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    Mit Koranverbrennung brannten Werte westlicher Zivilisation mit ab

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    Als wir im Geschichtsunterricht von der Verbrennung von Büchern vor 700 Jahren durch die Mongolen und die Bücherverbrennung im Mittelalter in Europa erfuhren, hätten wir nicht gedacht, dass sich ähnliches auch im 21. Jahrhundert wiederholen würde.

     

    Aber im Westen und ausgerechnet in den USA, die sich als Vorhut der westlichen Kultur verstehen, ist man nun mit Bücherverbrennung in den Krieg gegen das Denken gezogen. Es spielt nun keine Rolle mehr, ob der US-Priester Terry Jones seine Drohung , eine große Anzahl von Koranexemplaren vor seiner Kirche zu verbrennen, zurück genommen hat oder nicht. Denn radikale Amerikaner haben das durchgeführt, von dem er wegen politischem Druck Abstand nahm. Sie haben am 9. Jahrestag des Ereignisses vom 11.September in der Nähe der beiden zerstörten Zwillingstürme den Koran zerrissen und in Brand gesteckt. Ebenso hat eine kleine Gruppe vor dem Weißen Haus demonstrativ Koranseiten zerfetzt. In dem Moment, als Seiten aus dem Koran, in New York, Washington und danach in zwei anglikanischen Kirchen im Bundesstaat Tennessee abbrannten, wurden die Behauptungen des Westens über die Achtung Andersdenkender, die Religionsfreiheit und vor allen Dingen hinsichtlich der Toleranz in Schutt und Asche gelegt. Aber der US-Präsident Barack Obama hat am gleichen Tag vor Hundertmillionen Fernsehzuschauern in den USA und auf der Welt von der Achtung des Islams und seinen Lehren gesprochen. Er sagte: „Der Islam hat nicht den 11. September verursacht. Die Urheber dieses Terroraktes war eine kleine Gruppe, die von dieser Religion abgewichen ist.“

     

    Es gibt jedoch kein Anzeichen dafür, dass der US-Präsident es mit solchen Äußerungen wirklich ehrlich meint. Seit dem 11.September hat die US-Spitze immer eine feindselige Politik gegenüber dem Islam und den Muslimen verfolgt. Manchmal reichte das bloße Muslimsein einer Person aus, damit sie an den US-Flughafen einer Sonderinspektion unterworfen wurde oder ihr wie bei einem Kriminellen Fingerabdrücke abgenommen wurden.

     

    Bei der Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung von muslimischen Einwanderern in die USA werden im Vergleich zu den Einwanderern, die anderen Religionen angehören, größere Hindernisse auf den Weg gestellt. Die gewaltgeladenen Maßnahmen, welche die US-Regierungen unter dem Vorwand „Kampf gegen den Terrorismus“ durchgeführt haben, konzentrieren sich alle auf die Länder mit muslimischer Bevölkerung.

     

    Hollywood war der lange Arm der US-Regierungen auf dem Gebiet der Kultur. In jedem Film über Terrorismus mimten Schauspieler Muslime, die nach dem Verlesen des Korans und Verrichten des Gebets mit Waffen auf unschuldige Menschen, Frauen und Kinder losgingen. In Wahrheit ist das Misstrauen bei einigen Menschen im Westen hinsichtlich des Islams im Zusammenhang mit Terrorismus das Produkt der Propagandapolitik Hollywoods und der westlichen Medien, und deren Marschroute bestimmt die US-Regierung indirekt. Aufgrund dieser Marschroute wird die Al Qaida als das einzige internationale Terrornetz vorgestellt. Aber was bei der Massenpropaganda und ständiger Wiederholung des Namens Al-Qaida unerwähnt bleibt, ist die Rolle der USA bei der Entstehung und den Aktivitäten dieser Gruppe, welche die USA als Sinnbild des so genannten Islamistenterrorismus auf der Welt vorstellt.

     

    Die Taliban, die als die Gruppe einordnet, die der Al Qaida am nächsten steht und deren Anführer auch auf gewisse Weise als Anführer der Al Qaida bezeichnet werden können, sind das strategische Produkt der USA, welches zur Beherrschung Afghanistans entworfen wurde. Die Taliban wurden unter finanzieller Unterstützung der wichtigsten arabischen Verbündeten der USA im Nahen Osten und der Arabischen Welt und unter Exekutivleitung pakistanischer Generäle, die den USA sehr nahe standen, gebildet und aufgebaut.

