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    Islamisches Erwachen- Hoffnung auf Frauenrechte in Saudi Arabien

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    04 Oktober 2011

     

    Heute sind viele Frauen in den Nahostländern über ihre selbstverständlichen Rechte im Bilde und das Islamische Erwachen hat sie noch bewusster gemacht. Aber die Frauen in Saudi Arabien werden immer noch stark in ihren Rechten eingeschränkt und die Saudis verstoßen offen gegen internationale Abkommen über die Frauenrechte.

     
    Dies geht auf den Wahhabismus und Salafismus zurück, der in diesem Land als Staatsreligion gehandhabt wird. Die Frauen können aufgrund dieser Ansichten nicht am öffentlichen Leben teilnehmen, nicht wählen, kein Auto fahren und auch kein Handy mit sich führen, politisch dürfen sie ohnehin nicht tätig sein.Frauen dürfen viele öffentliche Stätten nicht ohne ihren Fürsorger betreten. Bis 2001 bekamen sie auch keinen Personalausweis ausgestellt.

     

    Vergangenen Monat machte eine 45-jährige Staatsbürgerin dieses Landes auf sich aufmerksam. Nadschla Al Hariri wagte sich eine Woche lang mit einem Auto auf die Straße und wurde schließlich, weil sie selber am Steuer saß, verhaftet. Am 17. Juni war eine 40-jährige Auto gefahren und ebenso verhaftet worden. Die 32-jährige Menal Al Scharif, die Informatik studiert hat, beklagt, dass Universitätsabsolventinnen in Saudi Arabien weniger Berufschancen haben. Im Gefolge der durch das Islamische Erwachen in der Region entstandene neue Klima fühlten sich die Frauen ermutigt, gegen die Benachteiligung ihres Geschlechtes zu demonstrieren und sie nahmen auch an den Demonstrationen männlicher Bürger gegen die autoritären Herrscher in Riad teil.

     

    Im Osten des Landes gingen in der Provinz Damman Frauen aus Protest gegen Inhaftierungen in den Sitzstreik, wobei viele von ihnen selber festgenommen wurden. Nach diesen ersten Anzeichen eines Islamischen Erwachens in seinem Land, hat der saudi arabische Monarch am 25. September reichlich spät den Bürgerinnen Wahlrecht und Beteiligung an den Wahlen zur Ratsversammlung zugestanden. Allerdings hat diese Versammlung kaum Befugnisse und eher einen formalitären Charakter. Somit wollte der Monarch durch ein geringfügiges Zugeständnis erst einmal das Islamische Erwachen im Lande bremsen.

     

    Natürlich ist das saudi arabische Herrscherhaus als erster für den Verstoß gegen die Frauenrechte schuldig zu sprechen, aber eine gewisse Schuld trifft auch die Völkergemeinschaft. Da dieses Land sich der Politik des Westens fügt, geht man nicht entschieden mit ihm um. Erst jetzt meldet sich die amnesty international und fordert die Einstellung der Frauendiskriminierung. Der für die Nahostregion zuständige Philipp Luther erklärte dabei, dass der Schritt der Saudis sehr spät erfolgte und zudem keineswegs ausreicht. Er hoffte, es würden weitere Reformen folgen. Unterdessen forderte Cathreen Stone, die EU-Außenministerin, Gleichberechtigung für die Frauen in Saudiarabien.

     

    Was die Menschenrechte anbetrifft, betreiben die Westler natürlich eine Doppelmoral und schweigen oder üben Nachsicht, wenn anderenfalls ihre Interessen auf dem Spiel stehen.

     

    Es sei erwähnt, dass die Frauen im Islam eine hohe Position genießen. Hinsichtlich der menschlichen Rechte sind Mann und Frau gleichgestellt. Die Frau kann sich als ein Mensch in allen Bereichen der Gesellschaft betätigen. Dies bewies der Prophet des Islams, als er 11 Jahre nach seiner Aussendung mit vielen Frauen der Stadt Medina ein Bündnis über ihre politische Beteiligung schloss, welches als Bi`at al Nisa – das Bündnis der Frauen bekannt wurde.  Der Prophet hatte schon im 6. Jahr nach Hidschra (627 n. Christus) ein Bündnis mit mehreren Männern und Frauen geschlossen, dass sich Bi`at Riswan“ (Bündnis des Einverständnisses oder des Paradieses )nannte.

