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    Islam und Sharia (2)

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    Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

     

    Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

     

    Von den Versen und Überlieferungen erhalten wir, dass der Islam eine Religion für die gesamte Welt und die Ewigkeit darstellt. Im heiligen Qur’an steht über den Propheten des Islam, dass er der Prophet der Barmherzigkeit ist und dafür entsandt wurde, um allen die Barmherzigkeit zu schenken. An einer anderen Stelle wird erwähnt, dass seine Sendung globaler Reichweite ist. Es ist selbsterklärend für einen Propheten, der eine globale Sendung hat, dass auch sein Buch ewig und global sein muss. Aus dieser Sicht ist der heilige Qur’an das ewige Buch, welches allen die richtige Art und Weise zum Leben und der Glückseligkeit lehrt und sie zu jeder Zeit und an jedem Ort rechtleitet und berät:

     

    إِنَّ هَذَا الْقُرْآنَ يِهْدِي لِلَّتِي هِيَ أَقْوَمُ وَيُبَشِّرُ الْمُؤْمِنِينَ الَّذِينَ يَعْمَلُونَ الصَّالِحَاتِ أَنَّ لَهُمْ أَجْرًا كَبِيرًا

     

    „Wahrlich, dieser Qur`an leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde.“ [1]

     

    Auf der anderen Seite muss der Mensch auf seinem Lebensweg auf die Verkündungen und Warnungen achten. Er muss wissen weshalb und wie er diesen Weg zu beschreiten hat. Aus diesem Grund hat der erhabene Gott seine Propheten als Verkünder und Boten eingesetzt, um sowohl diesen Weg richtig erkenntlich zu machen, als auch die nötige Motivation für ihre Anhänger zu bereiten diesen zu beschreiten. So sagt Er über diese Eigenschaft Seines Propheten:

     

    و ما ارسلناک الّا مبشراً نذیراً

     

    Nun stellt sich die Frage, ob der Islam als eine globale Religion und der heilige Qur’an als ein Wunder und ewiges Buch, einen Plan zum Aufzeigen des Weges hat oder nicht? Existieren im Islam Gebote und Verbote oder nicht? Sind die Menschen verpflichtet einige Sachen zu erledigen und sich von einigen zu distanzieren? Wenn derartige Gebote und Anweisungen existieren, so sind diese gegen die Freiheit gerichtet? Wie kann es sein, dass der Mensch sowohl frei ist, als auch sich Anweisungen und Geboten zu unterweisen hat? Wenn nun solche Gebote im Islam bestehen, welchen Lohn bekommt man für die Erfüllung von ihnen? Welche Bedingungen haben diese Verpflichtungen? Sind alle Frauen, Männer, ob alt oder jung, nun gegenüber diesen Geboten verpflichtet oder bestehen zur Erfüllung der Verpflichtungen Bedigungen und Voraussetzungen? Allerdings gibt es noch weitere Fragen bezüglich der islamischen Scharia, die noch beantwortet werden müssen.

     

    Anscheinend liegt es an der mangelnden Bekanntschaft mit der Scharia des Islam, die dazu führt, dass einige Personen falsche Positionen gegenüber der Scharia vertreten und den Islam in ein falsches Licht rücken. In Wahrheit richten sie nicht auf Basis von Gerechtigkeit und kommen so zu falschen Urteilen. Wenn hingegen auf die eigentliche Scharia und den Geboten der abrahamitischen Religionen geblickt wird, so gelangt man zum Ergebnis, dass all jene Gebote auf Basis des Nutzens des Menschen aufgestellt wurden. Der allweise Gott würde niemals ein Gebot auferlegen, welches schädlich für den Menschen wäre oder worin der erhabene Gott einen Vorteil für sich selbst sehen könnte. Der gepriesene Gott ist reich und auf nichts angewiesen und ist nicht auf die Erfüllung dieser Verpflichtungen angewiesen.

     

    Würde ein solches Bedürfnis im erhabenen Gott existieren, so wäre jener Gott nicht länger vollständig, da ein solcher Gott versuchen wollte auf diesem Wege sein Bedürfnis zu stillen, wohingegen Gott der erhabene sämtliche Vorzüge in sich vereinigt und zu allem imstande ist. Wenn bspw. Wissen, Macht, Leben oder Weisheit Vorzüge darstellen, so hat der erhabene Gott all jene Vorzüge in ihrer komplettesten Form, ohne dass es Ihm irgend jemand gegeben hätte. Und somit ist die Erfüllung jener Verpflichtung im Nutzen und zum Vorteil des Menschen und somit kann der Mensch den Weg der Glückseligkeit beschreiten. So Gott, der Erhabene, will, werden in den künftigen Sitzungen die aufgeworfenen Fragen Stück für Stück beantwortet werden, auf dass diejenigen, die gerecht urteilen, anschließend eine korrekte Position und Haltung gegenüber dem Islam und der Scharia einnehmen mögen.

     

    Allerdings muss man den Aspekt in Erinnerung rufen, dass die muslimischen Wissenschaftler, die mit den Grundsätzen der Religion ausreichend Bekanntschaft haben und in den verschiedenen Bereichen Fachmänner und Experten sind, zu dieser Zeit sehr wichtige Verpflichtungen inne haben. Einige sind bestrebt durch Propaganda und falschen Darstellungen der religiösen Wahrheiten den Glauben der Menschen zu zerstören und sie gegenüber den religiösen Geboten, speziell denen des Islams, aufzuweichen. Falls also die Presse einen Dienst an die Gläubigen leisten möchte, so müssen sie die Grundlage bereitstellen, damit die Fachmänner der Religion die Anhänger der Religionen mit den Grundlagen richtig vertraut machen und dadurch der Glückseligkeit den Boden bereiten. Unter Berücksichtigung der unzähligen Angriffe auf den Islam, muss diese Gelegenheit entstehen, damit sie mit der Wahrheit des Islams auf richtige Art und Weise Bekanntschaft schließen.

     

    Weiterhin ist es erforderlich in Erinnerung zu rufen, dass heutzutage viele Wissenschaftler der Auffassung sind, dass in der Gesellschaft die Spiritualität verbreitet werden muss. Es ist einleuchtend, dass die Wahrheit der Spiritualität in den abrahamitischen Religionen – sollten diese nicht verfälscht worden sein – zu suchen ist. Es stellt das eins werden mit der Religion dar, welches eine Person und Gesellschaft zur Harmonie bringt und den diesseitigen Blick des Menschen wandelt. Sollte die heutige Menschheit diese Erfahrung machen, so wird sich die Gesellschaft wandeln und die wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und seelischen Probleme mit der Zeit lösen.

     

     

    [1] Heiliger Qur’an, 17/9

     

     

    Quelle: http://www.izhamburg.com