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    Jesus verhieß das Kommen des Propheten des Islams

    Jesus verhieß das Kommen des Propheten des Islams
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    Im Heiligen Koran lesen wir, dass Jesus Christus (gegrüßet sei er) einen Propheten namens „Ahmad“ angekündigt hat, der nach ihm kommen und der Prophet des Islams (Friede ihm und seinem Hause) sein wird.
    Der Vers im Koran, der davon handelt, lautet:

    « … وَ مُبَشِّراً بِرَسُول یَأتِی مِنْ بَعْدِی اسْمُهُ اَحْمَدُ فَلَمّا جاَهُمْ بِالْبَیِّناتِ قالُوا هَذَا سِحْرٌ مُبین;

     

    (Einst sagte Jesus, Sohn der Maria: „O ihr Kinder Israels! Ich bin von Gott zu euch gesandt worden, bestätige die vor mir offenbarte Thora) und verkünde die frohe Botschaft, dass ein Gesandter namens Ahmad nach mir kommen wird.“ Als er ihnen die Beweiszeichen darlegte, sprachen sie: „Das ist offenkundige Zauberei.“ (1)

     

    Die Frohbotschaft aus dem Munde Jesus Christus, von der hier gesprochen wird, kommt auch im Johannesevangelium in den Kapiteln 14, 15 und 16 vor, und Jesus hat gemäß Johannesevangelium erklärt, dass eine Person namens Paraklet kommen wird. Es gibt dabei viele Anhaltspunkte dafür, dass der Prophet des Islams gemeint ist. Um dies zu verdeutlichen, müssen wir die Stellen aus dem Evangelium anführen:

    „Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten damit er euch einen anderen Paraklet gibt, dass er bei euch sei in Ewigkeit. Er ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht anerkennen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Er aber kennt euch, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. „(2)

     

    „Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.  Aber der Paraklet, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (3)

     

    „Und jetzt habe ich’s euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es nun geschehen wird.“ (4)

    „Wenn aber der Paraklet kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird er Zeugnis geben von mir.“ (5)

     

    „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Paraklet nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.

     

    Und wenn er kommt, wird er die Welt zur Sünde und Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit verpflichten zur Sünde, da sie nicht an mich glauben;

    zur Aufrichtigkeit, da ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;

    zur Gerechtigkeit, da der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

     

    Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.

    Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

    Er wird mich würdigen denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen.

    Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird’s von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.“ (6)

     

    Wir haben hier klare Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass mit Paraklet ein Prophet gemeint ist, der nach Christus kommt, und nicht der Heilige Geist:

    Als erstes sollte folgendes beachtet werden: Aus einigen christlichen Geschichtsschreibungen geht hervor, dass es vor dem Islam für die Gelehrten und Ausleger der Bibel selbstverständlich war, dass mit Paraklet kein anderer gemeint ist als der verheißene Prophet; einige haben dies sogar ausgenutzt, um sich selber als den verheißenen Paraklet vorzustellen. Zum Beispiel behauptete 187 in Kleinasien ein Asket, als Prophet ausgesandt worden zu sein, indem er sagte: „ Ich bin der Paraklet, dessen Kommen Jesus angekündigt hat“. Ihm folgte eine Gruppe von Anhängern. (7)

     

    Aus zuverlässigen islamischen Werken und Geschichtsschreibungen geht vollständig hervor, dass die politischen und geistlichen Führer der christlichen Welt in der Epoche der Berufung des Propheten des Islams – Friede ihm und Seinem Hause – alle auf den im Evangelium verheißenen Propheten warteten. Deshalb hat sich der König von Abessinien, nachdem er das Schreiben, das der Botschafter des Propheten ihm überreichte, gelesen hatte, zu diesem gesagt: „ Ich bezeuge, dass er der Prophet ist, den die Schriftbesitzer erwarten. Wie Moses die Prophetschaft des geehrten Jesus angekündigt hat, so hat auch Jesus die Prophetschaft des Gesandten der Endzeit verheißen und seine Merkmale erklärt.“ (8)

     

    Als das Schreiben des Propheten den Römischen Kaiser erreichte und er es gelesen und sich über den Propheten des Islams (s) erkundigt hatte, schrieb er in seiner Antwort: „ Ich habe Euer Schreiben gelesen und über Eure Einladung erfahren. Ich wusste, dass ein Prophet kommen wird, aber ich dachte dass dieser Prophet aus Schaam kommt …“ (9)

     

    Aus diesen geschichtlichen Inhalten ist zu entnehmen, dass man einen Propheten erwartete. Eine solche Erwartung ging mit Gewissheit auf das Evangelium zurück.

