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    Islam und Wissenschaft II

    Islam und Wissenschaft II
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    Das heutzutage weitverbreitete Gedankengut befindet sich inmitten eines Kampfes zwischen Religion und Wissenschaft. Es ist für viele Menschen nahezu unmöglich, die Tatsache anzuerkennen, daß es Berührungspunkte zwischen Religion und Wissenschaft gibt.

     

    Woher rührt diese Einstellung?

     

    Die Kirche herrschte mit dem Argument, daß das Streben nach Wissen der Grund für die von ihnen bezeichnete Ursünde war.

     

    Die Bibel, an die die Christen glauben, bezeichnet den Baum, von dem zu essen dem Propheten Adam, Friede sei mit ihm, verboten war, als den Baum der Erkenntnis. Auf diese Weise, nachdem er davon gegessen hatte, habe er ein bestimmtes Wissen erhalten, das er zuvor nicht besaß.  Die Bischöfe leiteten ihre Beweise aus dem Alten Testament ab, in dem erwähnt wird, daß Allah, gepriesen sei Er, nachdem Adam, Friede sei mit ihm, vom Baum aß und dadurch sein Wissen erlangt habe, mit ihm unzufrieden gewesen sei und ihm seine Gnade vorenthalten habe.

     

    Demzufolge waren wissenschaftliche Erkenntnisse insgesamt von der Kirche abgelehnt und tabuisiert worden. Aus diesem Grund vergingen in Europa zwei Jahrhunderte, allein die Frage zu erörtern, ob oder ob nicht die wissenschaftlichen, durch Muslime gewonnenen Erkenntnisse akzeptiert werden könnten.

     

    Als letztlich die Macht der Kirche und die lange Zeit des Mittelalters in Europa durch die Freidenker und Wissenschaftler beseitigt wurden, steuerten diese wiederum in die gegensätzliche Richtung und unterdrückten jedweden religiösen Einfluß. Deshalb versetzt es heutzutage viele, die von diesem Gedankengut getragen sind, in großes Erstaunen, wenn die bestehenden Zusammenhänge von Religion und Wissenschaft angesprochen werden.

     

    Sie kennen den Islam nicht!

    Sie wissen nicht, daß der Islam der Wissenschaft einen hohen Stellenwert einräumt. Nach den Engeln werden die Wissenschaftler und Gelehrten als die Bezeuger für die Tatsache angesehen, daß es keine Gottheit außer Allah, dem Erhabenen, gibt.

     

    Die ungefähre Bedeutung dessen, was Allah, gepriesen sei Er, im Qur’an (Surah 3, Ayah 18) sagt, lautet:

    „Bezeugt hat Allah, daß keine Gottheit da ist außer Ihm Selbst; und die Engel und Wissenden (bezeugen es)…“

     

    und an anderer Stelle (Surah 47, Ayah 19):

    „Wisse nun, daß es keine Gottheit außer Allah gibt.“

     

    Der Qur’an lehrt, daß Adam, Friede sei mit ihm, gegenüber den Engeln mit dem Vorzug des Wissens von Allah, dem Erhabenen, ausgestattet wurde. Damit widerspricht der Qur’an der Geschichte wie sie die Bibel erzählt, welche an vielen Stellen, der jeweiligen Machtausübung der Kirche entsprechend, in ihren Aussagen verdreht wurde.

     

    Bezogen auf den Qur’an ist die Tatsache, daß Adam, Friede sei mit ihm, mit Wissen ausgestattet wurde, eine ehrenvolle Auszeichnung durch Allah, dem Erhabenen, und nicht der Grund für die Ausweisung aus dem Paradies.

     

    Daher erwarten zahlreiche Menschen, die diese Zusammenhänge bisher nicht kannten, meistens ähnliche Argumente, vergleichbar mit denen, die sie aus ihrem eigenen religiösen und kulturellen Kontext kennen. Sie reagieren häufig überrascht, wenn ihnen die eindeutigen Beweise über wissenschaftliche Zusammenhänge aus dem Qur’an und der Sunnah präsentiert werden.