     

    In der islamischen Frühzeit war der Bündnisschwur , der der heutigen Abgabe einer Wahlstimme ähnelt, ein selbstverständliches Recht der Frauen und der Prophet schloss mit ihnen genauso eine Bündnis wie mit den Männern. Prophet Mohammad (s) demonstrierte damit in der Geschichte, dass die Frauen an der Seite der Männer auf den verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen teilnehmen können. Auch beteiligten sich die Frauen an dem Kampf gegen die Feinde und übernahmen soziale Aufgaben.

     

    Der erste Mensch, der für den Islam starb, war eine Frau. Somayeh, die erste Märtyrerin des Islams, hielt gegenüber der Folter der Ungläubigen aus dem Stamm Qureisch stand, bis sie der Tod erlöste.

     

    Die muslimischen Frauen eilten an den Fronten zu den Verletzten und stärkten die Moral der Dschihadkämpfer. Der Prophet regte die Frauen zum Wissenserwerb an. Die Frauen nahmen an den Vorträgen des Propheten teil, um ihr Wissensniveau zu erhöhen, und es in der Gesellschaft in der frühislamischen Zeit weiterzugeben.

     

    Alle Länder und Regierungen, die die wahren Grundlagen des Islams ausführen wollen, müssen also genügend auf die selbstverständlichen menschlichen und islamischen Rechte der Frauen achten. Die saudischen Regierungspolitiker haben keine religionsrechtlichen Gründe, die Frauen von der Mitbeteiligung an politischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten abzuhalten.

     

    In der Islamischen Republik Iran, in der die Gebote der Islamischen Scharia beachtet werden, sind die selbstverständlichen Rechte der Frauen in den Grund- und Zivilrechten verankert. Laut Artikel 21 der Verfassung ist die Regierung verpflichtet, die Frauenrechte in jeder Hinsicht unter Beachtung der Islamischen Bestimmungen zu gewährleisten.

     

    Außerdem heißt es im Paragraphen 14 des Grundgesetzes dass die allseitigen Rechte des Einzelnen, ob Mann oder Frau und eine gerechte gesetzliche Sicherheit für alle hergestellt werden müssen. Es heißt, dass alle vor dem Gesetz gleich gestellt sind.

     

    Imam Chomeini, der Begründer der Islamischen Republik ebenso wie das heutige Oberhaupt der Revolution, Ajatollah Khamenei, unterstreichen die allseitige Mitbeteiligung der Frauen in der Gesellschaft und die Beachtung ihrer menschlichen Rechte.

     

    Die Frauen treten daher seit der Islamischen Revolution in allen Bereichen aktiv in Erscheinung. Sie sind sogar heute auf dem Gebiete der Wissenschaft manchmal weiter als die Männer in Bezug auf Studium und Wissenserwerb. Zurzeit studieren mehr als 60 Prozent der jungen Frauen. Auch schneiden die jungen Mädchen bei wissenschaftlichen Olympiaden und Erfinderwettbewerben gut ab, was ihren festen Willen zeigt, etwas zu leisten und zum Fortschritt des islamischen Irans beizutragen.

     

    Iranische Frauen haben heute leitende Posten übernommen und führen ernsthaft ihre Aufgabe durch. Zum Beispiel wird nunmehr das Gesundheitsministerium von einer Frau geleitet und der Staatspräsident hat zwei Vize-Staatspräsidentinnen und unter seinen Beratern ist eine Frau.

     

    Die enormen Einschränkungen, die Saudi Arabien den Frauen auferlegt, können also nicht an der Durchführung der Bestimmungen des Islams liegen, vielmehr gehen sie auf die oberflächliche und starre Deutung des Islams im Rahmen des Wahhabismus zurück.

     

    Doch das Islamische Erwachen und die Umwälzungen in der Islamischen Welt werden früher oder später grundsätzliche Änderungen in Ländern wie Saudi Arabien zur Folge haben und diese werden unter anderem dazu führen, dass die Rechte der Frauen anerkannt werden.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/247072-islamisches-erwachen-hoffnung-auf-frauenrechte-in-saudi-arabien