     

    Die besonderen Eigenschaften, die Jesus für den Paraklet anführt und die Bedingungen und Resultate, die er für sein Kommen nennt, festigen vollständig die Aussage, dass mit Paraklet kein anderer gemeint ist als der verheißene Prophet. Diese Zeichen lassen nicht zu, dass wir mit „Heiliger Geist“ interpretieren. Dazu Folgendes:

    a) Jesus Christus beginnt mit den Worten: „ Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten, damit er euch einen anderen Paraklet gibt.“

     

    Erstens: Die Tatsache, dass Jesus Christus die Gläubigen an die Liebe zu ihm erinnert, zeugt davon, dass er annimmt, dass ein Teil seines Glaubensvolkes nicht den, dessen Kommen er verheißt, akzeptieren wird. Er berührt deshalb ihre Gefühle und möchte sie dadurch darauf vorbereiten, dass sie diesen Propheten anerkennen. Falls jedoch mit Paraklet, wie die Ausleger des Evangeliums geglaubt haben, der „ Heilige Geist“ gemeint wäre, dann hätte sich eine solche Vorbereitung erübrigt. Denn der Heilige Geist hat nach seinem Herabsteigen eine derartige Wirkung auf Herz und Geist, dass niemand mehr Zweifel hegt. Wenn jedoch der Verheißene Prophet gemeint ist, wird ein solcher vorbereitender Schritt allerdings unbedingt notwendig; denn er (der Prophet) wird nur durch Darlegung und Verkündung auf Herz und Geist der Menschen wirken und sie gewinnen. Daher wird eine Gruppe von Gerechten sich zu ihm bekennen und eine andere Gruppe wird sich von ihm abwenden.

     

    Aber Jesus hat sich nicht mit dieser Mahnung begnügt. Im Vers 29 des Kapitel 14 hat er diesen Punkt unterstrichen und gesagt:

    „Und jetzt habe ich’s euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es nun geschehen wird.“ Unterdessen erfordert der Glaube an den Heiligen Geist keine solche Empfehlung und schon gar keine solche Hervorhebung.

     

    Zweitens: Jesus hat gesagt: „ damit Er (Gott) euch einen anderen Paraklet gibt“. Wenn wir sagen, dass mit Paraklet ein anderer Prophet gemeint ist, so ist dies völlig richtig, aber falls der Heilige Geist gemeint sein soll, ist das Wort „ anderen“ mehr oder weniger eine Floskel, denn es gibt nur einen Heiligen Geist so dass das Wort „anderen“ keinen Sinn ergibt.

     

    b) „der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (10); der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird … Zeugnis geben von mir.“ (11)

     

    Es heißt, dass der Heilige Geist 50 Tage nach der Kreuzigung Jesu seinen Jüngern erschien. Haben diese Auserkorenen in dieser kurzen Zeit alle seine Gebote vergessen, so dass der Heilige Geist sie ihnen noch einmal lehren musste? Benötigten die Jünger Jesu sein Zeugnis, so dass er erneut von Jesus Zeugnis gibt?

     

    Sollte jedoch der Verheißene Prophet sein, dann erhalten beide oben genannten Sätze den richtigen Sinn, denn das Glaubensvolk Christi hat im Lauf der Zeit und wegen der Eingriffe von Gelehrten des Evangeliums viele seiner Gebote vergessen und einige von ihnen haben sie in Vergessenheit geraten lassen, aber Mohammad (s) hat sie wieder verkündet und hat Zeugnis über die Prophetschaft Jesu (a.s.) abgelegt und gesagt: „Er ist wie ich ein Prophet gewesen.“ Er hat die Mutter Jesu von üblen Verleumdungen frei gesprochen und das Heilige Sein Christi von der Behauptung der Göttlichkeit befreit.

     

    c) „ Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Paraklet nicht zu euch.“ (12).

     

    Jesus macht das Kommen des Paraklet davon abhängig, dass er selber geht. Wenn aber der „Heilige Geist“ gemeint sein sollte, kann sein Herabkommen auf ihn und auf seine Jünger nicht von seinem Weggang abhängig sein, denn nach Ansicht der Christen ist der Heilige Geist auf die Jünger, die Jesus zur Verkündigung ausschicken wollte, herabgekommen (13). Somit ist kein Herabkommen des Heiligen Geistes vom Weggang Jesu abhängig gewesen; wenn wir aber sagen, dass ein Prophet gemeint ist, der ein Religionsgesetz vorlegt – dazu noch ein universales Religionsrecht – dann besteht die Vorbedingung für dessen Ankunft darin, dass Jesus geht und seine Lehre überholt wird.

     

    d) Die Wirkung des Erscheinens von Paraklet wird mit drei Dingen beschrieben: „(Und wenn er kommt,) wird er die Welt zur Sünde und Gerechtigkeit und zum Gericht verpflichten; (14) zur Sünde, da sie nicht an mich glauben“ (15)

     

    Wir wissen, dass gemäß Ansicht der Christen der heilige Geist 50 Tage nach der Kreuzigung Jesu dessen Jüngern erschienen ist und diese niemals hinsichtlich Sünde, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit verpflichtet hat und aus dem darauffolgenden Text des Verses geht zudem hervor, dass er den Leugnern erschien und nicht den Jüngern, die niemals Jesus abgelehnt haben. Aber wenn wir sagen, dass der verheißene Prophet des Islams gemeint ist, so sind alle genannten Merkmale und Vorzüge in seinem edlen Wesen vereint.