     

    Einer, der sein Erstaunen nicht verheimlichen konnte, ist Dr. Joe Leigh Simpson, Vorsitzender der Abteilung Geburtenhilfe und Gynäkologie und Professor für molekulare und menschliche Vererbungslehre am Baylor College für Medizin in Houston, Texas.

     

    Er wollte zunächst die Aussagen im Qur’an und in der Sunnah nachprüfen. Schnell wurde seine distanzierte Grundeinstellung beseitigt, indem ihm die sich im Qur’an befindlichen Aussagen zu den embryonalen Entwicklungsstufen nahegebracht wurden.

     

    Ihm wurde bewiesen, daß der Qur’an darüber informiert, daß die Vererbung und die Zusammensetzung der Chromosomen des neuen Seins erst nach einer erfolgreichen Vereinigung zwischen der Spermazelle und der Eizelle stattfindet. Es ist bekannt, daß diese Chromosomen alle charakteristischen Merkmale beinhalten, die der neu entstehende Mensch haben wird, wie Augenfarbe, Haut, Haar usw. Viele Details des menschlichen Erscheinungsbildes sind in den Chromosomen vorherbestimmt.

     

    Die Chromosomen formieren sich während der frühen Nutfah-Phase der embryonalen Entwicklung. In anderen Worten: die unterscheidbaren Eigenschaften des Menschen sind von Anfang an vorherbestimmt. (der physische Zustand des sich entwickelnden Menschen erinnert in der Nutfah-Phase an einen Tropfen Wasser.)

     

    Die ungefähre Bedeutung dessen, was Allah, gepriesen sei Er, im Qur’an (Surah 80, Ayat 17-19) sagt, lautet:

    „Verderben auf den Menschen! Wie undankbar ist er?

    Woraus hat Er ihn geschaffen? Aus einem Samenerguß hat Er ihn geschaffen und gebildet.“

     

    In den ersten 40 Tagen der Schwangerschaft werden alle Organe und Körperteile komplett, wenn auch nach und nach, geformt.

     

    Aus den Hadith-Sammlungen von Muslim und Al-Bukhari geht ein Hadith Sahih, eine mit Sicherheit gemachte Aussage des Gesandten Muhammad hervor, deren Bedeutung ungefähr so lautet:

    Bei jedem von Euch hatten sich in den Leibern Eurer Mütter alle Bestandteile Eures Wesens nach 40 Tagen angesammelt.

     

    In einem weiteren, von Muslim überlieferten Hadith, heißt es ungefähr: Wenn 42 Tage nach dem Tropfen (Nutfah) vergangen sind, sendet Allah einen Engel, der es formt und ihm Ohren, Augen, Haut, Fleisch und Knochen macht. Dann sagt er:

    „O Herr, ist es männlich oder weiblich?“ und dein Herr entscheidet, wie Er will.

     

    Professor Simpson studierte diese beiden Hadithe ausführlich und bekräftigte während einer Konferenz, an welcher zahlreiche namhafte Forscher und Wissenschaftler teilnahmen, daß die ersten 40 Tage eine klar unterscheidbare Phase zu der hauptembryonalen Entwicklung darstellen.

     

    Er war besonders von der absoluten Präzision und Genauigkeit der Hadithe beeindruckt. Er führte fort, daß an selbigem Morgen während der Konferenz schon andere Referenten und Kollegen darauf hingewiesen haben, daß diese Hadithe nicht allein auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die zu der Zeit, als sie niedergeschrieben worden sind, vorhanden waren, entstanden sein konnten. Er bestätigt die Äußerungen der anderen Wissenschaftler, indem er sagt, daß Religion das Streben nach Wissen zum Erfolg führen kann.

     

    Zuviele Zeitgenossen lehnen dies ab!

    Hier ist nun ein amerikanischer Wissenschaftler, eine Kapazität in seinem Gebiet, der dem Islam genau diesen Wert zuspricht.

