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    Muhammad, der Prophet des Islam -drittes Kapitel

    • Professor K. S. Ramdrishna Rao
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    In der „Encyclopaedia Britannica“ heißt es: „Muhammad ist der erfolgreichste aller Propheten und religiösen Persönlichkeiten.“

     

    Der Vertrauenswürdige

     

    Das soziale Gleichgewicht

     

    Der Islam beschäftigt sich mit politischen und wirtschaftlichen Systemen, da sie das Verhalten des Menschen wesentlich beeinflussen und legt einige wichtige Prinzipien in diesem Bereich fest. Entsprechend den Ausführungen von Professor Massignon, bewahrt der Islam die Balance zwischen übertriebenen Gegensätzen und der Entwicklung des Charakters, der die Grundlage der Zivilisation ist.

     

    Diese ist zum einen durch die Gesetze der Erbschaft, zum anderen durch die festgesetzte, nicht frei gewählte Wohltätigkeitsspende, bekannt als Zakat, geschützt; außerdem durch das Verbot aller als illegal geltenden anti-sozialen Praktiken im wirtschaftlichen Bereich wie Wucher, Kapital horten sowie die künstliche Verteuerung von Waren, nur um den Preis in die Höhe zu treiben. Auch das Spielen um Geld ist nicht erlaubt.

     

    Hingegen gelten Beihilfen für Schulen, für Gebetsstätten, Krankenhäuser und soziale Infrastrukturen sowie der Schutz von Waisen mit als die höchsten Handlungen der Tugend. Waisenhäuser gab es zum ersten Mal mit den Lehren des Propheten des Islam. Die Welt verdankt ihre Waisenhäuser diesem Propheten, der selbst als Waise geboren war. „Gut ist dies alles“, sagte Carlyle über Muhammad. „Aus ihm spricht die natürliche Stimme der Menschheit, der Ehrfurcht und Gerechtigkeit, die im Herzen dieses wilden Sohnes der Natur ihren Platz hatte.“

     

     Ein großer Mann

     

    Ein Historiker sagte einst, ein großer Mann sollte anhand von drei Tests beurteilt werden:

     

    1-Wurde er des wahren Mutes durch seinen Zeitgenossen befunden?

    2-War er wahrhaftig von solcher Größe, dass er über die Normen seiner Zeit hinausragte?

    3-Hinterließ er der Nachwelt irgendetwas als ein permanentes Vermächtnis?

     

     

    Diese Liste ließe sich sicher noch ergänzen, aber all diese drei Fragen von Größe sind im Fall des Propheten Muhammad ganz sicher und in höchstem Maße zufriedenstellend erfüllt. Einige Beispiele der letzten zwei Punkte sind ja schon erwähnt worden.

     

     Unfehlbarer Charakter

     

    Historische Berichte belegen, dass alle Zeitgenossen von Muhammad, sowohl die Freunde als auch seine Gegner, seine wahren Qualitäten, die makellose Ehrlichkeit, seine noblen Tugenden, die vollkommene Aufrichtigkeit und die Vertrauenswürdigkeit des Gesandten des Islam in allen Lebenslagen und in jedem Bereich menschlicher Aktivität anerkannten. Sogar die Juden und jene, die nicht an seine Botschaft glaubten, akzeptierten ihn als Schiedsrichter bei ihren persönlichen Auseinandersetzungen wegen seiner gewissenhaften Unparteilichkeit. Sogar diejenigen, die nicht an seine Botschaft glaubten, sagten: „Oh Muhammad, wir nennen dich nicht einen Lügner; aber wir leugnen Ihn (Gott), der dir ein Buch gegeben und dich mit einer Botschaft beseelt hat.“

     

    Sie dachten, er wäre ein „Besessener“. Sie versuchten gewaltsam, ihn im Zaum zu halten. Aber der Beste von ihnen erkannte, dass mit diesem Propheten ein neues Licht aufgegangen war und so beeilten sie sich, um nach Erleuchtung zu suchen. Es ist ein beachtenswertes Merkmal in der Geschichte des islamischen Propheten, dass sein nächster Verwandte, sein Cousin und seine engsten Freunde, die ihn am besten kannten, tief durchdrungen waren von der Wahrheit seiner Mission und überzeugt von der Echtheit der göttlichen Eingebung. „Wenn diese Männer und Frauen, noblen Charakters, intelligent und sicherlich nicht minder gebildet als die Fischer von Galiläa, ein geringes Zeichen von Gewöhnlichkeit, von Täuschung oder Wunschdenken bezogen auf die eigene Lehre entdeckt hätten, wären Muhammads Hoffnungen von moralischer Erneuerung und sozialer Reform alle in einem Augenblick zu Staub gemahlen worden.“(Der Geist des Islam; Sayyid Amier Alij)

     

    Im Gegensatz dazu stellen wir fest, dass die Hingabe seiner Anhänger so groß war, dass sie ihn freiwillig als den Führer ihres Lebens anerkannten. Sie trotzten um seinetwillen Verfolgung und Gefahr, glaubten, vertrauten und gehorchten ihm und ehrten ihn, selbst wenn sie dafür schlimme Qualen und schwere geistige Pein bis in den Tod hinein auf sich nehmen mussten. Wäre dies so gewesen, wenn sie auch nur den geringsten Fehler bei ihrem Führer entdeckt hätten?

     

     Unsterbliche Liebe für den heiligen Propheten

     

    Lies die Geschichte über die ersten Bekenntnisse zum Islam und jedes Herz würde bei der Beschreibung der brutalen Behandlung von unschuldigen Männern und Frauen zerfließen. Man denke dabei an Sumaiyya, Yaser, Chabbab bin Arth und viele Andere mehr. Aber was zeigen uns all diese Geschehnisse? Wie war es möglich, dass diese Söhne und Töchter des Islam ihrem Propheten nicht nur treu ergeben waren, sondern für ihn auch ihre Körper, Herzen und Seelen opferten? Sind nicht der tiefe Glaube und die Überzeugung der unmittelbaren Nachfolger Muhammads, das ehrwürdigste Zeugnis seiner Aufrichtigkeit und seiner bedingungslosen Bereitschaft, sich der Aufgabe, die ihm bestimmt war hinzugeben?

     

     Gefährten höchsten Ranges

     

    Diese Menschen waren weder von niedrigem Stande noch von geringem geistigem Format. In diesen frühen Tagen versammelten sich die Besten und Edelsten der Gesellschaft in Mekka um ihn herum; die Blüte und die Auslese, Männer in gehobenen Positionen und Stellungen, wohlhabend und kultiviert, sowie seine eigenen Bekannten und Verwandten, Leute die jeden Augenblick seines Lebens genau kannten.

     

    In der „Encyclopaedia Britannica“ heißt es: „Muhammad ist der erfolgreichste aller Propheten und religiösen Persönlichkeiten.“ Der Erfolg war nicht das Ergebnis reinen Zufalls. Es war vielmehr bedingt durch die Tatsache, dass seine Zeitgenossen die Wahrhaftigkeit seines Eifers erkannten. Sein Erfolg war das Ergebnis seiner bewundernswerten und gewinnenden Persönlichkeit.

     

     

    Von Professor K. S. Ramdrishna Rao

    Kommentiert von Dr.M.Razavirad