islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Liebe und Barmherzigkeit- Von Ibrahim Amini (Teil 4 )

    Liebe und Barmherzigkeit- Von Ibrahim Amini (Teil 4 )

    Rate this post

     

    Sei ihm Halt und Trost!

     

    In der Regel ist ‘er” es, dem sich dem “Kampf des Lehens” zu stellen hat. Er hat für Wohnung und Unterhalt seiner Familie aufzukommen (ein islamisches Gebot!)

    und ist mit tausenderlei Schwierigkeiten konfrontiert, die er zu bewältigen hat, um seine Lieben ernähren zu können, wie möglicherweise:

    Ungerechte Vorgesetzte, missgünstige Kollegen, Ärger mit dem Hauswirt, drohende Kündigung, vielleicht auch Arbeitslosigkeit, unerledigte Zahlungen, Verschuldung, ein zu geringes Einkommen, das nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht, ein Beruf, der ihm nicht gefällt, zu dem er aber gezwungen ist, weil z.B. die Berufs- und Arbeitsmöglichkeiten ungünstig sind und vieles andere mehr…

     

    Kurz, “er” ist im täglichen Leben vielfältigen Problemen ausgesetzt, denen er als Ernährer seiner Familie nicht entfliehen kann, sondern mit denen er Fertigzuwerden hat, ob es ihm nun paßt oder nicht.

    Dieses ist “seine”, in der Regel ständige Situation…, denn ist der eine Engpass, die eine Schwierigkeit überwunden, taucht auch schon die nächste auf. Das aber zerrt an den Nerven, strapaziert und erschöpft! Und darum hat er ein großes Bedürfnis nach einen mitfühlenden, tröstenden Partner, der ihm zur Seite steht, ihm Hoffnung gibt und seine Sorgen “mittragen” hilft.

    Niemand aber ist dazu so sehr geeignet wie “sie”. Sie ist es, die ihn mit freundlichen, aufmunternden Worten und ihrem liebevollen Verhalten Halt und Trost ist, ihm die Bürde des Lebens mittragen hilft und erleichtert. (Zumindest sollte es so sein!)

     

    Wenn “er” abgespannt nach Hause kommt, spürt er in sich das tiefe Verlangen, bei “ihr” Zuflucht und Kraft zu suchen. Darum, wenn er hin und wieder verbittert und niedergeschlagen heimkommt, sollte sie ihn ganz besonders liebevoll empfangen. Er braucht ihre Wärme und Freundlichkeit jetzt dringend, um Auftrieb zu bekommen und aufatmen zu können.

    Ein liebes Wort, duftender heißer Kaffee oder ein erfrischendes Getränk könnten ihn jetzt helfen und sind ihm ein Zeichen dafür, das sie ihn versteht.

    Solange er sich nicht erholt und erfrischt hat, spricht sie nicht Über Probleme mit ihm, läßt ihn gewähren und zu sich kommen. Ist er hungrig, deckt sie für ihn – geschmackvoll -den Tisch, trägt das Essen auf. Und ist ihm kalt, sorgt sie darum, das ihm warm wird. Kurz, sie tut alles, damit er sich wohlfühlt.

    Dann, wenn er wieder ‘fit” ist, kann sie ihn freundlich nach dem Grund seiner Verärgerung fragen. Sieht sie aber, das er nicht darüber reden möchte, so drängt sie ihn nicht, es ihm zu sagen. Beginnt er jedoch zu sprechen, so hört sie ihm aufmerksam zu, macht keine deplacierten Bemerkungen und unterläst es unbedingt, ihn irgendeiner Sache wegen zu tadeln.

     

    Sie bringt stattdessen ihr Verständnis für ihn zum Ausdruck, tröstet ihn, spricht ihm gut zu und stärkt ihn mit guten, freundlichen Worten. Sie spricht so, das ihm das, was vorgefallen ist und ihn vergrämte, klein und unwichtig erscheint…, hilft ihm, wenn es erforderlich ist, eine Lösung für sein Problem zu finden. Sagt ihm beispielsweise:

    So etwas kommt immer mal vor, gehört einfach zum Leben. Allen passiert so etwas. Es ist nicht weitem schlimm. Wenn man will, kann man mit Geduld und Courage damit Fertigwerden. Aber nur, wenn man sich den Dingen stellt und sich von ihnen nicht “unterkriegen” läßt!

