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    Islam und Sharia (6)

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    Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

     

     

    Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

     

    In den letzten Sitzungen sind wir zum Ergebnis gekommen, dass die Festlegung der Scharia durch den erhabenen Gott erfolgt, der der Herr und Schöpfer aller Geschöpfe ist und über alle positiven und negativen Aspekte der Welt Kenntnis besitzt. So handelt Er gemäß dem, was Er für richtig erachtet und verbietet das, welches Er als hässlich und verwerflich ansieht. Er belohnt diejenigen, die Seinen Geboten folgen. Der erhabene Gott kennt den Verdient von jedem und belohnt gemäß der Rechtschaffenheit einer Handlung auf Basis von genauester Gerechtigkeit, sodass niemand von seinem Recht zu wenig bekommt. Zweifelsohne wird ein solcher Gott mit solchen Eigenschaften niemals eine schlechte und verwerfliche Handlung begehen.[1]

     

    Ein weiterer Punkt ist, dass der erhabene Gott denjenigen, die die Voraussetzung zur religiösen Verpflichtung erfüllen, Gebote und Verbote auferlegt. Diese Bedingungen sind:

     

    Intellekt

     

    Derjenige, der religiös verpflichtet wird, muss vernünftig sein. Demjenigen, der diese Eigenschaft nicht erfüllt, ist keine Verpflichtung auferlegt. Allerdings bestehen für das Leben eines solchen Menschen im Islam Gesetze und eine Scharia, die zu seinen Rechten zählen.

     

    Leben

    Kraft

     

    Wenn jemand also die Kraft zur Erledigung der göttlichen Handlungen und Gebote nicht hat, so sind ihm keine entsprechenden Verpflichtung auferlegt.

     

    Wissen

     

    Der Mensch muss gegenüber seinen Verpflichtungen Wissen besitzen. Die Grundlagen zur Erledigung der Angelegenheit müssen ihm zur Verfügung stehen können, bspw. wie Werkzeug, welches zur Erledigung von einer Arbeit notwendig ist.

     

    Jedoch muss die Verpflichtung von jedweder Korruption frei sein, d.h. dass etwas, worin sich Korruption und Schlechtes befindet, nicht als Verpflichtung positioniert werden darf. Aus dieser Hinsicht setzt der erhabene Gott nichts, worin sich ein Unheil befindet als verpflichtendes Gesetz ein. Alle Gebote und die Scharia des Islam sind zum Wohlergehen und zur Glückseligkeit des Menschen.

     

    Weiterhin ist es klar, dass diejenigen Punkte, die verpflichtend werden, zunächst dem Verpflichteten bekannt gegeben werden müssen. Anders ausgedrückt muss der Verpflichtete die Gelegenheit zum Kennenlernen und Nachvollziehen der Bereiche, die ihm auferlegt wurden, haben können. Im gegenteiligen Fall wäre eine solche Verpflichtung hässlich und verwerflich. Als Beispiel muss vor Erreichen des Fitr-Festes der Verbot zum Fasten an jenem Tag verkündet werden. So ist die Rüge bezüglich der Begehung einer Sünde ohne die vorherige Aufklärung diesbezüglich nicht gestattet.[2]

     

    Ein weiterer Punkt bezüglich den göttlichen Gesetzen und Geboten ist, dass das, was dem Verpflichteten auferlegt wird, von ihm auch machbar sein muss. Es darf also nicht derart sein, dass die Erfüllung dessen für uns nicht möglich ist.

     

    Ein weiterer Punkt stellt dar, dass die Handlungen des religiös Verpflichteten rechtschaffen und nützlich sein müssen. Wenn der Nutzen erforderlich ist, also dass man es tun muss, so ist es religionsrechtlich verpflichtend und wenn der Nutzen nicht erforderlich ist, so stellt diese Handlung eine religionsrechtliche Empfehlung dar.

     

    Und wenn der Verpflichtete sich von einer Handlung entfernen muss, so hat diese ein Unheil in sich. Wenn das Unheil verbindlich ist, so ist eine solche Handlung religionsrechtlich verboten und wenn das Unheil in einer Art und Weise sein sollte, dass ihre Begehung nicht vorherrschend sein sollte, sondern das Unheil eine nebensächliche Rolle spielt, so ist eine solche Handlung religionsrechtlich verpönt. Zusammengefasst muss das, was als Gebot oder Verbot positioniert wird entweder einen Nutzen aufweisen oder einen Schaden, ansonsten ist das Gebot zur Erledigung oder dem Verbot einer Angelegenheit die Bevorzugung eines größeren Schadens und eine solche Verpflichtung wäre vonseiten Gottes nicht möglich.

     

    Was bisher erhalten wurde ist, dass die göttlichen Gesetze sicherlich einen weiten Nutzen aufweist und kein Gesetz ist ohne einen solchen Nutzen. Allerdings ist der Nutzen manchmal in der Begehung der Handlung begründet und manchmal in der Verwehrung dessen. Wenn man also eine solche Handlung begeht, ist der folgende Schaden gewiss, wie bspw. das Glücksspiel, wo der Nutzen darin begründet liegt sich von fernzuhalten. Mit der Analyse der Bedingungen zur Verpflichtung erhält man den wichtigen Punkt, dass der Islam die Religion der Scharia, Verpflichtung und des Gesetzes ist und die entsprechende Handlung demnach, sichert das wahre Leben des Menschen. Anders ausgedrückt stellen die göttlichen Gesetze Segen des erhabenen Gottes zur richtigen Lebensweise und der korrekten Erfüllung der Verpflichtungen dar.

     

     

    [1] Siehe u.a. Kashf ul-Murad, Allameh Hilli oder Qawaed ul-Maram, Ibn Meysam Bahrani

    [2] Kashf ul-Murad, Abulhassan She’rani, S. 457

     

     

    Quelle: http://www.izhamburg.com