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    Moral und Regeln des Muslim-Seins im Wort des Propheten des Islams

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    Die Religion Gottes ist aus der Sicht des Korans nur eine Religion, nämlich der Islam. Zwar haben alle Propheten die Menschen zum Ein-Gott-Glauben, zur Gotterkenntnis und zur Unterwerfung gegenüber Gott, dem Erhabenen aufgerufen, aber ihre Lehren wurden nicht unter der Bezeichnung „Islam“ bekannt.

     

    Die göttliche Religion wurde auf dem Weg der Vollendung von Adam bis zu dem Letzten der Propheten schließlich der Stufe der allumfassenden universalen und ewigen Religion des Islams zugeführt. In Form der Lehren des letzten Propheten Gottes – des ehrwürdigen Mohammad (Friede ihm und seinem Hause) wurde den Weltbewohnern die höchste und endgültige Stufe der Religion vorgelegt. Diese vollständige Religion wurde von Gott, dem Propheten und den Imamen „Schariah“ (das Religionsrecht) und die „Religion des Islams“ genannt und die Anhänger dieses letzten Propheten Gottes, wurden mit „Muslime“ bezeichnet. Die Prinzipien des Islams sind „Towhid“ – der Glaube an den Einen Gott, Nabuwat – der Glaube an Seine Propheten, Imamat – der Glaube an die Imame ( Lenker), an Adl Ilahi – die göttliche Gerechtigkeit und Maad – das Leben im Jenseits. Wer an diese Prinzipien glaubt, ist Muslim. Neben den islamischen Überzeugungen, welche der Koran und in die Überlieferung für den Islam und das Muslim-Sein nennen, werden auch bei der moralischen Grundsatzlehre Charaktereigenschaften angeführt, die der Islam und das Muslim-Sein voraussetzen.

     

    Die Regeln des Muslim-Sein gemäß dem Propheten

     

    Im überlieferten Wort des Propheten Gottes werden sowohl die Glaubensprinzipien des Islams als auch seine moralischen Grundsätze vorgestellt. Die Worte des Propheten Gottes lehren auf der einen Seite den Glauben, welchen jeder Muslim auf der Basis von Beweisen akzeptieren muss, damit er Muslim genannt werden kann, und auf der anderen Seite eine Moral, mit der sich jeder Muslim schmücken soll. In dieser Untersuchung wird ein Teil des „muslimischen Charakters“ und die Sitten eines Muslims aufgrund der Überlieferungen des Propheten dargelegt, und die Frage beantwortet: Was sind gemäß den Worten des Propheten die Regeln des Muslim-Sein und wer ist Muslim?

     

    Unversehrtheit von Zunge und Hand

     

    Zunge und Hand sind Werkzeuge der Sünde und insbesondere des Unrechts und Verrats an anderen und ihrer Misshandlung. Von Zunge und Hand gehen die verschiedensten Formen der Verdorbenheit und des Unheils aus. Der geehrte Prophet des Islams (s.a.a.s.) hat gesagt: „Jemand ist Muslim, vor dessen Zunge und Hand die anderen verschont bleiben und sicher sind“ (Nahdsch-ul Balagheh Feyz ul Islam, Ansprache 166). Eine Zunge, die rein von Sünde, Abweichung und moralisch Hässlichem bleibt, und eine Hand, die rein ist von Verdorbenheiten, Unrecht, Sünde und Besudelungen durch schlechtes Verhalten, sind Zeichen für muslimische Moral. Der Punkt „Reinheit von Zunge und Hand von Abgleitungen“ und die Forderung, dass die Muslime vor der Zunge und Hand jedes Muslims sicher sind, haben zahlreiche gute Wirkungen auf die Islamische Gesellschaft und Vorteile für sie. Es handelt sich hierbei um einen Faktor für die moralische und spirituelle Weiterentwicklung und einen Maßstab für die moralische Höherstellung der Muslime unter den Weltbewohnern. Deshalb hat der Prophet in einem überlieferten Wort eben diese Unversehrtheit von Zunge und Hand als den wichtigsten Richtwert für die Einstufungen innerhalb der Islamischen Gesellschaft und als Maßstab für die Erreichung islamischer Ränge bezeichnet und gesagt: „Der beste Muslim ist jemand, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind ( Kanz-ul-Amal, Bd. 1, S. 89, Hadith 747). Das Nachdenken über die hässlichen Taten, welche durch Zunge und Hand begangen werden können, und die Untersuchung ihrer Formen der schädlichen Verwendung, machen die Ausmaße der Gefahren, die von einer kranken unreinen Zunge und Hand ausgehen, deutlich.