    Überhaupt…, weißt du, Courage, Wert und Persönlichkeit des Menschen zeigen sich in solchen Situationen. Das heißt, in einer solchen Lage kann er beweisen, “wie” er wirklich ist und was in ihm an Werten steckt!

    Mach dir also keine Sorgen, sei nicht traurig! Du wirst es schon schaffen! Nur Mut! Kopf hoch! –

    Und wenn sie eine Möglichkeit sieht, wie er leichter die Sache angehen und seine Schwierigkeiten aus dem Weg schaffen kann, so macht sie ihn darauf aufmerksam. Fällt ihr aber nichts dazu ein, so schlägt sie ihm vor, sich gegebenenfalls mit einem seiner guten Freunde oder Angehörigen – die erfahren sind und helfen können – zu beraten. –

     

    Auch du! Denke immer daran! Besonders in schwierigen Situationen, wenn dein Mann Probleme hat, braucht er dich! Steh ihm zum Seite, stärke ihn physisch und insbesondere auch psychisch. Sei ihm eine — “seine” – gute Lebensgefährtin! Durch deine Stärke und Zuversicht gib ihm Kraft und Mut. Wem vermöchte ihm besser zu helfen als seine eigene, kluge, warmherzige und verständnisvolle Frau?!

    Vergiss nicht, das dein Mitgefühl, dein Trost und deine Freundschaft Wunder an seiner “lädierten” Psyche bewirken. Er wird wieder Hoffnung schöpfen, neue Zuversicht wird in ihm erwachen. Und nach und nach fühlt er erneut jene Energie und jenen Mut in sich, die es ihm möglich machen, sich den Unbilden des Lebens stellen und sie meistern ZU können.

    Er spürt, das er nicht allein ist in diesem “Kampf”, das du ihm treu und geduldig zur Seite stehst. Er vertraut dir, hofft auf dich, deinen Zuspruch, deine Mithilfe! Diese Gewissheit aber festigt seine Liebe und Zuneigung zu dir und das Band, das euch miteinander verbindet, wird stabiler und dauerhafter.

     

    Imam Ali (a s.) sagte :

    “Nichts in dieser Welt ist besser als eine verständnis- und liebevolle, kluge Gattin…, als eine Frau, deren Mann durch dos Miteinandersein mit ihr froh und glücklich wird!”

    Von Imam Rida (a.s.) ist dieser Ausspruch:

    “Es gibt jene Frauen, die ihren Mann Kinder schenken, die freundlich sind und liebevoll, die bei Schwierigkeiten und Härten, unliebsamen Geschehnissen und Ereignissen ihrem Mann – was sein Wohl in dieser und jener Welt betrifft – Stütze and Halt sind. Die nichts tun, was ihn kränkt oder ihm schadet und seine Schwierigkeiten nicht vermehren!”

    Nimm nicht alles als Selbstverstãndlichkeit hin…

     

    Geld zu verdienen ist nicht so einfach! Allerlei Mühen und Anstrengungen sind damit verbunden. Man braucht aber Geld, um das materielle Dasein in Gang halten, um wenigstens einigermaßen vorsorgt leben zu können. Und da der Mensch sein Geld meistenteils mühsam verdient, ist es ihm “teuer”.

    Wenn er von ihm abgibt, anderen damit unter die Arme greift und sie unterstützt, so möchte er im allgemeinen – auch wenn er keine großartigen Dankesbezeugungen erwartet

    – das man darüber nicht gleichgültig “hinwegsieht’ oder es als “schnöde Selbstverständlichkeit” abtut.

    Wenn sein mühsam verdientes und zur Verfügung gestelltes Geld nicht missachtet, sondern dankbar entgegengenommen und sinnvoll verwendet wird, wird ihn dieses motivieren. Die Freude und Erleichterung, die er anderen durch seine Unterstützung bereitet und ihre Dankbarkeit, die er empfindet und erkennt, beglücken ihn so sehr, das es ihn anspornt und geradezu danach verlangt, zu helfen und zu geben. So sehr, das es ihm nach und nach zur zweiten Natur wird, von dem, was er hat und das ihm selbst lieb und teuer ist, abzugeben…, und zwar froh und gern!

     

    Aber, wie gesagt: Wird seine Unterstützung als “simple Selbstverständlichkeit” abgetan, ist es aller Wahrscheinlichkeit so, das er sich Über kurz oder lang sagt:

    Eigentlich sind es diese selbstgefälligen und undankbaren Leute nicht wert, das ich mich für sie einsetze und das, was ich habe und mir selbst teuer ist, mit ihnen teile! –

    Dir ist dieses natürlich bewusst: Zu danken und die Mühen und Hilfen des anderen zu achten, gehört zum “guten Ton”, ist Höflichkeit, ist Zeichen einer guten Gesinnung und regt darüber hinaus zu weiterer Karitas an.

