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    Lernen und Erziehung aus islamischer und koranischer Sicht

    • Dr. Mohammad Razavi Rad
    • http://www.islamic-sciences.de
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    Gott hat den Menschen mit der Eigenschaft der freien Wahl erschaffen. Aus diesem Grund benötigt der Mensch Ermahnung und Führung, um zur Wahl des Rechten und Gerechten erzogen zu werden.

     

    Der Mensch ist verpflichtet, diese beiden Dinge zu beachten, um sich und seine Seele sowie die Gesellschaft erziehen zu können. Mit der Einsicht, dass man die oben genannten Dinge im Leben benötigt, stellt sich die Frage: Was ist die Erziehung wirklich?

     

    Man kann sie so erklären, dass der Mensch vom Schöpfer verschiedene Fähigkeiten geschenkt bekommen hat und sich bemühen soll, diese zu entwickeln, um sie für sich und sein Leben zu verwenden und schließlich sein Ich zur menschlichen Vervollkommnung zu führen.

     

    Dieses ist keine private Meinung oder Empfindung, sondern Gott, Der Allwissende, hat den Sinn und das Ziel des Lebens für uns Menschen vorherbestimmt.

     

    Gott, Der Erhabene, sagt im heiligen Koran:

     

     

    اَلَّذِي خَلَقَ الْمَوْتَ وَالْحِيَوةَ لِيَبْلُوَكُمْ أَيُّكُمْ أَحْسَنُ عَمَلاً، وَهُوَ الْعَزِيزُ الْغَفُورُ

     

    “Derjenige, Der den Tod und das Leben erschaffen hat, damit Er euch prüft, welcher von euch am besten im Handeln ist; Und Er ist der Mächtige, der Verzeihende”.

    [Sure al-Mulk (67), Vers 2]

     

    Deshalb soll sich der Mensch bemühen, seine Taten zu korrigieren und zu verbessern. Da kann aber diese Frage aufkommen: Welche Maßstäbe gibt es, um zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden?

     

    Die Antwort auf diese Frage finden wir wieder im Koran:

     

     

    لَقَدَ كَانَ لَكُمْ فِي رَسُولِ اللهِ أُسْوَةٌ حَسَنَةٌ لِمَنْ كَانَ يَرْجُو اللهَ وَالْيَوْمَ الآخِرَ وَذَكَرَ اللهَ كَثِيرًا

     

    “Es ist schon für euch im Gesandten Gottes ein gutes Beispiel für den, der auf Gott und den letzten Tag hofft und sich viel an Gott erinnert.”

    [Sure al-Ahzab (33), Vers 21]

     

     

    لَقَدْ مَنَّ اللهُ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ إِذْ بَعَثَ فِيهِمْ رَسُولاً مِنْ أَنْفُسِهِمْ يَتْلُو عَلَيْهِمْ آيَاتِهِ وَيُزَكِّيهِمْ وَيُعَلِّمُهُمُ الْكِتَابَ وَالْحِكْمَةَ وَإِنْ كَانُوا مِنْ قَبْلُ لَفِي ضَلاَلٍ مُبِينٍ

     

    “Und Gott war den Gläubigen gunstvoll, als Er unter ihnen einen Boten von ihnen sandte, der ihnen Seine Verse verliest und sie läutert und sie die Schrift lehrt und die Weisheit; obwohl sie zuvor in einem klaren Irrtum gewesen waren.”

    [Sure Al ‚Imran (3), Vers 164]

     

    Aus den hier zitierten Versen erkennen wir, dass man die höheren Stufen bzw. die menschliche Vervollkommnung nicht erreichen kann, wenn man die Lebensweise des Propheten Muhammad außer Acht lässt.

     

    Es darf jedoch nicht so verstanden werden, dass dieses Befolgen nur für die damalige Zeit, als der Prophet noch am Leben war, gilt, sondern es ist so wie Gott, Der Allmächtige, in der Sure al jumuca sagt:

     

     

    وَآخَرِينَ مِنْهُمْ لَمَّا يَلْحَقُوا بِهِمْ، وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

     

    “Und andere von ihnen haben sie noch nicht eingeholt; Doch Er ist der Mächtige, der Weise.”

    [Sure al-Jumu’a (62), Vers 3]