     

    Bruderschaft und Enthaltung von Ungerechtigkeit und Beschimpfung

     

    „Zulm” (im Sinne von Ungerechtigkeit) ist eine der größten Sünden und gemäß Verstand und Religionsrecht verwerflich. Auch die Beschimpfung stört Frieden und seelische Gesundheit der Menschen. Durch die Wiederbelebung des brüderlichen Geistes, die Freimachung von aller Arten der Ungerechtigkeit, insbesondere des moralischen Unrechts und die Drosselung von Beleidigungen wird die seelische Gesundheit des Einzelnen und der Islamischen Gesellschaft aufgebaut. Der Edle Prophet (s.a.a.s.) hat bei seiner Beschreibung der Eigenschaften eines Muslims gesagt „ Der Muslim ist Bruder des Muslims, er tut ihm kein Unrecht an und beschimpft ihn nicht.“ (wie vorher, S. 89, Hadith 742; Mizan-ul Hikmah, Bd. 4, S. 521, Hadith 8778). In diesem Hadith (Überlieferung) wird den Muslimen eine schöne Eigenschaft, die in der muslimischen Sittenlehre Bekräftigung erfährt, nämlich die Bruderschaft und islamische Brüderlichkeit anempfohlen, und die Muslime werden vor den beiden hässlichen, aus der islamischen Sitte verbannten Eigenschaften, nämlich Ungerechtigkeit und Beleidigung gewarnt.

     

    Brüderlichkeit und die Enthaltung von Verrat, Belügen und Im-Stich-Lassen

     

    Verrat, Belügen, Im-Stich-Lassen und sich der Zusammenarbeit und der Hilfe an andere zu enthalten sind Hindernisse für Einheit und Freundschaft sowie die Weiterentwicklung und Vervollkommnung der Islamischen Gesellschaft. Der Prophet (s.a.a.s.) hat gesagt: „Ein Muslim ist der Bruder eines Muslim, er begeht keinen Verrat an ihm, er lügt nicht und enthält sich nicht der Hilfe“ (wie oben, S. 48, Hadith 744). Es leuchtet ein, dass Betrug und Lüge das Vertrauen zerstören . Infolgedessen werden Muslime, die einander nicht vertrauen, einander auch nicht helfen. Durch Verelendung der einzelnen Mitglieder der Islamischen Gesellschaft wird ihr seelisches Gleichgewicht gestört und Niedergeschlagenheit und eine schädliche Brüchigkeit stellen sich ein.

     

    Spiegel des Muslims

     

    Die Muslime müssen füreinander wie ein Spiegel sein. Auf der einen Seite sollen sie die Werte und die Vorzüge eines Muslims sehen und sich ihnen zuwenden, ihn anspornen, sich an seinen guten Eigenschaften ein Beispiel nehmen und sie anstreben, und auf der anderen Seite sollen sie auch seine hässlichen und schlechten Attribute sehen, sich selber vor diesen schlechten Eigenschaften hüten und freihalten und ihn diesbezüglich mahnen, ihm das Schlechte verwehren und den Weg weisen. Der Prophet (s.a.a.s.) sagt: „Der Muslim ist Spiegel des Muslim. Wenn er etwas in ihm erblickt, muss er es nehmen“ (wie oben S. 89, Hadith 739).

     

    Gegenseitige Hilfe – für ein gesundes Leben und für schöne Gestaltung

     

    Die Muslime müssen einander bei der Herstellung der Grundlagen und der Verwirklichung einer gesunden wirtschaftlichen Existenz helfen und die Voraussetzungen für die Deckung der wirtschaftlichen Bedürfnisse und die Bedingungen für den Fortschritt und das Wirtschaftswachstum schaffen. Der Edle Prophet hat diesbezüglich wie folgt gesagt: „Ein Muslim ist Bruder des Muslims. Wasser und Bäume umgeben sie beide und sind für alle da. Sie helfen einander bei der umfangreichen schönen Gestaltung und einer sehr schönen Ausbreitung (wie oben, S. 89, Hadith 743).

     

    Den Angelegenheiten der Muslime Bedeutung beimessen und den Notleidenden zur Hilfe eilen

     

    Die Muslime auf der Welt müssen aneinander denken, sie müssen gegenseitig über ihre Probleme informiert sein und einander helfen, die Schwierigkeiten zu beseitigen. Der Ehrwürdige Mohammad (s.a.a.s.) hat gesagt: „Wer eine Nacht verbringt, ohne den Angelegenheiten der Muslime Bedeutung beizumessen, ist kein Muslim, und wenn jemand einen Menschen rufen hört Ihr Muslime! ohne darauf zu reagieren, ist er ebenso wenig ein Muslim“ (Usul-e-Kafi, Bd. 2, S. 163) . Gemäß dieser edlen Überlieferung sind zwei Gruppen keine Muslime: Die erste Gruppe sind diejenigen, die nicht unentwegt daran denken, die Probleme der Muslime zu lösen und nicht auf die Angelegenheiten der Muslime auf der Welt achten. Die zweite Gruppe sind diejenigen, die den Hilferuf eines Menschen hören und ihn nicht helfend erwidern. “Die Angelegenheiten der Muslime“ ist ein umfassender Begriff. Für jeden Muslim müssen die Angelegenheiten der Muslime wichtig sein. Zu dem Begriff Angelegenheiten der Muslime“ gehören die Probleme und Bedürfnisse der Muslime auf den verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ebenen. Niemals dürfen die Angelegenheiten der Muslime vergessen werden und ihre Beachtung muss immer gelten und zum täglichen Programm jedes Muslims gehören.

     

    Diese überlieferten Prophetenworte bilden ein umfassendes Aufbauprogramm für den Einzelnen und die Gesellschaft und sind Lehre der Islamischen Solidarität. Sie zeigen die Regeln des Muslim-Sein und die Islamische Moral in einer optimalen Islamischen Gesellschaft.

     

    Quelle: Taghrib.ir