    Dem Allmächtigen Gott selbst, der nun wirklich nichts benötigt — auch nicht unseren Dank – sagt uns im siebten Vers dem Sure Abraham:

    “Wenn ihr dankbar seid, werde Ich meinen Segen an euch vermehren!”

     

    Auch “sie” sollte stets daran denken, das ihr Mann ebenfalls nichts anderes ist als ein ganz gewöhnlicher Mensch, den es freut, wenn man ihm dankbar ist. Er arbeitet und stellt ihr seinen Verdienst – ganz selbstverständlich und in lauterer Absicht — zur Verfügung, damit sie damit haushaltet. Dieses weiß er als seine moralische und gottgewollte Pflicht und Aufgabe. Er freut sich, wenn er arbeiten kann, um Geld zu verdienen und seinen Lieben ein wenigstens einigermaßen sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

    Aber er erwartet von “ihr”, das sie seine Mühen nicht gleichgültig und achtlos übersieht und seine Mühen anerkennt! –

    Wenn also dein Mann seinen Verdienst nach Hause bringt

    — oder aber Lebensmittel, Haushaltsgegenstände und dergleichen — so sag ihm ein freundliches Dankeschön!

     

    Kauft er sonst etwas – Blumen, Kleidung, Süßigkeiten oder irgend etwas Hübsches — und Überreicht es dir, so nimm es froh an und zeig ihm, das du dich darüber freust! Was sollte dich daran hindern, ihm “zu sagen: Hab Dank!

    Bist du krank, und er bemüht sich um dich und pflegt dich, so danke ihm dafür. Auch wenn er mit dir zusammen irgendwo, wo es schön ist, Urlaub macht! Und so weiter…

    Nimm es nicht von vornherein als eine Selbstverständlichkeit bin, um es infolgedessen acht- und taktlos zu Übersehen!

    Also: Was er für dich und euch tut, werte nicht ab! Achte und schätze es! Freu dich darüber und zeig ihm deine Freude! Das du ihm für seine Fürsorglichkeit und Mühen dankst, macht ihn froh. Es bestärkt ihn, hebt sein Selbstwertgefühl und motiviert ihn, dir und euren Kindern auch weiterhin Freude zu bereiten und dich und euch Zufriedenzustellen.

     

    Gehst du aber gleichgültig und achtlos über seine kleinen oder größeren “Aufmerksamkeiten” hinweg, so wird er in sich “erstarren”, “erkalten”. Sein Wunsch, dich zu erfreuen, wird in ihm erlöschen!

    Er wird sich sagen: Was ich auch tue, es findet nicht “ihre” Beachtung, wird gleichgültig übersehen. Warum dann also?! —Seine Enttäuschung kann unter Umständen soweit gehen,

    das er an dir und eurem Zusammensein das Interesse verliert und beginnt, entweder seine Aufmerksamkeit als auch sein mühsam erarbeitetes Gehalt anderweitig auszugeben oder aber ganz davon absieht, zu arbeiten und zu schaffen. Das er euch nicht mehr versorgt und sich keinen Deut darum kümmert, ob du zufrieden bist oder nicht!

    Sei ehrlich! Könntest du es ihm verdenken?

    Er will ja alles tun, um dich Zufriedenzustellen, um dich froh zu sehen! Zeig ihm aber, das du es bist und dank es ihm! Denk daran:

    Dein Dank und deine Freude wirken wie Öl aufs Getriebe…

     

    Doch das weißt du alles. Du bist klug genug, dich nicht gleichgültig oder hochmütig ihm gegenüber zu verhalten. Urteile selbst! Wenn dir jemand etwas schenkt, so bedankst du dich dafür. Wenn dir zum Beispiel Gäste Blumen überreichen, so zeigst du deine Freude darüber. Wäre es daher vertretbar, wenn du die kleinen oder größeren Aufmerksamkeiten deines Mannes achtlos übergehen wolltest?! Sollte er ein kleines “Dankeschön” nicht wert sein?!

    Nein, das wäre nicht guter Brauch!

