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    Modell für Islamische Bewegungen der Region (Teil 2)

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    Ein wichtiges Thema nach Aufkommen der Volkserhebungen im Nahen Osten im Jahre 2011 sind die gemeinsamen Merkmale, das Modell und die Ziele dieser Protestbewegungen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie die westhörigen Diktatoren in ihren Ländern bekämpft haben.Das zweite charakteristische Merkmal war der Islamische Charakter dieser Aufstände. Der Westen versuchte, diese Proteste auf den Mangel an Demokratie und die schlechte Wirtschaftslage zurückzuführen, aber die typisch islamischen Devisen zeigten, dass die Bewegungen in Anlehnung an die islamische Lehre entstanden.

     

    Die westlichen Regierungen haben, angeführt von den USA, nachdem sie ihre Vasallenregimes nicht retten und den islamischen Charakter der Bewegungen nicht verdecken konnten, eine neue Taktik erprobt. Nun wollten sie bestimmen, welche Art von Islam die Menschen in den arabischen Ländern verfolgen. Drei Hauptmodelle wurden diskutiert: Das Regierungsmodell von Saudi Arabien, dass der Türkei und die Islamische Republik im Iran.

     

    Die westlichen Medien wollten jedenfalls unter Beweis stellen, dass die Islamische Revolution Irans nicht das Vorbild für die Protestbewegungen war.

    Den westlichen Ländern sind die Regierungsmodelle in Saudi Arabien und der Türkei lieber als Zielsetzung der Revolutionäre in den Regionalstaaten.

    Keines der beiden Modelle bringt nämlich ihre Interessen in Gefahr, sondern ist mehr oder weniger ein Garant für sie.

    Riad ist strategischer Bündnispartner für die USA am Persischen Golf.

     

    Die Erdölerzeugung in Saudi Arabien von der Förderung bis zum Export liegt in den Händen von US-Unternehmen. Außerdem ist Saudi Arabien einer der größten Abnehmer von US-Waffen auf der Welt.

    Die US-Regierung will zurzeit Riad zu höheren Förderungs- und Exportmengen von Erdöl anregen, um die Erdölblockade gegen die Islamische Republik Iran zu verschärfen.

    Die Türkei ist, obwohl Erdogan zu zeigen versucht, dass sein Land eine selbständige Rolle in der Region spielt, ein Bündnispartner der USA in der Nato.

    Die Türkei soll nun Gastgeber des US-Abwehrraketenschild werden und sie ist der lange Arm der US-Politik hinsichtlich Druckausübung auf Syrien.

     

    Für die USA sind die Regierungsmodelle in Saudi Arabien und der Türkei, die nur einen islamischen Anstrich haben die besten Modelle für die frisch von den Diktaturen befreiten Ländern, damit sie dort ihren Einfluss bewahren können.

    Erdogan hat in Ägypten der Bevölkerung das türkische säkulare Regierungsmodell vorgeschlagen.

    Zudem sind die salafitischen und wahhabitischen Gruppen, die mit den Saudis in Verbindung stehen, in Ägypten und anderen revolutionären Staaten im Nahen Osten und Nordafrika ausgesprochen aktiv.

     

    In der Geschichte des Islams haben immer zwei abwegige Strömungen seinem Ansehen geschadet: die eine bestand aus Leuten, die den Islam für persönliche Interessen ausnutzten und die andere aus Gruppen, die die göttlichen Werte einseitig auslegten. Sie verbreiteten abwegiges Denken und waren bestrebt, den Islam zu benutzen, um eine gewaltsame Herrschaft einzurichten. Das beste Beispiel dafür liefert heute das Regiment der Saudis .

     

    Die Saudis deuten die Lehren des Islams in einer radikalen und auf steife Weise und benutzen den Islam um ihr unterdrückerisches Herrschaftssystem zu rechtfertigen. Dem nicht genug: Mit Hilfe der Öldollars verbreiten sie ihr abwegiges Islamverständnis im Interesse der Hegemonialpolitik der USA und bilden in Wahrheit eine Front gegen den echten Islam, der Gerechtigkeit will und die Unterdrückten schützt und befreit.

    Ein Produkt der Politik der Saudis waren die Al Kaida und die Taliban, natürlich mit Zutun der amerikanischen und englischen Spionageagenturen.

    Mit diesem Vorgehen haben die Saudis in der öffentlichen Meinung im Westen dem Islam geschadet und ihn fälschlich als rückständige und Gewalt befürwortende Religion vorgestellt.

