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    Lehre des Friedens und der Barmherzigkeit (1)

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    Seit über 1400 Jahren kämpft die Lehre Mohammad (s) gegen Unrecht und Ungerechtigkeit und nimmt die Unterdrückten und Entrechteten in Schutz. Diese göttliche Lehre kann stolz auf ihren Überbringer sein, der durch seine freundliche Art und sein gutes Wesen die anderen für den Islam gewonnen hat. Wäre er anders gewesen, dann wären mit den Worten des Korans alle von ihm weggestoben.

     

    Der Islam kann sich rühmen, dass er als die vollendete göttliche Religion die Würde des Menschen und die Achtung seiner Freiheit und seines Ranges unterstreicht. Daher sind alle seine Konzepte auf die Rettung des Menschen vor der Dekadenz und dem moralischen Versumpfen und auf die Rückkehr zu seiner wahren Identität ausgerichtet.

     

    In den 1400 Jahren, die seit Beginn des Islams vergangen sind, hat diese Religion weiter Nicht-Muslime auf sich aufmerksam gemacht, war aber auch den direkten und indirekten Verschwörungen von Feinden ausgesetzt, die versuchten das Interesse am Islam unter den Wahrheitssuchenden zu bremsen. Die Feinde nehmen mit ihrer Giftpropaganda die Grundlagen des Islams und den Propheten Mohammad ins Visier. Zu ihren feindlichen Maßnahmen gehören die Versuche, den Islam als eine Religion hinzustellen, die Gewalt und Konflikte hervorruft. Leider fördern die derzeitigen Vorfälle und Anschläge in Syrien, Irak und Afghanistan dieses falsche Bild. Was sich in diesen Gebieten ereignet, ist nichts anderes als eine Verschwörung gegen den wahren Islam und die Muslime. Besonders bedauerlich ist dabei die Tatsache, dass diese Verschwörung mit Hilfe von einer Gruppe unwissender Muslime durchgeführt wird. Diese begehen im Namen des Islams und angeblich in Befolgung des Propheten die schrecklichsten Verbrechen. Sie dienen den Islamfeinden als Werkzeug zur Verunglimpfung der schönen himmlischen Religion. Daher lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Mitglieder solcher Gruppen in Wahrheit gar keine Muslime sind, auch wenn sie sich den Anschein geben, Islamanhänger zu sein.

     

    Angesichts der jüngsten Entwicklungen möchten wir mit Hilfe der Koranverse und der Sunna (Vorgehensweise) des Propheten die friedliebenden und menschenfreundlichen Prinzipien des Islams vorstellen.

    Der Islam ist eine Religion die empfiehlt jedes Werk mit den Worten: Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen, des Gnädigen zu beginnen . In diesen Worten kommt zum Ausdruck, dass Gott allen gegenüber barmherzig ist und einige mit besonderer Gnade beschenkt. Der Islam sagt laut Sure Tauba, (Sure ), Vers 6, wenn die Götzenanbeter zu euch kommen, um mehr zu erfahren, dann bietet ihnen Zuflucht, damit sie mit den Koranversen vertraut werden. Und dann lasst sie ungestört in ihre Heimat zurückkehren, ob sie Muslim werden oder nicht.

     

    Der Islam sagt:

    Erwidert Schlechtes mit Guten damit eure Feinde beschämt werden und vielleicht eure Freunde werden. Wie kann eine solche Lehre die erbarmungslosen Taten, die zurzeit eine Gruppe von angeblichen Muslimen begeht, als richtig bestätigen?

    In der Sure Nisa (Sure 4) heißt es im Vers 94: Wenn ihr jemanden vor euch habt, der mit Worten oder Taten demonstriert, dass er an den Islam glaubt, dann sagt nicht zu ihm: Du bist kein Gläubiger.

     

    Das bedeutet also, dass wenn im Krieg jemand sagt, er sei Anhänger des Islams, sein Leben und sein Eigentum zu achten sind. Niemand hat das Recht aufgrund eines falschen Vorwandes jemandem zu schaden. Das sind doch alles Beweise dafür, dass der Islam keine Gewalt und keine Verbreitung von Furcht und Schrecken befürwortet.

    Wir sind aber leider Zeuge, dass fanatische Gruppen die behaupten, dem Propheten zu folgen, es für richtig halten, auf die abscheulichste Weise gläubige Muslime zu töten, die sich ihr ganzes Leben lang dem Islam und dem Koran gewidmet haben und an alle Grundsätze des Islams glauben.

     

    Der Prophet hat selbst Gefangene aus dem islamfeindlichen Lager nicht schlecht behandelt, geschweige denn dass er auf diese Weise mit ihnen verfahren wäre!

    In der islamischen Überlieferungen heißt es: Ist denn die Religion etwas anderes als Liebe?