    Eine Frau, die so gleichgültig Über die Freundlichkeiten und liebevollen Gesten ihres Mannes hinwegsieht, die seine Mühen und den Lebensunterhalt seiner Familie als bloße Selbstverständlichkeit “abtut”, weiß wohl nicht, das sie sich selbst damit nicht den geringsten Gefallen tut! Doch ihre Arroganz und Selbstgefälligkeit sind so groß, das sie es sich nicht erlaubt, “ihm” zu danken. Sie meint, das sie sich, wenn sie ihm ein herzliches “Dankeschön” sagt, etwas “vergeben” würde, dieweil sie damit einem großen Irrtum erlegen ist. Darum, weil sie, so sie ihren Dank zum Ausdruck bringt, nur hinzugewinnt, aber nichts verliert!

     

    Imam Sadiq (a.s.) sagte:

    “Die besten Frauen sind jene, die ihrem Mann, wenn er ihnen etwas mitbringt, danken und die, wenn er nichts bringt, dennoch zufrieden sind.”

    Auch folgendes Zitat ist von ihm:

    “Alle

    Such nicht nach seinen Fehlern…

    Niemand ist ohne Fehl. Der eine hat die Unzulänglichkeiten, der andere jene. Ebenso auch er” und “sie”.

    Allerdings: Jede Frau und jeder Mann wünschen sich einen “idealen” Ehepartner, einen Lebensgefährten – bzw. eine Lebensgefährtin — ohne “Schwachstellen”.

    Aber nur den wenigsten ist es vergönnt, einen Menschen zu finden, der yoll und ganz ihren Vorstellungen entspricht. Ich glaube nicht, das in der ganzen Welt auch

    nur eine einzige Frau anzutreffen ist, deren Gatte “hundertprozentig fehlerfrei” ist.

     

    Frauen, denen es darum geht, die Mangel ihres Mannes ausfindig zu machen, werden ganz sicher einen oder mehrere an ihm feststellen. Sie konzentrieren ihre gesamte Aufmerksamkeit so sehr und intensiv auf eine kleine Unzulänglichkeit, das diese in ihren Augen immer mehr Gestalt annimmt und nach und nach zu einem großen, unerträglichen Fehler anwachst. Wie gesagt, in ihren Augen!

    All die vielen guten Seiten ihres Mannes werden Übersehen. Nur dieser kleine, ihrer Meinung nach unverzeihliche Fehler findet ihre Beachtung. Nur noch dieser zählt und fällt ins Gewicht.

    In ihrer Vorstellungswelt existiert das Bild des “idealen” Mannes, der auch nicht den kleinsten Makel aufweist. Und da ihr angetrauter Mann mit diesem Traum- oder Idealmann nicht ganz Übereinstimmt, meinen sie ständig, einen Grund zum Stöhnen zu haben.

    Sie bedauern, ihn geheiratet zu haben und bezeichnen sich selbst als glücklos und vom “Schicksal geschlagen”.

     

    Mit der Zeit fallen ihnen immer mehr “schwache Punkte” an ihm auf. Sie nörgeln unentwegt und schmollen und grollen ohne Unterlass:

    Du weißt dich nicht zu benehmen!

    Ich geniere mich, mit dir zum Fest zu gehen!

    Furchtbar, deine lange Hakennase, ich kann sie nicht mehr sehen!

    Wie ordinär du doch aussiehst! Und so fort.

    Nichtigkeiten Über Nichtigkeiten.

    Es mag sein, das “er” zunächst geduldig und langmütig ist und die Taktlosigkeiten seiner Frau Überhört…, das er besonnen bleibt und schweigt. Dennoch, er ist bis in die tiefsten Tiefen seines Seins verletzt.

    Nach und nach dann “reißt auch ihm der Geduldsfaden’.

     

    Jetzt will er es ihr “zurückgeben’! Entweder mit gleicher Münze, indem auch er sie beleidigt, oder aber es kommt zu Streit, Zornesausbrüchen und gar Schlimmerem…

    Auch er beginnt nun, ihre Fehler aufzuzählen. Und mit absoluter Sicherheit ist sie nicht fehlerfrei! Es geht nun zwischen beiden hin und her, und wo einst Liebe und Verstehen war, ist nun nichts mehr als Hass und Feindseligkeit.

    Unfrieden von morgens bis abends, von abends bis morgens. Nur noch verletzende Worte, kränkende Bemerkungen, Sticheleien…

    Lassen sie nicht ab von ihrem kindischen Verhalten, so werden sie unter diesen Bedingungen bis ans Ende ihres gemeinsamen Lebens keinen ungetrübten Augenblick mehr genießen können. Nur noch Bitterkeit, Feindschaft und Hässlichkeiten werden um sie sein, bis der eine von ihnen stirbt und das Ehe-Fiasko ein Ende nimmt.