     

    Die US-Regierung und ihre Verbündeten haben entgegen ihrer Behauptung über die Verfechtung von Freiheit und Demokratie, keinerlei Kritik an dem gewaltsamen Vorgehen Saudi Arabiens gegenüber seiner Bevölkerung und die Politik von Riad bei der Unterstützung von mittelalterlich denkenden Gruppen wie die Taliban und Al Kaida geübt.

    Die andere Strömung welche dem Islam ernsthaft schadet geht von Gruppen und Leuten aus, die ihre eigene Identität angesichts anderer politischer Ideologien vergessen und versucht haben, diese mit dem Islamischen Gedankengut zu vermischen.

     

    Unter anderem handelt es sich dabei um fremde Ideologien, die die Religion als Opium der Völker bezeichnen oder höchstens auf den Privatbereich beschränkt wissen wollen.

    Diese geistige Strömung will die Religion von der Politik trennen und die Gerechtigkeit suchenden Werte des Islams an den Rand drängen.

    In den meisten muslimischen Ländern gibt es Anhänger dieser Denkrichtung, wofür die Türkei ein typisches Beispiel liefert.

     

    Die Regierungspartei der Türkei hat intensiv versucht, ihr System als Modell für die muslimischen Länder vorzuschlagen. Die US-Außenministerin Clinton hat diesen Gedanken unterstützt. Die Türkei unterhält offizielle politische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem zionistischen Regime und ist Nato-Bündnispartner der USA. Amerika hat gegen einen Islam, der seine Hegemonialpolitik unterstützt, grundsätzlich nichts einzuwenden, sei es ein Islam, wie der der Saudis, sei es einer wie den der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung in der Türkei. Vor dem echten Islam haben die Amerikaner allerdings Angst, denn dieser ist gegen jedes Unrecht und für Freiheit und Gerechtigkeit auf der Welt.

     

    Imam Chomeini, der verstorbene Begründer der Islamischen Republik Iran hat diesen echten Islam wieder auf der Welt ins Leben gerufen. Und dieser Islam hat den Schah und damit einen der engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten stürzen können. Imam Chomeini hat mit Hilfe der wahren Werte und Lehren des Islams und in Ablehnung der religionsfeindlichen Ideologien, die Flagge des Kampfes gegen die Diktatur im Inland, die Vorherrschaft von außen sowie jegliche Hegemonie auf der Welt gehisst.

     

    Die Amerikaner versuchten den Sturz des Schahs zu verhindern und als ihnen das nicht gelang, haben sie auf allen Ebenen die Islamische Revolution im Iran bekämpft, damit sich andere unterdrückte Völker kein Beispiel an ihr nehmen. Aber diese Revolution hat von selber auf diese Völker gewirkt und dies zeigt sich an den Widerstandsbewegungen in Libanon und Palästina , die sich auf die islamischen Lehren stützen, darunter die Hamas, die Hisbollah und der Islamische Dschihad . Diese Islamischen Gruppen konnten dem Mythos von der Unbesiegbarkeit des illegalen israelischen Regimes ein Ende bereiten.

    Die Losungen und Ziele der Aufstände des letzten Jahres in der Region sprechen davon, dass diese sich nach den Lehren des wahren Islams richten.

     

    Ajatollah Khamenei sagt dazu, die Losungen und Forderungen, die 30 Jahre lang von der iranischen Bevölkerung ausgingen, würden jetzt auch im Nahen Osten, in Nordafrika und am Persischen Golf erklingen. Das Revolutionsoberhaupt erinnerte daran, dass es in den 60iger Jahren in einigen arabischen Staaten zu Veränderungen kam , ebenso wie Osteuropa in den 90iger Jahren große Ereignisse erlebte. Er fuhr fort, die jetzigen Ereignisse in der Region und die aufeinander folgenden Proteste im Westen seien jedoch viel tiefgehender und bedeutender. Er sagte, der Unterschied läge daran, dass die Bevölkerung eine lenkende und vorantreibende Rolle spiele und die USA gegen diese Ereignisse sei.

     

    Er fügte hinzu: Natürlich haben die USA nichts dagegen wenn sie anstelle Mubaraks eine demokratische und volksfreundliche Person zur Verfügung hätten. Aber das ist ja gar nicht möglich, denn wenn jemand volksfreundlich ist, sein Land liebt und wirklich demokratisch handelt, wird er bestimmt im Falle der Machtergreifung gegen die USA und die Zionisten sein.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/148857-modelle-f%C3%BCr-islamische-bewegungen-in-der-region?-teil-2