    Sie ist die Liebe zu Gott, zum Propheten, zu den Rechschaffenen zu der ganzen Schöpfung Gottes!

    Die Gewalttätigkeit und die Verbrechen der fanatischen Salafiden sind offenkundig. Das barbarische Vorgehen dieser abwegigen Gruppen hatte zur Folge, dass einige den Islam mit Brutalität in Verbindung bringen.

     

    Diese Lehre, die auf der Liebe aufbaut wird leider durch das Vorgehen der Gruppen, die aus dem Wahhabimus hervorgegangen sind, auf eine Weise verdreht, dass es für die Feinde , mit den Amerikanern und Zionisten an der Spitze einfach wird, den Islam ins schlechte Licht zu rücken.

    Hat diese abweicherlische Gruppe denn nicht gehört, dass im Koran im Vers 32 der Sure Maedeh (Sure 5) steht: „Wenn jemand einen Menschen tötet – es sei denn für (Mord) an einem andern oder für Gewalttat im Land -, so soll es sein, als hätte er die ganze Menschheit getötet !“

     

    Sie müssten doch den Vers 93 der Sure Nisa (4) kennen, der alle, auch die Muslime wie folgt warnt:

    „Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, worin er bleiben soll. Allah wird ihm zürnen und ihn von Sich weisen und ihm schwere Strafe bereiten.“

     

    Wie kann jemand angesichts dieser deutlichen Koranverse angeblich im Namen des Islams und angeblich dem Beispiel des Propheten folgend, wehrlose Männer, Frauen und Kinder niedermetzeln ?

    Die Enthaltsamkeit von Gewalt und der Verzicht auf Krieg und Konflikt ist im Islam von großer Bedeutung, so dass Gott in der Sure Tariq (Sure 86 ) spricht: „Drum gönne den Ungläubigen Zeit. Überlasse sie auf eine Weile sich selbst.“

     

    Koranexegeten haben dazu erläutert:

    Gott weist in diesem kurzen Satz den Propheten an, den Ungläubigen eine Frist zu gewähren und nichts bei der Verbreitung des Islams zu überstürzen, damit alle diejenigen, bei denen die Hoffnung besteht, dass sie glauben , den Glauben annehmen und allen ein Ultimatum eingeräumt wird.

     

    Gott forderte den Propheten auf, sich auf würdige Weise von den Feinden abzuwenden und milde auf ihre Starrköpfigkeit, ihre Unwissenheit und ihre Quertreibereien zu reagieren.

    In der Sure Dschathiya (45)wird dem Propheten im Vers 14 empfohlen zu sagen: „Sprich zu denen, die glauben, sie möchten denen vergeben, die nicht die Strafe Allahs (am Jüngsten Tag) fürchten, auf dass Gott an jenem Tag die Leute belohne für das, was sie verdienen.“

     

    In der Erklärung zu diesem Vers heißt es, dass der Feind sich möglicherweise deshalb abfällig über den Islam äußert und grob verhält weil er nicht die Grundlagen des Glaubens und die göttliche Lehre kennt .Aber es heißt, dass die Muslime solchen Leuten weitherzig begegnen sollen, damit sie nicht noch verbohrter werden und sich nicht noch mehr von Gott und der Wahrheit entfernen.

     

    Im Vers 199 der Sure Araf (Sure 7) steht außerdem:

    „Übe Nachsicht und gebiete Gütigkeit und wende dich ab von den Unwissenden.“

    Und ferner heißt es im Vers 13 der Sure Maidah (5): „So vergib ihnen und wende dich ab (von ihnen). Wahrlich, Allah liebt jene, die Gutes tun.“

     

    Jeder der genannten Verse genügt für sich alleine als Beweis für die Barmherzigkeit im Islam und spiegelt die Wahrheit wieder, dass der Islam sich beim Aufruf zur Wahrheit auf Logik, Milde und Vergebung stützt und die Gewalt meidet.

    Der Islam ist eine Lehre, die zur Vernunft einlädt und zu Frieden und Zusammenarbeit, Aufbau und Kultivierung aufruft.

     

    Solange es irgendwie möglich ist, versucht diese Religion durch die Logik und den Hinweis auf hohes menschliches Denken an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Ziel ist nichts anderes als dass Wahrheit und Recht gebührend beachtet werden und die Menschen in den Genuss von Freiheit und ihrer natürlichen Rechte gelangen.

     

    Ein Krieg ist im Islam nur in Fällen erlaubt, wo keine andere Alternative mehr bleibt und ein logisches und freundliches Verhalten und Beweise nichts mehr nützen.

    Wenn eine kriegerische Auseinandersetzung notwendig wird, gelten außerdem besondere Regeln, die vom Propheten (s) eingehalten wurden. Wir werden noch auf diese besonderen Bestimmungen zurückkommen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/weltbild-des-islams/item/250200-lehre-des-friedens-und-der-barmherzigkeit-1