    Kommt es aber zur Scheidung, so sind wiederum sie selbst beide — die Geschädigten. Sie haben eigenhändig ihre Ehe zugrundegerichtet und wissen nicht, was ihnen die Zukunft bringen wird.

    Das heißt, Alleinsein und Einsamkeit oder eine neue Heirat wird sie erwarten. Dann aber steht noch immer die Frage im Raum, ob diese mögliche neue Heirat besser verlaufen wird als die erste. Ob sie einen besseren, ‘idealeren”

    Ehepartner finden werden oder nicht?!

     

    Gott sei Dank sind aber – im Verhältnis zu den vielen Einsichtigen und Vernünftigen – nur wenige so extrem garstig und starrköpfig.!

    Gott sei Dank gibt es die vielen verständigen und liebenswerten Frauen (auch Männer!), die klarsichtig und realistisch genug sind, um zu wissen, das ständiges Kritisieren und Bemängeln zu nichts anderem führt als zu Unglück und Leid.

    Gewiss gehörst auch du zu diesen und weißt, das auch dein Mann – wie jeder Mann und jeder Mensch – kein Engel ist, sondern ein ganz gewöhnlicher Erdenbürger mit guten und weniger guten Seiten, mit Vorzügen und Schwachstellen. Du erkennst, das er neben seinen Schwächen eine Reihe höchst positiver Eigenschaften hat, angesichts derer du seine Unzulänglichkeiten gern Übersiehst.

    Besser noch: Nimm sie gar nicht erst zur Notiz!

     

    Vergleiche ihn nicht mit einem imaginären Ideal-Mann, den es in Wirklichkeit nicht gibt. Denk daran, dar alle Menschen Fehler haben…, vielleicht nicht die gleichen wie dein Mann, dann aber andere und möglicherweise weitaus schlimmere.

    Überhaupt: Betrachte deinen Mann nicht durch eine “negative Brille”! Erkenne all das viele Gute an und in ihm! Du wirst feststellen, das dieses weitaus “gewichtiger” ist als das, was dir an ihm vielleicht nicht so ganz zusagt.

    Freu dich über seine guten Eigenschaf ten…

    Sei ehrlich., bist du ohne Fehler?

    Bist du selbst hundertprozentig, das du dieses von deinem Mann fordern könntest?

     

    Na, siehst du Prophet Muhammad (s.a.s.) mahnte:

    “Kein Fehler ist größer, als wenn jemand hingeht und die Schwachpunkte der anderen wohl sieht , seine eigenen aber nicht zur Kenntnis nimmt!’’

    Warum solltest du auch einen kleinen Fehler groß herausstellen und darüber so unglücklich sein wollen, das du bereit bist, dein und euer Leben zu zerstören?!

    Immer klug und realistisch sein! Gib unreifen Träumereien, kindischen Vorstellungen und Hirngespinsten keinen Zugang zu dir! Übersieh seine “Mängel’, gräme dich nicht über Belanglosigkeiten! Versuche lieber, euer Familienleben — das Elternhaus eurer Kinder und euer aller Zuhause — so freundlich und heiter sein zu lassen wie es nur eben geht.

     

    Und sei auf dem Hut! Mach andere auf die Fehler deines Mannes weder in seiner Anwesenheit noch in seiner Abwesenheit aufmerksam! Das heißt also: gar nicht! Es würde ihn kränken und verbittern und eurer Beziehung abträglich sein.

    Allerdings, wenn er Schwächen hat, die zu beseitigen sind, kannst du etwas tun, indem du ihm freundlich, geduldig und ganz diskret hilfst, sich zu korrigieren. Jedoch nur, wenn du weißt, das er es gerne akzeptiert…, nur wenn du vorsichtig und dich in ihn einfühlend zu Werke gehst, wenn er spürt, das du es gut mit ihm meinst und weiß, das du ihn gern hast!

    Niemals aber mit schroffen Worten oder verletzenden Bemerkungen. Niemals vorwurfsvoll, tadelnd, protestierend. Nur freundschaftlich, verständnis- und liebevoll…

     

    Quelle: http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=845:liebe-und-barmherzigkeit-von-ibrahim-amini-teil-4-&catid=68:andere-themen&Itemid=137