    Damals wurden radikale Gruppen der Muslime, die in der Islamischen Welt vollkommen in der Minderheit waren und in vielen islamischen Ländern von den Regierungen unter Kontrolle gehalten wurden, seitens der USA in Afghanistan koordiniert. Diese Gruppen dienten Washington, um den dortigen Rivalen, die Ex-Sowjetunion, auszuschalten.

    Aber zur Zeit hat die Taliban-Gruppe eine ganz besondere Funktion.

     

    Washington beruft sich auf ihre Gefährlichkeit, um Dutzendtausende seiner Soldaten in Afghanistan zu stationieren. Die Funktion der Taliban und der Al-Qaida bei der Vorantreibung der außenpolitischen Ziele der USA in der Islamischen Welt und besonders im erdölreichen Gebiet des Nahen Ostens ist eine Realität und besonders an der US-Propaganda abzulesen.

    Die US-Positionsträger haben bei ihrer Propagandapolitik zur Schwarzmalerei des Islams vieles außer Acht gelassen, darunter die kulturellen und gesellschaftlichen Kettenreaktionen auf diese Propaganda.

    In Wahrheit ist das hässliche Phänomen der Koranverbrennung in mehreren Städten in den USA die natürliche Folge einer mindestens 9 Jahre alten Anti-Islam-Propaganda.

     

    In dieser wurde der Islam mit dem Terrorismus gleichgesetzt. Diese Art der Agitationen hat den Militärangriff, der unter dem Vorwand der Bekämpfung des so genannten Islamisten-Terrorismus und zur Vergeltung für die Zerstörung des New Yorker Welthandelszentrums im Nahen Osten begonnen hatte, allmählich zu einem kulturellen Zusammenstoß zwischen den Anhängern der verschiedenen Konfessionen verwandelt. Durch den Aufruf von US-Priestern zur Verbrennung des Korans und dessen Befolgung durch einige radikale Amerikaner, hat die Schändung des Heiligen Buches der Muslime damit Einlass in die Kultur der Erzeugung von Islamphobie und Islamhass gefunden und eine Wiederholung dieser Schandtaten ist zu erwarten. Solche Zustände werden nur das Feuer des Radikalismus unter muslimischen Minderheiten und unter den Radikalengruppen anderer Religionen zur Folge haben.

     

    Die Weltbevölkerung ist in Sorge, dass sich bei dem Krieg, den der Westen aufgrund politischer und wirtschaftlicher Ziele zur Beherrschung der strategischen und erdölreichen Gebiete in der Islamischen Welt begonnen haben, eine neue Front eröffnet wird, in der Kirchen und Moscheen zu Schützengräben werden. Bei einer solchen Konfrontation werden nicht die Anhänger bedroht, sondern die Heiligkeiten werden angegriffen.

     

    Die US-Spitze hat den Aufruf zur Koranverbrennung nur mündlich getadelt. In Wirklichkeit hat sie nicht ihre Polizeikräfte alarmiert, damit sie einen solchen blinden Fanatismus verhindern. Mit ein wenig Kenntnis von den Anführern der USA und ihrem bisherigen Vorgehen kann man sich vorstellen, dass sie sich nicht mit mündlicher Kritik begnügt hätten, wenn die Heiligen Schriften anderer Religion respektlos behandelt worden wären.

     

    Die Muslime schätzen die Himmelsschriften der anderen Religionen. Nirgendwo in der Islamischen Welt wird der Zionismus mit dem Judentum in einen Topf geworfen und in der Thora der gedankliche Ursprung des zionistischen Regimes gesehen.

    Bei den jährlichen Demonstrationen zum Al-Quds-Tag ist noch niemals das Buch der Juden respektlos behandelt worden.

     

    Die US-Führer haben als Reaktion auf die Koranverbrennung gesagt, damit würden Vergeltungsangriffe heraufbeschworen, die das Leben der US-Soldaten in den USA und Irak gefährden. Die US-Führer sind also lediglich über die Sicherheitsfolgen für die USA besorgt. Anscheinend denken sie nicht an die Folgen der Verletzung der Gefühle der Muslime in ihrem Land und achten nicht darauf, dass sie Millionen von muslimischen Bürgern und in Amerika lebenden Muslimen beleidigen und wie sehr dies den nationalen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in diesem Land schaden kann. Der Hass, der in den Medien und seitens US-Positionsträgern über den Islam und die Muslime gestreut und weiter verbreitet wird, beschränkt sich nicht nur auf den Bildschirm des Fernsehers sondern wird auch auf die Beziehungen zwischen den Bürgern der aus vielen Rassen und Religionsanhängern zusammen gesetzten US-Bevölkerung übergehen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/244729-mit-koranverbrennung-brannten-werte-westlicher-zivilisation-mit-ab