     

    Professor Simpson sagt:“Ich denke, daraus folgt, daß nicht nur kein Konflikt zwischen Vererbungslehre und Religion, im Falle des Islam, besteht, sondern vor allem die Religion unter Berücksichtigung der Offenbarung traditionelle wissenschaftliche Ansätze führen kann.“

     

    Analog dazu: die komplexen Abläufe in einer Fabrik sind leichter zu begreifen, wenn das notwendige Handbuch dazu existiert – der Dank geht an den Erbauer und sein Handbuch!

    Ist es nicht vorhanden, sind die Chancen, ein gutes Verständnis über die Prozesse zu erlangen, wesentlich geringer.

     

    Daß sich Aussagen im Qur’an befinden, die nachweislich durch die moderne Wissenschaft ihre Gültigkeit erlangen, unterstützt den Gedanken, daß die Herkunft des Wissens von Allah, dem Erhabenen, kommt.

     

    Dies ist wahr!

    Mit Sicherheit können Muslime das Streben nach Wissen anleiten und der Bedeutung von Wissen den gebührenden Stellenwert erweisen. Außerdem verstehen Muslime, das Wissen zur Beweisführung der Existenz von Allah, gepriesen sei Er, und der Versicherung der Gesandtschaft von Muhammad, der Friede und Segen seien mit ihm, einzusetzen.

     

    Die ungefähre Bedeutung dessen, was Allah, gepriesen sei Er, im Qur’an (Surah 41, Ayah 53) sagt, lautet:

    „Wir werden sie Unsere Zeichen überall auf Erden und an ihnen selbst sehen lassen, damit ihnen deutlich wird, daß es die Wahrheit ist.

    Genügt es denn nicht, daß dein Herr Zeuge aller Dinge ist?“

     

    Nun ist durch die Beweise im Qur’an und den Aussagen objektiver Wissenschaftler verdeutlicht worden, worüber hier berichtet wird.

     

    Es drängen sich zwei weitere Fragen auf:

     

    1. Ist es nur Zufall, daß die heutigen Entdeckungen in verschiedenen Feldern der Wissenschaft bereits im Qur’an erwähnt werden, welcher vor 14 Jahrhunderten offenbart wurde?

     

    2. Konnte der Autor des Qur’an Muhammad oder irgendein anderer Mensch gewesen sein?

     

    Die einzige mögliche Antwort darauf ist: der Qur’an muß das offenbarte Wort von Allah, dem Erhabenen, sein, welches durch den Engel Gabriel, Friede sei mit ihm, an Muhammad, der Friede und Segen von Allah seien mit ihm, weitergegeben worden ist, der es wiederum unter seiner Gefolgschaft verbreitete, die es dann niederschrieb und rückversichernd von Muhammad nachprüfen ließ.

    Mehr noch: in jedem Ramadan überprüfte der Engel Gabriel Muhammad einmal, indem er ihn den gesamten Qur’an aufsagen ließ; im letzten Lebensjahr des Propheten führte Gabriel diese Prozedur sogar zweimal mit ihm durch.

     

    Bis heute hat es fortwährend immer eine große Zahl von Muslimen gegeben, die den gesamten Qur’an auswendig aufsagen konnten, Buchstabe für Buchstabe. Einige von ihnen konnten den Qur’an schon im Alter von zehn Jahren auswendig – es ist daher nicht überraschend, daß bis heute an keiner Stelle auch nur ein Buchstabe im Qur’an verändert wurde.

     

    Der Qur’an, der vor 14 Jahrhunderten offenbart wurde, erwähnt Tatsachen, die erst vor kurzer Zeit von namhaften Wissenschaftlern entdeckt worden sind. Es liegt hinter jeder Vorstellungskraft, daß jemand vor ca.1400 Jahren diese Tatsachen gewußt oder entdeckt haben konnte, die erst jetzt unter Verwendung hoch entwickelter Technologien und moderner methodischer Erkenntnisse bewiesen wurden.

     

    Dies beweist ohne Zweifel, daß der Qur’an das offenbarte Wort von Allah und daß Muhammad wahrhaftig sein Gesandter ist.

     

     

    Quelle: Al-Islam.de