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    „Islamfeindlichkeit in Europa weit verbreitet“

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    Laut einer aktuellen Studie ist die ablehnung Haltung dem Islam und den Muslimen gegenüber keine Randerscheinungin Europa. Der Studie der Universität Bielefeld zu „antidemokratischen Mentalitäten“ zufolge fühlen sich viele Europäer von Zuwanderung bedroht. Insbesondere in Deutschland sei die Islamfeindlichkeit besonders stark ausgeprägt, sagt der Sozialpsychologe Andreas Zick.

     

    Laut der aktuellen Studie, die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde, ist die Hälfte der Befragten in mehreren Ländern der Ansicht, es gebe bei ihnen zu viele Zuwanderer und deshalb sollten in Krisenzeiten Einheimische ein Vorrecht auf Arbeitsplätze haben. Insbesondere die Muslime seien als Einwanderer besonders unbeliebt, sagte der Sozialpsychologe Andreas Zick. „Es gibt eine große Verbreitung von Islamfeindlichkeit und einen starken Antisemitismus, der insofern neu und versteckter ist, als er mit Kritik an Israel verbunden wird. Wir finden aber auch einen ganz starken Sexismus in vielen europäischen Ländern.“

     

    Für die Studie wurden Ende 2008 per Telefon jeweils eintausend Bürger in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Polen, Ungarn und den Niederlanden befragt. Dabei kam heraus, dass der Islam eine Religion der Intoleranz sei oder dass die Juden einen Vorteil daraus zu ziehen suchten, dass sie während der Nazizeit Opfer waren. Deutschland komme, was die Intoleranz gegenüber Minderheiten betrifft, „mittelmäßig weg“ meint der Forscher Zick. Allerdings sei hierzulande die Islamfeindlichkeit besonders stark ausgeprägt. So finden mehr als 80 Prozent der Deutschen die islamische Kultur passe nicht zur deutschen. Auffällig hoch ist in Deutschland laut der Forscher allerdings die Islamfeindlichkeit. So finden 46 Prozent der befragten Deutschen, es gebe hierzulande zu viele Muslime. Dagegen heißen zwei Drittel der Deutschen die jüdische Kultur ausdrücklich willkommen.

     

    In vielen Ländern Europas gilt, dass die Zahl der Zuwanderer zwar als zu hoch, die jeweilige Kultur jedoch als Bereicherung empfunden wird. Hiervon ausgenommen ist die islamische Kultur.

     

    Eindeutig rassistische Prägungen weist die Studie in einem Punkt nach. Ein Drittel aller Befragten in den acht Ländern ist der Ansicht, es gebe eine natürlich Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Völkern. Dem stimmen 30 Prozent der Deutschen zu. Dies sei ein Kernelement rechtspopulistischer und rechtsextremer Einstellungen, so die Forscher. „Besorgniserregend“ sei außerdem auch, dass eine Mehrheit der Befragten in allen Ländern den Eindruck habe, von ihren Politikern nicht verstanden zu werden. Dieses Gefühl politischer Machtlosigkeit gehe oft mit dem Wunsch nach einer starken Führerfigur einher. Jeder dritte Deutsche wünscht sich einen „starken Mann“ an der Spitze, der sich nicht um Parlament und Wahlen schert.

     

    Die Mehrheit der Europäer fordere außerdem, dass die Frauen ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen sollte und damit auf eine traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau setze. Die Annahme, dass mit steigendem Alter die Intoleranz wachse, wird von der Studie nur teilweise bestätigt. Neben Älteren seien auch ganz junge Leute empfänglich für Vorurteile, sagt der Konfliktforscher Zick: „Wir sehen zum Beispiel in Deutschland und Italien, dass die Gruppe der 16- bis 21-Jährigen sehr anfällig ist, negative Meinungen zu äußern“. Es scheine, dass Menschen, die auf dem Weg in die Gesellschaft oder in eine neue gesellschaftliche Rolle sind, „für ihre Probleme einen Sündenbock verantwortlich machten“.

     

    Quelle: Igmg.de