     

    e) “Paraklet wird Zeugnis geben von mir (Jesus)“ (16)

    „und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich würdigen… (17)

    Das Paraklet von Jesus Zeugnis geben wird, zeigt, dass er nicht der Heilige Geist ist, denn die Jünger waren nicht darauf angewiesen, dass jemand Zeugnis über Jesus ablegt . „ Er wird mich würdigen“ bezieht sich auf das große Lob, welches der Verheißene Prophet Jesus ausspricht. Er vollendete die Lehre Jesu. Gibt es eine noch größere Form der Anerkennung?

     

    Die Beachtung dieser Anhaltspunkte kann uns zu einer Wahrheit hinlenken, zu der islamische Forscher gelangt sind. Allerdings sind das nicht die einzigen Beweise, sondern bei genauerem Hinsehen lassen sich noch mehr Anhaltspunkte finden.

    Abschließend möchte ich auf einen beachtenswerten Abschnitt in der großen französischen Enzyklopädie, Band 23, Seite 4174 zu diesem Thema aufmerksam machen:

     

    „Mohammad ist der Begründer der Religion Islam und der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten. Das Wort Mohammad bedeutet „viel Gepriesener“ und geht auf die Wortwurzel „Hamd“ zurück, welche „ Lobpreisung“ bedeutet. Aufgrund eines erstaunlichen Zufalls geht auch ein anderer Name aus dieser Wortwurzel ( „Hamd“) hervor, welche das völlige Synonym zu Mohammad bildet, und zwar das Wort „Ahmad“. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben die Jesusanhänger auf der Arabischen Halbinsel dieses Wort für „ Paraklet“ verwendet. Ahmad bedeutet „viel Gepriesener“ und die Übersetzung dieses Wortes ist „Paraklet“, wofür fälschlicherweise das Wort Paraklitus eingesetzt wurde. Deshalb haben die religiösen Autoren der Muslime immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass mit diesem Wort das Kommen des Propheten des Islam verheißen wird. Der Heilige Koran hat ebenso offen in dem erstaunlichen Vers der Sure Saff darauf hingewiesen.“(18)

     

    (Bei der Zusammenstellung dieses Teil wurde das wertvolle Buch Anis Al Alam, Autor Fachr- il Islam herangezogen)

     

    (1) Sure Saf ( 61) Vers 6
    (2) ein Exemplar des Johannesevangeliums, welches 1837 in London gedruckt wurde. 14,15-17. Die darauffolgenden Sätze stehen in der gleichen
    Druckausgabe. Zur Vergewisserung wurde mit den persischensprachigen Übersetzungen aus dem (Alt)syrischen und Kaldonischen verglichen.
    (3) Johannesevangelium, Kapitel 14, 25-26
    (4) ebenda, 14,29
    (5) ebenda, 15, 26
    (6) ebenda, 16, 7-15
    (7) Anis Alalam, Bd. 2, Seite 179 , in Berufung auf Geschichtswerk von William Muir, 1848
    (8) Tabiqat- i Kubra, Bd. 1, S. 259; Sireh Halabi, Bd. 3, S. 279
    (9) Tarich- e Kamil, Bd. 2, S. 44
    (10) Johannesevangelium, 14, 26
    (11) ebenda, 15,26
    (12) ebenda, 7, 15
    (13) Matthäusevangelium, Lukasevangelium, Kapitel 10
    (14) in vielen alten Evangeliumstexten steht anstelle von “verpflichten” das Wort „tadeln“ und der zweite Satz wird klarer und geeigneter im Sinn. Einige christliche Kommentatoren und Autoren sagen, wenn sie an diesen Satz angelangen und sehen, dass er nicht mit dem Heiligen Geist übereinstimmt, zu aller Verwunderung, dass mit dem Fürst der Weltbewohner kein anderer gemeint ist als Satan, welcher die Menschen zur Sünde zwingt. Sie ziehen als Beweis heran, dass Jesus sagt: „ Der Fürst der Welt kommt und er bezwingt mich nicht.“ Diese Auslegung ist jedoch nicht mehr als eine teuflische Idee, denn angenommen ein solcher Fürst der Weltbewohner würde die Menschen zum Sündigen zwingen, wie kann er dann gleichzeitig zur Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit verpflichten?
    (15) Johannesevangelium 16,7-15
    (16) ebenda 15,26
    (17) ebenda 16, 13
    (18) Mohammad Chatem- e Payambaran (Mohammad, das Siegel der Propheten), Bd. 1, S. 504

     

    Quelle: Taghrib.ir

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