht handelt – ob Mann oder Frau – und gläubig ist, werden Wir gewiß ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiß solchen (Leuten) ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen.[4]

     

    Somit führt der Glaube zusammen mit den Handlungen, den Menschen zur Glückseligkeit und machen ihn zu einem liebenden Menschen:

     

    إِنَّ الَّذينَ آمَنُوا وَ عَمِلُوا الصَّالِحاتِ سَيَجْعَلُ لَهُمُ الرَّحْمنُ وُدًّا

     

    Diejenigen, die da glauben und gute Werke tun – ihnen wird der Allerbarmer Liebe zukommen lassen.[5]

     

    Darin liegt es begründet, dass die gläubigen Menschen angesprochen und beauftragt werden gemäß den göttlichen Bestimmungen zu handeln. Allerdings stellt die Vorbedingung zur Handlung gemäß den Verpflichtungen die Bekanntschaft mit diesen dar. Obwohl das arabische Wort „Taklif“ aus „Kolfat“ extrahiert wurde und die Bedeutung „Anstrengung“ trägt, und der Verpflichtete bei der Erledigung der göttlichen Gebote in der primären Stufe solchen „Anstrengungen“ und „Erschwernissen“ ausgesetzt ist, stellt das Ergebnis nichts außer Glückseligkeit und Rechtleitung für ihn dar.

     

    Somit führt diese Anstrengung und Begrenzung für den Menschen, zum Schutz vor Abweichungen und der göttlichen Strafe. Auf der nächsten Stufe wird die Handlung gemäß diesen Grundsätzen für den Menschen derart wertvoll sein, dass er es liebt und in jeder Haltung zur Anwendung der göttlichen Gebote Anstrengungen und Einsätze auf sich nimmt. Um es mit den Worten einiger großer Persönlichkeiten auszudrücken, stellen sich diese „Verpflichtung“ und „Anstrengung“ nicht mehr als solche dar, sondern eine Ehre und Würde wird Jenen mit ihnen zuteil, mit denen sie sich stets vom erhabenen Gott angesprochen fühlen und einen solche Glauben genießen dürfen. Das Ergebnis all dieser Anstrengungen und Dienste wird die Bezeugung der göttlichen Erhabenenheit und Schönheit sein und zu diesem Zeitpunkt, wird man das Gefühl von Ruhe und innerer Sicherheit fühlen. Sie werden das Leben in Wohlgefallen erkennen und erfahren und dies stellt das Leben dar, wofür die Menschen erschaffen wurden:

     

    يا أَيُّهَا الَّذينَ آمَنُوا اسْتَجيبُوا لِلَّهِ وَ لِلرَّسُولِ إِذا دَعاكُمْ لِما يُحْييكُمْ

     

    O ihr, die ihr glaubt, hört auf Allah und den Gesandten, wenn er euch zu etwas aufruft, das euch Leben verleiht[6]

     

    Durch die Befolgung Gottes und seines Propheten, wird den Menschen dieses Leben zuteil und in dieser Stufe werden sie erst erfahren, was es mit dem eigentlichen Leben auf sich hat:

     

     

    وَ إِنَّ الدَّارَ الْآخِرَةَ لَهِيَ الْحَيَوانُ لَوْ كانُوا يَعْلَمُونَ

     

    Dieses irdische Leben ist nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel; die Wohnstatt des Jenseits aber – das ist das eigentliche Leben, wenn sie es nur wüßten![7]

     

    Bis jetzt waren sie über das wahre, göttliche Leben in Unkenntnis:

     

    يَعْلَمُونَ ظاهِراً مِنَ الْحَياةِ الدُّنْيا وَ هُمْ عَنِ الْآخِرَةِ هُمْ غافِلُونَ

     

    Sie kennen nur die Außenseite des diesseitigen Lebens; das Jenseits aber beachten sie nicht.[8]

     

    In den künftigen Sitzungen werden wir die Diskussion dahingegend führen, dass der Islam die Religion der Sharia ist und die Handlung neben dem Glauben steht und dass es die Menschen zur Vervollkommnung bringt. Die Erfolderlichkeit des wahren Glaubens stellt die rechtschaffene Handlung dar und aus diesem Blick muss klar werden, dass die Sharia eine Art von Verpflichtung von Seiten des erhabenen Gottes darstellt, die den leuchtenden Pfad des Lebens darstellt.

     

     

    [1] Heiliger Qur’an, 42:13

    [2] Heiliger Qur’an, 29:45

    [3] Heiliger Qur’an, 5:90

    [4] Heiliger Qur’an, 16:97

    [5] Heiliger Qur’an, 19:96

    [6] Heiliger Qur’an, 8:24

    [7] Heiliger Qur’an, 29:64

    [8] Heiliger Qur’an, 30:7

     

     

    Quelle: http://www.izhamburg.com